Hitler-Jugend (HJ)
Hitler-Jugend
Flagge der Hitler-Jugend
Beitragsinhalt
Organisation und Aufbau der Hitler-Jugend
Einzelne Gruppierungen (Untergruppen)
Ränge innerhalb der Hitler-Jugend
Dienststellen und Ämter

Die Geschichte der Hitler-Jugend beginnt bereits im Jahre 1922, als der "Jugendbund der NSDAP" in München gegründet wurde. Dieser Bund war die erste offizielle Jugendorganisation der NSDAP. Die Idee dieses Bundes kam nicht -wie oft angenommen- von der Parteiführung, sondern von Gustav Adolf Lenk, einem NSDAP-Mitglied. 1926 wurde aus diesem Bund die "Großdeutsche Jugendbewegung" (GDJB), welche Mitte des gleichen Jahres zur Hitler-Jugend wurde. Ab Dezember 1936 wurde die Mitgliedschaft in der Hitler-Jugend pflicht, zuvor waren nur Beamte verpflichtet ihre Kinder in die Hitler-Jugend zu schicken. Alle 10-18-Jährigen Kinder und Jugendliche wurden in der Hitler-Jugend erfasst.

Aufgaben der HJ
Die Hauptaufgabe der HJ bestand darin, die Kinder und Jugendlichen nach der NS-Ideologie zu erziehen. Ein Schwerpunkt für die männlichen Mitglieder war die vormilitärische Ausbildung, während die Mädchen auf die "Mutterrolle" vorbereitet wurden oder hauptsächlich landwirtschaftlichen Tätigkeiten nach gingen.
Mit folgendem Gesetz wurde die HJ, neben dem Elternhaus und der Schule, zur einzigen und umfassenden Institution der Erziehung:

HitlerjugendGesetz über die HJ vom 1. Dezember 1936
„Von der Jugend hängt die Zukunft des deutschen Volkes ab. Die gesamte deutsche Jugend muss deshalb auf ihre zukünftigen Pflichten vorbereitet werden. Die Reichsregierung hat daher das Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:
§ 1 Die gesamte deutsche Jugend ist in der Hitler-Jugend zusammengefasst.
§ 2 Die gesamte deutsche Jugend ist außer im Elternhaus und der Schule in der Hitler-Jugend körperlich, geistig und sittlich im Geiste des Nationalsozialismus im Dienst am Volk und zur Volksgemeinschaft zu erziehen.
§ 3 Die Aufgabe der Erziehung der gesamten deutschen Jugend in der Hitler-Jugend wird dem Reichsjugendführer der NSDAP übertragen. Er ist damit Jugendführer des Deutschen Reiches. Er hat die Stellung einer obersten Reichsbehörde mit dem Sitz in Berlin und ist dem Führer und Reichskanzler unmittelbar unterstellt.
§ 4 Die zur Durchführung und Ergänzung dieses Gesetzes erforderlichen Rechtsverordnungen und allgemeinen Verwaltungsvorschriften erlässt der Führer und Reichskanzler."

Nach dem Ausschalten der katholischen- und evangelischen Jugend, betrug die Mitgliederzahl im Jahre 1938 bereits 8.700.000 Jungen und Mädchen.Die Mitglieder der HJ wurden auf den Krieg vorbereitet. Zur Kriegsvorbereitung gehörte die Eröffnung einer HJ-Schießschule, in der regelmäßig bis zu 1,5 Mio. Jungen Schießübungen machten. Ab 1939 wurde sogar die Pflicht an Schieß- und Geländeübungen teilzunehmen.
Im April 1939 wurde die Jugenddienstpflicht eingeführt, somit ist diese nicht -wie oft falsch dargestellt- aus der Kriegsnot heraus entstanden.
Nach Ausbruch des Krieges kamen viele neue Aufgaben auf die HJ zu, so wurde die HJ beispielsweise bei der Ernte eingesetzt oder auch beim Luftschutz- und Feuerwehrdienst.
Unabhängig ihrer Untergruppen-Zugehörigkeit in der HJ, halfen alle Mitglieder nach Bombenangriffen der Bevölkerung deren persönliches Eigentum zu schützen, Obdachlose in die andere Viertel zu führen oder auch um Nahrungsmittel zu verteilen.
1944 wurden der Jahrgang 1928 zum Luftwaffenhelfer-Dienst eingezogen, wobei sie nicht als Soldaten im eigentlichen Sinne angesehen wurden, sondern immer noch den Status eines Schülers hatten.
Im Verlauf des Krieges wurde die HJ auch in Kampfhandlungen verwickelt, wobei anzumerken ist, dass dies oft durch das grosse Interesse der Jugendlichen zustande kam, die -ganz nach ihrer Erziehung- tapfer für ihr Land kämpfen wollten.
In den letzten Monaten des Krieges wurden viele HJ-Mitglieder auch zu Volkssturm-Einheiten dienstverpflichtet und bildeten sogenannte "Panzer-Jagdkommandos".

