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Wohin auch immer Hitler seine Armeen entsandte, die furchteregenden Sturzkapfbomber kämpften immer an forderster Front. Überraschend ist jedoch das, obwohl tausende dieser Maschinen gebaut wurde, nie mehr als 400 Stukas gleichzeitig einsatzbereit waren. Trotz dieser relativ geringen Stückzahl haben die Stukas die Erinnerungen an den 2. Weltkrieg entscheidend geprägt. Ungeachtet der technischen Überlegenheit anderer Maschinen, sind die Stukas zum Synonym der deutschen Luftwaffe geworden. Ansich galten die Stukas, die bereits seit 1935 im Einsatz waren, beim Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 als veraltet, doch der Geschwaderkommandeur Wolfgang von Richthofen war überzeugt davon, dass seine Kampfflugzeuge von großem Nutzen sein würden. Richthofen, anfangs einer der zahllosen Gegener der Sturzkampfbomber, war seit dem spanischen Bürgerkrieg , als der "Legion Condor" nur wenige Maschinen zur Verfügung standen, von der tödlichen Präzision der Stukas fest überzeugt. Er setzte eine Gnadenfrist für seine Maschinen durch - und diese flogen weitere 6 Jahre den ganzen Krieg hindurch.
Die Maschinen und ihre Piloten Der unschätzbare Vorteil der Stukas war ihre Präzision beim Angriff. Die konventionellen Bomber jener Tage warfen ihre Bomben aus großer Höhe ab, die Zielerfassung war ungenau, die Trefferfolge indessen nur gering. Stukas dagegen platzierten ihre Bomben mit einer sehr viel größeren Genauigkeit, dank eines speziellen Kontrollmechanismus konnten die Maschinen im Sturzflug so tief abtauchen das sie ihre Bomben fast direkt bis ins Ziel brachten. Die abgewinklten Tragflächen garantierten ausgezeichnete Sicht. Doch die Stukas hatten eine Archillesverse, sie waren sehr langsam und schwerfällig - und damit nahezu wehrlos gegen moderne Jäger wie Spitfires oder Hurricanes. So kam es während des Krieges durchaus zu Situationen in denen dieser Nachteil zum Fluch für die deutsche Luftwaffe wurde. Der Luftkampf stellt ohnehin hohe Anforderungen an die Piloten, doch die Stukabesatzungen mussten extrem Fit sein: beim Abbruch des Sturzfluges waren die beiden Besatzungsmitglieder einer Belastung ausgesetzt, die dem fünffachen der Erdanziehung entspricht. Das Blut wurde aus der Netzhaut und dem gehirn gepresst, was häufig zu einer vorrübergehenden Erblundung und zu Ohnmachten führte. Es stellte sich jedoch heraus das kleine, stämmige Piloten mitte 30 bis mitte 40 den extrem Fliehkräften eines Sturzflugangriffs gewachsen waren. Um auch während der kritischen Phase die Kontrolle über die Maschine zu gewährleisten, waren die Stukas mit einer besonderen Sturzflugautomatik, so wie einem Bombenabwurfmechanismus ausgerüstet. Abgesehen davon waren die Kontrollinstrumente an Board eher simpel, die ersten Modelle hatten auser einem Kompass kaum Instrumente an Board. Die Stukas waren bewaffnet mit 2 starren Maschinengewehren in Flugrichtung und einem dritten, nach hinten ausgerichteten Maschinengewehr, dass vom Navigator bedient wurde, der mit dem Rücken zur Flugrichtung SAß. Gebremst durch die Last der Bomben kam die Stukas auf eine Höchstgeschwindigkeit von 400km dem Rücken zur Flugrichtung