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| Messerschmitt Bf 110 Zerstörer |
Die Entwicklung der Bf 110Das Zerstörerkonzept wure zum ersten mal während der Luftschlachten im Ersten Weltkrieg erdacht, als beide Seiten herausfanden, dass sie Jäger brauchten, die tief in feindliches Gebiet eindringen, Bomber begleiten und feindliche Luftfahrzeuge und Ziele weit hinter den Fronten bekämpfen konnten.Die Technik während des Krieges 1914-18 erlaubte jedoch noch nicht ein derartiges Flugzeug. Während der zwanziger Jahre verzögerte ein Desinteresse die Verfolgung dieser Idee, bis in der Mitte der dreißiger Jahre die Deutsche Luftwaffe enstand und neue Gedanken in der Entwicklung von militärischem Gerät aufkam - auch außerhalb Deutschlands. 1934 kann als das Jahr der Zerstörer herausgestellt werden. In Polen gewann die P.Z.L.P 38 Wolf einen Wettbewerb, in Frankreich wurde die Grundsatzforderung für einen Zerstörer entwickelt und in Deutschland die militärischen Forderungen für einen Kampfzerstörer herausgegeben. Das Konzept der Kampfzerstörer, wie man sie in Deutschland nannte, fand die Zusatimmung Görings, der letztendlich verantwortlich für die Konstruktionsmerkmale eines Mehrzweckkampfzerstörers wurde. Er sollte folgende Eigentschaften besitzen: 1. Tiefe in das feindliche Gebiet eindringen mit dem Auftrag, den Himmel frei von feindlichen Flugzeugen vor den Bomberformationen zu halten; 2. Begleitschutz für Bomberformationen; 3. Frühzeitiges Abfangen und Zerstören feindlicher Bomber; 4. Einsatz als Jagdbomber im tiefen Hinterland. Die technischen Konstruktionsforderungen liefen auf einen zweimotorigen, ganzmetallenen, dreisitzigen, mit schwerer Kanone bewaffneten und mit einem Bombenschacht ausgestatteten Jäger hinaus.Sie wurden an Ardao, Dornier, Focke-Wulf, Heinkel, Henschel, Gotha und die BFM (Bayrische Flugzeugwerke-Messerschmitt) weitergegeben. Die BFM, Focke-Wulf und Henschel reichten Entwicklunsgvorschläge ein. Focke-Wulf und Henschel, deren Entwicklungsvorschläge den Forderungen sehr nahe kamen, erhielten einen vertrag für je drei Prototypen.FW und ihre Fw 57 und Henschel für die Hs 124. BFM dagegen hatte die Kampfzerstörerkriterien ignoriert udn sich auf Hochleitstung konzentriert. Es war nur Ernst Udet zu verdanken, dass schließlich die BFM doch noch den Auftrag erhielten, einen Prototypen unter der Bezeichnung Bf 110 zu bauen. Das Modell von FW, die Fw 57, war das größte dieser drei Kamfzerstörer mit einer Flächenspannweite von 27,06 m. Sie wurde von zwei 910 PS Daimler-Benz 600-12 Zylinder flüssig-gekühlten Motoren angetrieben und mit zwei 20 mm-Kanonen, die durch die kanzel nach vorne zeigten, und einem MG in einem elektrisch betrieben, im Rumpfteil der Maschine angebrachten geschützturm, ausgerüstet. Die Henschel HS 124 wurde von zwei Junkers Jumo 21 OC 12-Zylinder flüssigkeits-gekühlten liegenden V-Motoren angetreiben, die eine Leistung von je 600 PS brachten. Die nach vorne feuernde Kanonenbewaffnung war in einem Mausergeschützturm untergebracht. Bevor die Fabrikation dieser Prototypen beginnen konnte, hatte das Reichsluftfahrtministerium zusätzliche Forderungen für diesen Flugzeugtyp gestellt. Hierzu gab man neue Planungsdaten heraus. Das Messerschmitt-Entwicklungsteam, dass die Bomberforderungen ingoriert hatte, kam dadurch unerwartet den neuen Forderungen am nächsten. Die Bf 110 hatte die langen weichen Linien eines Jägers udn wurde von zwei Daimler-Benz DB 600 A-Motoren angetrieben, hatte die von Handley Page entworfenen Flügelvorderkanten mit automatischen Spaltflügeln, und ein Heck, dass durch ein Doppelleitwerk gekennzeichnet war. Der Prototyp, die Bf 110 V-1, wurde zum ersten mal von Rudolf Opitz am 12. Mai 1936 in Augsburg gestartet und ein paar tage später mit einer geschwindigkeit von 566 Km/h im Geradeausflug getestet. Unglücklicherweise erwiesen sich die DB 600 A-Motoren als extrem unzuverlässig. Das Flugzeug schaukelte heftig während der Start- und Landephasen und ließ befürchten, dass es sich beim Starten oder Landen auf dem Boden überschlug. Man verbesserte den Sturz des Fahrgestells und konnte so das gefährliche Aufschaukeln während der Start- und Landephase ausschalten. Das Problem der zu schwachen Motoren konnte nicht so leicht gelöst werden, denn der zweite Prototyp war nicht vor dem 24. Oktober 1936 fertig. In diesem Fall handelte es sich um die Maschine Bf 110 V-2. Direkt an die Luftwaffenerprobungsstelle in Rechlin ausgeliefert, waren zwar die testpiloten erfreut über die hohe Geschwindigkeit dieses Musters, aber enttäuscht über die schlechte Manövrierbarkeit. Die Geschwindigkeit dieses Musters war schneller als die Bf 109 B-1, die damals an die Jagdflieger ausgeliefert worden war. Weitere Vormodelle A-O wurden in Auftrag gegeben. Die Hs 124 und Fw 57 wurden als untauglich für die reine Zerstörerrolle befunden und die Bf 110 Zerstörer in Produktion gegeben. Die zweimotorige Maschine entsprach nicht nur den neuen Erwartungen, sondern übertraf sie sogar in einigen der militärischen Forderungen. Die vier Bf 110 A-O, die für die Einsatzerprobung gebaut worden waren, sollten mit je zwei 986 PS DB 600 Aa-Motoren ausgerüstet werden. Als nun diese Vorserienmodelle soweit waren, dass die Motoren hätten eingebaut werden können, erklärte man die DB 600 Aa als unbrauchbar für die Zerstörerversion. Statt ihrer installierte man zwei 610 PS Junkers Jumo 210 B-Motoren. Die erste dieser Maschinen wurde im August 1937 fertig gestellt. Sie zeigte sich erheblich untermotorisiert, da sie bei einem Probeflug nur eine Höchstgeschwindigkeit von 483 km/h erreichte. Die A-O unterschied sich von der Versuchsmaschine auch dadruch, dass sie mit vier 7,9 mm MG 17 Maschinengewehren ausgerüstet war, die in der Flugzeugnase montiert waren; die Enden der Motorengondel wurden in ihrer Breite verringert, dafür aber verlängert; das Spronrad war nicht einziehbar und ein rückwärtsfeuerndes drehbares 7,9 mm MG 15 wurde an das Ende der Pilotenkanzel eingebaut. Kurz nach dem das Reichsluftfahrtministerium (RLM) die Konstruktionsmerkmale der Kampfzerstörer geändert hatte, erließ die Deutsche Luftwaffe die militärischen Grundsatzforderungen, dasss Modell Bf 110 als Fernauflärer und Schnellbomber unter den Bezeichnungen Bf 161 und Bf 162 zu entwickeln. Später