Organisation und Aufbau der Hitler-Jugend

Die HJ gliedert sich in
1. die Hitler-Jugend (Jungen von 14-18 Jahren)
2. das Deutsche Jungvolk in der HJ (Jungen von 10-14 Jahren)
3. den Bund Deutscher Mädel in der HJ (Mädel von 14-18 Jahren)
4. die Jungmädel in der HJ (Mädel von 10-14 Jahren)

Kameradschaft
Eine Kameradschaft bestand aus etwa 15 Jungen. Hier wurden "kameradschaftliche Heimabende" und kleine Fahrten unter Führung eines Kameradschafstführers unternommen. Eine Kameradschaft trug den Namen des zuständigen Ortes, dem jeweiligen Stadtviertel oder der Straße und wurde innerhalb einer Schar mit arabischen Ziffern nummeriert.

Schar
Eine Schar bestand aus 2-4 Kameradschaften (meistens 3) mit gleicher Stärke und wurde von einem Scharführer geführt. Die Schar trug den Namen ihres jeweiligen Scharführers und wurde innerhalb einer Gefolgschaft mit arabischen Ziffern laufend nummeriert.

Gefolgschaft
Die Gefolgschaft bestand aus 2-4 Scharen (meistens 3) mit gleicher Stärke. Der Dienst erfolgte unter der Führung eines Gefolgschaftsführers. Eine Gefolgschaft war die erste in sich geschlossene Einheit innerhalb der HJ und besaß eine eigene Fahne. Die Gefolgschaften wurden innerhalb eines Bannes mit arabischen Ziffern nummeriert, z.b.:
die Gefolgschaften des Unterbannes I = Nummern 1-5, Gefolgschaften des Unterbannes II = Nummern 6-10 usw. Die Höchstzahl der Gefolgschaften in jedem Unterbann betrug also höchstens 5.
Als Name der jeweiligen Gefolgschaft wurde der entsprechende Ausdehnungsbezirk verwendet.

Unterbann
3-5 gleichstarke Gefolgschaften bildeten einen Unterbann der von einem Unterbannführer geführt wurde.

Bann
4-8 gleichstarke Unterbanne bildeten einen Bann der von einem Bannführer geführt wurde. Ein Bann umfasste einen oder mehrere politische Kreise. Jeder Bann besaß seine eigene Bannfahne, die vom Reichsjugendführer verliehen wurde.
Die Banne wurden mit arabischen Ziffern fortlaufend nummeriert. Sie trugen meist die Nummer eines Truppenteils des Ersten Weltkrieges, der im ort des jeweiligen Bannes seien Standort hatte. Der Name eines Bannes richtete sich nach dem jeweiligen Ausdehnungsbezirk.

Gebiet
10-30 Banne sowie 10-40 Jungbanne bildeten ein Gebiet. Ein Gebiet entsprach ein oder zwei politischen Gauen. Geführt wurde das Gebiet von einem Gebietsführer. Es stellte die höchste Befehlseinheit außer der Reichsjugendführung dar.
Die Gebiet wurden fortlaufend mit arabischen Ziffern nummeriert und trugen den Namen ihres Ausdehnungsbereich.

Es gab folgende Gebiete:

Gebiet 1 - Ostland
Gebiet 2 - Kurmark
Gebiet 3 - Berlin
Gebiet 4 - Schlesien
Gebiet 5 - Pommern
Gebiet 6 - Nordmark
Gebiet 7 - Nordsee
Gebiet 8 - Niedersachsen
Gebiet 9 - Westfalen
Gebiet 10 - Ruhr-Niederrhein
Gebiet 11 - Mittelrhein
Gebiet 12 - Westmark
Gebiet 13 - Hessen-Nassau
Gebiet 14 - Kurhessen
Gebiet 15 - Mittelland
Gebiet 16 - Sachsen
Gebiet17 - Thüringen
Gebiet 18 - Franken
Gebiet 19 - Hochland
Gebiet 20 - Württemberg
Gebiet 21 - Baden
Gebiet 22 - Bayrische Ostmark
Gebiet 23 - Mittelelbe
Gebiet 24 - Mecklenburg
Gebiet 25 - Saar-Pfalz

Obergebiet
4-10 Gebiete bildeten die 5 Obergebiete. Diese bestanden nur als Einheiten und nicht sals Dienststellen. Sie waren daher ohen Führung und dienten zur Zusammenfassung der Gebiete bei besonderen Gelegenheiten.

Einzelne Gruppierungen (Untergruppen) innerhalb der Hitler-Jugend


HJ-Arzt
Wie der Name schon sagt, wurden die Mitglieder der Arzt-HJ in medizinischen Fähigkeiten ausgebildet. Eine Untergruppe der Arzt-Hj war die Hj-Apotheker. Die vielversprechensten Mitglieder wurden für eine Weiterbildung zum Feld- und Lazarettarzt ausgewählt. In Friedenszeiten unterstützten die Mitglieder unter anderem die lokalen Krankenhäuser und Apotheken. Während des Krieges halfen sie bei der Ersten Hilfe von Luftangriffsopfern und im Hinterbereich der Krankenhäuser.

