SturmAbteilung (SA)

SturmAbteilung (SA)Die Geschichte der Sturmabteilung (SA), im Volksmund auch "Braunhemden" genannt, begann, als 1920 das Rollkommando gegründet wurde. Das Rollkommando war für den Schutz von Veranstaltungen und Sitzungen der DAP (Deutsche Arbeiter Partei) - der späteren NSDAP - zuständig. Viele Mitglieder der SA kamen aus dem Freikorps, wobei bis Heute noch nocht richtig geklärt ist, ob die SA ein direkter Nachfolger des Freikorps war.
Im Februar 1920 wurde das Rollkommando in die "Zeitfreiwilligen" umformiert. Diese trugen die grauen Uniformen der Reichswehr und wurden von Hauptmann Ernst Röhm, der in der weiteren Entwicklung eine wichtige Rollen spielen sollte, mit Waffen ausgerüstet. Nach dem missglückten Kapp-Putsch im März 1920 wurden die "Zeitfreiwilligen" in die "Ordnertruppe" umformiert und trugen von nun an Feldgrau. Da die Ordnertruppe bald verboten wurde, bildete sie sich neu als Turn- und Sportabteilung.
Formal wurde die SA am 4. November 1921 gegründet, nach dem politische Gegner versuchten eine Veranstaltung der DAP zu stören, jedoch von Männenr der Turn- und Sportabteilung hinausgeworfen wurden.
Ende 1921 gab es einen Konflikt zwischen Röhm und Hitler, da Röhm die SA als eine Armee ausbilden lassen wollte und Hitler diese nur für die Propaganda und zur Einschüchterung der politischen Gegner nutzen wollte. Röhm lies trotzdem, ohne das Wissen Hitlers, Teile der SA entsprechend seiner Ideen ausbilden, Hitler stoppte die Ausbildung jedoch als er davon erfahren hatte.
1925, nach Neugründung der NSDAP, wurde diei SA zu einer schlagkräftigen und straff organisierten Organisation und lieferte sich Strassenschlachten mit politischen Gegnern, besonders mit Kommunisten und Sozialdemokraten. Die SA bekam immer mehr Zulauf und zählte 1932 bereits ca. 220.000 Mitglieder. Bei Hitlers Ernennung zum Reichkanzler im Jahre 1933, gehörten bereits 400.000 Mitglieder der SA an. Teile der SA planten zu dieser Zeit einen Gewaltsamen Putch in Deutschland, doch Hilter bestand auf eine friedliche Machtübernahme.
Als im Februar 1933 von Hermann Göring die preußische Hilfspolizei gegründet wurde, bezog diese hauptsächlich Mitglieder aus den Reihen der SA. Somit war die SA in den staatlichen Machtapparat miteingebunden und konnt praktisch mit staatlicher Autorität operieren. Hier wurde auch die Sondereinheit SA-Feldpolizei eingerichtet, die für die Bekämpfung von Regimegegner eingesetzt wurde. Diese wurde später in SA-Feldjägerkorps umbenannt und die preußische Hilfspolizei wurde bereits 1933 wieder aufgelöst.
Durch immer weitere Differenzen zwischen Röhm und Hitler, lies Hitler ihn im Sommer 1934 fest nehmen und anschliesend, mit der Beschuldigung, Röhm hätte Putschpläne geschidet,  ermorden. Weiters erfuhren Röhms engste Mitarbeiter und Vertraute das gleiche Schicksal. Für Hitler war dies ein wichtiger Schritt, da die SA zu diesem Zeitpunkt bereits rund 4 Mio. Mitglieder zählte und somit eine innerparteiliche Bedrohung darstellte. Weiters wurde so der Weg für die SS frei gemacht, die bisher stark mit der SA konkurierrte. Ab diesem Zeitpunkt versank die SA nahezu in der Bedeutungslosigkeit.
Erst im Jahre 1938 machte sie wieder von sich Reden, in dem sie an der Reichskristallnacht teilnahm und zum Ende des Krieges, als Teile der SA in Volkssturm-Einheiten eingesetzt wurde.

SA-Einheiten

  • Feldjäger Abteilungen
I. Köningsberg
II. Stettin
IIIa. Breslau
IIIb. Berlin
IV. Mageburg
V. Frankfurt-am-Main
VIa. Hannover
VIb. Düsseldorf
Jede Feldjäger-Abteilung bestand aus 3 Feldjägerbereitschaften zu je 65 Mann.
  • Marine-SA
Dies war der Marineteil der SA und bildete die Mitglieder in verschiedenen Marinetätigkeiten aus. Später wurden aus der Marine-SA auch Mitlgieder für die Kriegsmarine rekrutiert. Alle SA-Gruppen hatten mindestens eine Marine-SA Einheit. Die Marine-SA nahm auch an der Eroberung des polnischen Hafens in Gotenhafen (Gdynia) teil.
  • Motor-SA
- siehe NSKK (NS-Kraftfahrkorps) -
  • Reiter-SA
Die Reiter-SA wurde 1933 gegründet. Jede Reiter-SA Gruppe wurde von einem Gruppenreiterführer befehligt, der dem Reichsinspekteur des NSRK unterstellt war. Die Gruppenreiterführer wurden in der SA-Gruppen-Reiterschule ausgebildet. Die genau Anzahl ist unbekannt,  jedoch gab es mindestens 100 SA-Reiter-Gruppen. Kavallerieeinheiten der Wehrmacht und der Waffen-SS bezogen aus den Reiter-SA Gruppen hin und wieder Rekruten.
  • SA-Standarte Feldherrnhalle
Diese Einheit wurde 1935 gegründet und trug 1936 nur noch den Namen Feldherrnhalle. Sie war die Eliteeinheit der SA. Ihr Hauptsitz war in Berlin und ihre Batallione waren in Berlin, Hannover, Hattingen, Krefeld, Munich, Ruhr, Stetten und Stuttgart stationiert. Die Feldherrnhalle war eine der Einheiten, die bei dem Anschluss Österreichs eingesetzt wurden. Im Februar 1939 wurden die meisten Mitglieder der Luftwaffe zugeteilt (hauptsächlich in Fallschirmjäger-Einheiten) und aus dem Rest wurde das Infanterie-Regiment 271 gebildet.
Kommandeure waren SS-Brigadeführer Reimann und Hermann Göring

Oberster SA-Führer
(ab 1930 umbenannt in Chef des Stabes)
1920-1921 Emil Maurice
1921-1923 Hans Ulrich Klintzsche
1923 Hermann Göring
1923-1925 -
1926-1930 Franz Pfeffer von Salomon
1930-1931 Adolf Hitler
1931-1934 Ernst Röhm
1934-1943 Viktor Lutze
1943-1945 Wilhelm Scheppmann

Ränge
Oberster SA-führer (OSAF)
Stabschef der SA
SA-Obergruppenführer
SA-Gruppenführer
SA-Brigadeführer
SA-Oberführer
SA-Standartenführer
SA-Obersturmbannführer
SA-Sturmbannführer
SA-Hauptsturmführer
SA-Obersturmführer
SA-Sturmführer
SA-Haupttruppführer
SA-Obertruppführer
SA-Truppführer
SA-Oberscharführer
SA-Scharführer
SA-Rottenführer
SA-Obersturmmann
SA-Sturmmann
Kommentare (1)Add Comment
sdrf
Januar 06, 2012
149.172.85.221
...

Rechtschreibfehler im obigen Text Zeile 16:

...und konnt praktisch mit...

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busy
 

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