entschloss man sich jedoch, die Aufkärerversion umzurüsten. Der Bf 162 Schnellbomber verlor den Wettbewerb gegen die JU 88. Die Bf 110 im EinsatzPolenAm 1. September begann die Operation "Weiß", der Feldzu in Polen. Die Zerstörereinheiten waren von Anfang an im Kampfgeschehen. I. (Z)/LG 1 und I./ZG 1 waren der Luftflotte 1 (Kesselring) unterstellt und entlang der ostpolnischen Grenze eingesetzt. Das I./ZG 76 war im Süden mit der Luftflotte 4 (Lohr) an der polnisch-tschechoslowakischen Grenze im Einsatz. Die 2. Staffel des Zerstörergeschwaders 76 brachte die ersten Zerstörer über die polnische Grenze. Sie hatten den befehl, um 6.00 Uhr zu starten und die He 111 des Kampfgeschwaders 4 nach Krakau zu begleiten. Auf dem Weg und dort angekommen gab es aber nichts vor dem sie die Bomber hätten beschützen müssen - nicht einmal nennenswertes Flakfeuer seitens der Polen gab es. Nach dem die Bomber ihre Fracht abgeladen hatten, begleiteten sie diese wieder zurück. Im nördlichen Kampfabschnitt flog das mit Bf 110 ausgerüstete I. (Z)/LG 1 Begleitschutz für He 111 P der KG 27 gegen Warschau. Als die Heinkel-Bomber gerade begannen, ihre Bomben auszulösen, tauchten 30 PLZ 11 C der Pawlikowksi-Jagdbrigade auf, um sich in den Kampf zu stürzen. Innerhalb kürzester zeit hatten die Zerstörer fünf von den polnischen Jägern vom Himmel gefegt, ohne selbst eine Maschine verloren zu haben. Am zweiten Tag traf die I./ZG 76 eine Anzahl von PLZ 11 über Lodz, von denen Leutnant Lent und Oberleutnant Nagel je eine abschießen konnten. Auf der anderen Seite gelang es den polnischen Piloten, drei der Zerstörer abzuschießen. Aber der organisierte Einsatz der polnischen Luftwaffe schwand mehr und mehr, da die meisten ihrer Maschinen am Boden zerstört worden waren. Die Zerstörer hatten jetzt Gelegenheit, Luft-Boden-Einsätze und andere Kampfangriffe zu fliegen. Nur ganz vereinzelt kam es noch zu Luftkämpfen mit gegnerischen Flugzeugen. Luftschlacht über der Hellgoländer Bucht Nach dem Polenfeldzug verlegte die I./ZG 76 zurück zu Rhein und flog Aufklärungsflüge entlang der deutsch-französischen Grenze. Am 17. Dezember wurde diese Zerstörergruppe nach jever verlegt, um dort das "Kommando Schumacher" zu verstärken - eine Reaktion auf die immer größer werdende Aktivität der Royal Air Force (RAF) in der Bucht von Helgoland. Am nächsten Tag führten 22 Wellingtons der 9., 37. und 149. Staffel einen Angriff im Rahmen der bewaffnetten Aufklärung durch. Die Flugzeuge der RAF wurden sehr früh, noch als sie weit über der See waren, von der Aufklrung erfasst. "Kommando Schumacher" startete mit 32 Bf 109 und 16 Bf 110 - Nur zehn der Wellingtons konnten nach England zurückkehren. Von den 12 abgeschossenen gingen 9 auf das Konto der I./ZG 76. Operation Weserübung Die Bf 110 hatte sich jetzt im kampf bewährt. Anfang 1940 überschritt die Produktion 100 Stück pro Monat. Im Frühjahr tauschte das LG 144 seine Bf 109 gegen die Bf 110 Zerstörer ein und wurde in II. /ZG 76 umbenannt, auch das I./ZG 26 hatte mittlerweile auf den Zerstörer gewechselt. Im Februar folgte die I./JG 144, auch sie gab ihre Bf 109 ab und wurde zur II./ZG 76. Die Anzahl der Zerstörergruppen war damit auf fünf gebracht. Die I. und II./ZG 2 und III./ZG 26 und I.ZG 52 folgten. Es war Görings Plan, die Himmel mit seinen Elitezerstörern zu füllen. Am 8. April wurde Hauptmann Falck, der Gruppenkommandeur der I./ZG 1, zum Hauptquartier der 10. Fliegerdivision gerufen, dort eröffnete man ihm, dass Deutschland Dänemark und Norwegen am nächsten Morgen besetzen würde. Dänemark Es wurde geplant mit Fallschirmjägern einen Flugplatz in Aalborg zu erobern und zu sichern, während 2 Staffeln Zerstörer die Gegend um Kopenhagen aufzuklären hatten um dann in Aalborg zu landen. In den Vororten von Kopenhagen befand sich ein Fliegerhorst auf dem schon zehn alte Hochdecker Fokkerjäger Aufklärungsflugzeuge und ungefähr zwei Dutzend Fokker D-21 Jäger ihre Maschinen warm laufen liesen. Während nur wenige dänische Jäger abheben konnten wurden die meisten schon am Boden von den Zerstörern bekämpft. Nach erfolgreichem Einsatz flogden die Zerstörer wie geplant nach Aalborg zum bereits von deutschen Fallschirmjägern gesicherten Flugplatz. Norwegen In Norwegen erwies sich die Lage erheblich anders als bei der schnellen und relativ einfachen Besetzung Dänemarks. Infanterie landete an fünf verschiedenen Stellen entalng der norwegischen Küste. Die Bf 110 des I./ZG 76 ahtte den Auftrag, über den Fliegerhorsten von Oslo-Fornebu und Stavanger-Sola zu erscheinen, um den Himmel von feindlichen Luftstreitkräften freizuhalten und einen Schirm über die Bodenoperation der Fallschirmjäger zu legen, deren Landung zehn Minuten später im Aufmarschplan festgelegt war. Zwanzig Minuten Später, nachdem die Fallschirmjäger gelandet waren und hoffentlich das Feld im Griff hatten, sollten JU 52-Maschinen landen und weitere Kampfgruppen ausladen, die dann beginnen sollten, die Umgebung des Fliegerhorstes zu gewinnen, zu sichern und einen evtl. Gegenangriff Widerstand leisten. Ein simpler Plan, der keinen Umweg im zeitplan erlaubte, denn die Bf 110-Flugzeuge würden nur für 20 Minuten Treibstoff an Bord haben, wenn sie über den feindlichen Zielfligerhorst ankommen würden. Olt. Hansen, der 8 Bf 110 der I./ZG 76 anführte, war pünktlich über dem Fliegerhorst Fornebu, als ihn 9 Gloster Gladiators aus der Sonne angriffen. In einem wilden Luftkampf wurden 2 Zerstörer und 3 Gladiators abgeschossen, bevor die norwegischen Doppeldecker aus dem Zielgebiet vertreiben werden konnten. Der Luftkampf trug dazu bei, dass drei von Hansen sechs verbleibenden Flugzeugen nur noch mit einem Motor fliegen konnten und außerdem noch ihren Kraftstoff aufgebraucht hatten, den sie jetzt dringend gebraucht hätten. Als sie über dem norwegischen Fliegerhorst Kampfkurfen flogen, sah hansen kein Anzeichen der Fallschirmjäger. Was Hansen zu diesem Zeitpunkt nich wusste, war, dass die 29 JU 52 des II./KGzbV 4, die die Fallschirmjäger an Bord hatten, in extrem schlechtes Wetter gekommen waren und unterwegs umdrehen mussten! Um 8:45 Uhr hatte Hansen seinen drei übriggebliebenen inatakten Kampfflugzeugen den Auftrag gegeben, die Bodenverteidigungsstellungen rund um den Fliegerhorst mit Dordwaffen anzugreifen, Lücken udn