HJ-Bergdienst
Vor- und während des Krieges bereitete die jeweilige Bergdienst Niederlassung ihre Mitglieder darauf vor, die zukünftigen Bergleute zu sein, mit der Aussicht auf eine Führungsposition. Zur Vorbereitung gab es einen 5-Jahres-Kurs (einschließlich ein Jahr im Reichsarbeiterdienst (RAD)). Dieser Kurs enthielt drei Abschnitte. Hat der Anwärter alle Prüfungen erfolgreich bestanden, wurde ihm ein individueller Rang verliehen: Knappe, Hauer oder Steiger.

HJ-Feldschere

Die Feldschere war im Grunde das Gleiche wie die HJ-Ärzte. Die Mitglieder wurden hauptsächlich in der Ersten Hilfe ausgebildet, mit der Aussicht als Krankenfahrer Dienst zu tun oder als medizinisches Personal im Felde zu arbeiten.

HJ-Flakhelfer
Ende der 30er-Jahre nahmen alle Mitglieder der Hitler-Jugend an den lokalen Übungen als Flakhelfer teil. Dazu gehörte auch Erste Hilfe bei Verwundeten, Evakuierung von Gebäuden und die Unterstützung von lokalen FlaK-Stellungen. Als im August 1940 die ersten Bombenangriffe auf deutsche Städte stattfanden, nahm die HJ bereits an der Verteidigung des Reiches teil. Im Januar 1943 wurde ein Gesetz erlassen, nach dem die Jugendlichen als FlaK-Helfer herangezogen werden konnten um somit die Plätze der an die Front geschickten Männer ausfüllen zu können. Kurz nach Inkrafttreten des Gesetzes wurden rund 11.500 HJ-Mitglieder mobilisiert und so gut wie jede FlaK-Stellung in Deutschland war mit einem HJ-Flakhelfer besetzt. Es wird geschätzt, dass bis zum Mai 1945, ca. 200.000 Flakhelfer an allen Fronten aktiv waren. 1943 wurden auch die Mädchen des BDM einbezogen, sie waren unter anderem für die Bedienung der Radarzielverfolgung etc. verantwortlich und standen in Funkkontakt mit den Piloten.

HJ-Flieger
Die Flieger-HJ war für alle offen, die sich für die Luftfahrt interessierten. Man musste allerdings zuvor zwei Jahre im "Jungvolk" tätig gewesen sein, bevor man Mitglieder der Flieger-HJ werden konnte. Nach 1941 war dies auch möglich, wenn man zuvor drei Monate in der allgemeinen Hitler-Jugend Dienst getan hat. Die Mitgliedskosten waren in der Flieger-HJ etwas höher als in den anderen Bereichen. Die Tätigkeiten in der Ausbildung schlossen den Modellbau von Flugzeugen und die Grundlagen der Luftfahrt mit ein. Jedes Jahr gab es einen Wettkampf, bei dem die besten Modelle gekürt wurden, bzw. die, die am weitesten flogen. Während es 1936 noch 1.500 Mitglieder in der Flieger-HJ gab, waren es bis 1944 80.000 Mitglieder. Die Wiedererrichtung der Luftwaffe durch Hitler hatte natürlich erheblichen Einfluss auf die Ausbildung in der Flieger-HJ. So veranstaltete die Luftwaffe regelmäßig einen "Tag der offen Tür" und die Flieger-HJ Jungen wurden oft bei Aufklärungs- und Beobachtungsflügen in zweisitzigen Jägern und Bombern mitgenommen. Ab 1943 mussten alle Flieger-HJ Mitglieder als Luftwaffenhelfer dienen, die Älteren Mitglieder bedienten die FlaK, während die Jüngeren den Suchscheinwerfer oder den Funk bedienten. Im September 1944 befahlen Hitler und Göring die gesamte Flieger-HJ für den Einsatz an Düsen-/Strahlenflugzeugen vorzubereiten. Ziel war es, geeignete Kandidaten für den Heinkel He-162 "Volksjäger" zu finden, der im Januar 1945 vom Band laufen sollte. Ein Ausbildungszentrum für Düsen-/Strahlenflugzeuge befand sich Trebbin.

HJ-Gebirgs
Das Hauptaugenmerk dieser Gruppe wurde auf das Bergsteigen gelegt. Ziel war es, geeignete Soldaten zu finden, die direkt in die Gebirgsjägerverbände übernommen werden konnten. In den meisten Fällen arbeiteten die Gebirgs-HJ Mitglieder eng mit dem Deutschen Alpenverein (DAV) zusammen. Die Gebirgs-HJ wurde in mehere Bergfahrtengruppen unterteilt. Neben vielen Wanderungen und Kletterübungen, lernten die Mitglieder das Skifahren Querfeldein, als auch das Langlaufen und Abfahrtsski.

