Finnland Finnland im Krieg Vorgeschichte: Finnlands Weg in den Krieg
Vorgeschichte: Finnlands Weg in den Krieg

Finnland, mit seinen 4 Mio. Einwohnern, befand sich von November 1939 bis April 1945 kontinuierlich im Krieg.
Während dieser Zeit war das Land in drei Konflikte verwickelt:
- Der Winterkrieg gegen die Sowjetunion und deren Rote Armee vom November 1939 bis März 1940
- Der Fortsetzungskrieg gegen die Sowjetunion auf der Seite der deutschen Heeresgruppe Nord vom Juni 1941 bis September 1944
- Der Lapplandkrieg von Ende September 1944 bis April 1945 gegen die deutschen Truppen in Finnland - dies war Teil des Friedensabkommens mit der Sowjetunion

Finnland und seine drei baltischen Nachbarn, Estland, Lettland und Litauen, hatten ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion nur durch den Ersten Weltkrieg und die bolschewistische Revolution erhalten. Im Falle von Finnland wurde die Unabhängigkeit im Dezember 1917 erklärt, allerdings wurde diese erst im Mai 1918 durch einen Bürgerkrieg und die damit verbundene Vertreibung der bolschewistischen Truppen erreicht.
Die baltischen Staaten konnten ihren Status als souveräne Staaten jedoch nur 20 Jahre aufrecht erhalten, denn am 23. August 1939 wurde der Ribbentrop-Molotow-Pakt zwischen Deutschland und der Sowjetunion abgeschlossen, nach welchem die baltischen Staaten in den Einflussbereich der Sowjetunion fielen.

Am 5. Oktober 1939 forderte die Sowjetunion das Recht militärische Stützpunkte in allen drei baltischen Staaten und in Finnland zu installieren. Zusätzlich forderte die Sowjetunion die südliche Grenze in Karelien um mehrere Kilometer in Richtung Norden zu verschieben, um so eine Pufferzone zum Schutze Leningrads herzustellen.
Weiters sollte Finnland für die Dauer von 30 Jahren die Halbinsel Hanko zur militärischen Nutzung der Sowjetunion bereit stellen. Nutzbar sollten auch die Inseln Koivisto, Suursaari, Lavansaari und Tytarsaari im Golf von Finnland sein. Weit im Nordosten Finnlands sollte im Arktischen Meer der finnische Teil der Halbinsel Rybachi ebenfalls bereit gestellt werden.
Bei einer Zustimmung dieser Forderungen, sollte Finnland gleichzeitig seine Verteidigung in diesen Gebieten abbauen. Als Gegenleistung bot Stalin große Gebiete im Osten von Karelien an, die jedoch aus nutzloser Wildnis bestanden.

Obwohl die baltischen Staaten keine Wahl halten und Stalins Forderungen nachgeben mussten, wurden sie dennoch im Juni 1940 von der Roten Armee besetzt und im August schließlich von der Sowjetunion annektiert.
Innerhalb eine Jahres verloren rund 100.000 Zivilisten in den drei baltischen Staaten ihr Leben durch die Besatzer. Die Rote Armee plünderte, verfolgte und führte Massendeportationen durch um so die eigene Identität der ehemals unabhängigen Staaten zu zerstören.
Finnland stand nach Ablehnung der sowjetischen Forderungen somit völlig alleine da, allerdings hoffte man in Finnland auf das Eingreifen des Völkerbundes. Finnland war bereit über einen Kompromiss zu verhandeln, es war klar, das die sowjetischen Forderungen völlig maßlos und zynisch waren.
Bei einer Zustimmung dieser Forderungen würde Finnland seine Fähigkeit zur Selbstverteidigung verlieren und wäre bei einer eventuellen zukünftigen sowjetischen Aggression (welche durchaus vorhersehbar war) hilflos ausgeliefert.
Durch die lang erwartete und hart erkämpfte Unabhängigkeit Finnlands, waren die Bürger bereit sich dem großen und mächtigen Nachbarn entgegen zu stellen. Für die zuschauende Welt war dies ein hoffnungsloser Widerstand.

1939
September-Oktober

Ein Pakt der gegenseitigen Unterstützung zwischen den drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen und der Sowjetuniob wird geschlossen.
Finnland weis das es das nächste Land auf der sowjetischen Expansionsliste ist und trifft erste Vorkehrungen für den Widerstand. Obwohl das Budget des finnischen Haushalts keine großangelegten Bewaffnungs- und Mobilisierungsprogramme zulässt, beginnt der Bau neuer Verteidigungen in der karelischen Landenge. Die Anzhal der Bunkersysteme in diesem gebiet wird von 168 auf 221 erhöht.
Finnlands größte Verteidigungsanlage war die so genannte "Mannerheim Linie", welche sich über die Landenge von Karelian vom finnischen Golf im Westen bis zum Ladogasee im Osten erstreckte.

9. Oktober

Finnland mobilisiert seine bewaffneten Truppen.

11.-12. Oktober
Eine finnische Delegation trifft sich in Moskau mit swjetischen Offiziellen. Hier stellen die Sowjets wiederholt ihre völlig haltlosen Gebietsforderungen.
14. Oktober - 13. November
Weitere verhandlungen zwischen den Finnen und Sowjets finden statt. Die Sowjetuniob weicht keinen Millimeter von seinen Forderungen ab, obwohl Finnland teilweise Zugeständnisse macht. Am 13. November werden alle diplomatischen Beziehungen abgebrochen und die Rote Armee macht sich umgehend für eine Offensive gegen Finnland bereit.

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Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 18. Juli 2009 um 22:48 Uhr
 

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