30,5 cm Schiffskanone L/50
Die 30,5 SK L/50 wurde von Krupp für die Schlachtschiffe (ab Helgoland) und die Schlachtkreuzer (ab Derfflinger) im jahr 1906 entwickelt und gebaut.
Das Geschütz war sehr solide konstruiert und hatte wie die 28 cm SK L/50 einen Querkeilverschluss mit Schubkurbel und selbstspannender mechanischer Abfeuerung.

Das über 15 m lange Rohr besas einen Progressivdrall, d.h. ein Zug machte eine volle Umdrehung auf einer Strecke von 40-50 Kaliberlängen.
Das Seelenrohr bestand aus auswechselbaren Teilen und wurde ebenfalls verschraubt.
Die V° betrug mit der Sprenggranate L/3,6 (Gewicht 250 kg) und einer Pulverladung von 149 kg 987 m/sek.
Mit der Sprenggranate L/3,8 (Gewicht 408 kg) und einer Pulverladung von 127 kg waren es 768 m/sek.

In der Reichsmarine wurden sechs dieser 68.000 kg schweren Rohre in Bettungsschießgerüste eingebaut und auf der Insel Wangerooge stationiert.
1940 teilte die Marine die Batterie in Friedrich August und von Schröder zu je drei Geschützen.
Nach kurzem Aufenthalt am Westwall wurde Freidrich August im September 1940 bei Wimille stationiert.
Mit einer Höchstschussweite von 32.5000 m  konnten die Geschütze die Häfen Folkstone und Dover gerade noch erreichen.

Die Batterie diente größtenteils als Lehrbatterie für den Nachwuchs der Marineartillerie.
Höhenrichtmesser und Geschossansetzer konntenelektrisch bedient werden. Hierzu war die Batterie mit einem Stromaggregat 220/380 V 40 KVA ausgestattet. Nach der Seite musste manuell gerichtet werden.
Bei Lehrgängen wurden natürlich die Bewegungen von hand ausgeführt.
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