SAß. Die Maschine wurde entweder bestückt mit einer 1.000kg Bombe unter dem Treibstofftank oder mit einer 500kg Bombe und 4 kleineren Bomben unter den Tragflächen. Polen 1939 Der Beginn des 2. Welkrieges, 200 Jäger, 650 Bomber und mehr als 250 Stukas flogen im Morgengrauen ostwärts. Es waren 3 Maschinen des Stukageschwaders I die die ersten Bomben des Krieges über Polen abwarfen und eine Maschine des Stukageschwaders II schoss die erste feindliche Maschine ab. Oberstes Ziel der Luftwaffe war es, die kleine polnische Luftstreitmacht möglichst am Boden zu zerstören, damit die Stukas und die Mittelstreckenbomber unbehelligt ihre tödliche Fracht abladen konnten. Am Ende des ersten Tages hatte die Luftwaffe nur 14 Maschinen verloren, dafür war bereits die Hälfte der polnischen Flugzeuge zerstört. Die Luftwaffe strebte die Lufthoheit über Polen an, damit die Stukas ungestört Kommunikationsysteme, Knotenpunkte auf Strassen und Eisenbahnlinien, Versorgungsdepots und Reserveeinheiten angreifen konnten. Auf ihrem Vormarsch richten die Deutschen behelfsmäsige Landebahnen ein, von denen aus die Stukas kurz hinter der Front operierten. Alle größeren Verbände wurden von verbindungsoffizieren unterstützt, die in direktem Funkkontakt zu ihren Maschinen standen. Dieses hohe Maß an Zusammenarbeit zwischen Wehrmacht und Luftwaffe war Neuland für die Deutschen, erwies sich aber als ungeheuer effektiv. Neben den Stukas setzten die Deutschen auch den veralteten Doppeldecker "Henschel HS-123" ein, man baute darauf das das hohe Krieschen der Maschinen im Sturzflug, den Gegner am Boden in Angst und schrecken versetzen würde.- das Ziel war Terror, nicht etwa Zerstörung. Zudem fanden die Deutschen schnell heraus das bei anhaltendem Bombardement von Dörfern und Städten die flüchtenden Zivilisten den Truppenbewegungen der polnischen Armee empfindlich in die Quere kamen. Warschau war von den Deutschen eingekesselt, die polnischen Verteidiger leisteten heftig, aber erfolglos, Widerstand, der Beschuss durch schwere Artillerie und das Bombardement aus der Luft legten die Hauptstadt in Schutt und Asche. Am 29. September war der Widerstand gebrochen und Polen hötte auf als Staat zu existieren. Ein neues Wort war geboren: Blitzkrieg! Die Deutschen erwiesen sich als Meister dieser mächtigen Taktik, für Hitler war es ein Triumph und man war sich einig das die Stukas an diesem Feldzug entscheidend Anteil gehabt hatten - ein Erfolg der angesichts der wenigen Maschinen überwältigend war. Aus militärischer Sicht waren die Verluste gering: 31 Maschinen verloren, haupsächlich durch Kanonen. Dem Siegeszug folgt eine großzügige Verleihung von Medallien und Ehrungen, Göring der Luftwaffenkommandeur erstrahlt in neuem Glanz. Der Aufstieg der Luftwaffe von 1933 bis 1940 war ein gewaltiger Erfolg. Da der Vertrag von Versailles den Bau von kampfflugzeugen untersagt hatte, waren Firmen wie "Junkers", "Heinkel" und "Dornier" auf Fabriken im Ausland ausgewichen. Die "Junkers 87" war 1933 von Herman Pohlman konstruirt worden, die unverwechselbar gebogenen Tragflächen erlaubten ein extrem kurzes Fahrwerk, was den Luftwiderstand entscheidend verringerte. Nachdem Pohlman im Januar 1935 einen