HJ-Invalid
Die HJ-Führung erkannt schnell, dass ein kleiner Prozentsatz der deutschen Jugendlichen physische oder medizinische Probleme hatte, z.B. Hör- und Sehschwächen. Um diesen Jugendlichen trotzdem einen Anreiz zu schaffen, der Hitler-Jugend beizutreten, wurde die Invalid-HJ gegründet. Sie bestand aus einem Hauptteil und zwei Unterorganisationen für Sehbehinderte/Blinde (Reichsbann "B") und Hörgeschädigte (Reichsbann "G").

HJ-Landdienst
"Landdienst" und "Landjahr" sorgen des öfteren für ein wenig Verwirrung. Landdienst ist eine Vorgängerorganisation der HJ, bei der die Mitglieder eine 4-Jährige landwirtschaftliche Ausbildung absolvierten. Teil dieser Ausbildung war das Arbeiten auf einem Bauernhof (Landdienstlehrhof). Erreichte das Mitglied das 18. Lebensjahr, war es Anwärter auf den Neubauernschein - eine Bescheinigung, die den Inhaber als "Juniorlandwirt" auswies. Diese Bescheinigung half den Beamten und Gauleitern die geeignetsten Landwirte für die Besiedlung der Ostgebiete zu finden. "Landjahr" bezieht sich auf den Dienst, den jedes HJ-Mitglied im landwirtschaftlichen Sektor leisten musste, zu den Aufgaben gehörte z.B. die Getreideernte. Die Landdienst-HJ wurde 1934 gegründet und bis 1939 unterstützten rund 12.000 Jungen und 14.000 Mädchen die Landwirte. Bis 1943 hatte die Landdienst-HJ rund 40.000 Mitglieder.

HJ-Luftschutz
1939 wurde die Luftschutz-HJ gegründet. Die Absicht dieser Organisation war die Unterstützung der regulären Luftschutorganisationen durch ausgebildete Mitglieder der Luftschutz-HJ. Aufgrund des verstärkten Bombenkrieges gegen Deutschland, musste ab 1942 jedes Hitler-Jugend Mitglied das Luftschutztraining absolvieren und somit wurde die Luftschutz-HJ überflüssig.

HJ-Marine
Die Marine-HJ war eine der begehrtesten Gruppierungen innerhalb der Hitler-Jugend. Obwohl diese Gruppe für alle offen stand, kamen die meisten Mitglieder aus Norddeutschland. Zwischen 1943-44 hatte sie über 60.000 Mitglieder. 1935 wurde die erste "Reichsseesportschule" in Brandenburg eröffnet und kurze Zeit später eine Weitere am Konstanz am Bodensee. Es gab zwei Untergruppen: eine konzentrierte sich auf die Hochseeflotte, während die andere sich auf die inländischen Flüsse und Seen konzentrierte. Wie in der Flieger-HJ waren die Mitgliedsbeiträge auch in der Marine-HJ höher als in den anderen Gruppen. Die Ausbidlung war anspruchsvoller als in den meisten anderen Gruppen und befasste sich auch mit Himmelsnavigation und anderen Seemännischen Bereichen. Auch hier gehörte der Modellbau zur Ausbildung. Eines der Ziele der Marine-HJ war sicherzustellen, dass jedes Mitglied einen Segelschein besitzt und zukünftig für den Dienst bei der Kriegsmarine verwendbar war. Auch der Weg zur Deutschen Handelsmarine war frei. Die Marine-HJ hatte drei primäre Bestandteile: die Marine-HJ als Hauptbestandsteil und zwei kleinere Untergruppen; das Reichsbann "BS" für die Binnenschifffahrt und das Reichsbann "S" für die Seefahrt.

HJ-Motor
1933 gründete Baldur von Schirach die Motor-HJ. Ziel der Motor-HJ war, einen Pool von Spezialkräften und herausragenden Fahrern für die Wehrmacht zu schaffen. So richtete sich der Unterricht auf die Wartung der Automobile und das Fahren nach deutschen und internationalen Richtlinien. Die Mitgliedsbeiträge waren auch in der Motor-HJ als in anderen Gruppen der HJ. Um Mitglied der Motor-HJ zu werden, musste man mindestens 16 Jahre alt sein, da man in diesem Alter den Motorradführerschein beantragen konnte. Ab dem 18. Lebensjahr kamen die Mitglieder der Motor-HJ in das NSKK um weitere Fertigkeiten in Sachen Mechanik und Fahren zu erlernen.

HJ-Musikzüge
Wenn es um irgendeine Form der Darstellung von Musik ging, waren die Musikzüge der Hitler-Jugend anwesend, bei festlichen Anlässen, Staatsbesuchen, Parteitagen usw. Weiters enthielt jedes HJ-Bann mindestens eine "Musikgefolgschaft". Jedes Mitglied erhielt sowohl in der Schule als auch Zuhause Musikunterricht. Mitglieder die besonders heraus ragten, wurden in die HJ-Reichsmusikzüge eingeladen und traten Deutschlandweit auf.

