Arbeiterbewegungen
,,Neu Beginnen"

Diese Gruppe bestand aus jungen Kommunisten und Sozialdemokraten und wurde bereits 1929 von Walter Löwenheim gegründet (damals war sie noch unter dem Namen "Miles" bekannt). Sie kritisierte das Versagen der Arbeiterparteien gegenüber dem Faschismus und forderte eine Zusammenarbeit aller Gruppen gegen diesen.

Dieser Organisation gelang es, Verbindungen mit anderen Städten im Ausland zu schaffen und sie konnte im Mai 1933 in Prag ein Auslandssekretariat einrichten.

Doch 1938 fielen die führenden Funktionäre der Gestapo in die Hände und bekamen hohe Zuchtstrafen. Sie wurden nur deshalb nicht hingerichtet, weil die Organisation noch keine Breitenwirkung hatte.

,,Roter Stoßtrupp"

Der ,,Rote Stoßtrupp`` bestand aus Arbeitern, Studenten und Angestellten. Sie gaben ein Heft heraus, das Informationen zusammenfaßte, vervielfältigten es und schickten es in fast alle Teile des Reichs, wo der Inhalt wiederum vervielfältigt und weitergegeben wurde.

Zu ihren Aufgaben zählten sie nicht nur das Verfassen des ,,Roter Stoßtrupp``-Blattes, sie setzten sich auch für die politisch Verfolgten ein, gewährten ihnen Unterschlupf und versorgten sie mit gefälschten Papieren, um ihnen das Entkommen über die Grenze zu ermöglichen. Außerdem sammelten sie für die Familien politisch Gefangener oder Hingerichteter und verfälschten oder entfernten Plakate vom NS-Regime. Dabei gefährdeten sie sich ständig selbst, denn all dies geschah unter ständiger Androhung von einer Einweisung ins KZ oder Verurteilung zum Tode wegen Hochverrats.

,,Die Katholische Arbeiterbewegung"

In der katholischen Arbeiterbewegung (KAB) haben sich katholische Arbeiter zu religiösen, sozialen und wirtschaftspolitischen Zwecken zusammengeschlossen. Sie entschlossen sich zu einem passiven Widerstand gegen das Regime und weigerten sich 1933, der Eingliederung in die ,,Deutsche Arbeitsfront`` zuzustimmen. Doch die Regierung griff zu Unterdrückungsmaßnahmen und verbot das Drucken der ,,Westdeutschen Arbeiterzeitung``.

Seit 1951 sind die KAB, das Katholische Werkvolk und die Christliche Arbeiterjugend zum ,,Kartellverband der KAB Deutschlands`` vereinigt. Dabei haben katholische Arbeiterinnen innerhalb der Verbände einige Unterorganisationen gegründet.

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