Konstruktionswettbewerb für Sturzkampfbomber gewonnen hatte, konnte bereits im September der erste Prototyp starten, angetrieben von einem Rolls-Royce Motor. Bei Ausbruch des Krieges verfügte die Maschine über einen 1.100 PS Umo-21 Motor, sowie eine Leichtmetallverschalung am Fahrgestell. Frankreich 1940 Während der Vorbereitungen für den Frankreichfeldzug wurde die Kampfbereitschaft der Stukaschwadronen perfektioniert und der Glanz der die Maschinen umgab sorgte dafür das sich ständig neue Freiwillige als Piloten meldeten. Die Kunst des Blitzkriegs beherrschten die Deutschen nun im Frankreichfeldzug auf beängstigend hohen Niveau. Der zentrale Aspekt des Blitzkriegs war der übermächtige Aufmarsch der eigenen Truppen an einem Punkt an dem es der Feind am allerwenigsten erwartete. Im Polenfeldzug hatten die Deutschen erkannt das der blose Klang einer Maschine im Sturzflug Angst und Schrekcen verbreitete, nun waren die Maschinen zusätzlich mit Sirenen ausgerüstet, die als die "Trompeten von Jericho" berühmt wurden. Wahrscheinlich war kein Attribut in der Geschichte der Kriegskunst derart simpel und gleichzeitig so furchteinflösend. Das hohe Heulen der Maschinen erschreckte meist auch die eigenen Soldaten. Trotz der Explosionen von Bomben und Granaten war das Geheul immer zu hören, die Franzosen sahen sich einer Tortur ausgesetzt, die das Erträgliche weit überstieg. Die Stukas operierten unter starkem Jägerschutz abermals an vorderster Front, dass enorme Tempo des Vormarsches hatte zur Folge das die Maschinen beinahe täglich von neuen, eilig improvisierten, Flugfeldern starten mussten. Spezielle LKW legten Telefonkabel von bis zu 50km Länge in der Stunde um den Kontakt zum Hauptquartier aufrecht zu erhalten. Treibstoff und Munition wurde von Junkers Transportmaschinen pausenlos eingeflogen. Hinter den Linien der Alliierten herrschte Chaos, die Strassen waren verstopft mit Flüchtlingen die die Truppenbewegungen der Franzosen und Briten strak behinderten. In dieser Situation verursachte der blose Anblick der unverkennbaren Stukas schon Panik. Die Briten sahen sich aufgrund der aussichtslosen Lage gezwungen ihre Truppen abzuziehen, die Stukas verzeichneten zunächst große Erfolge bei der Bombadierung der abrückenden Soldaten, insbesondere die kleineren Maschinen, doch als die ersten Bomben auf den Strand fielen schluckte der Sand den Großteil ihrer Sprenkraft. Über Dünkirchen stießen die Stukas erstmals auf ernsthaften Widerstand: der Großtel der RAF war zur Verteidigung Englands auf der Insel verblieben, nun tauchten Schwadronen von Spitfires und Hurricanes über dem Kanal auf um die Stukas zu attackieren. Die britischen Jäger konnten nur kurze Zeit über dem französichen festland operieren, doch diese zeit reichte aus um die Verwundbarkeit aller Stukas zu offenbaren, die ohne Jägergeleit unterwegs waren. Nach der Kapitulation Frankreichs wurde der Sieg Deutschlands lange und ausgiebig gefeiert, die Stukapiloten waren große Helden, von nun an zählten sie zu einer neuen, ruhmreichen Elite. Goebbels erkannte schnell den Wert der Blitzkriegsiege und schon bald begeisterten Filme das deutsche Volk die von den Stukaschwadronen und deren Erfolg schwärmten.