HJ-Nachrichten
Das Aufgabengebiet dieser Gruppe war die Kommunikation innerhalb des Militärs, so gehörte zur Aubildung das Erlernen der Morsezeichen, verlegen von Kabeln, das Einrichten von Beleuchtungs- und Lautsprecheranlagen usw. Der Hauptförderer war die Deutsche Reichspost. Die Ausbildung wurde in drei Phasen unterteilt: Phase 1 - die Ausbildungszeit betrug 6 Monate und vermittelte die Grundlegenden Kenntnisse in Kommunikationstechnik und Signaltechnik. Nach Ende dieser Phase erhielt der Anwärter den Nachrichtenschein "A". Phase 2 - die Ausbildungszeit hier betrug rund 2,5 Jahre. Hier wurden die Grundkentnisse aus Phase 1 vertieft und spezialisiert. Am Ende bekam der Anwärter den Nachrichtenschein "B". Phase 3: diese Phase wer recht kurz und war ein abschließender, spezieller Kurs.

HJ-Reiter
Eine der kleineren Gruppierungen war die Reiter-HJ. Die Mitglieder konnten später als Kavallerie in die Wehrmacht übernommen werden. Die Mitglieder der Reiter-HJ kamen meist aus ländlichen Gegenden. Die Reiter-HJ arbeitete eng mit dem NS-Reiterkorps (NSRK) zusammen.

HJ-Schnellkommando
Das Schnellkommando war eigentlich eine Untergruppe der Streifendienst-HJ. Sie halfen der deutschen Polzei bei speziellen Aufgaben, am meisten jedoch, halfen sie nach den alliierte Bombenangriffen.

HJ-Signal
Diese Gruppe unterrichtete hauptsächlich in Sachen spezielle Militärkommunikation. Die Signal-HJ war aber von der Nachrichten-HJ getrennt. Die Mitglieder hoben sich durch außerordentliche Morsefähigkeit und der drahtlosen Kommunikation hervor. Bis 1943 wurde die Signal-HJ in die Flieger-HJ eingegliedert und hörte somit auf als eigenständige Gruppe zu arbeiten.

HJ-Spielschar
Mitglieder die den Wunsch hatten Schauspieler usw. zu werden, konnten der Spielschar-HJ beitreten. Sie unterhielten die anderen HJ-Gruppen mit Theater und anderen Bühnenauftritten. Teilweise wurden ihre Auftritte sogar im Radio übertragen.

HJ-Streifendienst
Diese Gruppe wurde 1934 gegründet und sollte als zusätzliche Polizeikraft dienen. Die Mitglieder der Streifendienst-HJ stellten sicher, dass alle Tätigkeiten innerhalb der Hitler-Jugend ordnungsgemäß abliefen. Weiters achtete die Streifendienst-HJ stets darauf, dass alles nach nationalsozialistischem Vorbild von statten ging und war angehalten jegliche politische Strömung von außerhalb zu unterbinden. Die Streifendienst-HJ arbeitet eng mit der Gestapo (Geheime Staatspolizei) un der SS zusammen, dies führte dazu, dass die Mitglieder der Streifen-HJ sich als eine Art "Elite" gegenüber den anderen Hitler-Jugend Mitgliedern sahen. Mitglieder dieser Gruppe wurden auch gerne als Schüler der SS-Junkerschulen, als SS-Rekruten und als Mitglieder der Totenkopfverbände (KZ-Wachmannschaften) herangezogen. In Polen wurden aus Mitgliedern der Streifendienst-HJ so genannte "Rollkommandos" eingesetzt, die eng mit den dortigen Exekutionskommandos der SS zusammenarbeiteten.

Ränge innerhalb der Hitler-Jugend

Hitlerjunge
Rottenführer
Oberrottenführer
Kameradschaftsführer
Oberkameradschaftsführer
Scharführer
Oberscharführer
Gefolgschaftsführer
Obergefolgschaftsführer
Hauptgefolgschaftsführer
Stammführer
Oberstammführer
Unterbannführer
Bannführer
Oberbannführer
Hauptbannführer
Gebietsführer
Obergebietsführer
Stabsführer der RJF
Reichsjugendführer

Dienststellen und Ämter der Hitler-Jugend

Organisationsamt
Die Organisation der HJ baut sich in vier Untergliederungen und in genau abgestuften Einheiten auf. Entsprechend den Aufgaben des Organisationsamtes ist dieses in drei sog. Hauptreferate mit je verschiedenen Referaten Gliederungs- und arbeitsmäßig aufgeteilt, die dem Amtsleiter und seinem Stellvertreter unterstehen.

-  Hauptreferat Organisation - O 1:
Das Referat O 1a war für alle fragen der Organisation zuständig, wie z.B. Genehmigung zur Aufstellung und Auflösung größerer Einheiten, Festlegung der Standorte und Dienstsitze usw. Die Organisation jedes Bannes, Jungbannes, Untergaues und Jungmädeluntergaues war karten- und tabellenmäßig in der Reichsorganisationskartei festgelegt.
Das Referat O 1b war für das gesamte Meldewesen zuständig.
Das Referat O 1c war für alle Fragen des Einsatzes bei besonderen Gelegenheiten, wie sämtliche zum Reichsparteitag und andere Gelegenheiten durchgeführte Transporte, die Durchführung von Kundgebungen und Aufmärschen, soweit die über den Rahmen eines Gebietes hinausgingen, unter gleichzeitiger Überwachung des gesamten Einsatzes unterer Einheiten.

