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| Aufbau, Organisation, Ausrüstung der finnischen Luftwaffe |
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Am 6. März 1918, noch während des Bürgerkriegs, spendete der schwedische Graf Eric von Rosen das erste Flugzeug (eine französische Morane-Saulnier Typ L Parasol) an die finnischen Regierungstruppen (die sog. "Weiße Armee"). Das Familienwappen der schwedischen Familie Rosen, ein blaues Hakenkreuz, wurde zum nationalen Abzeichen aller Flugzeuge der finnischen Luftwaffe. Während des gesamten Bürgerkrieges hatte die finnische Luftwaffe nur eine handvoll Flugzeuge zur Verfügung, darunter die Typen Parasaol, die deutsche Entwicklung Albatros B. II und D.F.W. C.V. und französische Nieuport 10 und 23. Insgesamt flog die finnische Luftwaffe in dieser Zeit rund 70 Einsätze, hauptsächlich Aufklärungsmissionen. Der Nutzen einer eigenen Luftwaffe wurde schnell erkannt und so gab es erste Planungen für den Ausbau der Selbigen, allerdings gab es kaum ausreichende Mittel um die Planungen alle umzusetzen. Nach dem Zusammenbruch Deutschlands 1918 wurde Frankreich der Hauptlieferant von Flugzeugen an Finnland. Finnland kaufte u.a. Breguet 14 Bomber, Caudron G.3 Aufklärungsflugzeuge, Gourdou-Leseurre 21 Jäger, Caudron C.60 und Morane-Saulnier 50 Ausbildungsflugzeuge. Finnlands Flugzeugindustrie begann erst 1922, als das erste von 122 I.V.L A.22 Hansa Wasserflugzeugen (ein Lizenzbau der Hansa Brandenburg W34) in der Staatlichen Flugzeugfabrik gebaut wurde. Ende der 20er und Anfang der 30er-Jahre wurde England zum Hauptlieferanten von Jagdflugzeugen an Finnland. England lieferte Martinsyde Buzzards, Gloster Gamecocks und Bristol Bulldogs. Holland lieferte Fokker C.V Aufklärungsflugzeuge. Aus Deutschland wurden Junkers K.43 gekauft und zu leichten Bombern umgebaut. Tschechische Aero A-11, A-32 und Letov S 218 wurden als Ausbildungsflugzeuge eingesetzt. Die finnischen Eigenentwicklungen Sääski, Tuisku und Viima und einige britische de Havilland Moths dienten als primäre Ausbildungs- und Trainingsmaschinen. Die britische Blackburn Ripon wurde in Lizenz gebaut und für den maritimen Einsatz geplant. Generalmajor J.F. Lundquist erhielt 1932 das Kommando über die finnische Luftwaffe. Diese Stellung behielt er bis 1945. Der erste 5-Jahres-Entwicklungsplan für die Luftwaffe wurde 1937 in Kraft gesetzt. Nach diesem Plan sollten 4 Armee-Staffeln mit jeweils 13 Flugzeugen, 3 Bomberstaffeln mit jeweils 9 Flugzeugen, 3 Jagdstaffeln mit jeweils 27 Flugzeugen und eine Seestaffel mit 13 Flugzeugen gebildet werden. Zwischen 1937 und 1939 erhielt Finnland 34 Fokker C. X, 42 Fokker D.XXI Jäger aus Holland und 18 Bristol Blenheim Mk I doppelmotorige Bomber aus England. Obwohl schon ab 1936 mit dem Kauf von zusätzliche Flugzeuge begonnen wurde, waren zu Beginn des Zweiten Weltkrieges nur wenige Einheiten genügend ausgerüstet. Bei Ausbruch des Krieges war die finnische Luftwaffe in 3 fliegende Regimenter unterteilt: - Lentorykmentti 1 (LeR 1) mit 4 Armee-Staffeln - LeR 2 mit 2 Jagdstaffeln - LeR 4 mit 2 unterstellten Bomberstaffeln. Für den Seeeinsatz wurde eine Staffel (Erillinen Lentolaivue (ErLLv)) gebildet. Nur zwei (Lentolaivue 10 (LLv 10) und LLv 12)) der vier Armee-Staffeln waren vollständig mit neuen Fokker C. X ausgestattet. LLv 14 besaß neben den Fokker C. X die älteren C.V. LLv 16 war mit veralteten Blackburn Ripons und Junkers K. 43 ausgerüstet. Die Jagdstaffel LLv 24 war mit neuen Fokker D.XXI ausgerüstet, während die LLv 26 mit veralteten Bristol Bulldogs bestückt war. Die beiden Bomberstaffeln LLv 44 und LLv 46 waren mit britischen Bristol Blenheim I Bombern ausgerüstet. Eine dritte Bomberstaffel befand sich im Aufbau. Die Seestaffel flog Blackburn Ripons. Für die damalige Zeit war Finnland zu schwach ausgestattet um den anderen Kriegsparteien Paroli bieten zu können. Dennoch fand sich Finnland bald in den Auseinandersetzungen zwischen dem Deutschen Reich und der Sowjetunion wieder. Flugzeugtypen und deren Anzahl in der finnischen Luftwaffe
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 23. Oktober 2009 um 17:57 Uhr |