17 cm Schiffskanone L/40
Die 17 cm Sk L/40 war eines der ältesten Geschütze in der Küstenabwehr, entwickelt und gebaut ab dem jahr 1902 für die kreuzer der Braunschweig Klasse.
Das Geschütz besas einen waagerechten Quer- oder Keilverschluss, eine Rohrlänge von 9.992 mm, ein Kaliber von 173 mm und erreichte eine Höchstschussweite von 26.000 m.
Das Seelenrohr mit dem mehrteiligen Mantelrohr lagerte in einer Wiegenlafette. Unter dem Geschützrohr befand sich das hydro-mechanische Rücklauf- und Vorholsystem. Dieses bremste den Rücklauf des Rohres nach dem Abschuss durch einen Bremszylinder, der mit einem Glyzerin-Wassergemisch gefüllt war.

Üblich war in der deutschen Marine ein Gemisch von 60 Teilen Glyzerin und 40 Teilen Wasser, dadurch blieben auch bei niedrigen Temperaturen die Geschütze einsatzbereit.
Durch das zurücklaufende Rohr wurde der mechanische Federvorholer gespannt und drückte das Rohr wieder nach vorn in die Ausgangsstellung.
Das Geschütz wurde in der Regel mit dem 10 cm starken Schiffspanzerschild in offenen Bettungen oder Bunkern aufgestellt.

Verschossen wurde die Sprenggrantate L/4,7 mit Haube, die Panzergranate mit Bodenzünder und das Leuchtgeschoss (LtGes) L/3,4 mit einem Gewicht von 58,5 kg.
Die Leuchtgranate enthielt einen Leuchtsatz, der nach einer am Zünder eingestellten Zeit (max. 60 sek.) aus dem Geschossboden ausgestossen und hierbei entzündet wurde. Der Leuchtsatz hing an einem Fallschirm und brannte ca. 3 Minuten lang.
Alle Geschosse wurden getrennt von der Hülsenkartusche geladen.
Kommentare (0)Add Comment
Kommentar schreiben

busy
 

Unterstützung

Sie finden diese Seite hilfreich oder wollen unser Projekt unterstützen?
 PayPal
Mit den eingegangenen Spenden finanzieren wir ausschlieslich diese Homepage und garantieren eine stetige Fortentwicklung.

Unser Newsletter

Bleiben sie aktuell. Jetzt unseren Newsletter abonnieren!


Banner