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| Junkers Ju 290 |
Die mit vier BMW 801 Triebwerken ausgelegte Ju 290 stellte die konsequente Weiterentwicklung der Ju 90 dar und diente als Großraumtransporter, Fernaufklärer und Fernkampfflugzeug.Die Maschine sollte zusammen mit der sechsmotorigen Ju 390 die veraltete Fw 200 über dem Atlantik und in der Biskaya als Aufklärer ablösen. Wegen der nur in geringer Stückzahl aufgelegten Serie - insgesamt wurden weniger als 50 Ju 290 und vermutlich 2 Ju 390 gebaut - blieb diese Aufgabe unlösbar. Die geplante Ju 290 B sollte als Fernbomber und Lenkwaffenträger zum Einsatz kommen. Die Erprobung hierfür begann ab 1943 mit der A-5, A-7 und A-8. Die vom Dipl.-Ing. Berhard Cruse entworfene Ju 290 war zunächst als Langstreckenkampfflugzeug mit großem ladevolumen geplant. jedoch führte der Mangel an Fernaufklärern, die mit den U-Booten zusammen arbeiten sollten, bereits im Sommer 1942 zum Wunsch nach einer stark bewaffneten Ju 290 als Aufklärer und "Fühlungshalter" an den alliierten Konvois. Daher wurden 1943 die ersten drei bereits ausgelieferten und als Transportflugzeuge im Einsatz befindlichen Ju 290 wieder zurückbeordert und zusammen mit drei weiteren Ju 290 - bis Spätsommer 1943 - als fernauflärer umgerüstet. Ab der siebten maschine erfolgte die Auslieferung der Ju 290 als Fernaufklärer mit starker Bwaffnung, deren Reichweite mehr als 5000 km betrug. Bis Ende 1943 wurden mindestens weitere 12 Ju 290 fertig gestellt. Jedoch befanden sich der Hersteller mit 2 Maschinen im Lieferrückstand. Drei weitere Ju 290 sollten als "Seefernstaufklärer" mit nochmals vergrößerter Tankanlage bei Junkers entstehen. Bis Juni 1944 konnten 20 Ju 290 A gebaut und ausgeliefert werden. Hitler sprach sich nun dafür aus, einige dieser maschinen für "Fernsteinsätze" bereitzustellen. In der fortgeschrittenen Planung befand sich dafür auch eine Version mit vier BMW 801 D und 203,6 m² Fläche. Infolge reduzierter Waffenanlage konnte die Reichweite nochmals um 1500 km gesteigert werden. Ebenso wurde die Möglichkeit der Luftbetankung zwischen zwei Ju 290 diskutiert, um Aufklärungsflüge und Angriffe entlang der Trans-Sibirischen Eisenbahn, Transportflüge nach Japan und Einsätze gegen Nachschublinien in Afrika durchführen zu können. Erste erfolgreiche Versuche mit der Luftbetanktung hatten bei der Lufthansa schon in den Zwanziger Jahren statt gefunden. Im November 1943 erfolgten dann Auftankversuche in der Luft zwischen einer Ju 290 A-4 (Werk-Nr. 110169) und Ju 290 A-5 (Werk-Nr. 110170). Neben der Lufthansa - sie setzte die Ju 290 bis April 1945 für Linienflüge auf der K 22-Route (Deutschland-Spanien-Portugal) ein - besasen auch die Fernaufklärungsgruppe 5, die Lufttransportstaffel LTS 290 und das KG 200 Maschinen des Typs Ju 290 A. Bei der FAG 5 sollte auch die Ju 290 A-5 mit drei PC 1400 X oder Hs 293/294 ab Februar 1945 eingesetzt werden. Die Erfahrungen beim Einsatz der Ju 290 über dem Atlantik zeigten bis Sommer 1944, dass auch bei der Weiterentwicklung des aktiven und passiven Schutzes dies Musters die gestellten Aufgaben künftig nicht mehr erfüllt werden konnten. Das Geschindigkeitsniveau der Ju 290 A-7 und der nach Lieferplan im Sommer 1944 vorgesehenen - aber nicht zur Ausführung kommenden - B-Serie lag in Volldruckhöhe bei 450 km/h; bei einer Reichweite von 5500 betrug die Reisegeschwindigkeit 330 km/h. Die sechsmotorige Ju 390 sollte bei einer errechneten Reichweite von 10.000 km eine maximale Geschwindigkeit von 500 km/h erreichen, wobei die Resiegeschwindigkeit im Bereich von 350 km/h lag. Diese Leistungen mussten jedoch für den weiteren Kriegsverlauf als völlig unzureichend angesehen werden. Flugzeuge dieser Leustingsklasse konnten sich selbst bei schwerster Abwehrbewaffnung nur durchsetzen, sofern sin in größeren verbänden flogen. Dies war mangels Ausbringungen einer größeren Anzahl unmöglich. Es musste daher - unter Beibehaltung der für die Atlantikaufklärung notwendigen Reichweite - eine Leistungsteigerung in geschwindigkeit und Höhe angestrebt werden. Der Chef GL/C-E (Amtsgruppe Entwickung) schlug daher Mitte Juni 1944 das Auslaufen der Fertigung der Ju 290 und die Streichung der Ju 390 vor. Bereits im September des gleichen jahres erfolgte die Produktionseinstellung. Als Zwischenlösung sollte die Heinkel He 117 eingesetzt werden, die bei einer Reichweite von 5400 km eine höhere geschwindigkeit besas. Die durch die Produktionseinstellung frei gewordenen Kapazität plante man der Ju 388 und Ju488 zuzuweisen, welche unter Verzicht auf eine übermäsig starke Bwaffnunf Geschwindigkeiten über 690 km/h erzielten. Eine weitere Geschwindigkeitssteigerung auf über 700 km/h erhoffte die Entwicklungsabteilung vom Projekt Hütter 211, bei dem Bauteile aus der Ju 388 - und He 219-Fertigung verwendet werden sollten. Bis zum Greifen dieser Masnahme wollte man 18 bis 20 Me 264 montieren und zum Einsatz bringen. Ein Vorhaben, dass bereits im Ansatz scheitern musste.
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 20. Februar 2010 um 11:59 Uhr | ||||||||||||||||||||||