Luftwaffentechnik Fieseler Fieseler Fi 156 Storch
Fieseler Fi 156 Storch

Fieseler StorchDer Fieseler "Storch" war eines von vielen Luftaffen-Flugzeugen, das bereits vor Beginn des zweiten Welkriegs entwickelt und eingesetzt wurde. Der erste Prototyp flog bereits 1936. Der Mann, aus dessen Entwurf die Fi 156 entstand, war Professor hermann Winter - Chef des Fieseler-Planungstabes.

Die außergewöhnlichste Fähigkeit der Fi 156 war ihr Vermögen, auf kleinstem Raum zu starten und zu landen. Dies war in der Hauptsache auf die über die gesamte Spannweite verlaufende Vorflügel zurückzuführen, sowie auf die unterteilten Klappen und Querruder entlang der gesamten Flügelhinterlasten.

Der "Stroch" war ein hoch begehrtes Flugzeug. Er war leicht zu fliegen und beinahe fähig Wunder zu vollbringen. Er wurde nicht nur von der deutschen Wehrmacht genutzt, sondern auch von den spanischen, italienischen, bulgarischen, ungarischen, rumänischen, finnischen, schwedischen, slowakischen, jugoslawischen und Schweizer Streitkräften während des Zweiten Weltkrieges eingesetzt.

Nach dem Krieg setzten die Franzosen die Produktion der Fi 156 unter der Bezeichnung "Criquet" fort. Sie sah nun ein wenig anders aus, nach dem ihr Argus-Reihenmotor durch einen Sternmotor ersetzt wurde, aber sie war und ist noch immer fähig Wunder zu vollbringen, da einige von ihnen selbst heute noch im Einsatz sind.

Eine Anzahl von Fi 156-Varianten wurden vor und während des zweiten Weltkrieges gebaut:

Fi 156 A-1
Ein unbewaffnetes Aufklärungs-, Verbindungs-, Stabsdienst- und Mehrzweckflugzeug. Angetrieben durch ein Argus AS 10 c-Motor mit 240 PS während des Starts. Seine Höchstgeschwindigkeit betrug 175 km/h.

Fi 156 C-1
Grundsätzlich gleich mit der A-1-Ausführung, ausgenommen einer Vorkehrung zum Einbau einer Luftbildkamera für Aufklärungszwecke.

Fi 156 C-2
Gleich mit der C-1-Ausführung, ausgenommen eines zusätzlichen Sitzes für eine dritte Person.

Fi 156 C-3
Die hintere Kabine und das hintere Kabinendach wurden geändert, um ein MG 15 (7,92 mm) für die Selbstverteidigung aufzunehmen. Es wurde durch einen Argus AS 10-P-1 flüssigkeitsgekühlten Reihenmotor in umgekehrter V-Stellung mit 270 PS Startleistung angetrieben.

Fi 156 C-5 (auch als Fi 156 U bezeichnet)
Eine modifizierte Fi 156 C-3 zur U-Boot-Bekämpfung, fähig, drei 50 kg-Bomben oder leichte (erbeutete) französische Wasserbomben zu tragen. Kein "Storch" von dieser Ausführung erreichte jedoch Einsatzreife.

Fi 156 D-O

Ein Sanitätsflugzeug mit dem selben Motor wie die C-3, jedoch mit einer zusammenlegbaren Türan der Steuerbord-Rumpfseite zur Be- und Entladung einzelner Tragen für Verwundete. Das Flugzeug konnte entweder einen Piloten und zwei Verwundete oder einen Piloten, einen Begleiter und zwei Verwundete tragen.

Fi 156 D-1
Ein Rettungsflugzeug, entwickelt aus der D-O, mit einem größeren Tankinhalt als die D-O, einem größeren Ölkühler und einer unterschiedlichen Funkausrüstung. Es wurde hauptsächlich im Mittelmeerraum und im südlichen Abschnitt der Ostfront eingesetzt.

Fi 156 F-O
Ähnlich der C-3, aber für innere Sicherungs- und polizeiliche Überwachungsaufgaben entwickelt. Es war ausgerüstet mit zwei MG 15 (jeweils ein MG an jeder Kabinenseite) und einem Lautsprechersystem zur psychologischen Kriegsführung. Einige, so wird berichtet, wurden durch die SS während des jüdischen Aufstandes im Warschauer Ghetto (1944) eingesetzt.

Technische Daten (Fi 156 C-3)
Triebwerk 240 PS Argus As 10C hängender, luftgekühlter 8-Zylinder V-Motor
Spannweite 14,27 m
Länge 9,90 m
Höhe 3,00 m
Leergewicht 930 kg
Fluggewicht 1320 kg
Besatzung 2
Geschwindigkeit 175 km/h in Meereshöhe
Dienstgipfelhöhe 4600 m
Reichweite 377 km
Bewaffnung 1x 7,9 mm MG 15 in der hinteren Kanzel

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 19. Februar 2010 um 12:52 Uhr
 

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