Maschinenpistolen
Die erste Maschinenpistole die innerhalb der finnischen Armee zum Einsatz kam, war die 7.65mm Bergmann "m/20" - eine deutsche Entwicklung die in der Schweiz hergestellt wurde.
Sie wurde ab 1922 innerhalb der Zivilgarde genutzt. Von ihr gab es etwas mehr als 1.400 Stück, welche zu Beginn des Winterkrieges an die Armee übergeben wurden. Während des Fortsetzungskrieges wurden damit meist die Küstenschutz-Einheiten bewaffnet.

Eine der besten Waffen innerhalb des finnischen Arsenals war die 9mm Konepistooli kp/31 Maschinenistole, welche auch als Suomi bekannt war. Diese wurde 1930 von Aimo Lahti entwickelt und innerhalb der Zivilgarde eingeführt, wo sie die Bergmann ersetzte. 1931 wurde sie auch innerhalb der Armee eingeführt. Ursprünglich konnte sie mit einem 20-Schuss Magazin und einer 40-Schuss Trommel genutzt werden. Die Trommel wurde 1937 durch eine 70-Schuss ausgetauscht.
Die Waffe hatten eine gute Qualität und war robust und zuverlässig, besonders auch bei schwierigen Verhältnissen. Die "Suomi" war sicherlich eine der besten (wenn nicht die Beste) Maschinenpistolen der Welt und war die herausragende Waffe im Winterkrieg.
Im Dezember 1939 waren nur 4.000 Stück im Einsatz, doch sie erwies sich als derart effektiv, so dass sie bei der Produktion oberste Priorität erhielt. Bis zum Juni 1944 wurden mehr als 60.000 hergestellt.

Während des Fortsetzungskrieges wurde ein neues zweireihiger 50-Schuss Magazin eingeführt und 1942/43 eine Mündungsbremse hinzugefügt. Es gab noch "Bunker" und "Panzer" Modelle mit verschiedenen Längen.

Das "kp/31" trug bei den Rotarmisten den Spitznamen "Weißer Tot". Noch bevor die sowjetische Maschinenpistolenproduktion während des Winterkriegs beschränkt wurde und nur eine kleine Anzahl der PPD-34 und PPD-34/38 zur Verfügung stand, brachten die Erfahrungen aus dem Krieg das volle Potenzial dieser Waffe zum Vorschein. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Sowjetunion der "bescheidenste" Produzent von Maschinenpistolen mit über 3 Millionen Exemplaren.
Zwischen 1939-40 befanden sich lediglich einige hundert Exemplare in den Reihen der finnischen Soldaten. Während des Fortsetzungskrieges konnten größere Mengen von der Roten Armee erbeutet werden und so befanden sich auf finnischer Seite bis zum Ende des Krieges mehrere hundert PPD-40, über 4.000 PPSh-41, und ca. 5.000 PPS-43. Da diese Waffen keine Standardmunition nutzten, wurd en sie zum Großteil bei den rückwärtigen Einheiten eingesetzt.
Eine finnische Kopie der PPS-43 wurde von Tikka entworfen welche die Bezeichnung "m/44" trug. Nach leineren Tests Ende 1944 wurden rund 10.000 davon im Jahr 1945 produziert.
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