breschen zu schlagen, uns sich auf die Ankunft der Fallschirmtruppen vorzubereiten, die aber nicht kommen wollten. Um 9:05 Uhr, als die letzten Tropfen des Betriebstoffes aufgebraucht waren, sah hansen JU 52-Transportflugzeuge zwischen den Wolken in einiger Entfernung auftauchen. Er nahm an, dass dies die verspätete Ankunft der erwarteten Fallschirmtruppen sei, aber es war die verfrühte Ankunft der Kampftruppen. Die I. Staffel des ZG 76 begann ihren Angriff erneut und konzentrierte das Feuer ihrer MG`s auf die Fliegerabwehrwaffen rund um den FLiegerhorst, die mit ihrem mörderischen Feuer tödlich für die Fallschirmjäger gewesen wären, während diese an ihren Fallschirmen in der Luft hingen. Die Infanterie, die in "Eisernen Annis" auf ihren Einsatz wartete, ohne blassen Schimmer, dass die Fallschirmjäger bis jetzt noch nicht über dem Platz gewesen waren, gingen mit ihren schweren Transportmaschinen sofort in den Landeanflug über. Olt Hansen beobachtete mit Verwunderung, dass das erste der transportflugzeuge, anstatt die Fallschirmtruppen auszuspeisen, zur Landung anschwebte, aber unter arg heftigem Feuer von Flugabwehrwaffen es sich anderst überlegte und wieder nach oben wegzog. Hansen bemerkte, dass er nicht länger warten konnte und etnschloss sich zu handeln, für den Fall das die Fallschirmjäger den Flugplatz nicht nehmen würden. Sein Geschwader, das ZG 76, würde den Auftrag ausführen. Und schon gab er den auftrag an seinen Staffelkameraden: "Lent, nimm einen Landeanflug udn lande auf dem Platz! Wir werden dir Feuerschutz geben!" Mit nur noch einem Motor, der sich mühsam drehte und schwarzen Rauch hinter sich herzog, schoss Lent die Runaway hinunter und feuerte mit seinen Maschinengewehren auf alles, was sich ihm am Boden zeigte. Beinahe hätte Lent eine JU 52 gerammt, die versuchte, auf einer zweiten Rollbahn zu landen. Lents Maschine fegte durch den Außenzaun, beide Hafrwerke brachen ab und mit dem Rest seiner Maschine rauschte er in ein Holzhaus, dass an der Ecke des Flugplatzes stand. Eine nach der anderen verbliebenen fünf Maschinen der 1. Staffel des ZG 76 stürzte hinunter auf die Runaway, landete udn rollte zur Nord-West-Ecke des Flugplatzes, wo sie sich in Linie aufstellten und mit ihren rückwärtigen MG`s die norwegischen Stellungen behakrten. In Minutenschnelle waren Lent und sein Beobachter Kubisch zur Stelle, brachten das mobile MG-15 mit einigen Munitionskästen in Stellung. Glücklicherweise kam es aber dort zu keinem Feuerkampf - die norwegischen Truppen auf dem Fliegerhorst hatten sich zurückgezogen, genau in dem gleichen Moment, als Lent seine Maschine landete. So war es der 1. Staffel des ZG 76 gelungen, den Fliegerhorst im Handstreich zu nehmen. Um 9:17 Uhr begannen die JU 52 der II./KGzbV 1 in den Fliegerhorst hineinzulanden. Sie überschwemmten den FLugplatz mit Luftlandetruppen. Zur gleichen zeit trafeb die techniker des ZG 76 mit weiteren maschinen ein und begann sofort, die beschädigten Zerstörerflugzeuge wieder instandzusetzen. Mittlerweile hatte sich an der Südwestküste bei dem Stavanger-Sola-Flugplatz genau das Gegenteil ereigent, was die Deutschen am Flugplatz Oslo-Fornebu erlebt hatten: Die Fallschirmjäger der 3. Kompanie/Fallschrimjägerregminet 1 wurden auf die Minute genau abgesetzt, trotzdem sie unterwegs ebenfalls von schlechtem Wetter aufgehalten worden waren. Aber ihre Unterstützung aus der Luft, die Bf 110 der 3. Staffel/ZG 76, abgeführt von Olt Gollob, war in so schlechtes Wetter gekommen, dass alle, außer zwei Maschinen, gezwungen waren, umzudrehen. Trotz sehr starkem Fliegeranwehrfeuer vom Fliegerhorst und ohne jeglichen Begleitschutz aus der Luft, waren die Fallschirmjäger in den Fliegerhorst Sola abgesprungen. Als die Fallschirmjäger begannen, sich auf dem Boden zu sammeln udn schwer mit dem Abwehfeuer auf dem Fliegerhorst zu kämpfen hatten, fegten zwei Zerstörer der 3./ZG 76 über den Fliegerhorst, schossen aus ihren MG`s und Kanonen, beschäftigten die norwegischen verteidiger und gaben den Fallschirmjägern am Boden viel Zeit und Raum, ihren Angriff zu organisieren. Nach einer halben Stunde schwerer Kämpfe war der Flugplatz in deutscher Hand. Die Bf 110 konnten landen; gleich hinter ihnen JU 52, die weitere Verstärkungstruppen in den Fliegerhorst einflogen. Der Frankreichfeldzug Mit Sonnenaufgang des 10. Mai 1940 war der "Sitzkrieg" vorbei und die Wehrmacht begann ihren massiven Angriff gegen Frankrkeich und die Niederlande. ZG 1 und ZG 26 waren der Luftflotte 2 (Kesselring) unterstellt, die die Heeresgruppe B bei ihrem Angriff auf Holland und Bellgien unterstützte. Das ZG 76 war der Luftflotte 3 (Sperrle) unterstellt und hatte den Auftrag, die Heeresgruppe A zu unterstützen, deren Auftrag es war, durch Luxemburg, Südbelgien und Frankreich anzugreifen. Die erste Gruppe des ZG 1 wurde in Erwartung auf den Angriff auf die Niederland nach Kirchheim verlegt. Nach fünf Tagen heftigen Kampfes kapitulierte die holländische Wehrmacht und die I./ZG 1 wurde in den Süden beordert, um in die Schlacht um Frankreich einzugreifen. Hier hatte die II./ZG 76 Begleitschutz und Kampfaufträge geflogen, um die Heeresgruppe A während ihres Vormarsches durch belgien und Luxemburg zu unterstützen. Die Flugplätze in der vorderen Kampfzone waren so überbelegt, dass während der ersten drei Einsatztage die II./ZG 76 vom Löln-Bonner-Flughafen starten musste, dann nach Elsenbron flog, um aufzutanken und dann erst zum Schlachtfeld fliegen konnte. Sie erreichte dort in der Regel nicht eher als 9:00 Uhr ihren Einsatzraum. Dünkirchen und der Kanal Als die französische Lufwaffe geschlagen ist, wird die deutsche Luftwaffe nun mit Masse in den Kampf am Boden geworfen, um die vorwärtsdringenden Armeeeinheiten zu unterstützen. Daneben werden weiterhin alle Anstrengungen unternommen, die noch verbleibende französische und die englische Luftwaffe in frankreich zu zerschlagen, in dem kontinuierlich Angriffe auf ihre Einrichtungen geflogen werden. Am 20. gelang es den Deutschen, einen Brückenkopf über die Somme zu schlagen, nach Norden auszuholen und Boulogne zu nehmen und am 29. Calais einzuschließen. Das britische Expeditionskorps war nun eingeschlossen. Am 26. Mai begannen die britischen Expeditionstruppen, sich nach Dünkirchen zurückzuziehen,w o die deutschen