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| Bismarck |
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Die BesatzungDie Besatzung der Bismarck sollte standardmässig 2.065 Mann betragen, aufgeteilt in 103 Offiziere und 1.962 weitere Besatzungsmitglieder.Während der Operation "Rheinübung" war die Anzahl der an Bord eingeschifften Crewmitglieder jedoch höher. So kamen zu der Stammbesatzung zusätzlich etwa 75 Personen des an Bord eingeschifften Flottenstabes und ein Prisenkommando in Höhe von einem weiterer Offizier und 80 Mann hinzu. Zusätzlich wurden an Bord eine unbekannte Anzahl von Beobachtern, Journalisten und Kameramännern des Propagandaministeriums an Bord genommen, von denen jedoch niemand überlebte. Die Aufteilung der Mannschaften Die Schiffsbesatzung war unterteilt in 12 Divisionen. Jede Division umfasste 150 - 200 Mann. Jede Divison war in zwei oder mehr Unterdivisionen unterteilt und weiter eingeteilt in Korporalschaften von 10-12 Mann. Die Divisionen inklusive den Divisionskommandeuren und Abteilungsleitern: Division I Seemännische Division - Besatzung für die Haupt- und Mittelartillerie Kapitänleutnant Hermann Schaaf Division II Seemännische Division - Besatzung für die Haupt- und Mittelartillerie Kapitänleutnant Helmut Tils, Oberleutnant zur See Friedrich Heuser Division III Seemännische Division - Besatzung für die Haupt- und Mittelartillerie Kapitänleutnant Karl Knappe, Oberleutnant zur See Hans-Gerd Lippold Division IV Seemännische Division - Besatzung für die Haupt- und Mittelartillerie Oberleutnant zur See Hans Kühn Division V Leichte Flak Oberleutnant zur See Jürgen Brandes Division VI Schwere Flak Kapitänleutnant Rudolf Troll, Oberleutnant zur See Siegfried Dölker, Leutnant zur See Andreas Andresen Division VII Seefremdes Personal - Kantinenpersonal, Köche, Schneider, Schuster, Friseure, Kapelle etc. Kapitänleutnant Karl Mihatsch, Leutnant zur See Heinz Aengeneyndt, Leutnant zur See Günter Brückner Division VIII Schadensbekämpfung - Handwerker Oberleutnant Gerhard Hins Division IX Navigationspersonal - Steuermänner, Signalpersonal Kapitänleutnant Klaus Krüger Division X technische Division - Ingenieure, Techniker, Maschinenpersonal Kapitänleutnant (Ing.) Albert Hasselmeyer Division XI technische Division - Ingenieure, Techniker, Maschinenpersonal Kapitänleutnant (Ing.) Gerhard Junack Division XII technische Division - Ingenieure, Techniker, Maschinenpersonal Kapitänleutnant (Ing.) Werner Schock, Leutnant zur See (Ing.) Werner Leibnitz Ab April 1940 kamen die ersten Besatzungsmitglieder an Bord, darunter ein Stamm von 65 Offizieren und weitere Mannschaftsmitglieder, weiteres Personal kam ab Juni 1940 an Bord, darunter der Grossteil der Geschützbedienung. Im Zeitraum bis Anfang 1941 vervollständigte sich die Besatzung der Bismarck. Während dieser Phase war ein Grossteil der Besatzung auf den (Passagier-) Schiffen "Ozeana" und "Adiga" untergebracht. Die letzten Besatzungsmitglieder die an Bord kamen war der Flottenstab kurz vor Beginn der Operation "Rheinübung". Die Offiziere der Bismarck Dies ist die Offiziersliste der Bismarck auf ihrer letzten Fahrt: Flottenstab Flottenchef - Admiral Günther Lütjens Chef des Stabes - Kapitän zur See Harald Netzband I. Admiralstabsoffizier - Fregattenkapitän Paul Ascher II. Admiralstabsoffizier - Fregattenkapitän Emil Melms Flotteningenieur - Fregattenkapitän (Ing.) Karl Thannemann IV. Admiralstabsoffizier - Korvettenkapitän Hans Nitzschke Flottenarzt - Dr. Hans-Releff Riege Flottenrichter - Oberkriegsgerichtsrat (Dr.) Eduard Langer Luftwaffenverbindungsoffizier - Major Fritz Grohe Schiffsführung Kommandant - Kapitän zur See Ernst Lindemann I. Offizier - Fregattenkapitän Hans Oels Desweiteren gab es noch sämtliche Artillerieoffiziere, Maschineningenieure, Zahlmeister, Sanitätsoffiziere, Meterologen und andere Offiziere. Es gab auch zwei Kriegsberichterstatter des Marinepropaganda-Ministerium Nord an Board. Die Technik der Bismarck
Die Bewaffnung
Mittlere Artillerie (MA) Die Mittlere Artillerie der Bismarck umfasste zwölf 15 cm Geschütze, je zwei in einem Geschützturm, drei zu beiden Seiten.Während die Türme Stb u. Bb I durch das Panzerdeck reichten, waren die Türme Stb u. Bb II/ III sogenannte kurze Türme, sie reichten nur bis zum Panzerdeck. Das bedeutete, dass bei den kurzen Türmen die Munition im Panzerdeck umgeladen werden musste.
