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| Focke-Wulf Fw 190 |
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Als die Focke-Wulf 190 im Juni 1939 zum Jungfernflug startete, war sie ohne Zweifel das technisch modernster Kampfflugzeug der Welt. Die Vorgeschichte der FW-190 Die Entwicklung der FW-190Ende 1937 lief die Produktion der Me Bf109 auf Hochtouren, doch selbst als die Luftwaffe auf diesen Typ umstellte begann Kurt Tank mit der Plaung seines eigenen einsitzigen Jagdflugzeugs.Die neue Maschine war ein Eindecker mit freitragender Konstruktion, robustem Fahrgestell und luftgekühltem Sternmotor. Mit der Detailarbeit wurde 1938 begonnen, bis Mitte des Jahres gelang es Focke-Wulf mit dem technischen Büro des Luftfahrtministeriums einen Entwicklungsvertrag zu schliesen. In den nächsten 12 Monaten widmete sich Blasers Konstruktionsteam ausschließlich diesem Projekt. Im Sommer darauf war der erste Prototyp der Focke-Wulf 190 fertig gestellt. Unter der Bezeichnung "V1" startete sie am 1. Juni 1939, in der Nähe von Bremen, zum Jungefernflug. Ihre Flugeigenschaften erwiesen sich als äuserst beeindruckend, dazu zählten gute Stabilität, hervorragende Roll- und Sturzflugfähigkeiten und eine leichte, gut ansprechende Bedienbarkeit. Aber es gab nicht nur positives zu berichten, bei der Landung meldete der Focke-Wulf Cheftestpilot ernste Probleme mit dem BMW 139-Triebwerk, dass zu heiss wurde. Bei den darauffolgenden Flügen bestätigte sich dieser Befund: die Motorzuverlässigkeit nahm dramatisch ab und die Temperatur im Cockpit stieg auf bis zu 45°C. In dem Bemühen das Problem zu meistern wurde die stromlinienförmige Propellerhaube durch eine engsitzende Triebwerkverkleidung ersetzt. Diese Änderung brachte zwar Besserung, aber die Überhitzung blieb als grundlegendes Problem bestehen, das den Ingeneuren und Technikern in den nächsten zwei Jahren immer neue Anstrengungen abverlangte. Nach Fertigstellung der beiden ersten Prototypen verlangsamte sich das Tempo des weiteren Vortschritts. Da die Messerschmitt 109 bereits etabliert war, behandelte das Deutsche Luftfahrtministerium die Focke-Wulf nicht als besonders dringliches Projekt.Technische Änderungen und Tests zogen sich das ganze Jahr 1940 über hin, der dritte Prototyop wurde mit dem leistungsfähigeren BMW 801 Motor ausgerüstet, während bei anderen Maschinen größere und kleinere Flügelvarianten erprobt wurden. Die Motorprobleme dauerten weiter an, doch bis Jahresende hatte die Focke-Wulf oberste Priorität bekommen. Wenn sie in Serienproduktion gehen sollte, musste eine Entscheidung gefällt werden. Bevor sich das Luftfahrtministerium festlegen wollte, ordnete es eine Serie von Vergleichstests an die 1941 durchgeführt werden sollten. Im März begann ein Expertenteam des Jagdgeschwaders 26 auf einem Flugplatz bei Rechlin mit umfangreichen Tests. Unterstützung erhielten sie dabei von einer Gruppe von Ingeneuren und Technikern von Focke-Wulf. Während der nächsten Monate führten sie ein komplettes Erprobungsprogramm mit dem Vorserienmuster Focke-Wulf 190A und der Bf 109f durch. Bis Ende November hatte das Jagdgeschwader 26, unter dem Befehl von Adolf Galland, die Focke-Wulf 190 unter Einsatzbedingungen getestet. Bei ihrem ersten Feindflug über dem Gebiet von Dünkirchen sties der Focke-Wulf 190 Verband