gepanzerten Verbände den Ring um sie schlossen. Um die Panzerdivisionen für spätere Operationen bereitzuhalten, befahl Hitler den Panzerkräften, den Vormarsch einzustellen. Dafür erhielt die deutsche Luftwaffe zur gleichen zeit den Auftrag, ihren Angriff zu steigern. Göring glaubte, die britischen Streitkräfte bei Dünkirchen aus der Luft vernichten oder wenigstens verhindern zu können, dass sie nach England entkommen. Der Luftkampf über Dünkirchen erschütterte in hohem Maß das Vertrauen der Zerstörerpiloten, dass sie in die Bf 110 gesetzt hatten. Zum ersten mal mussten sie gegen eine große Zahl von Spitfires und Hurricanes antreten, die die RAF in die Luft gebracht hatten, um einen optimalen Erfolg zu erreichen. Ihr Ziel war die Erlangung der Lufthoheit im Raum Dünkirchen und damit die Sicherstellung der Evakuierung der englischen Truppen. Zum 4. Juni hatten die Briten bereits 338.226 Soldaten evakuiert, darunter 120.000 Mann der französischen Armee. Nach dem die Briten Dünkirchen evakuiert hatten, konnte die Luftwaffe ihre volle Aufmerksamkeit darauf richten, die französische Luftwaffe total vom Himmel zu fegen und für die Heereskräfte Luftnahunterstützung zu fliegen. Am 10. Juni erklärte erklärte Italien Frankreich den Krieg udn am 12. Juni wurde Paris zur offenen Stadt erklärt. Zehn Tage später, am 22. Juni, akzeptierte Marschall Petain die deutschen Kapitulationsbedingungen. Noch vor dem Ende der Luftkämpfe in Frankreich maß sich die deutsche Luftwaffe erneut mit der britischen über dem kanal, in dem sie den britischen Schifffahrtsverkehr angriff. Um diesen Schiffsverker zu schützen, warf die RAF Hurricanes und Spitfires in die Luft, die den deutschen Bombernund ihren Begleitschutz fliegenden Flugzeugen erneut starke Verluste beibrachten. Die Bf 110 hatte war den britischen Jägern in jeder Hinsicht total unterlegen. Luftschlacht über England Die Vernichtung der RAF sollte systematisch vor sich gehen, in dem man Jäger und ihre Fliegerhorste zerschlug, die sich südlich einer gedachten Linie zwischen Londen und Gloucester befanden. Man plante, zügig nordwärts in das Territorium von Großbritannien vorzustossen, in dem man den Himmel von britischen Jägern säubderte. Um diesen Auftrag auszuführen, massierte die deutsche Luftwaffe 2.600 Flugzeuge entlang den französichen, belgischen, holländischen und norwegischen Küsten. Unter diesen entlang dem kanal und in Dänemark und Norwegen aufgebotenen Flugzeugen waren 289 Bf 1110 C und D Modelle in den folgenden Einheiten im Einsatz:
Nach dem es sich herausgestellt hatte, dass der gröte Teil des Gebietes südlich der Gloucester-London-Linie außerhalb der Reichweite der Bf 109 war, sollten die Bf 110 vor allem dazu eingesetzt werden, für die Bomberverbände Begleitschutz zu fliegen und Schutz vor feindlichen Jägern zu gewährleisten. Der Angriffsplan sah vor, die Terstörer mit ihrer Reichweite einzusetzen, den ersten Angriff zu fliegen, um zu erreichen, dass die britischen Jäger starteten und sich mit ihnen in einen Luftkampf einließen, dis die britischen Maschinen ihren Treibstoff verbraucht hatten. Nach dem die britischen einmotorigen Jagdmaschinen gezwungen waren zu landen, um nachzutanken und wieder bewaffnet zu werden, sollten die deutschen Bomberschwärme mit den Bf 110 als Jagdschutz über dem Zielgebiet ankommen und die britischen Flugplätze angreifen und bombardieren, die nun mit hilflosen jagdflugzeugen übersät sein würden. Der Operationsplan sah vor, die RAF auf dem Boden berteits während dieses ersten Hauptangriffs zu zerschlagen. Nachteilig und oft tödlich für diesen Plan aber war, dass die Bf 110 fast unfähig waren, sich gegen Hurricanes und Spitfires in der Luft zu verteidigen. Wenn diese Art des Überraschungsangriffs durchgeführt werden sollte, waren es die Zerstörer, die als erste zum Einsatz kommen mussten; und diejenigen, die nicht abgeschossen oder schwer getroffen worden waren, mussten zur Küste zurückfliegen. Die zweite Welle der Bomber, ebenfalls Bf 110 als Begleitschutz, sollte dann ihre Ziele erreichen und sie bekämpfen. Am 12. August, einem Montag, war der Himmel hell und klar. Sonderangriffe und probeflüge hatten erweisen, dass die britischen Jägerkräfte von einem gut funktionierenden britischen Radarsystem geführt wurden. Deswegen erhielt die Lehr- und Versuchs-Jabo-Einheit, E. Gr. 210, den Auftrag, alle bekanntgewordenen Radarstellungen zwischen Portland und Thames Estuary anzugreifen und zu zerstören. Mit 250 Kg-Bomben, die unter dem Leitwerk montiert worden waren, führte Hauptmann Walter Rubenshöfer seine Staffeln, wovon die 1. und die 2. Staffel mit Bf 110 C-4/b und die dritte Staffel mit der Bf 109 E-4/B ausgerüstet war, zur englischen Kanalküste. Sie trennten sich dort, um ihre befohlenen Ziele anzugreifen. Obwohl alle Angriffe hervorragend gelangen, konnten alle radarstationen, bis auf eine, innerhalb weniger Stunden wieder einsatzbereit gemacht werden. Nach dem die die E. Gr. 210 zurückgekehrt war und ihren Erfolg gemeldet hatte, startete eine Luftstreitmacht von 100 JU 88 des KG 51, denen 120 Bf 110 des ZG 2 und ZG 76 und 25 Bf 109 E des JG 53 Begleitschutz flogen. Da die deutschen Flugzeuge erst ganz kurz vor ihren Zielen von den radargeräten erfasst wurden, gelang es ihnen, Portsmouth und Ventor und die Isle of Wright schwer zu bombardieren. Bei diesem Angriff wurden zehn JU 88 Opfer der britischen Jäger. Kurz nach dem Luftangriff des KG 51 fegte die E. Gr. 210 über den Fliegerhorst von Manston, beschoss ihn erst mit Bordwaffen und bombardierte ihn anschliesend. Der Luftangriff dauerte nur wenige Minuten. Die Angreifer drehten von dem britischen FLugplatz weg und glaubten, einen Trünmmerhaufen brennender Flugzeugfracks hinterlassen zu haben. Tatsächlich waren die Spirfires der 65. Staffel nur leicht beschäfigt und eine der angreifenden Bf 110 konnte von einer Spitfire der 54. Staffel abgeschossen werden. Insgesamt gingen an diesem Tag fünf Bf 110 verloren. Am Montag, de 2. September, verlor die deutsche Luftwaffe neun ihrer Zerstörer: vier Bf 110 vom ZG 2, drei vom ZG 26 und zwei vom ZG 76. Am 3. September flogen 80 Bf 110 vom ZG 2 und ZG 26 Begleitschutz für 45 Dorniers des KG 2, die den britischen Luftwaffenstütztpunkt in North Waeld angreifen sollten. Obwohl sie sehr