Belgien

Rexisten


Flagge der RexistenNach dem Ersten Weltkrieg unterstützte die deutsche Militärverwaltung die germanischen (niederländischen) Flamen gegen die Herrschaft der französischen Wallonen. 1918 entstand dann eine Erneuerungsbewegung - die "Rexisten" - , die einen Staat nach dem Vorbild Deutschlands errichten wollten.

Ihr Führer während des Zweiten Weltkrieges war Leon Degrelle. Zu Kriegsbeginn verfügten die Rexisten über mehrere Sitze im belgischen Parlament, was den belgischen König Leopold zur Verkündung der belgischen Neutralität im Zweiten Weltkrieg verleitete. Jedoch wurde, wie schon 1914, auch 1940 die Neutralität ignoriert und der König kapitulierte.

Ab Mai 1940 kollaborierten die Rexisten mit der nationalsozialistischen deutschen Besatzung in Belgien. Auch flämische Nationalisten beteiligten sich an der Kollaboration mit den Deutschen und meldeten sich zahlreich freiwillig zur Waffen-SS.

Vlaamsch Nationaal Verbond


Aus dem belgische Teil "Flandern" kamen die die meisten Kollaborateure in Westeuropa.
Die separatistische Partei "Vlaamsch Nationaal Verbond" (VNV) hatte eine pro-deutsche Aurichtung und verfolgte die faschistische Ideologie.
Die Partei hatte rund 100.000 Mitglieder und wurde erst von DeClerq und später dann von Dr. Elias geführt.
VNV wurde als einzigste Partei in Flandern von Deutschland anerkannt. Sie hatte verschiedene Sparten, so z.B: auch eine Miliz namens "Dietsche Militie" (DM).
Die Miliz war in 4 Bereiche aufgeteilt:
Der Hauptteil war die "DM/Zwarte Brigade" (Schwarze Brigade), welche 12.000 Mann stark war und in 5 "Heerban" aufgeteilt war. Ihr Führer, R. Tollenaere, starb später bei Kämpfen mit der Waffen-SS an der Ostfront.
Die Mitglieder der "Schwarzen Brigade" wurden oft als Hilfsgendarmerie eingesetzt und trugen deutsche Uniformen.
Die "DM/Motor Brigade", welche die gleichen Uniformen hatte wie die "DM/Zwarte Brigade", wurde 1943 aufgelöst, als der Großteil der Angehörigen in die Transport-Regimenter des NSKK kam.
Die "DM/Hulp Brigade" war eine Hilfsorganisation aus älteren Männern, die einfache Uniformen trugen.

Als vierter Teil der Miliz diente die "Wachtbrigade".
Sie wurde im Mai 1941 als "Fabriekwacht" (Industriewache) mit Unterstützung der Luftwaffe gegründet. Anfang 1942 wurde die Organisation in "Vlaamse Fabriekwacht" umbenannt und Teil der VNV und der DM. Die Uniformen ähnelten denen der "DM/Zwarte Brigade".
Im Juni 1943 erheilt die Organisation ihren endgültigen Titel "Vlaamse Wachtbrigade". Die Uniform enthielt nun Elemente der Luftwaffe, SS und der DM.
Ihre Gesamtstärke betrug ca. 4.000 Mann und war in 14 Kompanien in 4 Bataillonen organisiert.
Im Juli 1944 wurden die Männer zur Bildung einer Lufwaffe-Flak-Brigade herangezogen.

Unter der Aufsicht Deutschlands wurden zwei bewaffnete Organisationen für den Hilfssicherheitsdienst gebildet:

Vlaamse Wacht
Diese ist nicht mit der oben genannten "Vlaamse Wachtbrigade" zu verwechseln.
Hierfür wurden im Juni 1941 ehemalige flamische Soldaten rekrutiert. Hierbei half der flamische Veteranenbund "VOS". Später kamen auch Parteimitglider der VNV hinzu.
Die Männer der Vlaamse Wacht trugen dunkelblaue Uniformen, welche im Juni 1944 durch feldgraue Uniformen ersetzt wurden.
Die Organisation setzte sich aus 4 Bataillonen mit 13 Schützenkompanien, 2 Bahn-Wach-Kompanien, 1 Kanal-Wach-Kompanie und 2 Lager-Kompanien zusammen. Insgesamt betrug die Stärke 4.000 Mann.

Garde Wallone
Diese wurde im Juli 1941 aus Mitgliedern der Rex und wallonischen Veteranen gebildet.
Sie bestand aus 2 Bataillonen, ein Bataillon davon war für die Bewachung des Bahnsystems verantwortlich. Die Angehörigen trugen die gleichen Uniformen wie die "Vlaamse Wacht" mit kleinen Änderungen.

Andere belgische Hilfskräfte waren die belgische Gendamerie und die Landgarde.
Die Gendarmerie trug ihre traditionellen Uniformen und wurde in einen flamischen und einen wallonischen Teil aufgeteilt.
Sie bildete mobile Einheiten um Partisanen zu bekämpfen.

Die Landgarde war ebenfalls in einen flamischen (Boerenwacht) und einen wallonischen Teil (Garde Rurale) aufgeteilt und wurde im Juni 1941 gebildet. Sie war zuständig für die Sicherung von nahrungsmittelerzeugenden Betriebenwie Bauernhöfe, Farmen usw.
Als die ersten Mitglieder getötet wurden, wurden sie mit Uniformen und Waffen Ausgerüstet.
Im Mai 1942 beinhaltete die Organisation 28.000 Männer aus Flandern und 38.000 Männer aus Wallonien.
Trotz der vielen Angehörigen war die Garde kein bedeutender Teil der kollaborierenden Organisationen.

Nach Kriegsende wurden rund 87.000 Belgier wegen Kollaboration angeklagt. Nicht weniger als 4.000 wurden zum Tode verurteilt. Inoffiziell wurden viele weitere Belgier Opfer der Vergeltungsmasnahmen der ehemaligen belgischen Partisanenangehörigen.
Kommentare (1)Add Comment
Eddy De Bruyne
Oktober 06, 2010
91.179.132.248
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Hallo,
Am Anfang gab est 3 Btl. der Garde Wallonne (2 in Belgien und 1 in Nordfrankreich)
Die G.W. wurde in Julie das Heer untestellt. Ein teil der G.W. flüchtete nach Deutschland nach September und wurde die 28.SS-Freiw.Gr.Div. Wallonien angegliedert.
Grüsse
Eddy De Bruyne

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. September 2009 um 22:44 Uhr
 

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