Die Flak Die Flak der Bismarck setzte sich aus einer Mischbewaffnung unterschiedlichster Art und Reichweite zusammen. Dabei kamen drei Kaliberarten zur Verwendung: 10,5 cm, 3,7 cm und 2 cm. Es gab zwei unterschiedliche Modelle der auf der Bismarck eingesetzten schweren Flak: die vier vorderen 10,5-cm-Flakgeschütze waren vom Modell C/33na in Doppellafette C/31, die achteren in Doppellafette C/37.
Die Bordflugzeuge vom Typ Arado 196
Historie der Bismarck16.11.1935Abschluss des Vertrages zum Bau des Schiffs \"F\" mit der Blohm & Voss Schiffswerft in Hamburg. Das Schiff erhielt die Konstruktionsnummer BV 509. 01.07.1936 Kiellegung auf der Helling 9 der Blohm & Voss Schiffswerft in Hamburg. 14.02.1939 Stapellauf des Schiffs \"F\" unter dem Namen \"Bismarck\". Dorothea von Loewenfeld, die Goßenkelin des ehemaligen deutschen Kanzlers Otto von Bismarck führt die Taufzeremonie durch. 01.04.1940 Die ersten Besatzungsmitglieder kommen an Bord. 24.08.1940 Indienststellung in Hamburg unter dem Kommando von Kapitän zur See Ernst Lindemann. 15.09.1940 Die Bismarck verlässt zum ersten mal Hamburg mit dem Ziel Ostsee für Übungs- und Erprobungsfahrten. 16.09.1940 Die Bismarck passiert den Nord-Ostsee-Kanal. 17.09.1940 Die Bismarck erreicht den Scheerhafen in Kiel. 28.09.1940 Die Bismarck verlässt den Scheerhafen unter dem Geleitschutz von Sperrbrecher 13 und nimmt Kurs auf Arkona (Rügen). Später am Tage erreicht sie uneskortiert Gotenhafen (Gdynia). 01.10.1940 Die Bismarck führt Übungs-/ Erprobungsfahrten in der Ostsee durch 05.12.1940 Die Bismarck verläßt die Ostsee, eskortiert von Sperrbrecher 6, und verlegt nach Kiel mit dem Endziel Hamburg um letzte Arbeiten bei der Blohm u. Voss Werft durchführen zu lassen. 07.12.1940 Die Bismarck passiert den Nord-Ostsee-Kanal. 09.12.1940 Die Bismarck erreicht die Blohm & Voss Schiffswerft in Hamburg. 24.01.1941 Die letzten Arbeiten auf der Bismarck sind abgeschlossen und somit ist die Bismarck einsatzbereit. Ein gesunkener Erzfrachter verzögert das Auslaufen bis zum 06. März. In dieser Zeit werden auf der Bismarck Gefechts- und Trainingsübungen durchgeführt. 01.03.1941 Die Bismarck führt Übungsfahrten in der Ostsee durch. 06.03.1941 Die Bismarck verlässt Hamburg in Richtung Ostsee. 07.03.1941 Die Bismarck passiert den Nord-Ostsee-Kanal zum letzten Mal. 08.03.1941 Die Bismarck erreicht den Scheerhafen(Kiel). 08.03.1941 Die Bismarck bunkert im Scheerhafen (Kiel) Vorrat (Lebensmittel, Munition, Treibstoff, Frischwasser). Ebenfalls an Bord genommen werden zwei Arado AR 196 Wasserflugzeuge. Sie erhält hier auch ihren Tarnanstrich. Die Bismarck ist nun voll einsatzbereit. 17.03.1941 Die Bismarck verläßt den Scheerhafen (Kiel) und erreicht Gotenhafen (Gdynia). 05.05.1941 Adolf Hitler besucht die Bismarck zusammen mit Admiral Günther Lütjens und anderen hohen Persönlichkeiten. Hitler bleibt 4 Stunden an Bord. 12.05.1941 Admiral Lütjens und sein Flottenstab schiffen sich ein. 13.05.1941 Die Bismarck und der schwere Kreuzer Prinz Eugen führen gemeinsam Treibstoffübernahmeübungen auf See durch. 14.05.1941 Die Bismarck führt Gefechtsübungen zusammen mit dem leichten Kreuzer Leipzig durch. 18.05.1941 Beginn der Operation \"Rheinübung\". 