Zivile Garde

Zivile Garde 1939-40

Die Zivile Garde ("Suojeluskunta") SK wurde als seperate militärische Organisation gebildet, wurde jedoch in die Verteidigung Finnlands mit einbezogen.
Erste Aufstellungen gab es schon während des finnischen Bürgerkriegs von 1918, wo die SK eine Art paramilitärische kraft darstellte. Während die meisten Bürgerkriegsveteranen nach der Unabhängigkeit der regulären Armee beitraten, halfen einige von ihnen bei der Bildung der Zivilen Garde.

Das SK war eine Freiwilligen-Organisation und bot Ausbildungsprogramme für Jugendliche an. Innerhalb dieser Ausbildung gab es athletische Disziplinen und auch einige militärische Aspekte.
Später wurde das Skifahren der Mittelpunkt der Ausbildung. Das SK entwarf seine eigenen Ski, welche dann von der Armee kopiert wurden.

Das SK sah sich selbst als eine zusätzliche Schutzkraft, welche bei einem Angriff auf Finnland schnell mobilisiert werden konnte. Die Mitglieder der jeweiligen Einheiten stammten aus dem Gebiet in dem sie eingesetzt wurden.
Die Unabhängigkeit der Sk von der Armee wurde auch damit unterstrichen, das die SK eigene Militärlager und Waffenreparaturwerkstätten besas. Die berühmte Waffenfabrik SAKO war z.B. im besitz der SK.

Ab den 20-er Jahren veranstaltete das SK immer wieder verschiedene Schieß- und Sportwettbewerbe.
Ab 1929 startete das SK auch großangelegte militärische Ausbildungen und Manöver. Diese Ausbildung beinhaltete nicht nur die Ausbildung als Infanterie oder Kavallerie, sondern auch an MG, MÖrser, Artillerie und am Gerät der Nachrichtentruppen.
Später kamen Schlachttaktigen und teilweise kleinere Pionierausbildungen hinzu. Die SK-Kitglieder spielten beim Ausbau der Verteidigungsstellungen in der Karelischen Landenge eine bedeutende Rolle.
Die Mitglider der SK besasen meist eigene Waffen, die sie auch Zuhause lagerten.

Die verschiedenen Programme und Veransaltungen des SK erlaubte auch Armeeangehörigen und reservisten daran teilzunehmen und ihre Fähigkeiten zu verbessern.
Mitgleider des SK welche im "Kampfalter" waren, wurden in den Armeediesnt gestellt. Als im November 1939 die Feindseligkeiten begannen, gehörten die ehemaligen SK-Mitglieder zu den bestausgebildesten und schlagkräftigsten Männern der finnischen Armee.

Die Anzahl der Mitglider schwankte über die Jahre hinweg sehr. Nach dem Bürgerkrieg betrug die Mitglideranzahl 106.000 und zwischen den 20-er und 30-er Jahren zwischen 78.000 und 96.000. 1936 zähte das SK 101.300 Mitglider und 1939 waren es dann 119.500.
Zu Beginn des Winterkrieges standen 112.000 SK-Mitglider bereit. 65.000 von ihnen nahmen an Kampfhandlungen innerhalb der regulären Armee teil. Die restlichen 55.000 waren entweder zu jung oder zu alt um innerhalb der Armee eingesetzt zu werden.
Jedes Mitglider das nicht innerhalb der Armee eingesetzt werden konnte wurde inenrhalb der sog. "Heimatfront" eingesetzt. In einigen Einzelfällen wurde aus diesen Mitgliedern jedoch auch Fronteinheiten aufgestellt, z.B. ein Bataillon der SK in Viipuri, welches als Reserve der Armee im Summa Sektor der Mannerheim-Linie im Februar 1940 diente.
Ein anderes beispiel war die Aufstellung von 7 SK-Bataillonen im Gebiet von Kymenlaakso, wo die Küste gegen eventuelle sowjetische Angriffe in der Region von Kotka geschützt werden musste.

Insgesamt war die SK ein wichtiger Faktor der finnischen Streitmacht. Sie lieferte bestausgebildhete Soldaten die gut ausgerüstet waren und die Produktion der SAKO-Waffenfabrik gewährte einen stetigen Fluss von qualitativ hochwertigen Waffen.

Zivile Garde 1941-44

Im Juni 1944 erreichte das SK die Rekordstärke von 126.700 Mann. Während des Fortsetzungskrieges änderte sich die Rolle der Zivilen Garde. Sie wurde anstelle der Front jetzt vermehrt an der Heimatfront eingesetzt.
Zwar wurden die Männer im "kampffähigen Alter" weiter innerhalb der regulären Armee eingesetzt, doch nicht mehr an vorderster Front. Dennoch spielte die SK noch eine wichtige Rolle, denn sie nahm an der Luftverteidigung teil, spürte sowjetische Spione und half bei den Vorbereitungen für den Krieg innerhalb der Bevölkerung.
Die Ausbildungslager der SK dienten weiterhin als Lieferant von gut ausgebildeten Männern für die Armee.

Die SK war anti-kommunistisch, patriotisch und sah in der Sowjetunion den Feind. Es verwundert daher nicht, dass die Sowjetunion 1944 es zu den Bedingungen des Friedensvertrages machte, diese Organisation aufzulösen.

Zivilie Garde für Jugendliche


Die Einheiten der "Suojeluskunta-pojat" gewannen während des Krieges an Wichtigkeit, denn sie waren das einzigste Element der SK, welches kosntant für den Einsatz an der Heimatfront einsatzbereit war.
Der Dienst innerhalb dieser Organisation wurde sehr populär für die Jungen die nicht alt genug für die reguläre Armee waren.
1938 hatte die Organisation rund 38.000 Mitglider. Die Zahl wuchs bis 1941 auf 50.000 an und 1942 waren es bereits 70.000 Mitglieder,
Der Titel der Organisation wurde 1941 in "Sotilas-pojat" (Soldatenjungen) geändert, um so ihre militärische Rolle zu unterstreichen.
Die "Soldatenjungen" erhielten eine militärische Ausbildung und dienten oftmals als Nachrichtenüberbringer, Luftabwehr-Helfer oder halfen der Lotta Svärd bei ihren Aufgaben.
Mitglieder der "Soldatenjungen" konnten ab einem Alter von 17 Jahren der regulären Armee beitreten. zu diesem Zeitpunkt waren die meisten von ihnen schon hervorragend ausgebildet.
Kommentare (0)Add Comment
Kommentar schreiben

busy
Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 18. Juli 2009 um 23:20 Uhr
 

Unterstützung

Sie finden diese Seite hilfreich oder wollen unser Projekt unterstützen?
 PayPal
Mit den eingegangenen Spenden finanzieren wir ausschlieslich diese Homepage und garantieren eine stetige Fortentwicklung.

Unser Newsletter

Bleiben sie aktuell. Jetzt unseren Newsletter abonnieren!


Banner