spät reagierten, alamierten die britischen Jägerleitoffiziere die 1., 17., 19., 46., 249., 257., 310. und Teile der 603. Staffel und befahlen den Angriff auf die deutschen Flugzeuge, als sie von ihrem Ziel wegflogen. Zäh und verbissen kämpfend, gelang es den Bf 110, ihre Bomber zu beschützen; die britischen JÄger konnten nur eine Do 17 Z abschießen. Aber das ZG 2 verlor fünf und ZG 26 vier ihrer Zerstörer. Am nächsten Tag flogen die Zerstörergruppen etliche Tiefflugangriffe mit einer Staffel C-4/10 Jagdbombern, die von ihren eigenen zweimotorigen Jägern in der Luft geschützt wurden. Sechzehn Bf 110, einschließlich einer Bf 110 von E.Gr.210, das seinen zweiten Gruppenkommandeur, Hauptmann von Boltenstern, verlor, wurden von Hurricanes der 601. Staffel abgeschossen. Der Kampftag am 5. September brachte keine Verluste, doch verlor die Luftwaffe am 6. vier Bf 110. Luftangriff auf London Am 7. September übernahm Hermann Göring persönlich die Führung und befahl einen Großangriff auf London mit 348 Bombenflugzuege, für die über 600 Jäger Begleitschutz flogen. Der einzige Teilnehmer von den zerstörergruppen an diesem Angriff war das ZG 2. In einem riesigen Ausmaß, das etliche Quadratkilometer bedeckte, flog diese Luftstreitmacht entlang der Themse nach London. Als die Armada sich in der Luft London näherte, stürzten sich 21 Staffeln der britischen JÄger in den Kampf. Um 17:45 Uhr richtete die erste Bomberwelle ihren Kurs auf das Festland zurück. Um 20:10 Uhr begann die zweite Bomberwelle ihren Angriff. Die Schlacht um Großbritannien hatte sich nun von den Plätzen der RAF nach London verlagert. Die Schlacht von England war verloren und die Schlacht um London hatte begonnen. Für einen solch riesigen Luftangriff auf London waren die Verluste der Zerstörer nur sehr gering. Man hatte beim ZG 2 nur sieben Bf 110 verloren. Der zweite Tag des Luftangriffs auf London ging vorbei, ohne dass an diesem Tag ein Zerstörer abgeschossen wurde. Nachtangriffe, die bereits vor einiger Zeit begonnen hatten, wurden jetzt immer wichtiger. Sie gewannen gegenüber den Luftangriffen am Tage an Bedeutung, Am 9. September wurden vier Bf 110 des ZG 76 in vereinzelten Luftangriffen abgeschossen. Am 10. September wurden keine Verluste verzeichnet. Im Westen wurde verstärkt der Luftangriff am Tage wieder aufgenommen. Er kostete die zerstörergruppen neun Bf 110. Während des 12., 13., und 14. September wurden am tag wenig Luftangriffe geflogen und es kam zu keinen Verlusten unter den Zerstörergruppen. Der Balkan und Griechenland Nach dem die Italiener auf dem Balkan und in Griecheland weit zurück gedrängt wurden, befürchtete Hitler einen alliierte Aufmarsch im südöstlichen Europa und befahl er Jugoslawien und Griechenland zu besetzen. Am 6. April 1941 begann die deutsche Wehrmacht ihren Angriff mit 33 Divisionen, unterstützt von starken Luftwaffenkräften. Die Zerstörergruppen I. und II./ZG 26 und II./ZG 76 wurden zu den Helden am Himmel, nach dem ihnen wenige feindliche Jäger entgegen traten. Sie waren dadurch in der Lage, hilfreich in die Kämpfe am Boden einzugreifen. Nach nur 11 Tagen kapitulierte die jugoslawische Regierung. Am 26. April war Griechenland überrollt. Obwohl die RAF und britische Landstreitkräfte in die Kämpfe verwickelt waren, konnten sie es nicht verhindern, dass die Wehrmacht greichenland überrannte. Es gelang den briten, 43.000 Mann nach krate zu evakuieren. Trotz aller Anstrengungen musste jedoch alles schwere Gerät und weitere 11.000 Mann zurückgelassen werden. Nachdem klar geworden war, dass Kreta eine strategische Schlüsselstellung zukam, kam der befehl, die Insel zu besetzen. Zur ersten Angriffswelle gehörte eine Luftlande- und eine Fallschirmjägerdivision. Am Morgen des 20. Mai 1941 begann der Angriff: Beide Gruppen des ZG 26 und die II./ZG 76 waren an der Invasion von Kreta beteiligt. Sie flogen dabei Begleitschutz und Luftbodenangriffe während aller Kampfhandlungen. Die starken und wirkungsvollen Bordwaffen der Bf 110 wurden als Artillerieunterstützung aus der Luft eingesetzt, um die Fallschirmjäger zu unterstützen, die sich nach dem Absprung am Boden eingruben. Trotz schwerer Verluste gelang es den Deutschen schnell, die Insel zu besetzen. Die britischen Streitkräfte mussten 15.000 Soldaten evakuieren und verloren während des Kampfes um die Insel 18.000 Kriegsgefangene. Für einige Zeit im Mai 1941 war die 4. Staffel des ZG 76 mit ihren Bf 110 D-3 mit irakischen Hoheitsabzeichen im Einsatz, um die Aufständischen im Irak aus der Luft zu unterstützen. Afrika In Afrika befanden sich die italienischen Truppen bereits auf dem Rückmarsch und die Vorherrschaft der Briten vor Augen, entschloss sich Hitler Mussolinins Truppen zu ünterstützen. Die ersten Einheiten, die zum Einsatz kamen, waren die III./ZG 26 durch die 2. Staffel mit ihren Bf 110, die am 30. Januar auf dem Kriegsschaupltz eintrafen und unmittelbar nach ihrer Ankunft die Flughäfen von Castel Benito, Sirte und Arco Philenorum angriffen und zerstörten. Schnell zum Einsatz übergehend, hatte die zerstörereinheit bereits Ende februar sechs Flugzeuge verloren, wohingegen sie nur zwei Feindmaschinen abschiessen konnte. Ende März endlich tauchte Rommel im Kampfgeschehen auf und führte seine Truppen gegen die britischen Linien, überrannte sie und zwang die Engländer zu einem endlosen Rückzug, der nicht eher endete, bis Rommel mit seinen Truppen Ägypten bedrohte. Im Lufteinsatz gegen Hurricanes und Tomahawks über den offenen Flächen der Wüste war die Bf 110 ob ihrer Reichweite überlegen. Mission Barbarossa Die Hauptaufgabe der deutschen Luftwaffe war die Zerstörung der Roten Luftwaffe. Die erste Woche brachte der deutschen Luftwaffe unbeschreibbare Erfolge, da es ihr gelang, über 6.000 Feindflugzeuge zu zerstören. Obwohl diese Erfolgszahlen bis heute noch nicht direkt bestätigt sind, weiss mann, dass der Oberbefehlshaber der russischen Luftwaffe, Generalleutnant Kopels, am zweiten Tag Selbstmord beging, als er bereits 600 eigene Flugzeuge verloren hatte und den Abschuss von nur 12 deutschen FLugzeugen melden konnte. Da die meisten mit Bf 110-Zerstörern ausgerüsteten Gruppen, die die Schlacht um England überlebt hatten, entweder in Nordafrika im Einsatz mit Rommels Streitkräften waren, oder der Aufgabe des Nachtjägers