18.05.1941, zwischen 11:12 und 11:15 Uhr Bismarck und Prinz Eugen verlassen ihre Anlegeplätze in Gotenhafen (Gdynia) und ankern ausserhalb. 24.05.1941 Versenkung des britischen Schlachtkreuzers Hood, bekannt unter dem Namen \"Schlacht in der Dänemarkstrasse\" 27.05.1941, 10:39 Uhr Die Bismarck sinkt nach 2 stündigem Gefecht ca. 300 Seemeilen nordwestlich der Westküste Frankreichs (48º 10´ Nord, 16º 12´ West). 08.06.1989 Das Wrack der Bismarck wird in einer Tiefe von 4.790 m durch Dr. Robert D. Ballard, dem Entdecker der Titanic, entdeckt. Juni 2001 Tauchfahrten zum Wrack der Bismarck. Operation Rheinübung Zeittabelle18.05.1941, 11:30 UhrOperation \"Rheinübung\" fängt offiziell an. 18.05.1941, Nachmittags Die Bismarck lichtet Anker und führt Manöver mit der Tirpitz nahe der Küste durch. 18.05.1941, Abends Bismarck und Prinz Eugen ankern in Gotenhafen (Gdynia). 19.05.1941, 02:00 Uhr Die Bismarck lichtet ihre Anker. Bismarck und Prinz Eugen fahren unterschiedliche Kurse, treffen sich bei Kap Arkona (Rügen) fahren weiter in Richtung Grossen Belt. 20.05.1941, Ungefähr 02:00 Bismarck, Prinz Eugen und drei Zerstörer Z-10, Z-16 und Z-23 passieren den großen Belt. 20.05.1941, 13:00 Uhr Deutsche Luftüberwachung meldet den schwedischen Flugzeug-Kreuzer Gotland (Kapitän Ågren) östlich der Bismarck Die Gotland berichtete über das Durchfahren der Bismarck durch das Kattegat. 20.05.1941, zwischen 14:00 und 18:00 Uhr Bismarck und Prinz Eugen werden durch zahlreiche Handelsschiffe und Fischerboote ausgemacht oder beobachtet. 21.05.1941, 08:00 - 09:00 Uhr Bismarck, Prinz Eugen und die Zerstörer erreichen den Korsfjord nahe Bergen. 21.05.1941, 09:14 Uhr Prinz Eugen durchfährt den Korsfjord zusammen mit dem Zerstörern und ankert im Norden von Bergen (auftanken in der Kalvanes Bucht). 21.05.1941, 11:00 Uhr Die Bismarck, die im Grimstadfjord ankert, wird nicht aufgetankt. Britische Aufklärungsflugzeuge vom Typ \"Spitfire\" entdecken die Bismarck. 21.05.1941, 13:15 Uhr Eine britische \"Spitfire\" (Leutnant Suckling) sichtet und fotografiert die Bismarck. 21.05.1941, 20:00 Uhr Bismarck und Prinz Eugen, zusammen mit den drei Zerstörern, verlassen den Korsfjord unentdeckt nordwârts der Kalvanes Bucht. 21.05.1941, 23:00 Uhr Bismarck und Prinz Eugen verlassen den Luftschutz der ME 110-Jäger, von denen sie bisher eskortiert wurden. 22.05.1941, 05:00 Uhr Auf der Höhe von Trondheim verlassen die Zerstörer die Kampfgruppe, die Bismarck ist nun das Führungsschiff, Kurs 0º. 22.05.1941, ungefähr 12:00 Uhr Bismarck und Prinz Eugen halten eine Geschwindigkeit von 24 Knoten, Position ungefähr 65 Grad 53 Minuten Nord, 03 Grad, 38 Minuten Ost. 22.05.1941, ungefähr 13:00 Uhr Dunstiges, regnerisches Wetter (begrenzte Sicht) mit leichten Südwinden. 23.05.1941, 12:00 Uhr Position ungefähr 67 Grad 28 Minuten Nord, 19 Grad 28 Minuten West. Durchschnittliche Geschwindigkeit 24 Knoten. 23.05.1941, 18:21 Uhr Bismarck und Prinz Eugen erreichten die Eisgrenze. 23.05.1941, 19:22 Uhr Die Bismarck sichtet den britischen Kreuzer Suffolk. Die Suffolk meldet die Sichtung der Bismarck und Prinz Eugen in der Dänemark-Straße an die britische Admiralität. 