- Hauptreferat Ausrüstung - O 2:
Im Hauptreferat O 2 war die gesamte Dienstkleidung und Dienstausrüstung der Hitler-Jugend und deren Untergliederungen festgelegt, geprüft, abgeändert und deren Durchführung überwacht.
Das Referat O 2a leitete und prüfte alle Beschaffungsvorhaben der Hitler-Jugend. Es legte Richlinien fest und gab auch die Dienstanzugsordung der HJ-Dienstanzüge aus.
Das Referat O 2b legte die technischen Vorschriften für die Bekleidungs- und Ausrüstungsstücke fest.
Das Referat O 2c leitete in Zusammenarbeit mit der Reichszeugmeisterei den gesamten Bezug von Fahnen, Wimpel und Textilabzeichen.

- Hauptreferat Statistik O 3:
Das Hauptreferat O 3 wertete alle Aktionen der Hitler-Jugend statistisch aus und überprüfte die gesamte tätigkeit der HJ.
Im Referat O 3a sammelten sich alle monatlich gesammelten Stärkeentwicklungen der HJ und wurden dort verarbeitet. Von hier aus wurden statistische Erhebungen durchgeführt.
Das Referat O 3b wertete sämtliche eingegangenen und errechneten Zahlen statistisch aus und stellte sie graphisch in Form von Wandplänen, herausgegebenen Schriftenreihen usw. dar.
Das Referat O 3c hielt die Verbindung zum Statistischen Reichsamt.

Personalamt
Das Personalamt war u.a. für die "Auslese der befähigten Kameraden" und die "Ausmerzung der schädlichen Elemente" zuständig.

Amt für weltanschauliche Schulung
Dieses Amt war für die Überwachung der geistigen und weltanschaulichen Erziehung der NSDAP verantwortlich. Weiters leitete es die Schulungsarbeit der Hitler-Jugend, des Deutschen Jungvolks, des Bundes Deutscher Mädel und der Jungmädel.
Die Aufgaben waren wie folgt gegliedert:
1. Führerschulung
2. Schulung der Einheiten
3. Führerschulen
4. Schrifttumsarbeit
5. Weltanschauliche Überwachung
6. Betreuung des Seminars für HJ-Führer in der Hochschule für Politik
In den Stäben der Gebiete Obergaue und Banne waren hierfür Schulungsabteilungen zugeteilt, welche nach den Weisungen der Reichsjugendführung arbeiteten. Die Schulungsarbeit in den unteren Einheiten wurde von Formationsführern geleitet.

Amt für körperliche Schulung

Dieses Amt war für die körperliche Schulung der Hitler-Jugend zuständig. Hierzu gehörte u.a. Leibesübungen in der Grundschule, Luftgewehr- und Kleinkaliberschießen und Geländesport. Hierbei sollte eine stetige Leistungssteigerung erzielt werden.
Darüber hinaus sollte ein gesunder und leistungsfähiger Nachwuchs für die Wehrmacht geschaffen werden.
Das Amt gliederte sich in
1. Allgemeine Ausbildung
2. Sonderausbildung
3. BDM-Körperertüchtigung
4. Führerzehnkampf der HJ.

Gesundheitsamt
Das Gesundheitsamt war für die gesundheitliche Betreuung der deutschen Jugend zuständig und war in zwei Hauptarbeitsgebiete aufgeteilt: den truppenärztlichen Dienst und den Gesundheitsdienst.
Eine einheitliche Ausrichtung der ärztlichen Arbeit wurde im September 1934 mit einem Vertrag zwischen dem Reichsjugendführer und dem Reichsärzteführer festgelegt.
Der truppenärztliche Dienst der HJ war Angelegenheit des Gesundheitsamtes der Reichsjugendführung. Der Gesundheitsdienst der Jugend wurde durch die dem Hauptamt für Volksgesundheit fachlich unterstelle Jugenddienststelle für Volksgesundheit durchgeführt.
Neben den HJ-Ärzten überwachten Zahnärzte und Apotheker die Einheiten der HJ. Während Zahnärzte die Jugendlichen nur berieten (z.B. in der Mundpflege), wurden zahnärztliche Behandlungen an Jugendlichen nur in Notfällen bei großen Aufmärschen und Lagern in zahnärztlichen Klinikwagen durchgeführt.
Die Apotheker der HJ waren für die vorschriftsmäßige Feldausrüstung der Einheiten verantwortlich. Sie klärten die Jugendlichen über Herstellung, Zusammensetzung und fachgemäße Behandlung der von ihnen mitgeführten Arzneien und Verbandsmittel auf.
Untersuchungen an Jugendlichen wurden nur nach den vom Hauptamt für Volksgesundheit herausgegebenen "Gesundheitsstammbüchern" durchgeführt.