nachkamen, um sich schnell verstärkenden RAF-Nachtangriffe über Deutschland abzuwehren, wurden nur die mit Bf 110 ausgerüsteten Schnellkampfgeschwader 210 (SKG 210), früher E.Gr.210, und die II./ZG 26 für das Unternehmen Barbarossa eingesetzt. Der Luftflotte 2 unterstellt, die eine Heeresgruppe auf dem Gefechtsfeld unterstützte, wurden die Bf 110 ursprünglich nur in einer Stückzahl von 60 Flugzeugen beauftragt, sowjetische Fliegerhorste im Tiefflug anzugreifen und zu bombardieren. Über ihren Zielen angekommen, fanden die Bf 110-Zerstörer die russischen Flugplätze güt bestückt mit Flugzeugen, die in friedensmäßigen Formationen in Reihen und ohne Tarnung auf dem Flugfeld abgestellt waren. Die Zerstörer stießen auf die angewiesenen Ziele herunter, bombardierten und feuerten ihre Bordwaffen auf alles, was ihnen in Sicht kam und liesen brennende und zerstörte sowjeitsche Luftwaffeneinrichtungen zurück. Die Luftwaffe griff so 31 sowjetische Flugplätze in der ersten Welle an und es gelang ihr, Hunderte von feindlichen Maschinen auf dem Boden zu zerstören. Sie selbst verlor dabei nur zwei eigene Flugzeuge. Das Gemetzel ging weiter, Stunde für Stunde, Tag für Tag, komplette Staffeln wurden auf dem Boden zerstört und die ganz wenigen russischen Einsatzflugzeuge, die noch starten konnten, wurden blitzschnell vom Himmel gefegt. Da der größte Erfolg der Zerstörer bei Einrichtungen auf dem Boden lag, gingen dem Gegner verhältnismäsig wenig fliegende besatzungen verloren. So behielten die Sowjets genügend Personal, um sich zu reorganisieren. Nach dem in den ersten Wochen die sowjetische Luftwaffe nur ganz schwach Widerstand bieten konnte, gingen die Bf 110 dazu über, ihre Rolle als Jagdbomber im Tiefflug auszuführen; sie flogen Bomben- und Bordwaffeneinsätze auf die gegnerischen Frontstellungen, bombardierten Strassen und Eisenbahnlinien. Am 31. Juli konnte das ZG 26 melden, dass es ihm gelungen war, 620 Feindflugzeuge durch Bomben- oder Bordwaffenangriffe zu zerstören. Am 19. August wurde das ZG 26 in einem Tagesbefehl gelobt, nach dem es zwei Tiefangriffe auf die sowjetischen Fliegerhorste von Nizino südlich von Leningrad geflogen hatte und dort 15 Maschinen zerstört und 30 in Brand gesetzt hatte. Drei feindliche Maschinen konnten in der Luft vernichtet werden. Damit erhöhte sich die Zahl der vernichteten feindlichen Flugzeuge auf 854, inklusive 191 Feindflugzegen, die im Luftkampf abgeschossen worden waren. Am 15. Spetember unterstützte die II./ZG 26 aus der Luft die Operation "Beowulf I und II" und die Invasion von See auf die Ostseeinseln Muhu, Saaremaa und Hüumaa. Als fliegende Artillerie eingesetzt, flogen Bf 100 118 Einsätze und verloren dabei nur zwei Maschinen. Während der Einsätze vom 22. Juni bis zum 27. September bescheinigte man den Piloten des ZG 26, 96 FLugzeuge abgeschossen zu haben, 741 Flugzeuge auf dem Boden zerstört zu haben, 148 Panzer vernichtet zu haben, 166 Artilleriegeschütze ausgeschaltet zu haben, 3.280 Fahrzeuge, 49 Eisenbahnzüge, einen Panzerzug, 68 Lokomotiven und vier Brücken zerstört zu haben! Im nördlichen Kampfabschnitt war ein Schwarm Bf 110 der II./ZG 76 und I./JG 76 unter dem Kommando der 5. Luftflotte in Oslo (Norwegen) eingesetzt. Wegen des schlechten Wetters konnten die Einsätze nicht vor dem 25. Juni beginnen. Dann aber wurden Angriffe auf die Fliegerhorste von Niva, Varlamova und Vaenga mit Zerstörern Bf 110 ausgeführt, wo die deutschen Flugzeuge die russischen Maschinen auf dem Boden angreifen konnten, die dort fein säuberlich Fläche an Fläche geparkt waren. Nach dem Angriff in Richtung Murmansk wurden Luftangriffe so oft ausgeführt, als zeit und Wetterlage das erlaubten. Während dieser zeit waren die Bf 110 ebenfalls als Begleitschutz für die Bomberflugzeuge eingesetzt. Am 12. Juli konnte Hauptmann G. Schaschke zwölf Abschüsse von russischen Flugzeugen melden. Am 4. August konnte er seinen 20. Abschuss verzeichnen, der ihm hinter den russischen Linien gelang. Als der Herbst ins Land kam, wurden die wenigen Flugzeuge der II./ZG 76 von der Eismeerfront abgezogen, um dem Einsatztraiing als Nachtjäger zugeführt zu werden. Da die Produktion der Bf 110 bis Ende 1941 nachließ, wurden auch die Zerstörergruppen immer seltener im Einsatzgeschehen erwähnt. Im Februar 1942 jedoch wurde die Bf 110 wieder in Serienproduktion genommen. Die ausgebleibende Produktion der Bf 110, verbunden mit einer vergrößerten Nachfrage der Nachtjägerverbände nach dem zweimotorigen Jäger, bedeutete beinahe den Untergang der Zerstörereinheiten Ende 1941, so dass diese so gut wie absolut aus den Stärkemeldungen der deutschen Luftwaffe verschwunden waren. Von einer Stärke von 444 Flugzeugen am 10. August 1940 war ihre Anzahl auf 44 Maschinen zurückgegangen und davon waren am 13. Dezember 1941 noch ganze 28 Zerstörer einsatzbereit. Die Elite der Luftwaffe war nun ein Waisenkind geworden; ein Dornröschen, dessen gute Fee die alliierte Bomberflotte während ihrer Einsätze 1943 werden sollte. Die Reichsluftverteidigung Zum Glück für die Alliierten Bomber hatte bis jetzt meistens das schlechte Wetter die Zerstörer und die amerikanischen Bomber getrennt, bis am 11. Januar 1944 650 schwere Bomber tief nach Deutschland eindrangen, um Flugzeugfabriken in der Gegend von Braunschweig zu bombardieren. In einem massierten Einsatz von Bf 110 feuerten die Zerstörergruppen ihre 240 mm Raketen in den eng im Formationsverband fliegenden Bomberpulk, brachten damit die schützenden Bomberformationen auseinander, trafen sich mit Bf 109 Jägern und brachten 41 feindliche Bomber zum Absturz. Am 16.3.1944 gelang es 43 Bf 110, an einem Tag 18 B-17 abzuschiessen. Danach wurden die Bomber immer durch Jäger begleitet. In den nun tobenden Luftkämpfen wurden 26 (60%) der eingesetzten Zerstörer abgeschossen. Nach diesen äuserst schweren Verlusten löste das ZG 76 seine III. Gruppe auf. Der Ergänzung der zerstörergruppen durch die Me 109 wurde höchste Priorität gegeben. Im Juni 1944 waren nur noch die II./ZG 1 mit Bf 110 einsatzbereit. Immer weiter und weiter ostwärts von den amerikanischen Begleitjägern gejagt, war der letzte Tageseinsatz der Zerstörer die Luftschlacht über Bidapest, wo die II./ZG 1 zusammen mit der I./ZG 76 (Me 410) und II./JG 77 (bf 109) 45 alliierte Flugzeuge vom Himmel