auf eine stärkere Spitfireformation und konnte trotz großer gegnerischer Überzahl drei britische Maschinen abschießen. Am 10. Dezember lieferte das Rechliner Erprobungsteam seinen Ergebnisbericht ab: Auf Bodenhöhe erwies sich die Focke-Wulf als schneller, während sie in Höhen von 4000 bis 5000 Metern beinahe so schnell war wie die Messerschmitt. In großen Höhen fiel ihre Leistung jedoch scharf ab und die Messerschmitt konnte ihr mit etwa 20km/h davon fliegen. Im Sturzflug konnte die 190 die 109 mühelos abhängen, dagegen war ihre Steiggeschwindigkeit deutlich geringer. Um auf eine Höhe von 5000m zu klettern brauchte sie fast eine Mintue länger als die 109, bis zum Erreichen der doppelten Höhe waren es über 6 Minuten. Dafür hatte sie eine erheblich weitere Einsatzreichweite vorzuweisen und war in Punkto Manövrierfähigkeit um Klassen besser als die 109. Dank ihrer leichten Steuerung war sie viel besser zu handhaben als die Messerschmitt und konnte bei jeder Geschwindigkeit schneller Wenden und Rollen als die diese. Trotz ihres höheren Gewichts war sie wegen der guten Rundumsicht und des breitspurigen robusten Fahrgestells beim Starten und Landen extrem sicher, dass stand in scharfen Gegensatz zur Me109 , deren eher instabiles schmalspuriges Fahrgestell beim Landen notorische Probleme bereitete. Die Landung der Messerschmitt auf einer weichen oder unebenen Fläche erwies sich immer wieder als höchstgefährliches Unterfangen - viele Piloten kamen schon in der Ausbildung beim ersten Landversuch ums Leben. Dank sorgfältiger Konstruktion und Planung war die 190 ein Flugzeg dessen Instandhaltung im Feld wenig Probleme bereitete und eine rationelle Bauweise unter Verwendung seperat gefertigter Bauteile sorgte dafür, dass sie sich eben so schnell wie einfach produzieren lies. Sie war enorm robust und konnte selbst eine Bruchlandungen meist ohne größere Schäden am Flugwerk überstehen. Pilot und Triebwerk waren durch zusätzliche Panzerungen geschützt und mit einer Grundbewaffnung von 6 MG`s war die Focke-Wulf der Messerschmitt an Feuerkraft deutlich überlegen. In der abschließenden Bewertung gab das Erprobungsteam zu Protokoll, dass die Focke-Wulf 190 trotz ihrer Triebwerksprobleme im Gefecht viel weniger verwundbar war und gegenüber der Bf109F einige bedeutende Vorteile besas. Die FW-190 im KampfeinsatzBis Ende des Jahres hatte das Reichsluftfahrtministerium einen Großauftrag über mehr als 400 Maschinen erteilt, weitere Aufträge folgten und schon bald überstieg die Nachfrage die Produktionskapazität der Werke von Focke-Wulf. Das Luftfahtministerium ordnete deshalb den Bau der 190 in Lizenz durch Arado, Fieseler und Ago an.Die Produktion wurde rasch ausgeweitet, so dass im Frühjahr 1942 bereits 250 Maschinen im im Monat die Werkshallen verliesen. Die ersten Lieferungen gingen an das Jagdgeschwader 26, dass innerhalb von 3 Wochen über drei einsatzbereite 190-Staffeln verfügte. Ihr Auftauchen am Himmel über der Kanalküste kam für die Royal Air Force (RAF) völlig überraschend: die Focke-Wulf war der Spitfire Mark-5 haushoch überlegen und wurde beim Gegner nach einer Reihe beachtlicher Erfolge als "Butcherbird" - wörtlich übersetzt "Schlachtervogel" bekannt. Im Februar 1942 nahm der neue Jäger erstmals an einem Großeinsatz teil - dem Unternehmen "Zerberus". Um 11.00 Uhr