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| Der Winterkrieg gegen die Sowjetunion |
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Nach dem Polen zwischen Deutschland und der Sowjetunion aufgeteilt wurde, errichtete die Sowjetunion in den baltischen Staaten militärische Basen an den südlichen Küsten des finnischen Golfes. Im folgenden Monat wurden sowjetische Truppen und Teile der Flotte auf diese Basen verlegt. Finnland hatte eine über 1.500 km lange Landgrenze mit der Sowjetunion, aber im Süden nur eine knapp 100 km breite Öffnung im Glof von Finnland welche die beiden Staaten trennte. Im Oktober 1939 forderte Moskau einen groß angelegten Rückzug der finnischen Kräfte an der Grenze und das Stationieren von sowjetischen Verbänden auf finnischem Territorium um so die Verteidigung von Leningrad zu sichern. Finnland lehnte diese Forderungen ab. Die Rote Armee attackierte daraufhin am 30. November 1939 Finnland - Der sog. Winterkrieg war ausgebrochen. Die Rote Armee griff entlang der gesamten Grenze mit 20 Divisionen an, die von rund 2.800 Flugzeugen unterstützt wurden. Die linke Flanke wurde von zusätzlichen 450 Flugzeugen der baltischen Flotte unterstützt. Die finnische A rmee zählte nur 9 Divisionen die von 114 Flugzeugen unterstützt wurden, da zu diesem Zeitpunkt nicht mehr Flugzeuge einsatzbereit waren. Die meisten Flugzeuge waren bereits veraltete und so ergab sich eine klassische David gegen Goliath Situation. Die Fokker D.XXI Jäger der LLv 24 verzeichneten von Beginn an nennenswerte Erfolge. Sie zerstörten 12 sowjetische Bomber am zweiten Tag und ein weiteres Dutzend am 19. Dezember. Die Blenheim-Bomber der LeR 4 wurden lediglich zu Langstreckenaufklärungsflügen eingesetzt, während die anderen Einheiten nur Nachts operierten um so Verluste zu vermeiden.Trotz der zahlenmäßigen Übermacht der Roten Armee konnten bis Dezember alle sowjetischen Vorstöße aufgehalten werden. Nach dem Klar wurde das die Finnen besser ausgebildet waren und die effektivere Taktik besaßen, wurden an der Front selbst neue Ausbildungen begonnen und die Anzahl der Divisionen auf 50 aufgestockt, was rund 1 Million Soldaten entsprach. Die sowjetische Luftwaffe kam nun vermehrt zum Einsatz, oftmals wurden über der Front über 1.000 Einsätze an einem einzigen Tag geflogen. Die Sowjetunion wurde von den anderen Nationen als Aggressor bezeichnet und so stand die Tür offen um Finnland unterstützen zu können. England und Frankreich stellten die größte Unterstützung, aber auch Italien und die USA wurden tätig. Die finnische Luftwaffe erhielt 30 britische Gloster Gladiators und 22 Bristol Blenheims, 30 französische Morane-Saulnier MS 406 und 32 italienische Fiat G.50. Die USA wollten 44 Jäger des Typs Brewster B-239 (eine Exportvariante des Brewster F2A Buffalo der US-Navy) liefern, doch der Großteil der Flugzeuge erreiche Finnland nicht bis zum Ende des Winterkrieges. Während des gesamten Winterkrieges ersetzte Finnland seine Verluste nicht, erhöhte aber die Flugzeuganzahl an der Front auf 130 Maschinen. Die meisten Maschinen waren den sowjetischen Jägern des Typs Polikarpov I-153 und I-16, den Bombern Tupolev Sb und Ilyushin Db-3 und den Aufklärern Polikarpov R-5 überlegen. Mit den zusätzlichen Flugzeugen wurde eine dritte Bomberstaffel gebildet (LLv 42 mit Blenheims) und es konnten nun endlich Angriffe in Staffelgröße geflogen werden. Mit neuen Jägern konnten nun auch wichtige Verkehrswege und Nachschubdepots besser geschützt werden. Am 6. Januar 1940 gelang es Leutnant Jorma Sarvanto mit seiner Fokker D.XXXI 6 sowjetische DB-3 Bomber in nur 4 Minuten abzuschießen. Die Bomber befanden sich auf dem Heimflug nach einem Einsatz über Zentral-Finnland. Dieser Vorfall erhielt die Aufmerksamkeit der internationalen Presse und hielt den Winterkrieg auf den ersten Seiten der Presse. Vier Tage später, trotz der Neutralität Schwedens, traf in Lappland die schwedische Freiwilligeneinheit F 19 ein um den sowjetischen Bombern entgegen zu treten. Dieses Regiment besaß eine Jagdstaffel die mit Gloster Gladiator Jägern ausgerüstet war. Im Januar wurde auf finnischer Seite noch eine neue Jagdstaffel mit französischen MS 406 gebildet. Am 10. Februar 1940 begann der zweite Teil der sowjetischen Invasion. Der Roten Armee gelang es nun zeitweise durchzubrechen, doch bis zum Ende des Monats stabilisierte die finnische Armee die Front wieder und hielt sie bis zum Ende des Winterkrieges. Am 29. Februar 1940 gelang es sowjetischen Jägern tief in das finnische Gebiet einzudringen und einen Überraschungsangriff auf die Luftbasis bei Ruokolathi durchzuführen. Hier war die LLv 26 mit ihren Gladiator-Maschinen stationiert. Drei finnische Maschinen wurden bei dem Versuch zu starten abgeschossen, zwei weitere bei den anschließenden Luftkämpfen. Am 4. März versuchte die Rote Armee den zugefrorenen Golf von Finnland zu überqueren. Alle finnischen Lufteinheiten wurden dazu angehalten Bodenangriffe auf diese Truppen zu fliegen. Diese Angriffe verursachten beträchtliche Schäden innerhalb der sowjetischen Kolonnen. Als der Krieg am 13. März 1940 zu Ende war, musste Finnland Gebiete an die Sowjetunion abtreten, darunter auch die finnische Marinebasis am Eingan zum finnischen Golf. In den 105 Tagen des Krieges schoss die finnische Luftwaffe 207 sowjetische Flugzeuge ab. 314 weitere Flugzeuge wurden durch finnische Flak abgeschossen. 48 finnische Flugzeuge gingen dabei verloren. Insgesamt flog die finnische Luftwaffe 5.963 Einsätze. Dem Gegenüber standen 100.970 Einsätze der sowjetischen Luftwaffe. Kommentare (0)
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 23. Oktober 2009 um 17:45 Uhr |