schiessen konnten. Kurz nach diesem Luftkampf tauschte die II./ZG 1 ihre Bf 110 gegen Bf 109 G aus und wurde in das II./JG 76 umgegliedert. So endete die bunte Laufbahn eines der umstrittensten Jäger, die im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz gekommen waren. Typen und technische Daten![]() Bf 110 BIm März 1938 hatte BFW die Serienproduktion eines verbesserten Modells des zerstörers aufgenommen. Das Vorderteil wurde umgestaltet und erhielt neue aerodynamisch bessere Formen.Zwei 20 mm MG FF Maschinenkanonen wurden in die neue Nase eingebaut. Als der produktionsstand so weit war, dass man die neuen verbesserten DB 601 A-Motoren in die Flugzeugzellen hätte einauen können, standen aber diese Motoren immer noch nicht zum Einbau zur Verfügung, so dass man sich entschloss eine verbesserte Version des Jumo-Mototrs einzubauen. Im April startete die erste Maschine vom Typ Bf 110 B-O, die von zwei Jumo 210 Ga-Motoren mit je 700 PS angetrieben wurde. Im Juli 1938 liefen die ersten Bf 110 B-1 vom Fliesband. Die duetsche Luftwaffe nahm den besuch des französichen Luftfahrtmarschalls, General Vuillemin, zum Anlass, ihr neues zweitmotoriges Flugzeug vorzustellen. Der General wurde nach Augsburg geleitet und durfte Zeuge sein, wie die Bf 110 ihre Waffen zum Einsatz brachte und sich als Zerstörer vorstellte. Die Bf 110 B-1 konnte man vom Fliesband rollen sehen. Die Maschinen wurden in kurzen Abständen vorgestellt und weggeflogen. Was der französiche Luftfahrtmarschall aber nicht sehen konnte, war, dass die Vorserienmodelle Bf 110 B-O und die wenigen Bf 110 B-1 vom Band rollten, wegflogen, auserhalb der Sichtweite des Generals landeten und später zum weiteren Ausbau erneut auf das Fliesband gerollt wurden. Nur 45 Flugzeuge wurden gebaut, bevor die Produktion der Jumo-angetriebenen Flugzeuge eingestellt wurde. Der ersten zerstörergruppe/LG 1, einer Ausbildungstruppe, wurden einige von ihnen ausgeliefert; die I./ZG 1 (früher JG 141) und I./ZG 76 (früher III./JG 132) brachten diese Maschinen in ihren Ausbildungsstaffeln unter. Bf 110 B-1 - Sie hatte eine Bewaffnung von vier 7,92 MG und zwei 20 mm Maschinen-Kanonen Bf 110 B-2 - Sie hatte keine Kanonen und dafür eine Kamera. Sie war für die Aufklärung vorgesehen. Bf 110 B-3 - Sie hatte an Stellen der Kanonen eine zusätzliche Funkausrüstung und wurde als Schulflugzeug verwandt. Bf 110 CEnde 1938 war der DB 6-1 A-1 endlich als Motor für Serienflugzeuge abgenommen worden.Die vergangenen Monate waren aber nicht verloren; die Entwicklungsteams hatten ihre zeit genutzt, dass neue Flugzeugmodell zu verbessern und seinen Einsatzgrad zu erhöhen. Die tiefen und unförmigen Kühlerelemente unter jedem Motor wurden durch flache Glykolkühler neben den Tragflächenwurzeln ersetzt. Kleinere Ölkühler wurden in den unteren Teil der Motorgondel verlagert und die Flügelspitzen abgewinkelt, so dass sich die gesamtflächenspannweite um 60 cm verringerte. Der vergasereinlass wurde zu einer Öffnunf in der tragfläche auserhalb der Motorengondel verlegt. Die Höchstgeschwindigkeit betrug nun 605 km/h bei einer Höhe von 6.000 m, einer Reichweite von 1.259 km. Mit Zusatztanks ausgestattet, betrug die Reichweite 1.577 km. Ende Januar 1939 wurden Flugzeuge aus der Serie Bf 110 C-1 an die I.(Z)/LG 1, eine Lehr- und Versuchstruppe in Greigswald, ausgeliefert. Die Zahl der zur verfügung gestellten Serienmodelle konnte erhöht werden, so dass im Frühjahr und im Sommer die I./ZG 1 und die I./ZG 76 ihre FLugzeuge erhielten. Bf 110 C-1 Zerstörer Bf 110 C-2 Zerstörer - unterscheidet sich dadurch, dass er ein FuG 10 statt dem früheren FuG IIIa Funkgerät installiert hatte. Bf 110 C-3 Zerstörer - mit verbesserter MG-FF Kanone. Bf 110 C-4 Zerstörer - neu ist hier die Panzerung, die zum Schutz für die Besatzungsmitglieder eingebaut worden ist. Bf 110 C-4/B Jabo Eine Kampfbomberversion, die mit einem Paar ETC 250 Bombenaufhängevorrichtungen unter dem Leitwerk ausgestattet war, die es der besatzung erlaubte, zwei 250 kg-Bomben mitzunehmen. Angetreiben war dieses Flugzeugmuster durch zwei DB 601 N-Motoren anstatt der sonst verwendeten DB 601 A-1-Motoren. Bf 110 C-5 Dieses Flugzeugmuster wurde als Aufkläörungsmodell geflogen. Anstatt der MG-FF Kanonen hatte man eine RB 50/30 Kamera auf dem Boden der Flugzeugführerkanzel installiert. Bf 110 C-5/N Aufklärungsvariante, ähnlich dem oben beschriebenen C-5 Modell, nur mit DB 601 N-Motoren ausgestattet. Bf 110 C-6 Zerstörer Die beiden 20 mm MG-FF Kanonen wurden durch eine einzelne 30 mm MK 101 Kanone von Rheinmetall ersetzt. Bf 110 C-7 Jabo Dieses Modell trug eine ETC 500 Bombenaufhängevorrichtung unter dem Flugzeugrumpf. Diese ermöglichte eine Bombenladung von zwei 500 Kilo-Bomben. Angetrieben war dieses Modell von zwei DB 601 N-Motoren.
Bf 110 D - LangstreckenzerstörerDie Luftkämpfe über Norwegen und insbesondere in Erfahrung des I./ZG 76 hatten deutlich gemacht, dass es notwendig war, die Reichweite der Bf 110 zu vergrößern.Besonders die zusätzliche Aufgabe, Begleitschutz über der Nordsee gegen britische Jäger zu fliegen, gaben der Entwicklung der Langstrecken-Zerstörerversion höchste Priorität. Der 1.00 Liter-Unterrumpftank wurde an die Zelle unter der Bf 110 angepasst. Der Ausentank war aus SPerrholz hergestellt und ausen mit einer Bespannung versehen, so dass dieser Tank abgeworfen werden konnte, sobald sein inhalt aufgebraucht war oder das Flugzeug sich in einen Luftkampf mit dem Feind einlassen musste. Diese version mit den Zusatztanks wurde zuerst an die 2. und 3. Staffel des zerstörergeschwaders 76 ausgegeben, um bei den Überwachungsflügen in der Nordsee Hilfe zu leisten. Doch sehr bald stelle sich heraus, dass dies beiden fliegenden Staffeln Flugzeugverluste aus ungeklärten Ursachen melden mussten. Erst sehr viel später fand man heraus, dass sich in diesen Zusatztanks, obwohl das benzin bereits aufgebraucht war, hochexplosive Gase sammelten, die dazu neigten, zu explodieren. Bf 110 D-O Prototyp Unter den Rahmen des Bf 110 C-3 Modelles wurde bei mehreren Maschinen der 1.200-Unterrumpftank montiert, um mit diesen Flugzeugmustern Truppenversuche auszuführen. Bf 110 D-1/R-1 Langstreckenzerstörer Die Einsatzversionen des Langstreckenzerstörers wurde zusammen am Fliesband mit dem C-Modell aufgelegt. Der Zusatztank