Der Kanal 1940 Am 10.Juli kam es zum ersten Gefecht über dem Kanal, als Stukas zwei Zerstörer der britischen Navy schwer beschädigten. In den folgenden Wochen erklangen die "Trompeten von Jericho" laut und häufig, Schiffe der britischen Küstenpatrolie wurden wiederholt getroffen und die Zerstörerbasis im Hafen von Dover wurde ebenso angegriffen wie auch andere Häfen. Alle Stukapiltoen verfügten über eine besondere Ausbildung im Kampf gegen schwimmende Objekte, das einschätzen der Höhe war über dem Meer extrem schwer, besonders wenn die See ruhig war. Piltoen die auf dem Wasser notlanden mussten standen vor einem unerfreulichen Dillemma: beim Notwassern zug das starre Fahrwerk die Nase der Maschine mit Macht in die Tiefe, der Tod war unausweichlich. Stieg die Mannschaft mit dem Schleudersitz aus, blieben das Schlauchboot und die Notausrüstung in der Maschine. Die Schiffe der britischen Marine wurden nahezu vollständig vernichtet, die Verluste der Stukas war im Vergleich Gering zum Schaden den sie anrichteten. Ende Juli sah sich die britische Admiralität gezwungen ihren Zerstörern das Befahren des Kanals am Tage zu untersagen, was von der Flotte in Dover übrig geblieben war wurde in Häfen verlegt die auserhalb des vermuteten Invasionsbereich lagen. Die Stukas hatten die Aufgabe erfüllt für die sie konzipiert worden waren, doch dann traf Göring die folgenschwere Entscheidung die Stukas als strategische und nicht als taktische Waffe einzusetzen - eine Aufgabe für die diese Maschinen absolut ungeeignet waren.
Die Luftschlacht um England Gegen die Hurricanes und Spitfires der RAF waren die Stukas hoffnungslos unterlegen, in Bezug auf Geschwindigkeit, Panzerung und Bewaffnung. Normalerweise verfügte das Cockpit über keinen schützenden Panzer, diese Schwäche war den britischen Jägerpiloten durchaus bekannt. Während des Frankreichfeldzuges hatten sich einige Curtis-Hawks der französichen Luftwaffe ein Gefecht mit einem Stukaverband geliefert, der eine französiche Stellung in den Ardennen angriff, und dabei 16 Maschinen zertört. Wann immer nun die Stukas ohne ein starkes Jägergeleit angetroffen wurden, kam es unausweichlcih zu einem Massaker. Die britischen Piloten feierten nichts lieber als das was sie eine "Stuka-Party" nannten. Anfang August hatten die Veruste allarmierende Ausmaße angenommen und so beorderte Göring persönlich die Stukas von der vordersten Front zurück, sie wurden in die Gegend von Calais verlegt wo die Maschinen vor der Invasion gewartet und neu formiert werden sollten. Diese Entwicklung war auch für General Ernst Uded ein schwerer Schlag, seines Zeichens ein Fliegeras aus dem ersten Weltkrieg und Kommandeur bei der Luftwaffe. Udends Bewunderung für die amerikanischen Curtis-Sturzkampfbomber hatte zur Enticklung einer ähnlichen Maschine für das deutsche Reich geführt, doch bereits 1940 hatte dieser Typ als technisch überholt gegolten und das Luftwaffenkommando hatte geplant dies Maschinen Anfang 1941 auser Dienst zu stellen. Andererseits hatten sie, trotz erheblicher Verluste bei der Schlacht um England, für große Erfolge gesorgt, somit wurden weitere Stukas gebaut und obwohl die späteren Typen zahlreiche Verbesserungen aufwiesen , blieb das Konzept unverändert. Für die unterschiedlichsten Anforderungen wurden spezielle Modelle konzipiert, einige 87B-Versionen wurden für den Einsatz in Schnee und Eis mit Kufen ausgerüstet, für den Einsatz in der Wüste erhielten die 87BR-Tropisch Filter für die Kompressoren, die 87R-Langstreckenversion verfügte über eine spezielle Funkanlage, so wie zwei zusätzliche 300Liter-Tanks die an die Tragflächen montiert waren. Die Leistungen der Stukas begeisterten viele in der Luftwaffe und infolge dessen wurde auch die zweimotorige "Junkers 88" zum Sturzkampfbomber umgerüstet. Am erstaunlichsten aber ist die Tatsache das viermotorige "Heinkel 177" neben anderen Veränderungen ebenfalls für den Einsatz als Sturzkampfbomber umgebaut wurde. Die Begeisterung der jungen deutschen Piloten für die Stukas war nachwievor ungebrochen. Stukapiloten wie der berühmte Hans-Ullrich Rudel wurden zu Nationalhelden, Pilot und Maschine über die Maßen verehrt.