23.05.1941, ungefähr 20:30 Uhr Bismarck sichtet die Norfolk im Nebel und feuert 5 Salven mit der schweren Artillerie, erzielt aber keine Treffer. Das vordere Radargerät fällt hierbei aus. Kurze Zeit später übernimmt die Prinz Eugen die Spitze des Verbandes. 23.05.1941, 22:00 Uhr Die Bismarck ändert den Kurs um die Suffolk in ein Gefecht zu verwickeln, die dies aber erkennt und eine Gefechtsberührung vermeiden kann. 23.05.1941, ab 23:30 Uhr Bismarck und Prinz Eugen werden in einen Schneesturm eingehüllt. 24.05.1941, 05:45 Uhr Zwei Schiffen am Horizont, Geschwindigkeit 28 Knoten, werden gesichtet. 24.05.1941, 05:52-05:53 Uhr Die Briten eröffnen ihr Feuer. Die gesichteten Schiffe erweisen sich als die HMS Hood und die HMS Prince of Wales. 24.05.1941, 05:53 Uhr Die Prince of Wales feuert mit beiden ihrer vorderen Türme auf die Bismarck. 24.05.1941, ca. 05:54 Uhr Die Bismarck wird von der Prince of Wales getroffen. 24.05.1941, 05:55 Uhr Der deutsche Verband eröffnet das Feuer (Bismarck und Prinz Eugen). Das Feuer konzentriert sich auf die Hood. 24.05.1941, ca. 05:56 Uhr Die Prinz Eugen erzielt mit der 4. Salve einen Treffer auf der Hood (nahe dem Hangar am achteren Mast): Feuer nahe Munitionsaufzug auf der Hood, das Feuer breitet sich rasch aus. 24.05.1941, ca. 05:58 - 05:59 Uhr Das Feuer auf der Hood lässt schnell nach. Lütjens befiehlt (nach der 2. oder 3. Salve der Bismarck, nach der 5. (oder 6.) Salve der Prinz Eugen): Ändern Sie Ziel nach links! (gegen Prince of Wales). 24.05.1941, 05:59 Uhr Prinz Eugen: Anfang des Wirkungsschiessen (nachdem die Entfernung ermittelt worden ist). Beobachteter Effekt: zwei Treffer auf der PoW, kleines Feuer. Abstand über 16.000 Meter. Einsatz der schweren (10.5-Zentimeter) Flak mit abnehmender Entfernung. 24.05.1941, 06:00 Uhr Die Hood ändert ihren Kurs um 20 Grad nach Backbord um auch ihre achteren Geschütze zum Einsatz bringen zu können. Geschwindigkeit: ungefähr 28 Knoten. Abstand vom Feind: ungefähr 19.700 Meter. 24.05.1941, 06:01 Uhr Bismarcks 5. Vollsalve. Die Hood explodiert. Die Hood - Mannschaft: 95 Offiziere und 1324 Männer. Es gab nur drei Überlebende, die nach drei Stunden durch den britischen Zerstörer Electra gerettet werden konnten: 1. Gewöhnlicher Matrose (Signal-Obergefreiter) A. Edward Briggs, später Leutnant. Station: Kompaßplattform, Navigationsbrücke. Nachrichtenkurier von Admiral Holland. 2. Midshipman William J. Dundas, später Lieutenant Commander. Station: Obere (geschlossene) Brücke, als Beobachter, unter Befehl des Beobachtungs-Offiziers 3. Matrose (Senior Corporal)) Robert E. Tilburn, später Admiralty Storeman. Station: Bootsdeck, Service, 10.2-Zentimeter-Flak. 24.05.1941, nach 06:01 Uhr Die Prince of Wales weicht mit harten Rudermanövern den Wrackteilen der Hood aus. 24.05.1941, ab 06:01 Uhr Bismarck und Prinz Eugen ändern ihr Ziel auf die PoW. Abstand ungefähr 14.800 Meter. 24.05.1941, 06:02 Uhr Prince of Wales unter dem starkem Feuer von Bismarck und Prinz Eugen, die gut und schnell schiessen (etwa 16.000 Meter). Norfolk feuert 3 Salven ab (Suffolk 6?). 24.05.1941, 06:03 Uhr Prince of Wales erhält einen Direkttreffer in die Brücke und dreht unter starkem Rauch vom Gefechtsfeld ab. 24.05.1941, ab 06:03 Uhr Rear Admiral Walker übernimt das Kommando als Senior Commander (AK). 