Soziales Amt

Das soziale Amt arbeitete im Einvernehmen mit den entsprechenden Organisationen der NSDAP und den zuständigen öffentlichen Dienststellen zusammen.  Es war zuständig für die Jugendpflege, Jugendhilfe und für die berufliche und sozialen Betreuung der arbeitenden Jugend.
Das soziale Amt leitete den Landdienst der Hitler-Jugend. Weiters war das Amt Träger der gesamten sozial- und kommunalpolitischen Schulung der Hitler-Jugend.
In Zusammenarbeit mit der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt führte das Amt die Jugenderholungspflege durch (Verschickung erholungsbedürftiger Kinder und Jugendliche auf das Land in Erholungsheime usw.).

Kulturamt
Das Kulturamt gestaltete u.a. Feierstunden (Morgenfeiern), Elternabende, Laienspiele, Werkarbeit( Herstellung von Plakaten, Buchumschläge, Bilder für Heime usw.).
Es entstand z.B. die "Arbeitsgemeinschaft junger Künstler in der Hitler-Jugend".

Rechtsamt
Dieses Amt war für alle rechtlichen Belange der Hitler-Jugend zuständig. Die Prozessführung erfolgte im engen Einvernehmen mit dem Reichsrechtsamt der NSDAP.
In den einzelnen HJ-Einheiten befanden sich sog. Rechtsreferenten, die für kleinere Rechtsfälle zuständig waren. Den Rechtsschutz bei Zivil- und Strafsachen übernahm direkt das Rechtsamt.

Presse- und Propagandaamt
In diesem Amt war die gesamte Presse- und Propagandaarbeit der Hitler-Jugend zusammengefasst. Es gab Zeitschriften, Zeitungen, Broschüren, Lichtbilder, Filme, Kurzfilme, Plakate, Handzettel usw. heraus.
Das Amt gliederte sich wie folgt:

I. Hauptreferat Presse
    1. Referat HJ-Presse und HJ-Presseschulung
    2. BDM-Presse
    3. Jungvolkpresse
    4. Archiv
    5. Sozialarbeit
    6. Argrarpolitische Arbeit (Landdienst usw.)
II. Hauptreferat Propaganda
    1. Aktive Propaganda
    2. Referat Rednerwesen
    3. Referat Film
III. Selbstständige Referate
    a) Referat Verbindungsstelle
    b) Referat Reichsbildstelle der HJ

Die Reichsjugendführung gab folgende Schriften heraus:
- "Reichsjugend-Pressedienst"
- "Die HJ"
- "Wille und Macht"
- "Das Junge Deutschland" (Zeitschrift für soziale Fragen)
- "Die Fanfare" (Illustrierte)
- "Das Deutsche Mädel" (Zeitschrift des BDM)
- "Morgen" (Zeitschrift des Jungvolks)
- "Die Quelle" (Zeitschrift für Gehörlose)
- "Der Segelflieger"
- "Der Weckruf" (Blindenzeitschrift)

Die Gebiete gaben folgende Schriften heraus:
- "Die Fanfare" (Mittelrhein, Kurhessen, Hessen-Nassau, Westmark)
- "Die junge Garde" (Pommern)
- "Die junge Gefolgschaft" (Franken)
- "Der Vorposten" (Saarpfalz)
- "Junger Wille" (Sachsen)
- "Nordmarkjugend" (Nordmark)
- "Reichssturmfahne" (Württemberg)
- "Der Sturmtrupp" (Thüringen)
- "Die Volksjugend" (Baden)
- "Unsere Fahne" (Westfalen)

Rundfunkamt
Dieses Amt wurde als Zentralstelle für die gesamte Rundfunkarbeit der deutschen Jugend geschaffen. Bereits im jahr 1933 begann die HJ ihre Arbeit in den deutschen Funkhäusern und setzte in allen Sendern Sachbearbeiter für den Hitler-Jugend-Funk ein. In der Reichssendeleitung wurde ein Beauftragter des Reichsjugendführers eingesetzt, der die HJ-Arbeit bei den Sendern führte.
Später wurden sog. "Rundfunkspielscharen" bei allen Sendern eingesetzt, die eigene Sendungen gestalteten.
In Zusammenarbeit mit dem Amt für weltanschauliche Schulung gestaltete das Rundfunkamt eine wöchentliche "Stunde der jungen Nation", der das Kernstück des Heimatabend innerhalb der Hitler-Jugend darstellte. Das Rundfunkamt nahm bei allen größeren Aktionen der Hitler-Jugend teil.

Amt für Jugendwandern
Dieses Amt war mit der "Leitung des Reichsverbandes für Deutsche Jugendherbergen" verbunden und hatte die Aufgabe das Wandern zu fördern und erzieherisch in den Jugendherbergen auf die Jugend einzuwirken.
Das Amt organisierte Fahrten und unterstützte das "Deutsche Jugendherbergswerk", das in Deutschland rund 2.000 Jugendherbergen betrieb.
Das Jugendherbergswerk hatte mit 20 Jugendherbergsverbänden weltweit Abmachungen geschlossen um allen Jugendlichen weltweit Unterkünfte zu bieten.