Der Mittelmeerraum Nach den Einsätzen an der Westfront waren es die Kriegsschauplätze im Mittelmeerraum und in Nordafrika an denen die Stukas als nächstes eingesetzt wurden. Starke Einheiten der Luftwaffe, deren wesentlicher bestandteil Stukas waren, wurden Ende 1940 nach Sizilien und Rom verlegt. Das 10. Luftwaffenchor begann sofort mit Störmanövern gegen britische Kriegsschiffe und Verbände. Mit einer brilliant geplanten und ausgeführten Attacke zerstörten Stukas die "HMS Elastrious" - den einzig verfügbaren Flugzeugträger der britischen Marine im Mittelmeer. Damit hatten die Briten in dieser Region die Kontrolle verloren, ihre Operationen beschänkten sie in den beiden folgenden Jahren auf die sogenannten "Stuka-freien-Zonen" - auf Gebiete die auser Rechweite der Stukas lagen.
Nordafrika 1941 Rommels Truppen profitierten massiv von der Unterstützung des Luftwaffenchors "Afrika", dass über 50 Stukas verfügte. Durch den Wüstensand kam es zu mehr Ausfällen als durch Feindeinwirkung. Da der Hauptteil der britischen Jäger in England zur Verteidigung der Insel stationiert war, stiesen die deutschen Piloten nur auf geringen Widerstand. Wochenlang zermürbten die Stukas die Festung Tobruk mit täglichen Angriffen - bis die Festung fiel.
Nordafrika 1942/43 Da auf der britischen Insel die Gefahr einer deutschen Invasion vorerst gebannt war, konnten Jäger der RAF in die Wüste entsandt werden. Für die verwundbaren Stukas wurde es dadurch zu gefährlich weiterhin auf die bewährte Weise zu operieren. Durch den schnellen Vormarsch Rommels und die großen Distanzen hatte die Luftwaffe logistische Probleme mt der Treibstoffversorgung, viele Maschinen waren aus dem Mittelmeerraum für den Einsatz an anderen Fronten abgezogen worden. Durch die übermächtige Anzahl britischer Truppen und Flugzeuge wurde das Afrikakorps im Oktober 1942 entscheidend geschlagen. Balkan 1941 600 Maschinen der deutschen Luftwaffe, darunter 2 Stukastaffeln, waren auf dem Balkan im Einsatz, die Gegenwehr in der Luft war gering. Die Stukas griffen unterstützt von Me109-Verbänden Dörfer, Strassen, Kollonnen, Eisenbahnstrecken, Brücken, Panzer und Geschützstellungen an - die Folgen waren verheerend: Nach nur 12 Tagen war die jugoslawische Armee am Ende. Die Griechen leisteten bis Ende Mai Widerstand, die zurückgetriebenen englischen Verbände wurden auf die Insel Kreta verlegt, kurz darauf urde auch diese Insel Ziel schwerer Luftangriffe. Während der Evakuierung wurden die britischen Schiffe gnadenlos bombadiert, 4 Hurricane-Staffeln waren binnen kürzester Zeit vernichtet, Stukas versenkten den Truppentransporter "Slamet" so wie die Zerstörer "Diamond" und "Ryaneck", 260 Mann liesen auf dem Kreuzer "O`Ryan" ihr Leben. Nach dem Fall von Krate flogen Stukas und Bomber eine Großoffensive gegen Malta, die letzte Stellung der Briten im Mittelmeer, sowie gegen die Versorgungverbände die die belagerte Insel ansteuerten.
