Finnland Finnland im Krieg Der Winterkrieg Chronologie
Der Winterkrieg Chronologie

30. November 1939
Die finnische Hauptstadt Helsinki wird bombardiert und die Rote Armee überschreitet mit rund 450.000 Mann an mehreren Stellen Finnlands südliche Grenze. Im Süden attackieren die sowjetische 7. und 13. Armee (General Meretskov und Grendal) die karelische Landenge mit 12 Divisionen und 7 Panzerbrigaden (120.000 Mann, 1.400 Panzer und 900 Artilleriegeschütze). Dem stehen die finnischen Verteidiger mit der Isthmus-Armee (General Oerstermann) mit 21.600 Mann, 71 Artillerie-Geschützen und 29 Pak gegenüber.
Nördlich des Lagodasees steht die finnische Talvela-Gruppe hinter der östlichen Grenze und trifft auf die sowjetische 8. und 9. Armee (14 Divisionen und 1 Panzerbrigade). An der nordöstlichen Front steht die Nord-Finnland-Gruppe (General Tuompo) der sowjetischen 14. Armee (3 Divisionen) gegenüber.

1. Dezember
Die Sowjets rufen in Moskau eine kommunistische finnische Marionettenregierung aus.

3. - 6. Dezember
Die finnischen Truppen fallen gut geordnet auf die Hauptverteidigungslinie zurück.

6. Dezember
Die Rote Armee erreicht die Hauptverteidigungslinie und startet umgehend mit dem ersten von mehreren Angriffen, welcher allerdings fehl schlägt.
Großbritannien und Frankreich beschließen Hilfslieferungen nach Finnland zu senden, doch die Möglichkeiten sind stark beschränkt, da man die Neutralität von Dänemark, Norwegen und Schweden nicht verletzen möchte.

14. Dezember
Die Sowjetunion wird vom Völkerbund ausgeschlossen. Viele Staaten drücken ihre Symphatie und Verbundenheit gegenüber Finnland aus.

22. Dezember
Nach dem erfolgreichen Halten der Hauptverteidigungslinie gehen die Finnen zum Gegenangriff über und können vereinzelt erfolgreiche Vorstösse vermelden.

29. Dezember
Erfolgreicher Gegenangriff nördlich des Lagodasees gegen die sowjetische 8. Armee.

1940
7. Januar

Der sowjetische General Timoshenko wird zum Kommandeur der Truppen im Nordwesten Finnlands ernannt.

8. Januar
An der zentralen Front geht die "Schlacht von Suomussalmi" mit einem Sieg der Finnen zu Ende. Das bewaldete Gebiet, zerschnitten von zugefrohrenen Seen und Flüssen, liegt unter einer hohen Schneedecke. Die Temperaturen betragen -40°C. Schneestürme verindern das aggieren der sowjetischen Luftwaffe.
Die sowjetische 163. Division beginnt am 30. November 1939 einen Vorstoss in Richtung Westen von der Grenze bei Raate aus in Richtung Suomussalmi. Dabei folgt ihr die 44. motorisierte Dvision. Die Marschkolonnen werden immer wieder durch finnische Zivilgarden behindert. Mit einer Stärke von 48.000 Mann, 335. Feldgeschützen, 100 Panzern und 50 gepanzerten Fahrzeugen veruschen sie Finnland in zwei Hälften zu teilen, in dem sie Oulu am Golf von Bothnia erreichen. Am 7. Dezember vereinen sich die beiden Divisionen bei Suomussalmi und am 11. Dezember wird die 163. Division von den neu eingetroffenen Einheiten der sich eigentlich noch in Aufstellung befindlichen finnischen 9. Division attackiert und eingekesselt.
Die Nachschubwege der 163. Division sind unterbrochen und die Einheiten der Division sind in einzelnen Kesseln gefangen. Ein Entlastungsangriff der 44. motorisierten Division am 22. Dezember wird von finnischen Ski-Truppen abgewehrt.
Zwischen 24. und 27. Dezember werden mehrere Ausbruchsversuche der Roten Armee erfolgreich verhindert bis die finnischen Einheiten zum Gegenangriff übergehen. Bis zum 30. Dezember ist die sowjetische 163. Division vernichtet. Am 8. Januar 1940 ereilt die 44. motorisierte Division das gleiche Schicksal.
Am Ende der Schlacht erbeutet die finnische Armee 43 Panzer, 50 Feldgeschütze, 25 Pak, 270 motorisierte Fahrzeuge, 300 MG und 6.000 Gewehre. Nur kleinen sowjetischen Trupps geingt die Flucht vom Schlachtfeld, während rund 1.300´sowjetische Gefangene gemacht werden. Der Großteil der 48.000 Mann wurde während der Kämpfe getötet und galt als vermisst.