24.05.1941, ca. 06:05 Uhr Prince of Wales nahe der Bismarck. Schüsse der 20.3-Zentimeter Geschütze von der Norfolk. Prince of Wales wurde durch 7 Granaten getroffen: 4 (Bismarck) 38.0 Zentimeter, 3 (Prinz Eugen) 20.3 Zentimeter: 38.0-Zentimeter-Treffer Brücke, 38.0-Zentimeter-Treffer vorderer Artillerieleitstand der Mittelartillerie, 38.0-Zentimeter-Treffer unter der Wasserlinie nahe Dieselgeneratorraum, 20.3-Zentimeter-Treffer an der Wasserliene achtern, Ca. 500 Tonnen Wassereinbruch, 20.3-Zentimeter-Treffer an der Wasserlinie achtern im Schiff, 20.3-Zentimeter-Treffer in 13.2-Zentimeter Munitionsraum. 24.05.1941, 06:09 Uhr Die Deutschen stellen das Feuer ein. Prinz Eugen erhielt keine Treffer. Die Bismarck wurde durch 2 schwere und einen leichten Treffer beschädigt: 1. Abteilung XIII-XIV: elektrisches System ausser Betrieb, Wassereinbruch im Heizraum 2 Backbord. 2. Abteilung XX-XXL: Ölzellen leckgeschlagen (ungefähr 4000 Tonnen Wasser im Schiff). 3. Treffer durch ein Boot (ohne Wert). Es wird angenommen, daß dieser Treffer die Pressluftleitung zum Katapult verbog. Dies bedeutete, das ein Start eines Bordflugzeuges nicht mehr möglich war, weshalb das Sichern des Kriegstagebuchs der Bismarck im späteren Verlauf der Feindfahrt fehlschlug. Die Tatsache, daß die Pressluftleitung zum Katapult verbogen wurde, war der Mannschaft der Bismarck bis zum 27. Mai zwischen 06:00 und 07:00 unbekannt, als sie versuchten, eines der Bordflugzeuge des Schiffe (Arado 196-A) zu starten und das KTB auszufliegen. Effekte: A) Verringerung der Geschwindigkeit auf 29 Knoten. B) weite deutlich sichtbare Ölspur Munitions Verbrauch: Bismarck: 93 38.0 Zentimeter / Prinz Eugen: 183 20.3 Zentimeter (verhältnismässig viel, besonders für Prinz Eugen). 24.05.1941, am Mittag Neuer Kurs 180º. 24.05.1941, 18:14 Uhr Die Bismarck dreht 180º nach Steuerbord in Richtung zu den britischen Verfolgern, während Prinz Eugen die Anordnung verläßt. 24.05.1941, 18:40-18:56 Uhr Die Bismarck feuerte einige Salven auf die Suffolk und die Prince of Wales ab. 3 Seeleute wurden durch Granatsplitter eines Nahtreffers der Bismarck getötet. 24.05.1941, 23:30-23:45 Uhr Angriff durch 9 Swordfish und 6 Fulmars vom Flugzeugträger Victorious. Geschwindigkeit der Bismarck 27 Knoten. Sie wurde durch einen Torpedo auf der Steuerbordseite, mittschiffs getroffen. Ohne Folge. 25.05.1941, 00:28 Uhr Bismarck berichtet an die SKL: Angriff durch Torpedoflugzeuge. 25.05.1941, 00:37 Uhr Bismarck berichtet an die SKL: Erwarte weitere Angriffe. 25.05.1941, 02:41 Uhr Gruppe West berichtet: West U-Boote haben Anweisungen, sich ostwärts zu bewegen. 25.05.1941, 03:06 Uhr Die Bismarck, die nach Steuerbord gedreht hatte steuert Kurs 130°. Die Suffork hat infolge dieses Mannövers den Kontakt verloren. Die Briten haben 31.5 Stunden lang keinen Kontakt zur Bismarck. 25.05.1941, 07:00 Uhr Bismarck berichtet an die SKL: . . . ein Schlachtschiff, zwei schwere Kreuzer, die Kontakt halten. 25.05.1941, 08:52-09:28 Uhr 36 minütiger Funkspruch der Bismarck an die SKL, der von den Briten aufgefangen und eingepeilt wird. 25.05.1941, 11:25 Uhr Admiral Raeder gratuliert Admiral Lütjens zum Geburtstag. 