Pistolen
In der finnischen Armee gab es eine große Anzahl verschiedener Pistolen. Es wurden sämtliche Kaliber, wie z.B. 9mm, .380 ACP, .32ACP, 7.65mm und 7.62mm, eingesetzt.
Eine der am häufigsten eingesetzten Pistolentypen waren die alten sowjetischen Nagant-Revolver, TT-30/33 Halbautomatik, die tschechische CZ-Serie, belgische FN-Browning M1935, verschiedene italienische Berettas, spanische Rubys und Astra 30ss, Mauser M1896 und viele weitere.
Wie in vielen anderen Armeen auch, kauften sich Offiziere oft eine eigene Pistole. Die populärste Pistole in Finnland vor 1939 war die deutsche P08 "Luger", welche zum Großteil von den Veteranen des deutschen 27. Jäger-Bataillon (finnische Freiwillige) bei ihrer Heimkehr nach Finnland mit gebracht wurde.
Nach 1918 führte die finnische Armee die "Luger" als Standardpistole ein und bestellte in den 20-er Jahren rund 8.000 "Luger" (mit 7.65mm Kaliber) aus Deutschland. Diese erhielten in Finnland die Bezeichnung "m/23" und wurden innerhalb der Armee und auch in der Zivilen Garde genutzt.
1940 wurden weitere "Luger" (diesmal 9mm) aus Belgien importiert, welche die Bezeichnung "m/08" erhielten.

Die berühmteste finnische Pistole war eine halbautomatische L-35, welche von Aimo Lahti entworfen wurde. Sie war eine robuste und gut verarbeitete 9mm Pistole, die die deutsche "Luger" zum Vorbild hatte, welche sie künftig ersetzen sollte. Allerdings konnte der Wechsel durch Produktionsprobleme und Geldmangel nie vollzogen werden und so blieb die "Luger" die Standardpistole bis 1945.
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