Panzerbekämpfung
Als Finnland im November 1939 von der größten Armee der Welt angegriffen wurde, ging die größte Bedrohung der finnischen Armee von den sowjetischen Panzern aus. Die Finnen waren bis dahin einer solchen Gefahr nicht ausgesetzt und standen nun erstmals feindlichen Panzern gegenüber. Die finnischen Soldaten waren sowohl taktisch als auch psychologisch auf derartiges nicht vorbereitet und es mangelte an geeigneter Bewaffnung um Panzer bekämpfen zu können.

hastig wurde nach geeigneten Waffen gesucht, darunter befanden sich u.a. ehemalige sowjetische 37mm Kanonen wie die M1914 "Obuhov" und die M1915 "Rosenberg", welche bereits 1918 erbeutet wurden. Diese Geschütze waren aber mittlerweile derart veraltet, so das sie schnell wieder entsorgt wurden.
Die erste richtige Waffe zur Panzerbekämpfung die von Finnland gekauft wurde, war die schwedische 37mm Bofors M1937, welche als "37 k/36" bezeichnet wurde. Zu Beginn des Winterkrieges trafen 48 Exemplare in Finnland ein. Finnland kaufte für diese Waffe eine Lizenz für die Werke VTT (Staatliche Artillerie-Fabrik) und Tampella.
Tampella hatten 1938 den Auftrag 100 Stück zu produzieren, 1939 sollten es weitere 100 sein. Wegen Produktionsengpässen konnten bis Oktober aber lediglich 46 Stück produziert werden. Bis zum Ende des Jahres hatte VTT nur 48 Stück produziert.

Die 37mm m/36 ware eine hochwertige Waffe, doch ihr Kaliber war 1939/40 bereits veraltet. Durch die niedrige Anzahl der Waffen im Winterkrieg, waren die Trupps dazu angehalten von einer Position zur anderen zu eilen - dies war bei der Panzerbekämpfung allerdings die beste Taktik.
Obwohl die Finnen nur sehr wenige Waffen dieser Art hatten, kaum ausreichend Munition dafür zur Verfügung stand und nur sehr wenige Männer hierfür ausgebildet waren, schlugen sie sich gegen die sowjetischen Panzer und gepanzerten Fahrzeuge äuserst gut.

Andere Waffen zur Panzerbekämpfung die während des Winterkrieges in Finnland eintrafen waren u.a. die dänische 20mm Madsen "Pst k/40", welche sich allerdings besser zur Luftabwehr eignete, die französische Hotchkiss 25mm "Pst k/34" und "Pst k/37", von der im Februar 1940 40 Stück geliefert wurden. Die Finnen erbeuteten außerdem über 100 verschiedene sowjetische 45mm.

Bei Beginn des Fortsetzungskrieges war das k/36 veraltet und wurde nur noch gegen befestigte sowjetische Positionen, wie z.B. Bunker, MG-Nester usw.) eingesetzt.
Zwischen 1941 und 1944 besas Finnland weitaus bessere Waffen zur Panzerbekämpfung: insgesamt 463 deutsche Geschütze des Typs 37mm Pak 37 und Pak 40 (200 Stk.), 50mm Pak 38 (50 Stk.), 75mm Pak 97/38 (46 Stk.) und 75mm Pak 40 (190 Stk.).
Bis September 1944 hatten die Finnen weiters rund 550 sowjetische 45 mm mit ausreichend Munition erbeutet.
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