25.05.1941, ca. 11:45 Uhr An Bord der Bismarck: Lütjens Rede plus die des Kommandanten (Kapitän Lindemann). 25.05.1941, 16:25 Uhr Hitler sendet Geburtstaggrüße an Admiral Lütjens. 25.05.1941, 23:44 Uhr Gruppe West berichtet: Vorausgesetzt anhaltender Kurs und Fahrt: bis zur Westküste von Frankreich keine Feindberührung zu erwarten. 26.05.1941, 10:30 Uhr Die Bismarck wird von einem Flugboot vom Typ \"Catalina\" 49º 20\' Nord, 21º 50\' West gesichtet. 26.05.1941, 11:15 Uhr Der Flugzeugträger Ark Royal stellt Kontakt mit der Bismarck her, später auch die Sheffield. 26.05.1941, 14:50-15:00 Uhr Ark Royal: Start von 15 Torpedoflugzeugen vom Typ Swordfish. Irrtümlicher Angriff auf Sheffield: Zielverwechselung mit der Bismarck! 26.05.1941, 17:47 Uhr Die Bismarck wird von der Sheffield gesichtet. 26.05.1941, 19:03 Uhr Bismarck berichtet an SKL: Kraftstoffsituation dringend. Wann kann Brennstoffaufnahme erwartet werden? 26.05.1941, 19:48 Uhr U-556 berichtet: Schlachtschiff und Ark Royal in Sicht. 26.05.1941, 20:39 Uhr U-556 berichtet: Schlachtschiff und Flugzeugträger mit Kurs 115-Grad, laufen Höchstgeschwindigkeit. 26.05.1941, ca. 20:45 Uhr Bismarck berichtet an die SKL: Torpedoflugzeuge von der Ark Royal in Sicht. 26.05.1941, 20:55-21:25 Uhr Die Bismarck wird durch 15 Swordfish angegriffen. Es gibt keine Verluste unter den Flugzeugen. Die Bismarck wird durch zwei Torpedos getroffen. Einer in der Mitte und einer im Achterschiff. Beide Ruder verklemmen daraufhin bei 12º oder 15º backbord. Die Bismarck ist manöverierunfähig. 26.05.1941, 21:03-21:05 Uhr Die Bismarck berichtet an die SKL: Nicht imstande, Kurs zu halten. 47 Grad 40 Minuten Nord, 14 Grad 50 Minuten West. 26.05.1941, 21:15 Uhr Bismarck berichtet: Quadrat Be-6192. Durch Torpedo achtern getroffen! 26.05.1941, 21:30-21:55 Uhr Die Bismarck feuert einige Salven gegen die Sheffield ab. Keine Treffer erzielt. 26.05.1941, 22:38 Uhr Polnischer Zerstörer Piorun durch die Bismarck gesichtet und unter Beschuss genommen. 26.05.1941, 23:15 Uhr Bismarck ändert Kurs von Südosten zu Nordwesten. 26.05.1941, 23:24 Uhr Kapitän Vian organisierte seine 5 Zerstörer (Cossack, Maori, Piorun, Sikh, Zulu) für den geplanten (und auch durchgeführten) Nachtangriff auf die Bismarck, kommt aber sofort unter Beschuss durch die Bismarck und der Angriff wird abgewehrt. 26.05.1941, 23:40 Uhr Die Bismarck berichtet an die SKL: Schiff nicht imstande zu manövrieren. Wir kämpfen zur letzten Ganate. Lang lebe der Führer. 26.05.1941, 23:58 Uhr Die Bismarck berichtet an die SKL: An den Führer des deutschen Reichs Adolf Hitler. Wir kämpfen bis zum Letzten im Vertrauen auf sie, unseren Führer, und im felsenfesten Vertrauen auf den Sieg Deutschlands. 27.05.1941, 01:53 Uhr Hitler sendet Funkspruch an Lütjens, Bismarck: Ich danke Ihnen im Namen des deutschen Volkes. Adolf Hitler. An die Mannschaft des Schlachtschiffes Bismarck: Ganz Deutschland ist mit Ihnen. Was auch immer noch getan werden kann, wird getan.Adolf Hitler. 27.05.1941, 02:21 Uhr Die Bismarck berichtet an die SKL: Empfehle Verleihung des Ritterkreuzes an Korvettenkapitän Schneider für die Versenkung der Hood. 27.05.1941, 03:51 Uhr Meldung an die Bismarck, A(rtillerie) O(ffizier) Korvettenkapitän Schneider: Der Führer hat Ihnen das Ritterkreuz für die Versenkung des Schlachtschiffes Hood verliehen Herzlichste Grüsse. Kommandant der Marine, Großadmiral Raeder. 