Artillerie
Die finnische Artillerie die vor dem Winterkrieg mobilisiert wurde bestand aus drei Typen:
  • Feldartillerie-Regiment
  • Schwere Artillerie-Abteilung
  • Selbstständige Artillerie-Batterie
Feldartillerie-Regiment
Nach dem finnischen Kriegsstärkenachweis sollte jede Division ein Feldartillerie-Regiment besitzen. Die Sollstärke eines Regiments betrug 3 Abteilungen mit jeweils 3 Batterien (2 Batterien leichte Feldgeschütze (75-76 mm) und eine Batterie leichte Haubitzen (122 mm)). Im Prinzip besaß also jedes Artillerie-Regiment während des Winterkrieges 24 leichte Geschütze und 12 leichte Haubitzen. In der Realität erreichten die Abteilungen allerdings nie ihre volle Stärke. Oft mussten veraltete Geschütze eingesetzt werden.
Feldartillerie-Regimenter waren bespannt.

Schwere Artillerie-Abteilungen
Die schweren Artillerie-Abteilungen des Winterkrieges unterstanden direkt dem Generalstab der Finnischen Armee. Insgesamt bestanden 9 schwere Artillerie-Abteilungen, welche hauptsächlich direkt an der Front eingesetzt wurden. Auch diese Einheiten waren meist unterbesetzt und hatten nicht ausreichend Geschütze zur Verfügung.
Die Sollstärke lag bei 12 schweren (105-107 mm) Feldgeschützen oder schweren (150-152 mm) Haubitzen. Jede Abteilung setzte sich aus 3 Batterien mit jeweil 4 Geschützen zusammen.
Auch die Schweren Artillerie-Abteilungen waren bespannt.

Selbstständige Artillerie-Batterien
Diese Batterien wurden als Teil des Schutzkorps Suojajoukot gebildet. Insgesamt existierten 5 dieser Einheiten.Vier der fünf Batterien besaßen jeweils 4 Geschütze, während die 5. Batterie nur 2 Geschütze besaß. Als Geschütze dienten meist veraltete 87-mm-kanonen oder 76-mm-Infanteriegeschütze.
Wie üblich waren auch diese Batterien bespannt.

Die finnische Artillerie im Fortsetzungskrieg
Die finnische Feldartillerie des Fortsetzungskrieges unterschied sich teilweise von der Artillerie des Winterkrieges. Sie behielt die Grundstruktur in den Artillerie-Abteilungen bei: 3 Batterien mit jeweils 4 Geschützen. Jede Batterie konnte in zwei Sektionen geteilt werden. jede Division sollte weiterhin ein Artillerie-Regiment besitzen.
Während des Krieges wurden dann 11 von 16 Artillerie-Regimenter neu organisiert. Es sollten nun nur noch die gleichen Geschütz-Typen in den jeweiligen Einheiten eingesetzt werden. Dies solle den Munitionsnachschub vereinfachen. Im Gegensatz zum Winterkrieg wurden die Artillerie-Regimenter nun auf volle Stärke gebracht. Eine der drei Abteilungen pro Regiment wurde nun mit schweren haubitzen (152-155 mm) ausgerüstet.
Die Regimenter bleiben weiterhin bespannt.
Im Fortsetzungskrieg wurde jeder Division nun eine Schwere Artillerie-Abteilung zugeteilt. Auch hier blieb die Grundstruktur beibehalten und auch sie wurden auf Sollstärke gebracht.
Das Armeeoberkommando besaß seine eigenen Schweren Artillerie-Abteilungen. Diese waren meist moderner ausgestattet und waren in der Regel motorisiert.Ein neuer Typ für den Fortsetzungskrieg waren die Leichten Artillerie-Abteilungen, welche motorisiert waren. Insgesamt wurden 15 dieser Abteilungen aufgestellt. Üblicherweise waren diese mit 12 76-mm-Infanterie-geschützen ausgerüstet. Später wurden diese gegen 12 neue 105-mm-Haubitzen ausgetauscht.

Feldartillerie-Regiment
Stab mit Wetterstation
Mess- und Nachrichten-Einheit
I. Bataillon
    Stab
    I., II. III. Batterie
II. Bataillon
    Stab
    I., II. III. Batterie
III. Bataillon
    Stab
    I., II. III. Batterie
Nachschubeinheit

Stärke:
1813 Mann
36 Geschütze (75-84 mm)
636 Pferde
615 Fahrräder

Schwere Artillerie-Abteilung (mot.)
Stab
I., II., III. Batterie
Nachschubeinheit

Stärke:
512 Mann
12 Geschütze
79 Fahrzeuge
4 Motorräder
10 Autos
53 LKW
12 Zugmaschinen
17 Fahrräder

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 10. November 2010 um 03:39 Uhr
 

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