Finnland Bewaffnung und Ausrüstung Panzerfaust und Panzerschreck
Panzerfaust und Panzerschreck
Im größtmöglichen Kontrast zu der primitiven Waffe des Molotowcocktails steht die deutsche Lieferung einer neuen Generation von Infanteriewaffen zur Panzerbekämpfung: die Panzerfaust und Panzerschreck, welche im April 1944 in Finnland eintrifft.
Über 1.500 Panzerfäuste und 300 Panzerschreck wurden in Vorbereitung zur erwarteten sowjetischen Sommeroffensive geliefert. Die Ausbildung an den Waffen war sehr limitiert, da die Lieferung selbst für Großteile der Armee geheim gehalten wurde. So kam es das viele finnische Soldaten ihren ersten Schuss mit einer dieser Waffen auf dem Schlachtfeld, ohne jegliches Training, abgeben mussten. Dabei zahlte sich die einfache Handhabung der Panzerfaust aus. Obwohl die finnischen Soldaten sehr schnell lernten, kam es immer wieder zu hohem Opferzahlen bei den Nutzern.
Der Mangel an Ausbildung wurde im Juni 1944 offensichtlich, als die Rote Armee ihren massiven Panzerangriff auf die Karelische Landenge startete. Im gleichen Monat erhielten die Finnen die verbesserte Panzerfaust 30 (nach dem finnischen Versprechen mit der Sowjetunion keinen seperaten Frieden zu schließen). Die späteren Modelle Panzerfaust 80 und 100 wurden nicht mehr nach Finnland geliefert.

Die sowjetischen Panzer und Sturmgeschütze von 1944 wiesen eine dickere Panzerung auf als die vorherigen Modelle und so konnte eine Panzerfaust 30 nur noch teilweise erfolge erzielen.
Insgesamt wurden bis 1944 über 25.000 Panzerfäuste nach Finnland gelifert, doch ur 4.000 wurden tatsächlich im Kampf genutzt.

Die Panzerschreck erweis sich bei den Kämpfen im Sommer 1944 als sehr wirkungsvoll und es konnten hohe Abschusszahlen gezählt werden. Ein Trupp von 3 Soldaten kam mit einer Panzerschreck zum Einsatz: der Schütze selbst, ein Munitionsträger und ein mit einer automatischen Waffe bewaffneter Soldat, der Feuerschutz gab.
Nach dem sowjetischen Durchbruch an der VT-Linie im Juni 1944 lagen viele solcher Trupps in Lauerstellung um Zeit für die Neugruppierung der eigenen Truppen zu gewinnen. Der Beitrag dieser Truppes war enorm und dank ihnen konnte ein sehr geordneter Rückzug zur VKT-Linie durchgeführt werden.
Ungefähr 1.800 Panzerschrecks und ca. 18.000 Raketen wurden bis Ende August 1944 nach Finnland geliefert.

Während des gesamten Krieges waren die Finnen äusrst erfolgreich bei der Panzerbekämpfung. Bei den Kmpfen zwischen Juni und September 1944 verlor die Rote Armee über 600 Panzer an der finnischen Front.
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