Finnland Die Finnische Armee Ausländische Freiwillige im Winterkrieg
Ausländische Freiwillige im Winterkrieg

Der "David gegen Goliath"-Effekt während des Winterkrieges brachte den Finnen viele Sympathien aus sämtlichen Nationen ein. So kam es das sich in Finnland immer wieder Freiwillige aus anderen Ländern zum Kampf gegen die Sowjetunion meldeten oder auf andere Weise helfen wollten.
Das größte Kontingent an ausländischen Freiwilligen kam aus Schweden, aus dem sich 8.760 Freiwillige während des Winterkrieges meldeten.
Obwohl rund 500 von ihnen in verschiedenen finnischen Einheiten dienten, wurden die meisten innerhalb des schwedischen Freiwilligen-Korps (Svenska Friviligenkaren) eingesetzt. Das SFK besas 3 Bataillone mit insgesamt 8.200 Mann und beinhaltete Luftabwehr- und Artillerie-Elemente.
Die Brigade wurde auf finnischem Boden aufgestellt, da Schweden seinen Status als Neutral behalten wollte. Dennoch ermöglichte Schweden seinen Bürgern einen leichten Grenzübergang in Richtung Finnland.
Das SFK wurde von schwedischen Offizieren befehligt, welche schon zuvor freiwillig im Finnischen Bürgerkrieg von 1918 gegen die Kommunisten gekämpft hatten.
Das SFK kämpfte nur für 2 Wochen Ende Februar 1940 an der nördlichsten Front und musste nur 28 Gefallene beklagen.
Die Schweden leisteten auch einen erheblichen Beitrag zur Luftabwehr im Norden Finnlands. Dort wurde das Flieger-Regiment 19 eingesetzt, welches 25 mehr oder weniger veraltete Maschinen zur Verfügung hatte (britische Hawker Harts und Bristol Bulldogs).

Zusätzlich zu den Schweden meldeten sich 727 norwegische Freiwillige, welche ebenfalls im SFK eingesetzt wurden.
Mehr als 1.000 Dänen unter dem Kommando von Oberst V.Tretow-Loof trafen ebenfalls in Finnland ein. Aus Estland meldeten sich ebenfalls viele Freiwillige, doch die genau Zahl ist nicht mehr nachvollziehbar. 153 Esten sollen bei der Ausbildung von Freiwilligen ohne militärischen Hintergrund in Lapua im Einsatz gewesen sein.
Eine Gruppe von 346 ungarischen Freiwilligen erreichte Finnland als komplette Einheit, nach dem sie eine einmonatige Grundausbildung in Ungarn absolviert hatten.
Selbst aus den USA trafen 350 amerikanische Bürger mit finnischem Hintergrund ein, welche eine Finnisch-Amerikanische-Legion bildeten (Amerikanuomalainen). Die ASL bestand aus 2 Kompanien, wovon eine die Front an dem Tag erreichte, an dem der krieg zu Ende ging.
Aus Großbritannien war eine kleine Gruppe von 15 Briten ein, die eine Woche später von 214 weiteren Briten gefolgt wurde. Weitere 750 Briten warteten in England auf die Verschiffung nach Finnland um dort eine Internationale Brigade unter dem Kommando von Oberst Kermit Roosevelt, Sohn des US-Präsidenten Roosevelt, zu bilden.
Zusätzlich meldeten sich 150 Italiener um sich dem "Kreuzzug gegen den Bolschewismus" anzuschließen. Ein italienischer Pilot wurde bei einem Luftkampf mit sowjetischen Flugzeugen getötet.

Estnischer Freiwilliger der finnischen ArmeeEstnische und Schwedische Freiwillige 1941-44

Während des Fortsetzungskrieges kamen die meisten ausländischen Freiwilligen aus Estland. Nach der Besetzung durch die Sowjets 1939 und der Besetzung durch Deutschland 1941, meldeten sich viele Freiwillige für den Dienst innerhalb der Wehrmacht, doch auch rund 2.500 Freiwillige meldeten sich in der finnischen Armee.
Unter dem Kommando des finnischen Genralleutnant E. Kuusela bildeten sie das "Jalkaväkirykmentti 200 (JR), Infanterie-Regiment 200, welches zwei Bataillone beinhaltete.
Das erste Bataillon, mit 880 Mann unter dem Kommando des finnischen Major E. Kivelä, war das besser Ausgebildete. Diese Einheit war im juni 1944 in der Karelischen Landenge im Einsatz, als die Rote Armee dort ihre Großoffensive begann. Nach schweren Kämpfen gegen die sowjetischen panzer bei Raivola, musste sich die Einheit auf die VT-Linie zurück ziehen.
Am 16. Juni durchbrachen Einheiten der Roten Armee die VT-Linie bei Kuuterselkä und drängten die es tnischen Freiwilligen bis zur Bucht bei Viipuri zurück.
Die Esten verloren bei diesem Einsatz 26 Mann und hatten 150 Verwundnete zu beklagen. Die meisten Überlebenden kehrten im August 1944 zurück nach Estland, um dort weiter gegen die Rote Armee zu kämpfen.

Die andnere größere Gruppe von ausländischen Freiwilligen kam 1941 aus Schweden. Sie bildeten die "Svenska Frivilligbataljonen" (Schwedisches Freiwilligen-Bataillon) mit rund 900 Mann.
Nach dem die Stärke des Bataillons auf gut die Hälfte geschrumot war, wurde der Name der Einheit in SFK "Svenska Frivilligkompaniet" geändert, in der rund 400 Mann zwischen 1942-44 dienten.

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 19. Juli 2009 um 18:11 Uhr
 

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