in der Nacht zum 12. Februar liefen die beiden Schlachtkreuzer "Scharnhorst" und "Gneisenau" aus dem französichen Hafen Brest aus. In Begleitung des schweren Kreuzers "Prinz Eugen" sollten sich die beiden Großkampfschiffe die Durchfahrt durch die Strasse von Dover erzwingen. Nach der Durchquerung der von England kontrollierten Gewässer sollten sie dann Kurs auf ihren Heimathafen Wilhelmshafen nehmen. In jedem der fünf Abschnitte in der die Strecke unterteilt war, sorgte die Deutsche Luftwaffe für ununterbrochene Deckung aus der Luft, unter dem Kommando von Adolf Galland waren die Focke-Wulf`s des Jagdgeschwaders 26 und die Messerschmitt`s des Jagdgeschwaders 2 für die Strecke zwischen Le Havre und der Rheinmündung zuständig.Von Jever bis Wilhelmshafen wurden die Schiffe von Jägern des Jagdgeschwaders 1 eskortiert. Am 12. Februar, kurz nach Mittag, erspähte ein britischer Aufklärer auf Patrolenflug den deutschen Verband, in den darauf folgenden 24 Stunden wurden die Schiffe von der britischen Küstenartillerie beschossen, etliche male von britischen Schiffen attackiert und wiederholt von Flugzeugen der RAF und der Royal Navy bombadiert - doch es gelang den Verteidigern alle Angriffe abzuwehren Bei einem einzigen Einsatz schossen die Flieger des Jagdgeschwaders 26 sechs Swordfish-Torpedobomber ab, bei der Ankunft in Wilhelmshafen waren die Scharnhorst und die Gneisenau von Minen beschädigt, aber bei einem Verlust von nur vier eigenen Maschinen hatte die Deutsche Luftwaffe nicht weniger als 49 britische Flugzeuge zerstört! Im April 1942 wurde das Jagdgeschwader 2 zum zweiten voll einsatzbereiten Focke-Wulf-Geschwader der Deutschen Luftwaffe. In den nächsten 4 Monaten beherrschte dieses Flugzeug die Westfront und löste bei der RAF zunehmende Besorgnis wegen steigender britischer Verluste aus. Mit Jagdbombervarianten der Focke-Wulf 190 unternahmen die Jagdgeschwader 2 und 26 erfolgreiche Blitzangriffe auf Ziele in England. Bei dem gescheiterten Landungsunternehmen von Bjep brachten es die beiden Geschwader auf eine Abschusszahl von annähernd 100 britischen Flugzeugen. Die britsche Antwort auf fie Focke-Wulf 190 lies nicht lange auf sich warten, bis zum Jahresende hatte Rolls-Royce unter der Bezeichnung "Merlin 61" einen neuen 2-stufigen Ladermotor mit Zwischenkühlung entwickelt. Als er in die langnasige Spitfire Mark-9 eingebaut wurde, entstand eine völlig neue Situation. Obwohl sie ihrer Vorgängerin Mark-5 äuserlich ähnelte, wurd die Mark-9 zur eigentlich entscheidenden Spitfire. Sie war bei Weitem besser als die vorangegangenen Versionen und mit ihrer erheblich gesteigerten Leistungsfähigkeit war sie der Me 109f und der Focke-Wulf 190 mehr als gewachsen. Die FW-190 an der Ostfront Zwei Monate später setze das Jagdgeschader 51 als erste deutsche Einheit die Focke-Wulf 190 an der Ostfront ein, kurze Zeit später folgte das Jagdgeschwader 54 und bis Januar 1943 waren auch alle vier Staffeln des Jagdgeschwaders 51 mit der neuesten Variante "A-4" ausgerüstet. Schon bei ihren ersten Fronteinsätzen fügte die Focke-Wulf den schlechter ausgerüsteten Einheiten der russischen Luftwaffe schwere Verluste bei, Ende Februar schoss das Jagdgeschwader 51 binnen 48 Stunden 89 sowjetische Maschinen ab. In der Schlacht um Kursk, im Juli, zerstörte die Deutsche Luftwaffe