Luftwaffentechnik Dornier Dornier Do 18 Flugboot
Dornier Do 18 Flugboot

Dornier Do 18Das Dornier Do 18-Flugboot war eine Weiterentwicklung eines früheren Dornierentwurfes, der Do 15 "Wal". Die Do 18 besas einen auf hohen Trägern montierten Flügel, einen ausgeprägten zweistufigen Bootskörper, einen Motor mit Zug- einen zweiten mit Druckpropeller, die beide in einer Gondel über dem Träger angebracht waren. Sie besas ferner kurze Stummelflügel am Rumpf, statt Schwimmer an Auslegern.
Alle diese Merkmale waren bereits an früheren Flugboot-Entwürfen von Dornier zu sehen, einschließlich des "Wal". An diesen waren die hochentwickelten Konstruktionsmerkmale erprobt worden.

Die Do 18 wurde zuerst mit zwei 540 PS Junkers-Dieselmotoren gebaut. Dieselmotoren wurden gegenüber den konventionellen benzinmotoren wegen ihrer Wirtschaftlichkeit mit Betriebsstoff und ihrer zusätzlichen Sicherheit im Hinblick auf Feuergefährlichkeit an Bord vorgezogen.
Die Herstellung der ersten Dornier Do 18 war ein rein ziviles Wagnis. Zwei weitere Do 18 folgten dem ersten Modell und trugen die Bezeichnung Do 18 E des Luftfahrtministeriums. Diese beiden Flugzeuge wurden der deutschen Luftfahrtgesellschaft Lufthansa übergeben, nach dem die Motoren gegen den kraftvolleren Junkers-Jumo-205-Dieselmotor, der jeweils 600 PS erbrachte, ausgetauscht worden waren.

Der Lufthansadienst dieser Flugzeuge begann fast bei jedem Flugzeug mit dem Einstellen bisheriger Reichweiten und Entfernungsrekorde.
Im Jahre 1937 wurden zwei weitere Do 18 der Transatlantikflotte der Lufthansa zugeführt, wo sie die Flüge über Wasser nach Südamerika bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges fort setzten.

1937 wurden die ersten zwei Do 18 für militärische Zwecke mit der Bezeichnung Do 18 D an die Luftwaffe ausgeliefert. Ihr vorwiegender Einsatz war die Langstrecken-Seeaufklärung, wobei sie nur leichte MG-Bewaffnung besasen. Die Do 18 betrieben gute Aufklärung und Rettung aus See-Not während des 2. Weltkrieges, obwohl sie nur in geringer Zahl hergestellt wurden (ca. 100).
Die Do 18 versah Dienste in folgenden Ausführungen:

Di 18 E
Übersee-Postflugzeug: Zuerst als Lufthansaversion gebaut, wurde sie später im Militärdienst eingesetzt und hierbei zur Do 18 D-Ausführung nachgerüstet.

Do 18 D
Erste Militär- und Luftwaffenversion: Ausgerüstet mit einer MG 15-Bewaffnung in offenen Türmen an der Nase und der Rumpfmitte zwischen Flügel und Heck. Diese Ausführung wurde nur in geringer Stückzahl gebaut.

Do 18 F
Letzte zivile Version der Do 18: Besas eine größere Flügelspannweite für größere Steigfähigkeit und größeren Tankinhalt. Hervorragende Steigfähigkeit für ein Flugzeug dieser Größe. Es wurde aber davon nur eine Maschine gebaut.

Do 18 G
Bewährte Militärversion: Ausgerüstet mit den stärkeren Jumo 205 D mit jeweils 700 PS. Große gläserne Rundkuppen ersetzten die offenen Maschinengewehr-Türme früherer Ausführungen. Ca. 80 Flugzeuge wurden hiervon gebaut.

Do 18 H
Trainer-version der Do 18 G: Grundsätzlich das gleiche Flugzeug, ausgenommen das Fehlen der Bewaffnung und dem zusatz der Doppelkontrollen für Piloten und Schüler.

Do 18 N
Während der Jahre 1941 und 1942 wurde eine Anzahl von Do 18 G in See-Not-Rettungsflugzeuge durch den Einbau einer größeren Funk- und medizinischen Ausrüstung zusätzlicher Tanks umgebaut. Sie trugen keine Bewaffnung.

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 19. Juli 2009 um 19:16 Uhr
 

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