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| Focke-Wulf Fw 200 C Condor |
Die Planung der Lufthansa zur Erschliesung entfernter Luftverkehrsverbindungen führte 1936 zur Entwicklung des für 26 Passagiere ausgelegten Schnellverkehrsflugzeuges Fw 200. Der freitragende Tiefdecker in Glattblech-Schalenbauweise verfügte zunächst über vier P&W "Hornet", ab dem zweiten Versuchsmuster über vier BMW 132 Sternmotoren. Die Fw 200 V1 absolvierte im Juli 1937 unter Kurt Tank den Erstflug. Das RLM zeigte an der Fw 200 Interesse - zumal die Arbeiten an der He 177 langsam voran gingen. Focke-Wulf baute die Fw 200 V10 zwecks einer militärischen Verwendbarkeit als Seefernaufklärer um. Die Maschine erhielt zwei Luftbildkameras für Senkrecht-Aufnahmen, zusätzlich Treibstoffbehälter im Rumpf und zwei MG 15 als Abwehrbwaffnung. Gleichzeitig sollte die Möglichkeit untersucht werden, die Maschine auch zur Schiffsbekämpfung einzusetzen. Das RLM akzeptierte das entsprechend umgerüstete und als Fw 200 C bezeichnete Flugzeug und gab im September 1939 den Auftrag über eine Kleinserie von 10 Maschinen. Bis Sommer 1940 lief die C-1 Serie mit Bombenabwurfanlage, je ein MG 15 im B1- und B2-Stand, in zwei Rumpffenstern sowie im C-Stand (mit Schussfeld nach hinten unten) an. Auserdem war der Einbau eines MG FF in der Bodenwanne mit Schussrichtung nach vorne unten vorgesehen. An Abwurfwaffen konnten 2100 kg Bomben an den ETC unter den äuseren Motorgondeln, der inneren Tragfläche sowie in - als Bodenwanne ausgelegten - Bombenschacht mitgeführt werden. Durch den zusätzlichen Einbau von Treibstoffbehältern stieg die Reichweite bei einer Reisegeschwindigkeit von 290 km/h auf etwa 4500 km. Die Höchstgeschwindigkeit lag bei 380 km/h in 1600 m Höhe. Die Abflugmasse betrug 22.700 kg, ein Wert, welcher an der äusersten grenze der strukturellen belastbarkeit des Befehlskampfflugzeuges lag. Als Triebwerk fanden vier BMW 132 H-1 Sternmotoren mit 735 kW Leistung verwendung. Neben Erfolgen bei der Bekämpfung alliierter Schiffe diente die Fw 200 C-1 - sowie die mit Ausnahme der Gondeln annähernd baugleiche C-2 - auch Aufklärungszwecken und als Fühlungsbehalter für U-Boote. Mit der Fw 200 C-3 (Musterflugzeug V13) stand ab 1940 eine strukturell verbesserte Version mit leistungsstärkerem BMW-Bramo 323 R-2 Sternmotoren (883 kW) zur Verfügung. Die Waffenstände und der Pilotensitz wurden eingepanzert. Der D-Stand war serienmäsig mit einem MG FF ausgerüstet und der B-1 Stand als Kuppel ausgebildet. Die Ausen-ETC konnten nun maximal zwei SD 1400, PC 1700 oder SC 1800 aufnehmen. Die größte mögliche Abwurflast betrug bei der C-3 - und fast allen späteren C-Ausführungen - 5400 kg. Von dem Langstreckenaufklärer mit vergrößerter Treibstoffzuladung (C-3/U2) wurde nur ein Flugzeug hergestellt. Die Reichweite betrug nach dem Einbau ungeschützter Rumpf-Behälter und Zusatztanks unter dem Ausengondeln 6400 km. Auch die mit "Atlas-Echolot" im Ausenflügel augerüstete C-3/U3 blieb ein Einzelstück. Die Version C-3/U4 verfügte über gepanzerte Zusatztanks im Rumpf und die Möglichkeit, zwei S5 Lufttorpedos an den äuseren ETC`s mitzuführen. Das MG 131 ersetzte das MG 15 im B-Stand, der D_Stand erhielt ein MG 151/20. Die Besatzug bestand aus 7 Mann. Der Umrüstsatz U5 beinhaltete die Verwendung eines MG 151 im A-Stand. Die Fw 200 C-3/U6 wurde in Feldwerften aus der C-3/U4 umgerüstet und besas dann unter anderem eine stärkere Bewaffnung. Der Umbau zur C-3/U7 als Erprobungsträger für das Kehl III fand nicht statt. Die Fw 200 C-3/U8 hatte eine stärkere Bewaffnung und zusätzliche Treibstoffbehälter in der Bodenwanne. Die Umrüstung erfolgte wiederum truppenseitig. Die C-3/U9 stellte - ebenso wie beiden gebauten C-4/U1 und U2 - ein bewaffnetes Reiseflugzeug für Mitglieder der Reichsregierung dar. In die Fw 200 C-4/U3 erfolgte der Einbau des Radar-Sichgerätes "Rostock". Kurze Zeit später wurde es durch das FuG 200 "hohentwiel" ersetzt. Insbesondere Maschinen des Typs Fw 200 C-4 erhielten diese Ausrüstung. Zusätzlich verstärkte man die Abwehrbewaffnung durch den Einsatz der HDL 151 mit MG 151 im B1-Drehturm. D30 mit MG 131 im B2-Stand, MG 15 im C-Stand, L 151 mit MG 151 im D-Stand sowie MG 15 in zwei Seitenfenstern. Die Höchstgeschwindigkeit betrug in 4600 m Höhe 410 km/h, die Reichweite bis 4800 km, die Gipfelhähe maximal 8400 m. Die Langstreckenversion U4 kam nicht zur Ausführung. Mit der Fw 200 C-5 stand ab 1943 ein Trägerflugzeug für zwei Hs 293 Gleitbomben, FuG 203a "Kehl" und verstärkter Bewaffnunf im Seiten- und C_Stand zur Verfügung. Bei der C-5/U1 wurde der B-STand geändert. Due U2 erheilt eine verstärkte Panzerung gegenüber der C-4 Serie. Die verbesserte C-6 Reihe hätte ein FuG 203b Sendegerät für die Gleitbombensteuerung sowie das FuG 200 Schiffssuchgerät besessen. Mit geänderter Bodenwanne, um für eine bessere Sicht des Lenkschützen zu sorgen, wurd edie der C-4 Serie entsprechenden Fw 200 C-( entwickelt. Bis februar 1944 lieferte Focke-Wulf über 260 Kampfflugzeuge Fw 200 C aus. Diese Maschinen trugen die Hauptlast beim kampf gegen alliierte Schiffskonvois im Atlantik. Selbst Churchill zollte diesen Focke-"Wölfen" seine Anerkennung als größte Gefahr für die englichen Seeverbindungen.
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 19. Februar 2010 um 13:12 Uhr | ||||||||||||||||||||||||