27.05.1941, zwischen 05:00 und 06:00 Uhr Zwei Versuche der Bismarck scheitern eines der Arado 196-A Bordflugzeuge zu starten. 27.05.1941, 07:10 Uhr Letzte Meldung von der Bismarck (Admiral Lütjens): \"schicken Sie ein U-Boot zur Übernahme des Kriegstagebuches\" (KTB). 27.05.1941, ca. 08:00 Uhr Alarm auf der Bismarck, die von zwei britischen Schlachtschiffen, der King George V (C-in-C Flaggschiff) und Rodney plus zwei Kreuzern, der Dorsetshire und Norfolk umgeben ist. Wetter: Nordwestwind (320 Grad) 6-7. Meer: 4-5. Sichtweite 10 Seemeilen. 27.05.1941, 08:15 Uhr Bismarck durch Norfolk gesichtet. 27.05.1941, 08:43 Uhr Bismarck durch King George V und Rodney gesichtet. 27.05.1941, 08:47 Uhr Die letzte Schlacht beginnt. Rodney eröffnet das Feuer. 27.05.1941, 08:48 Uhr Feuereröffnung auf King George V 27.05.1941, 08:49 Uhr Die Bismarck eröffnet das Feuer auf die Rodney. 27.05.1941, ca. 09:02 Uhr Die Bismarck wird zum ersten Mal getroffen und beginnt, Treffer von allen Seiten zu empfangen. Türme A (Anton) und B (Bruno) ausser Gefecht. 27.05.1941, ca. 09:04 Uhr Dorsetshire eröffnet das Feuer auf die Bismarck. 27.05.1941, ca. 09:12 Uhr Ausfall des vorderen Feuerleitstandes auf der Bismarck. 27.05.1941, 09:13 Uhr Ausfall des achteren Feuerleitstandes auf der Bismarck. 27.05.1941, 09:31 Uhr Die Bismarck feuerte ihre letzte Salve ab. 27.05.1941, 09:12 - 10:16 Uhr Die Bismarck hat mehrere Treffer aus Entfernungen von 2.500 bis 4.000 Metern erhalten, schwimmt aber immer noch. 27.05.1941, ca. 10:00 Uhr Alle Waffen auf der Bismarck schweigen. 27.05.1941, ungefähr 10:00 Uhr Sprengladungen explodieren im Turbinenraum auf der Bismarck. 27.05.1941, 10:20 Uhr Die Bismarck wird auf der Steuerbordseite durch zwei Torpedos getroffen, die von Dorsetshire abgefeuert wurden. 27.05.1941, 10:36 Uhr Die Bismarck wird auf der Backbordseite durch einen dritten Torpedo getroffen, der von Dorsetshire abgefeuert wurde. 27.05.1941, 10:39 Uhr Bismarck bei 48º 10\' Nord, 16º 12\' West gesunken Das Wrack der Bismarck heuteBisher fanden verschiedene Tauchfahrten zum Wrack der Bismarck statt. Zum Teil brachten diese Expeditionen erstaunliche Erkenntnisse zu Tage, die man nicht ohne weiteres hätte vermuten können.Übersicht über die Tauchexpeditionen: 1989 - Woods Hole Oceanographic Institute 2001 - Deep Ocean Expeditions 2001 - Bluewater Recoveries für Channel 4/ITN Factual 2002 - Earthship TV für Discovery Channel und IMAX 2002 - Deep Ocean Expeditions Im Juni 1989 fand Dr. Robert D. Ballard, Entdecker des Wracks der Titanic, das Wrack der Bismarck. Sie liegt in einer Tiefe von 4.790 Metern auf dem Meeresboden. Obwohl die Bismarck während ihres letzten Gefechts hunderte schwere Treffer aus nächster Nähe erhielt, ist das Wrack noch in einem gutem Zustand. Es fehlen alle schweren Türme, die beim Sinken abgefallen sind (Sie wurden nur von Ihrem Eigengewicht gehalten). Ebenso fehlt der Schornstein und zahlreiche Decksaufbauten, ein Stück vom Heck fehlt ebenso (scheinbar Aufgrund eines