weitere 450 feindliche Flugzeuge, doch ungeachtet dieser Erfolge wendete sich das Kriegsglück im Westen allmählich zugunsten der Alliierten. Nach der Konferenz von Casablanca im Januar 1943, weiteten die Amerikaner ihre Bombardements massiv aus. Sowohl der Umfang als auch die Häufigkeit der Angriffe nahmen zu, immer tiefer drangen die viermotorigen Bomber in den Luftraum über dem besetzten Europa ein und drängten die Luftwaffe in die Defensive, ihre Kräfte wurden bis zum Äußersten strabaziert und um der Bedrhung Herr zu werden mussten zahlreiche Luftwaffeneinheiten von anderen Kriegsschauplätzen abgezogen werden. Mittlerweile gab es mindestens 16 Ausstattungsvarianten der Focke-Wulf, so konnte sie mit einem breiten Spektrum spezieller Bewaffnungen oder Ausrüstungen für den Feldeinsatz versehen werden. Jede Variante bestand aus anderen Komponenten und war mit einer "R"-Nummer gekennzeichnet: R1 stand für zwei 50kg Bombenmagazine die unter den Flügeln montiert wurden, R2 und R3 standen für ein paar MK-108, bzw. MK-103 Flügelkanonen, andere Ausrüstungsvarianten beinhalteten unter Anderem Torpedos, Nachtjagdgeräte, so wie zusätzliche Treibstofftanks oder Panzerungen. Speziell für den Einsatz gegen Bomber war jedoch die Variante "R6" gedacht, bestehend aus zwei 20cm Raketenwerfern die unter die Flügel montiert wurden, war sie äuserst erfolgreich im Einsatz gegen die amerikanischen B-17 Bomber - die so genannten "Fliegenden Festungen". 1943 nahm die Intensität der amerikanischen Bombardements weiter zu, so dass zahlreiche 190-Einheiten von anderen Kriegsschauplätzen abgezogen wurden um die Gefahr vom Reich abzuwenden. Die FW-190 an allen kriegsschauplätzen Im Herbst 1943 errang die Deutsche Luftwaffe einige ihrer bedeudensten Siege gegen die amerikanische Bomberstreitmacht: Bei einem Angriff auf Ölanlagen bei Brestji wurden am 1. August 55 schwere Bomber abgeschossen, die unbegleideten Bomber waren in jeder Richtung zwei Stunden lang heftigen Angriffen der deutschen Jäger ausgesetzt. Zwei Wochen später griffen die Amerikaner wichtige Industrieanlagen in Regensburg und Schweinfurt an, beide Ziele lagen weit auserhalb der Reichweite der alliierten Jäger, so dass die ohne Begleitschutz anfliegenden Bomber zwei Stunden lanf heftigen Angriffen der Deutschen Luftwaffe ausgesetzt waren. 60 B-17 wurden beim ersten Angriff am 17. August abgeschossen und fast einen Monat später kehrten weitere 60 Bomber von einem zweiten Einsatz nicht zurück. Die Piloten setzten verschiedene Waffen und Taktiken gegen die Welle um Welle anfliegenden Bomber der Amerikaner und Briten ein, einige Kampfflugzeuge waren unter den Tragflächen mit 21cm Raketen bestückt, andere flogen über den Bombern und warfen 250kg Bomben in die dichten Formationen des Gegners ab. Um die nächtlichen Bomberangriffe der Engländer zu kontern spezialisierten sich drei 190-Geschwader auf eine neue Taktik, die den Namen "Wilde Sau" erhielt: In Zusammenarbeit mit Jägerpiloten und Suchscheinwerfereinheiten wurden einzelne Bomber angeleuchtet und anschliesend zerstört, jedes von einem Suchscheinwerfer erfasste Flugzeug war trotz der Dunkelheit ein leichtes Ziel. Die im Sommer 1943 gebildeten "Wilde Sau"-Einheiten waren durch den Einsatz des "Naxos"-Ziel-Such-Radars höchst erfolgreich, nachdem sie den Luftraum Nachts