Luftwaffentechnik Dornier Dornier Do 24
Dornier Do 24

Dornier Do 24Im Jahre 1935 nahm die holländische Regierung Verbindung mit den Dornierwerken zum Bau eines Flugbootes auf, das seinen Dienst in den Seestreitkräften der niederländischen Besitzungen in Ostindien aufnehmen sollte.
Bewährte Konstruktionsmerkmale früherer Entwürfe wurden bei der Entwicklung eines dreimotorigen Flugbootes wieder aufgegriffen. So wurde auch dieses Flugboot wieder mit hochgesetzten Flügeln und kleinen Stummelflügeln am Rumpf, ähnlich der Do 11, Do 15 und der späteren Do 18 konstruiert.

Die Dornier Do 24 war so entworfen, dass sie dazu befähigt war, auch in rauher See, bis auf die gelegentliche Seekrankheit ihrer Besatzung, ohne Schwierigkeiten zu operieren. Verschiedene Antriebsaggregate wurden ausprobiert, aber die Holländer entschieden sich schließlich für den Wright-Cyclone-Motor. Dornier lieferte nur eine geringe Zahl kompletter Flugzeuge, da die Holländer ein eigenes Werk aufbauten, um dort die Do 24 unter Lizenz zu bauen.

Der Entwurf der Do 24 war so gut, das Dornier sich entschied, auch für Deutschland einige Flugboote zu bauen, damit die Luftwaffe sie testen konnte. Die Maschienen, die in die Niederlande geliefert wurden, erhielten die Bezeichnung Do 24 K.
Die Luftwaffe konnte sich aber zu dieser zeit noch nicht entscheiden, die Do 24 anzukaufen. Erst nach dem die Niederlande besetzt und deren Do 24-Werke komplett übernommen wurden, fand die Luftwaffe Interesse an dieser Maschine. Es wurden Aufträge zur Fortsetzung der Produktion der Flugboote in Holland ab Ende 1940 gegeben.
Die Maschinen, die unversehrt erbeutet wurden, erhielten die Bezeichnung Do 24 N. Anfang 1941 erhielten die Do 24 neue Motoren. Alle Wright-Cyclone-Motoren wurden durch BMW (Bramo 323 R-Z)-Motoren mit jeweils 1000 PS ersetzt. Die Flugzeuge erhielten eine Bewaffnung in Beobachtungstürmen an der Nase, am Heck und in der Rumpfmitte. Diese Flugzeuge wurden mit Do 24 T bezeichnet.
Einige Flugzeuge dieser Serie wurden auch mit einer 30 mm MK 101-Kanone im mittleren Turm ausgerüstet.

Insgesamt wurden ca. 140 Do 24 in den Niederlanden gebaut. Im jahre 1944 begann Spanien mit der Lizenzproduktion für seine eigene Streikräfte. Einige dieser robsuten Flugboote fliegen heute noch in zivilen Gesellschaften - ein beweis der stabilen Konstruktion dieser großen Flugboote.

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 19. Juli 2009 um 19:19 Uhr
 

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