Russland 1941 Die deutsche Luftwaffe verfügte zu Beginn des Russlandfeldzuges über weniger Maschinen als im Frankreichfeldzug. Hitlers "Befehl 21" bedeutete für die Luftwaffe erst die Lufthoheit zu gewinnen und dann dir Bodentruppen zu unterstützen. 70% der sovietischen Maschinen an forderster Front wurden am Boden zerstört: sie standen Tragfläche an Tragfläche auf den Flugfeldern und boten somit ein perfektes Ziel. Deutsche Bomber und Stukas errangen damit ihren größten Erfolg. Am Abend des ersten Tages waren 1.811 sovietische Maschinen zerstört, die meisten davon am Boden. Innerhalb einer Woche waren bereits über 4.000 gegnerische Maschinen abgeschossen, die Deutschen verloren nur 35 Maschinen. Nach dem die Lufthoheit im Handstreich gesichert war spielten die Stukas ein weiteres mal eine wesentliche, taktische Rolle. Vor den deutschen Stosstrupps steuerten sie Ziel um Ziel an, die Überlandleitungen, auf die die rote Armee unbedingt angewiesen war, fielen den Angriffen zum Opfer. Das Zusammenspiel zwischen Panzern und Stukas funktionierte mit tödlicher Präzsion, Verbindungsoffiziere der Luftwaffe die über Funk verfügten, spielten bei den Angriffen eine entscheidente Rolle: wann immer es nötig war wurden Stukas an die Front beordert um das Blatt zu Gunsten der Deutschen zu wenden. Obwohl sich die eigenen Verluste in Grenzen hielten, hatte die Luftwaffe nie zuvor einen derart lang andauernten Feldzug unterstützen müssen. Der mechanische Verschleiss und die pausenlosen Einsätze schwächten die Kampfkraft und für den Nachschub wurden die Wege immer länger. Die Stukabesatzungen hatten keine festen Dienstpläne, sie flogen Woche für Woche 6 und mehr Einsätze pro Tag. Durch den hereinbrechenden Winter mühte sich das Bodenpersonal die Maschinen Einsatzbereit zu halten, die Motoren musste alle halbe Stunde gestartet und aufgewärmt werden. Die Deutschen hatten Leningrad eingeschlossen, doch die Verteidiger erhielten massive Artillerieunterstützung durch die baltische Flotte, die vor der Küste vor Anker lag. Diese Schiffe sollten Stukas angreifen und Hans-Ullrich Rudel gelang es tatsächlich einen direkten Treffer auf dem Kampfschiff "Mara" zu landen, der dem Schiff mit seinen 23.000 BRT den Bug wegriss. Rudel lies seine Maschine meist länger und tiefer im Sturzflug abtauchen als seine Kameraden, dadurch gelang es ihm trotz heftigster Gegenwehr der Flak dieses Schiff seiner schier endlosen Liste von Panzerabschüssen hinzuzufügen.
Russland 1941/42 In Sevastopol wurden Stukas eingesetzt um den Hafen zu Bomadieren. In Kursk wurden einige Stukas zum Einsatz gegen sovietische Panzer umgerüstet, eine dieser Maschinen flog Hans Rudel, der damit seine ausergewöhnliche Karriere als Panzerzerstörer fortsetzen konnte. Die JU-87G "Panzerzerstörer" war mit zwei 37mm-FlaK-18 Kanonen unter den Tragflächen ausgerüstet und erwies sich als äuserst erfolgreich. Ihre ausergwöhnliche Erscheinung brachte der Maschine schnell die Spitznamen "Stuka mit den langen Stangen" und "Panzerknacker" ein. Rudel zerstörte mit seiner Maschine mehr als 500 feindliche Panzer. Von den früheren Erfolgen der Stukas beeindruckt, hatten die Soviets mit Erfolg eigene Sturzkampfbomber und Bodenkampfjäger gebaut. Die deutschen Stukas blieben in der Schlacht um Kursk zuerst wirkungslos da eine dichte Wolke von Staub und Pulverschmauch über dem Schlachtfeld lag, doch als sich die äuseren Bedingungen verbesserten erwiesen sich die Panzerzerstörer als ungeheuer wirkungsvoll, sie zersörten bis zu 60 russische Panzer am Tag. Bei einem einzigen Angriff knackte allein Rudel 12 Panzer. Trotz ihrer Verwundbarkeit waren die Stukas weiterhin in der Lage bedrohte Frontabschnitte zu sichern, die Luftwaffe setzte all ihre verfügbaren Maschinen ein, selbst die Beschädigten, denn das Material wurde knapp. Ganz allmählich und mit enormen Verlusten wurde der Krieg im Osten verloren: für die Selbstgefälligkeit und die Fehlentscheidungen Görings mussten nun die Piloten bluten.