kontrollierten dehnten sie ihre Operationen auch auf Einsätze bei Tageslicht aus, wenn schlechte Sicht herrschte. Im Laufe des Jahres 1943 erreichte die Deutsche Luftwaffe den Höhepunkt ihrer zahlenmäsigen Stärke während des zweiten Weltkrieges, als das Jahr halb vorbei war verfügte die Luftwaffe über mehr als 6000 Flugzeuge im Fronteinsatz. Die Produktion der Focke-Wulf war entsprechend gestiegen und bis zum Herbst hatten fast 5000 Maschinen die Werkshallen verlassen. Zwischen 1942 und 1944 wurde die Produktion von Militärflugzeugen aller Typen jährlich um 60% ausgeweitet. An der Ostfront, bei der Operation "Zitadelle", wurden die 2000 deutschen Panzer von 8 Jagdgeschwadern unterstützt, die sowohl mit Focke-Wulf 190 als auch mit Bf109 ausgerüstet waren. In einer Woche fast ununterbrochener Kämpfe wurden 50 sowjetische Flugzeuge zerstört, doch trotz dieser Erfolgszahlen blieb der deutsche Vormarsch stecken. Bis 1944 hatte Russland mit deutlich verbesserten Flugzeugtypen nachgerüstet: die neue JAG-3 erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 720km/h und die Stormovik 2-2 bekam einen Heckschützen und zwei 37mm-Kanonen, beide waren der Focke-Wulf und der Messerschmitt in etwa ebenbürtig. Im Februar 1944 nahmen die amerikanischen Bomber ihre Angriffe bei Tageslicht wieder auf, diesmal kamen sie allerdings in Begleitung von Langstreckenjägern. Immer wieder flog die 8. Luftflotte der Amerikaner, deren Hauptziel die deutsche Industrie war, Angriffe auf die Werke von Focke-Wulf, BMW und Messerschmitt. Die Kräfte der Deutschen Luftwaffe waren erneut bis zum äusersten strapaziert, in dem Bemühen das Schlimmste abzuwenden stellte Focke-Wulf eine eigene Werksjägereinheit auf - eine kleine Gruppe von Testpiloten beteiligte sich mit Focke-Wulf 190 Maschinen an der Verteidigung des Bremer Werkes. Kurt Tank selbst war bei mehreren dieser Einsätze mit von der Partie, doch das Luftfahrtministerium war schlieslich so besorgt um seine Sicherheit, dass ihm die weitere Teilnahme untersagt wurde. Mit Fortdauer der Luftangriffe wurden viele fabrikneue Kampfflugzeuge am Boden zerstört, bevor sie überhaupt an die Einheiten für die sie bestimmt waren ausgeliefert werden konnten. In einem Akt der Verzweiflung stellte die Luftwaffe eine weitere Spezialeinheit auf - die so genannten "Rammjäger". Jeder Pilot dieser Einheit erhielt eine Focke-Wulf 190 mit besonders dicker Panzerung, nach kurzer Einweisung in Rammtechniken sollte jeder dieser Piloten mindestens einen alliierten Bomber vom Himmel holen. Unterdessen wurden andere Focke-Wulf Maschinen mit diversen Waffen zur Bomer- und Panzerbekämpfung ausgerüstet, dass SG-116 bestand aus entweder 3 oder 6 MK-103 Kanonen , die senkrecht am oberen Rumpf montiert wurden. Mit der als "Zellendusche" bezeichneten Vorrichtung sollten Bomber abgeschossen werden, in dem direkt von Unten in sie hineingefeuert wurde. Mit Hilfe von Fotozellen wurden die 30mm Kanonen durch den Schatten eines darüber fliegenden Bombers automatisch ausgelöst. Die weitere EntwicklungBei mehr oder weniger gleichwertiger Bewaffnung geben Zahlenverhältnisse und Aggresivität den Ausschlag, die P-51, P-47 und Spitfire 9 brachten aufgrund ihrer großen Überzahl die Wende im Luftkampf über Europa.Während des ganzen Krieges glänzte die FW 190 als besonders vielseitiger