Finnland

Lapua-BewegungLapuanliike (Lapua-Bewegung/Lappobewegung)


Diese nationalistische Bewegung wurde im Jahre 1929 gegründet. Anhänger waren meist Konservative die mit der wachsenden Kraft der finnischen Sozialdemokraten undzufrieden waren.
Die Lapuanliike hatte einige Jahre innenpolitisch großen Einfluss, so erzwang sie 1930 Pehr Evind Svinhufvud (ein Pro-Deutscher Antikommunist) zum Staatsminister. Weiters erreichte sie die sog. Kommunistengesetze, nach denen die Kommunistische Partei in Finnland verboten wurde.
Die Lapuanliike hatte aufgrund ihrer teilweise illegalen Machenschaften einen äuserst schlechten Ruf und verlor immer mehr Anhänger. Schlieslich wurde die Bewegung im Jahre 1932 aufgelöst. Kurze Zeit später gründeten die Teile der Bewegung die neue "Isänmaallinen kansanliike".

Isänmaallinen kansanliike (IKL) (Vaterländische Volksbewegung)


Die Partei entstand nach der Auflösung der Lapua-Bewegung.
Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin nahm die IKL auch an Wahlen teil, in der
Ideologie gab es aber keine großen Unterschiede.
Etliche der stark vom Faschismus und von skandinavischen nationalsozialistischen Organisationen beeinflussten Parteioberen waren Geistliche, die die Partei ideologisch strikt nationalistisch und antikommunistisch ausrichteten. Die IKL sah sich als das „christlich-moralische Gewissen“ des Parlaments.
Vaterländische VolksbewegungIm Jahr 1933 nahm die Isänmaallinen kansanliike erstmals an Parlamentswahlen teil dabei errang sie 14 von insgesamt 200 Sitzen bei den Wahlen von 1936 konnte die IKL ihre 14 Sitze erneut behaupten, 1939 kam sie jedoch nur noch auf 8 Sitze. 1938 verhängte der Innenminister Urho Kekkonen ein Parteiverbot gegen die IKL, welches aber von einem Gebietsgericht in Helsinki aufgehoben wurde.
Der „Winterkrieg“ (30. November 1939 bis 13. März 1940) und insbesondere der Friedensschluss mit Moskau wurden von der IKL und ihren Anhängern als der entscheidende Beweis für eine gescheiterte Außenpolitik der Regierung angesehen. Nach dem Winterkrieg wurde die finnische Außenpolitik drastisch geändert und entsprach dann im Großen und Ganzen den Vorstellungen der Vaterländischen Volksbewegung, die im Dezember 1940 sogar Teil des Allparteienkabinetts wurde. Nach dem Fortsetzungskrieg wurde die IKL auf Forderung der Sowjetunion schließlich am 23. September 1944 verboten, vier Tage nach Unterzeichnung des Waffenstillstandsabkommens zwischen Finnland und der Sowjetunion.
Die Uniform der IKL bestand aus einem schwarzen Hemd mit blauer Krawatte, angelehnt an die Kleidung der italienischen und deutschen Faschisten.
Sie wurde am 5. Juni 1932 gegründet und nach Ende des „Fortsetzungskrieges“
(22.und 25. Juni 1941 bis 4. und 5. September) am 23. September 1944 aufgelöst.

Sinimustat

Die Sinimustat war die Jugendbewegung der IKL die von Elias Simojoki, einem fanatischen, charismatischen und faschistischen Priester angeführte wurde.
Sie orientierte sich ideologisch an den großen zentraleuropäischen faschistischen Jugendorganisationen wie z.B. der deutschen Hitlerjugend.
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 11. September 2009 um 22:48 Uhr
 

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