1. Februar
Timoshenko startet eine Großoffensive auf die karelische Landenge mit der 7. und 13. Armee.

5. Februar
Die britische und französische Regierung bestätigen die Sendung von Expeditionstruppen nach Finnland. Bevor diese Truppen jedoch in Finnland eintreffen sollen, ist der Krieg bereits zu Ende.

8. - 11. Februar
Schwere Angriffe der Roten Armee in Summa und Taipale.

11. Februar

Die Mannerheim-Linie wird bei Summa von der 123. sowjetischen Division teilweise durchbrochen.

12. Februar
Die Sowjetunion bietet über schwedische Vermittler der finnischen Regierungan, über einen eventuellen Frieden zu verhandeln. Währenddessen kommt es zu schweren Kämpfen als die Rote Armee, unterstützt von massiven Artilleriebombardements und Luftangiffen, in Richtung Viipuri vorstösst.

13. Februar
Durchbruch der sowjetischen 13. Armee an der karelischen Front.

26. Februar
Es findet die einzigste "Panzerschlacht" des Winterkrieges statt: die finnischen Panzer werden von den sowjetischen Panzern besiegt. 5 von 6 Panzern werden zerstört.

27. Februar
Die Finnen müssen ihre ersten beiden verteidigungslinien aufgeben und ziehen sich in eine rückwärtige Verteidigungslinie zurück.

28. Februar
Eine schwedische Freiwilligen-Einheit (SFK) wird nach Salla verlegt und an der nord-zentralen Markajarvi-Front eingesetzt.

29. Februar
Eine eingeschlosse 3.800 Mann starke sowjetische Einheit versucht aus einem Kessel im Osten von Lemetti in zwei Gruppen auszubrechen. Einer Gruppe gelingt der Ausbruch, die andere Gruppe versagt: rund 1.500 Mann werden getötet und die Finnen erbeuten 5 Feldgeschütze, 71 Panzer, 12 gepanzerte fahrzeuge und 206 LKW, hinzu kommen ca. 2.000 Gewehre. Die "Uudenmaa Dragoner" zeichnen sich bei diesen Kämpfen besonders aus, müssen jedoch auch schwere Verluste hinnehmen.

1. - 12. März
Die schweren Kämpfe gehen allerorts weiter und die Rote Armee schafft es mehrere Durchbrüche an verschiedenen Frontabschnitten zu erzielen. Die zahlenmäsige Überlegenheit der Roten Armee macht sich langsam bemerkbar.
Die finnische Verteidigungslinie im Norden von Viipuri bricht zusammen - die Stadt fällt am 8. März. Die Rote Armee stösst weiter in Richtung Vilajoki und Kollaa.
Eine finnische Delegation macht sich auf den Weg nach Moskau um an Friedenverhandlungen teilzunehmen.

12. März

Es wird eine Friedensvereinabrung getroffen: ein Waffenstillstand tritt um 11:00 Uhr am 13. März ein. Die finnischen Opfer belaufen sich auf rund 25.000 Gefallene und 45.000 verwundete. Insgesamt betrug die Anzahl der bewaffneten Männer 300.000, von d enen 80% Reservisten waren.
Die sowjetischen Opfer belaufen sich auf rund 200.000 Tote und unzählige Verwundete (mindestens doppelt so viele wie Gefallene).
Insgesamt versagte die Rote Armee auf ganzer Linie und Stalin war geschockt, worauf er eine völlige Umstrukturierung der gesamten Armee veranlasste.

Finnland verlor tausende Quadratilometer in der karelischen Landenge, die Region um Salla und die Halbinseln Rybachiy und Petsamo nordöstlich von Murmansk. Weiters musste die Insel Hanko für 50 Jahre der Sowjetunion bereit gestellt werden.
Rund 420.000 Finnen, mehr als 10% der gesamten finnischen Bevölkerung, verloren ihr Zuhause und mussten ihre Heimat verlassen um sich im unbesetzten Teil Finnlans niederzulassen.

Frieden März 1940 - Juni 1941


Die Finnen begannen mit der Suche nach neuen Verbündeten gegen die Sowjetunion und fanden diese in Deutschland. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern beginnt im Herbst 1940, als erste Lieferungen aus Deutschland in Finnland eintreffen.
Mittlerweile laufen die Vorbereitungen für das Unternehmen Barbarossa und Hitler setzt den Beginn des Feldzuges auf den Juni 1941 fest. Im juni treffen die ersten Flugzeuge der deutschen Luftwaffe in Finnland ein. Ab dem 22. Juni fliegen sie von finnischem Boden aus Unterstützungsangriffe für die deutschen Bodentruppen.

25. Juni 1941

Sowjetische Bomber fliegen Vergeltungsangriffe gegen finnische Militräeinrichtungen und zivilie Ziele. Am Abend befinden sich Finnland und die Sowjetunion wieder im Kriegszustand.

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 18. Juli 2009 um 22:52 Uhr
 

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