Amt für Jugendverbände
Dieses Amt umfasste zwei Arbeitsgebiete:
1. Alle Zwischenfälle zwischen HJ und anderen Jugendgruppen bearbeiten.
2. Als Polizeiverbindungsstelle agieren. Dies beinhaltete das bearbeiten von Vergehen krimineller Art innerhalb der HJ.
Weiters war das Amt für die Leitung von Streifendiensten in der Hitler-Jugend zuständig. Es überwachte zudem das Auftretend er Hj in der Öffentlichkeit.

Grenz- und Auslandsamt
Die Aufgaben des Grenz- und Auslandsamtes waren:
1. Bearbeitung unmittelbarer Jugendfragen der Grenz- und Auslandsarbeit im Zusammenhang mit den in Partei und Staat auf diesem Gebiet tätigen politischen Ämtern und Dienststellen.
2. Schulung der gesamten Jugend im Sinne der nationalsozialistischen Volkstumsarbeit und Volkstumsstunde un der Außenpolitik des Dritten Reiches.
3. Betreuung der Grenzgebiete und Pflege der Grenz- und Auslandsfahrt.

Das Amt bestand aus 4 politischen Hauptreferaten:
1. Volksdeutsches Referat
2. Auslandsdienst
3. Gebiet 26 Ausland der Hitler-Jugend
4. Kolonialarbeit
Die Tätigkeit dieser 4 Hauptreferate wurde durch 2 weitere Referate unterstützt:
5. Fahrtenstelle (zuständig für Auslandsfahrten)
6. Auslandspressestelle

Das Amt unternahm u.a. Schulungstagungen, Grenzarbeit durch kulturellen und sozialen Ausbau der Grenzlandjugend usw.  Auf dem Gebiet des Auslandsdienstes wurden vor dem Krieg gemeinsame Lager mit französischen doer englischen Jugendlichen errichtet, Austauschprogramme gestartet usw.
Das Grenz- und Auslandsamt betreute weiters ausländische Jugendliche im Deutschen Reich und führte regelmäßige sozialpolitische Besprechungen mit ausländischen Jugendführern.

Kommentare (5)Add Comment
Ralf Lemser
April 24, 2009
93.128.213.19
HJ-Musikzüge

Es existierten keine Reichsmusikzüge, es gab nur einen einzigen Reichs- und Stabsmusikzug der HJ und dieser hatte seinen Standort in Kölleda.

Falko
August 15, 2009
94.210.138.25
HJ

(Bitte verzeihe mir die Sprachefehler; ich bin Niederländer.)
Ohne Bilder bekommt man doch kein richtiges Bild von der HJ? Zwei sehr umfassende Bildergalerieën auf eine Holländische Unterrichtwebsite:
http://www.veltmaete.nl/in-gleichem-schritt/
http://www.veltmaete.nl/in-gleichem-schritt-2/

Willi
Oktober 25, 2010
79.216.76.48
...

es fehlt m.M.n die HJ-Feuerwehr als Gruppierung!

Bernhard
Januar 07, 2012
88.75.133.236
...

Hallo, ein kleiner Fehler bezüglich des Abbildes der Flagge der HJ: Die dargestellte Flagge ist eher die allgemeine Flagge oder die Armbinde des "Deutschen Jungvolkes". In der Allgemeinen Flagge der HJ füllt das Swastika die quadratische Innenfläche nahezu vollstänig aus. Einige Erklärungen über das System der Dienstgrade und Diensstellungen (Führerschnüre) besonders innerhalb der HJ und des DJ wären für ein besseres Verständnis des vorherrschenden "Führungs-Gerangel" in diesen Strukturen angebracht. Sie wären hilfreich für die Korrektur allgemein geltender Auffassungen vom "wundervollen Kameradschaftsgeist" in der Jugendorganisation der NSDAP.

Bernhard
Januar 07, 2012
88.75.133.236
...

Hallo noch Mal, die Anzahl der Gebiete ist relativ "veraltet". Bis 05/1945 bestanden insgesamt 42 (!) Gebiete. Von "1" - OSTPREUSSEN bis "42" - WESTFALEN-SÜD. Dazu kamen die 7 "ausländischen" HJ-Gebiete, die keine Nummernkennzeichnung (Gau-Struktur der NSDAP) hatten.
Das waren:
"Böhmen und Mähren" mit Stab in Prag unter Gebietsführer KNOOP
"Generalgouvernement" mit Stab in Krakau unter Hauptbannführer SCHIMMELPFENNIG
"Belgien" mit Stab in Brüssel unter Gebietsführer BENNEWITZ
"Berlgien-Flandern" mit Stab in Brüssel unter Oberstammführer SCHARF
"Niederlande" mit Stab in Den Haag unter Oberbannführer VOSS
"Ostland" mit Stab in Riga unter Obergebietsführer LÜHR
"Osten" mit wechselndem Stabsquartier unter Hauptbannführer NICKEL

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. März 2010 um 18:47 Uhr
 

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