unter dem Rumpf des Modells wurde während der letzten Arbeitsgänge am FLiesband angebracht. Bf 110 D-1/R-2 Langstreckenzerstörer Al man feststellte, dass die unerklärlichen verluste des Bf 110 D-1/R-1 Modells auf den improvisierten unterrumpf zurückzuführen waren, konstruierte man zwei abwerfbare 900 Liter-Ausentanls unter den Tragflächen des Modells. Bf 110 D-2 Langstreckenzerstörer Dieses Modell trug zwei 300 Liter über Zündladungen abwerfbare Zusatztanks unter den Tragflächen und war mit einer ETC 500-Bombenaufhängevorrichtung ausgerüstet, an der zwei 500 Kilo-Bomben mitgeführt werden konnten Bf 110 D-3 Langstreckenzerstörer Dieses Modell konnte entweder zwei 300 Liter fassende abwerfbare Ausentanks oder zwei 900 Liter fassende abwerfbare Ausentanks mit sich führen. Das Heckteil, das die Steuerorgane aufnahm, wurde verlängert, um Platz für ein aus Gummi gefertigtes Rettungsschlauchboot zu bieten. Die Bombenaufhängevorrichtung ETC 500 gehörte als Standardausrüstung zu diesem Flugzeugtyp. Bf 110 ETrotz dem die Serienproduktion der BF 110 wegen der Ablösung dieses Modells durch die Me 210 in den Stückzahlen erheblich veringert wurde, wurden zwei weitere Versionen Mitte 1941 noch einmal voll in die Produktion gebracht.Es handelt sich um die Typen Bf 100 E und Bf 110 F. Der erste dieser Flugzeugtypen, die Bf 110 E, rollte im Frühjahr von den Fliesbändern. Auser Verbesserungen an den Panzerungen für die Besatzung und Verstärkungen an der zelle war kein äußerer Unterschied zu den früheren Modellen erkennbar. Um höhere Bombenzuladungen zu ermöglichen, war das Fahrwerk erheblich verstärkt worden. Der Kampfbomber konnte vier ETC 50 Bombenaufhängevorrichtungen aufnhemen oder zwei 300 Liter-Abwerftanks unter den Tragflächen mit sich führen. Zusätzlich hatte er eine Bombenaufhängevorrichtung unter dem Rumpf der Maschine. Bf 110 E-1 Zerstörer - ursprünglich mit dem Motor DB 601 A ausgerüstet, wurde dieses Modell jetzt schnell auf dem Motor DB 601 N umgerüstet. Bf 110 E-1/U-1 Dieses Model erhielt einen Sitz für ein drittes Besatzungsmitglied. Bf 110 E-1 Jabo Dieses Modell hatte ein verlängertes Heckteil, um ein Gummischlauchboot aufnehmen zu können. Bf 110 E-3 Aufklärer - dieses Modell war mit neuen MG-FF ausgestattet, die Bombenaufhängung am Rumpf der Maschine war entfernt und eine Kamera im Boden der Maschine installiert. Auserdem konnten entwder zwei 330 Liter oder zweis 900 Liter-Zusatztanks montiert werden. Bf 110 FKurz nach dem den E-Serien-Modellen eingeführt, war das Modell Bf 110 F mit 1.350 PS DB 601 F-Motoren ausgerüstet. Der eiinzige äuserliche Unterschied zeigte eine Vergößerung der Motorenkanzel, die in die Ölkühler eingebaut wurden.Der Einbau einer 57 mm starken Panzerglasscheibe für das Cokcpit (diese Scheibe wurde auch nachträglich in die D- und E-Modelle eingebaut) war serienmäsig. In die Bf 110 wurden laufend neue geräte eingebaut, so dass ein andauernder Zuwachs des Einsatzgewichtes zu verzeichnen war; aber da die Motorenleistungen konstant blieben, sank die eigentliche Leistung des Modells. Die Erweiterungen der Motorenleistung durch die neuen DB 601 F-Motorenausführung verbesserte die Einsatzleistung dieser Typen und erlaubte neue Einsatzvarianten. Bf 110 F-1 Dieser Jagdbomber war mit einer ETC 500 Bombenaufhängevorrichtung unter dem Rumpf der Maschine ausgerüstet, an der man entweder zwei 250 Kilo-Bomben oder zwei SC 500 Bomben oder einen AB 500 Behälter montieren konnte. Die Vier Bombenaufhängevorrichtungen ETC 50 unter den tragflächen konnten mit 50 Kilo-Bomben SC 50, SD 50 oder einem AB Behälter bestückt werden. Bf 110 F-2 Zerstörer - dieses Modell war die Standardjägerversion, die die gleiche Bewaffnung wie frühere Modelle trug. Später wurden unter den tragflächen WGr-21 Raketenabschussbehälter angebaut. Bf 110 F- 3 Aufklärungsmodell - wie in dem E-3 Modell wurden die Zwillingskanone MG-FF ausgebaut und eine Kamera am Boden der Flugzeugführerkanzel angebracht. Bf 110 GIn Erwartung, dass die Me 210 die Bf 110 bei den Einsatzverbänden an der Front im Laufe des jahres 1941 ablösen würde, wurde die produktion der Modelle Bf 110 beendet. Im Oktober wurde die Produktion bei MIAG und im Dezember bei GWF eingestellt.Es stellte sich aber heraus, dass die Produktion der Me 210 ein "abgrundtiefer Fehler" war. So wurde die Produktion der Bf 110 im Beruar 1942 wieder aufgenommen. Bereits im Sommer 1941 hatte man erste Anstrenungen unternommen, das basismuster gründlich zu verbessern. Unter der Produktionsbezeichnung Bf 110 G-O wurde das Leitwerk aerodynamisch überarbietet. Dieses Modell wurde durch zwei DB 601 F Motoren angetrieben, die eine Leistung von 1.475 PS für Starts und Notlandungen brachten und in der Höhe von 6.510 m 1.355 PS entwickelten. Das ursprüngliche Modell der Bf 110 G wurde mit zwei MG 151 anstatt der Kanone MG-FF ausgerüstet, auserdem verzichtete man auf die ETC-Bombenaufhängevorrichtung. Dieses G-1-Modell wurde jedoch niemals gebaut. Statt dessen entwarf man das G-2 Modell, dass durch die Möglichkeiten der verschiedensten Rüstsätze sowohl als Zerstörer als auch als Jagdbomber genutzt werden konnte. Diese Rüstsätze machten die G-Serie zu dem am meisten flexibel gestalteten Modell, seit dem die Bf 110 in Produktion gegangen war. Die erste Bf 110 G-2 wurde im Mai 1942 in Dienst gestellt. Bf 110 G-2 In diesem Modell wurden die überarbeiteten und vergrößerten Heckbauteile des F-4 Nachtkampftyps eingebaut. Die Bewaffnung für den Feuerkampf nach vorne bestand aus vier 7,9 MG 17 und zwei 20 mm MG 151 Kanonen. Die bei diesem Modell vorhandenen ETC 500 Bombenaufhängevorrichtungen gehörten zur Standardausrüstung, konnten aber durch Waffenbehälter, die zwei MG 151 enthielten, ersetzt werden. Die zwei 300 Liter Ausentanks konnten gegen vier ETC 50 Bombenaufhängevorrichtungen ausgetauscht werden. Bf 110 G-3 Langstreckenaufklärungsversion - dieses Modell war mit einer Rd 50/30 und einer Rb 70/30 Kamera ausgerüstet. Wie bei früheren Modellen war in dieser G 3 Version die Bewaffnung um Bugteil der Maschine auf vier MG 17 beschränkt, obwohl bei wieder anderen Typen die MG 17 durch zwei MK 108 ersetzt worden waren (Rüstsatz 3). Tarnschemen und Erkennungsmerkmale![]() ![]() Kommentare (0)
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