Italien 1944 In italien führten die Alliierten erbitterte und verlustreiche Angriffe gegen eine meisterhaft organisierte Verteidigungslinie, sie kamen nur äuserst langsam voran. Als im Januar 1944 alliierte Truppen hinter den deutschen Linien in Anzio landeten, schlug General Kesselring, ein ehemaliger Luftwaffenkommandeur, schnell und wirkungsvoll zurück. Mit seinen Attacken fügte Kesselring den Alliierten schwere Verluste zu. Deutsche Reserveeinheiten waren bald zur Stelle und beinahe gelang es ihnen die Alliierten zurück ins Meer zu treiben, doch die Mängel in der strategischen Planung der deutschen traten nun offen zu Tage und so sollte dieser überraschende Einsatz der letzte Erfolg für die Stukas sein. Das Kriegsglück hatte sich den Alliierten zugewandt, die nun auf beeindruckende Weise die Lufthoheit eroberten. Der Luftraum blieb von nun an selbst für die besten und schnellsten deutschen Jäger uneinnehmbar, von den langsamen und schwerfälligen Stukas ganz zu schweigen.
Normandie 1944 Nach der Landung der Allierten griffen fortan mit Kanonen, Bomben und Raketen bewaffnete Taifuns und Mustangs schnell und präzise im Tiefflug an. Sie hatten ihre Ziele im Visier ehe die Verteidiger den Angriff überhaupt bemerkten. Allein in den 3 Wochen der Invasion warfen sie auf den Schlachtfeldern und auf Kommunikationseinrichtungen 12.500 Tonnen Bomben ab. Drei Jahre zuvor hatten die Stukas und Bomber der deutschen Luftwaffe der roten Armee auf ihrem Rückzug empfindliche Verluste zugefügt - nun bekamen die deutschen Armeen die unvorhersehbare Vernichtung aus der Luft in weitaus größerem Maße zu spüren. 1945 ging der Krieg zu Ende und obwohl die Nationalsozialisten am Ende waren ging der Kampf erbittert weiter. Zu wenig Piloten, keine Mechaniker, zu wenig Maschinen - doch die deutsche Luftwaffe flog immer noch! Weitere Stukas wurden nicht mehr gebaut, die Produktion war sei Oktober 1944 eingestellt worden, die letzten Maschinen wurden von Piloten, wie Rudel, weitergeflogen - von Männern die auch noch angesichts einer überwätigenden Übermacht ihre Pflicht erfüllten. 1945: Berlin und das Ende Im April 1945 war die Rote Armee ihrerseits zum Einmarsch nach Deutschland bereit: die Flüsse Oder und Neise waren die letzten Hindernisse auf dem Weg nach Berlin. Unter schwerem Artilleriebeschuss bauten sovietische Pioniere Pontonbrücken über die beiden Wasserstrassen - gegen diese Ziele flogen Stukas ihre letzten Einsätze, im verzweifelten Versuch die Brücken zu zerstören. Zum letzten mal erklangen "die Trompeten von Jericho", doch die Mission schlug fehl: die sovietische Streitmacht überquerte Oder und Neise und marschierte nach Berlin!
Es war der Stolz der Stukabesatzungen gewesen, dass sie überall dort auftauchten wo die Infanterie marschierte. Als nun die Überreste von Hitlers Streitmacht zerschlagen waren, verstummten nun auch die Stukas. Bereits bei Kriegsausbruch veraltet, haben sich die Stukas dennoch unter den passenden Bedingungen, von den richtigen Piloten geflogen, immer wieder als eine der gefährlichsten und gefürchtetsten Waffen während des Krieges erwiesen.
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