Strukturschadens beim Sinken abgerissen, ausgelöst durch den Torpedotreffer, der die Ruderanlage beschädigte). Trotzdem sind die Türme und Geschütze der Mittelartillerie noch alle vorhanden und fast unbeschädigt, ebenso die Artillerieleitstände. Der Kommandostand selber weist einen \"Kernschuß\" auf. Des weiteren fand bereits Ballard, daß die Aufbauten zwar großteils zerstört wurden durch den Granatenhagel, jedoch keine Treffer (wie sich später herausstellte nur ein bisher entdeckter) ins Innere gedrungen sind. Der Rumpf weist auf keine Implosionen hin, die dardurch entstehen, wenn ein Schiff sinkt und noch nicht vollständig geflutet ist. Alle weiteren Fakten zum Wrack der Bismarck sind in Dr. Ballard´s Buch \"Die Entdeckung der Bismarck\" zu finden. Weiteren Aufschluss über die Schwere der Treffer auf der Bismarck haben die weiteren Tauchexpeditionen zur Bismarck erbracht und zum Teil erstaunliches Bildmaterial zu Tage gefördert. Am interessantesten ist jedoch eine Aussage von James Cameron über den Rudertreffer an der Bismarck, der letztendlich ihr Schicksal besiegelte: Laut der Aussagen Überlebender nahm man bisher an, dass die Ruder auf Grund des Torpedotreffers im Ruderraum der Bismarck verklemmt wurden. Durch die Expedition von James Cameron haben sich (laut ihrm) neue Tatsachen ergeben. Dadurch, dass man mit ferngesteuerten Unterwasser-Kleinstrobotern (ROV´s) wesentlich näher die Einschlagsstelle des Torpedos betrachten konnte zeigt sich folgendes Bild: Der Torpedotreffer hat das Steuerbord-Ruder der Bismarck in der Nähe des Ruderschafts getroffen und es in einen 90-Grad Winkel gebogen, so dass das Ruder praktisch unterhalb des Schiffsrumpfes lag. Daraufhin wurde das so beschädigte Ruder wiederholte Male von der mittleren Schiffsschraube getroffen und es kam dazu, dass die mittlere Schiffsschraube sich nicht mehr drehen konnte (sich "festfrass"). Die Position des so beschädigten Ruders hatte nun auf das Schiff den Effekt einer Backbord-Drehung. Über die von Cameron gemachte Aussagen kann man sich streiten, da absolut nichts davon von Überlebenden berichtet wurde; Wir nehmen an, daß zwar das Ruderblatt durch die Schraube zerstört und weiter verkeilt wurde, jedoch dieses nicht die Schraube selbst behinderte. Hier sind Aufnahmen und Filme von den Tauchgängen zur Bismarck vom Channel4 zu finden: http://www.channel4.com/history/microsites/H/hood/ ![]() Weitere zum Teil hochwertige Aufnahmen sind in Cameron´s Reportage "Die Bismarck - Geheimnisvolle Expedition zur deutschen Titanic" zu finden. Ein Manko ist jedoch, daß die Qualität der Dokumentation leider etwas gelitten hat in Punkto Wissenschaftlichkeit und historische Betrachtungsweise. Selber versenkt oder versenkt worden? Nun, da so viel Bildmaterial vorliegt muß man zweifelsohne feststellen, daß die Bismarck duch die bis zu ihrem Sinken erhaltenen Treffer nicht von selber gesunken wäre. Sicherlich hätten die britischen Streitkräfte sie früher oder später versenkt, da sie keinerlei Gefechtswert zu diesem Zeitpunkt mehr hatte, jedoch haben die eingleiteten Selbstversenkungsmaßnahmen zweifelsohne das Schiff sinken lassen. Kommentare (1)
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