Waffenträger, sie eignete sich ideal für Einsätze in niedrigen und mittleren Höhen, doch in Höhen über 6000m war sie wegen ihrer schwachen Motorleistung verhältnismäsig ineffizient. Diesen Mangel versuchte Focke-Wulf durch die Entwicklung von zwei neuen Serien mit stärkeren Motoren abzuhelfen, die Prototypen der "B"-Serie waren mit einem GM-1 Leistungsverstärker ausgerüstet, die der "C"-Serie mit einem Daimler-Benz Triebwerk mit einem Turbolader. Beide Flugzeuge waren mit Druckkabine ausgestattet, sie erwiesen sich jedoch als nicht zuverlässig genug um in Serienfertigung zu gehen. Bis 1944 die "D"-Serie kam, blieb die Flugleistung in großen Höhen ein ständiges Problem - Kurt Tank fand eine ganz andere Lösung: Die JU-88 von Junkers war ein vielseitiger Bomber der mit verschiedenen Motoren flog, darunter auch den Jumo-213. Er sah wegen seiner runden Form wie ein Sternmotor aus - war aber in Wirklichkeit ein V12-Reihenmotor mit kreisförmigen Kühler hinter dem Propeller. Im Gegensatz zu dem Daimler-Benz Motor war das Jumo-Triebwerk keine Mangelware, in einem kühnen Schritt sorgte Tank dafür das die FW-190 mit ihm ausgerüstet wurde. Mit dieser Kombination aus Bombermotor und Jäger begann Focke-Wulf mit der Entwicklung des vielleicht besten Jagdflugzeugs des zweiten Weltkriegs. Um die Maschine auszubalancieren wurde der Rumpf nach hinten um 1,40m verlängert und eine längere Seitenflosse eingebaut. Als der Prototyp im Mai 1944 in Langenhagen seinen Jungfernflug absolvierte, war er sofort ein Erfolg. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 685km/h war er in jeder Höhe schneller als alle andere FW-190 Varianten, er besas eine bessere Steiggeschwindigkeit, konnte schneller beschleunigen und hatte eine deutlich höhere Gipfelhöhe. In Notsituationen steigerte das MW-50 Wassermethanol-Einspritzsystem die Leistung um fast 30%. Insgesamt brachte die neue Variante enorme Verbesserungen gegenüber ihren Vorgängern, im Cottbuser Focke-Wulf Werk wurde die Produktion aufgenommen und schon nach wenigen Wochen wurden die ersten Maschinen an die Jagdgeschwader 54 und 26 ausgeliefert. Es dauerte nicht lange bis die FW-190D von den Piloten die sie flogen, als bestes mit Kolbenmotor ausgerüstetes deutsches Jagdflugzeug aller Zeiten gepriesen wurde, doch im weiteren Verlauf des Jahres wurde die Übermacht der die Deutschen Jägereinheiten gegenüberstanden einfach zu groß. Das Ende der FW-190Am 9. April 1944 wurde das Focke-Wulf Werk in Marienburg von amerikanischen Bombern bei Präzisionsangriffen zu 70% zerstört. Als die Alliierten zwei Monate später in Frankreich landeten stand ihnen eine Streitmacht aus über 4000 Jägern und Jagdbombern zur Verfügung, dieser gewaltigen Luftarmada hatte Deutschland in der Normandie weniger als 300 einsatzbereite Jagdflugzeuge entgegenzusetzen.Aus Angst vor einer zweiten Landung im Bereich des Par-De-Calais blieben Verstärkungen der Luftwaffe zwei weitere Wochen fern und als sie schlieslich eintrafen hatte Berlin befohlen wegen der katastrophalen Treibstoffknappheit nur ein Minimum an Gefechtseinsätzen zu fliegen. Bis zum 20. Juni waren 15 Focke-Wulf Staffeln zum Einsatz an der Invasionsfront herangeführt worden, trotz aller Probleme fügten sie den Alliierten schwere Verluste zu, doch schon bald lagen alle deutschen Flugplätze in