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| Heinkel He 115 |
Das See-Mehrzweckflugzeug Heinkel He 115 entstand Ende 1937 und war als Nachfolgemuster für die bisher bewährte, aber mittlerweile veraltete He 59 gedacht. Während die He 59 für spezielle Einsätze wie den Seenotrettungsdienst noch gute Dienste leistete, war sie als Kampfflugzeug zu langsam und nicht wendig genug. Daher wurde nach den damals neuesten Erkenntnissen der Aerodynamik die Heinkel He 115 als schnelles Kampf- und Bomberflugzeug für Operationen über See entwickelt.Nach der Erprobung einiger Versuchsmuster wurden die Versionen He 115 A-O Anfang 1938 zur Einsatzerprobung an die Luftwaffe geliefert. Anschließend erhielt die Luftwaffe speziell für Torpedoeinsätze die verbesserte Ausführung He 115 A-1 zur Ergänzung der bereits gelieferten 10 Vorserienflugzeuge. Am 20. März 1938 stellte die He 115 (eine speziell modifizierte V-Version) in ihrer Klasse acht Geschwindigkeitsrekorde auf und erreichte über 1.000 und 2.000 km Strecke mit verschiedenen Zuladungen 328 km/h. Dadurch wurde auch das Ausland auf die He 115 aufmerksam und zeigte großes Interesse an der He 115. Für Exportzwecke wurde dann die A-2 Serie gebaut, die sich nur unwesentlich von der an die deutsche Luftwaffe gelieferte A-1 Serie unterschied. Schweden und Norwegen erhielten speziell umgerüstete Einsatzflugzeuge für Aufklärungsflüge mit einem Rüstsatz für Torpedoeinsätze. Die B-Serie Ab Mitte 1938 lief der Serienbau der He 115 A-3 für die Luftwaffe an. Dieser folgte die B-1 Serie mit strukturellen Verbesserungen für erhöhte Zuladung. Die He 115 B-1 wurde hauptsächlich als Frontmuster verwendet um kam im nördlichen Operationsgebiet zum Einsatz. Bei den Kämpfen in Norwegen standen sich auf beiden Seiten He 115 gegenüber, als die an Norwegen gelieferten Flugzeuge einen letzten Gegenangriff gegen die deutschen Landungsstützpunkte flogen. Einige der norwegischen He 115 wurden nach England überflogen und kamen im Mittelmeerraum vereinzelt zum Einsatz. Besonders hat sich die die hochseefähige und robuste He 115 bei Einsätzen als Minenleger bewährt. Obwohl das deutsche Interesse an Seeflugzeugen nachließ, blieb die He 115 weiter in der Fertigung. Rüstsätze Für den Eismeereinsatz erhielt die He 115 B-2 Serie Eiskufen unter den Schwimmern, entsprach aber sonst der B-1 Serie. Der Einsatzzweck der B-1 und B-2 Serie wurde durch Rüstsätze gekennzeichnet, die im Fronteinsatz wahlweise zum Einbau kamen. Als Aufklärungsflugzeug mit zwei Luftbildgeräten flog die He 115 B-1/R-1. Die Zusatzbezeichnung R2 kennzeichnete die He 115 B-1 oder B-2 als Kampfflugzeug mit einer Bombenlast von einer 500 kg schweren SC 500 oder SD 500 Sprengbombe. Der Rüstsatz R3 betraf die Ausrüstung mit Abwurfvorrichtungen für die Luftminen LMA III (500 kg) und LMB III (920 kg). Letztere Abwurflast kam nur in Flugzeugen an der Eismeerfront zum Einsatz. Gelegentlich flogen auch einige Flugzeuge Geleitschutz für Schiffseinheiten mit Vernebelungsgeräten SV 300 (Rüstsatz R4). Flugzeuge mit dieser Ausrüstung waren im Mittelmeerraum stationiert und sicherten die Nachschubwege nach Afrika. Als die Schlacht um England ihren Höhepunkt erreichte, waren He 115 Maschinen in Kooperation mit U-Booten bei Geleitzugangriffen im Ärmelkanal beteiligt. In der Standardausrüstung flog die He 115 jedoch hauptsächlich als Torpedoflugzeug mit einem Torpedo LTF 5 oder LTF 6b. Die relativ schwache Abwehrbewaffnung mit einem beweglichen MG 15 in der vorderen Glaskanzel (A-Stand) und einem weiteren MG 15 im B-Stand oberhalb der Tragflächenhinterkante wurde erst in den folgenden Serien verbessert, die noch bis Kriegsende zum Einsatz kamen. Im konstruktiven Aufbau waren fast alle He 115-Serien gleich. Mit zwei BMW 132 K Sternmotoren von je 960 PS Leistung ausgerüstet, erreichte der Ganzmetallmitteldecker eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Das einstufig gekielte Schwimmerwerk war wie auch die übrige Zelle aus Leichtmetall gefertigt und in einzelne Kammern aufgeteilt, um das Flugzeug bei Beschädigung der Schwimmer schwimmfähig zu halten. Insgesamt wurden über 300 He 115 gebaut.
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. Juli 2010 um 16:23 Uhr | ||||||||||||||||||||||||