Reichweite der Normandie unter alliiertem Dauerfeuer. Innerhalb weniger Wochen verlor die Deutsche Luftwaffe fast 1000 Flugzeuge und als die Alliierten mit ihrem unaufhaltsamen Vormarsch begangen, wurden die verbleibenden deutschen Jägereinheiten zur Verteidigung der deutschen Heimat abgezogen. Im Oktober verkündete Hitler Pläne für einen letzen großangelegten Versuch das Ruder im Westen herumzureißen, mit einem Überraschungsvorstoss durch die Ardennen wollte er einen Keil zwischen die Armeen der Engländer und Amerikaner treiben und zur Küste durchbrechen. Als Auftakt zu dieser Offensive sollte die Luftwaffe den Panzerverbänden, mit einer Serie massiver Angriffe auf alliierte Flugplätze, Deckung geben. Alles wurde genaustens vorbereitet und am 1. Januar 1945 war es dann so weit: 800 Jagdflugzeuge starteten zum Unternehmen "Bodenplatte". Von JU-88 Bombern zu ihren Zielen geleitet, griffen die FW-190 und Me109 nicht weniger als 17 Flugplätze an verschiedenen Orten in Belgien, Frankreich und Holland an. Die schwersten Verluste brachte das Jagdgeschwader 26 dem Gegner bei Ever in der Nähe von Brüssel bei, da der Angriff völlig überraschend kam konnten über 100 alliierte Maschinen am Boden zerstört werden. An anderen Orten waren die Angreifer weniger erfolgreich: Über dem Flugplatz von Ash in Belgien wurden 13 Focke-Wulf`s und 10 Messerschmitt`s von 12 Thunderbolt`s der 487. Jägerstaffel abgeschossen. Eine Spitfirestaffel des 131. Geschwaders schoss bei einem Verlust von nur einer eigenen Maschine 20 weitere deutsche Jäger ab, insgesamt wurden über Gebieten die sich in der hand der Alliierten befanden 93 deutsche Jagdflugzeuge zerstört und als sie Richtung Heimat zurückflogen fielen etliche Weitere dem Feuer der eigenen Flak zum Opfer. Al der Tag zu Ende ging hatten Briten und Amerikaner 250 Maschinen- die Deutschen jedoch über 300 Piloten verloren - das Unternehmen war taktisch ein absoluter Reinfall. Während die Alliierten ihre Flugzeuge binnen weniger Tage durch neue ersetzen konnten, war der Verlust von Piloten und Maschinen für die Deutsche Luftwaffe ein vernichtender Schlag. Bis März 1945 hatten die Russen alle Focke-Wulf Werke im Osten überrannt, die Werke im Westen waren alle stark beschädigt und auch von den Flugplätzen im Reich hatten die Meisten die schweren Bombenangriffe der Alliierten nicht überstanden. Bis Anfang April war die Zahl einsatzbereiter FW-190 Maschinen auf unter 1000 gesunken, als wenige Wochen später der endgültige Zusammenbruch folgte wurden sie von den Alliierten, zusammen mit dem übrigen deutschen Kriegsmaterial, systematisch vernichtet. Im gesamten Gebiet des besetzten Deutschen Reichs gingen Teams des Geheimdienstes der amerikanischen Luftwaffe daran deutsche Technologien exemplarisch zu sichern, bevor sie von Truppen die sich auf dem Rückzug befanden vernichtet werden konnten. Auf diese Weise fielen den alliierten Geheimdiensten auch zahlreiche FW-190 in diversen Varianten zu Auswertungs- und Vergleichszwecken in die Hände. Die FW-190 war ein von den deutschen Jägerpiloten viel bewundertes Flugzeug das seinen guten Ruf, neben seiner Leistungsfähigkeit und Robustheit, auch ihrer Geschwindigkeit und Beweglichkeit verdankte. Technische Daten
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 19. Februar 2010 um 13:07 Uhr |