|
Die guten Erfolge mit dem Lastensegler Me 321 wurden verwertet, als die Luftwaffe den riesigen Segler motorisierte. Das Ergebnis wurde mit Me 323 bezeichnet. Der große Me 321 Lastensegler konnte bis zu 12 t an Truppen oder Ausrüstung transportieren, in der motorisierten Form, der Me 323, fiel die Nutzlast auf etwas mehr als 10 t zurück.
Die Motorisierung dieses riesigen Flugzeugs war notwendig, weil es sehr schwierig war, vollbeladene Me 321 Lastensegler in die Luft zu bringen. Die Lösung dieses Problems kam mit der Verwendung der französischen Gnome-Rhone 14N-Motoren, die 1940 während des Frankreichfeldzuges erbeutet worden waren. Messerschmitts erster Versuch der Motorisierung der Me 321 brachte ein Flugzeug mit 4 990 PS starken Gnome-Rhone-Motoren hervor und, obwohl es flugtauglich war, war die Nutzlast des FLugzeugs nicht viel größer als bereits derzeit gebräuchliche Flugzeugmuster transportieren konnten. Weitere Versuche der Motorisierung führten erst bei einem Einsatz von 6 Gnome-Rhone-Motoren an dies,em Luftfahrzeug zum Erfolg. Die Motoren lieferten nahezu 6.000 PS beim Start, genung um das Flugzeug und 10 t Nutzlast in die Luft zu heben. Die Me 323 wurde erstmals 1942 eingesetzt, sowohl im Mittelmeerraum, als auch an der Ostfront. Von nun an wurden bis 1944 mehr als 200 Me 323 aller Varianten hergestellt. obwohl sie nahezu völlig aus Metallrohren und einer Gewebeverkleidung hergestellt waren, waren sie gut genug und robust, um allen Widrigkeiten des Einsatzes und der Witterung und allen Kriegsschauplätzen zu widerstehen. Die Me 323 wurde in zwei großen Serien hergestellt, die verschiedenen Untertypen dieser Seri waren: Me 323 D-1 Erste Ausführung: Ausgerüstet mit 6 Gnome-Rhone 14 N-Motoren mit jeweils 720 PS. Zweiblättrige, festgestellte Propeller wurden benutzt. Es gab für die Bewaffnung fünf getrennte Plätze, ausgerüstet mit je einem MG 15 und weiteren 8-10 Fenstern, aus denen durch Soldaten mit MG 34 gefeuert werden konnte. Me 323 D-2 Grundsätzlich die gleiche Maschine wie die D-1-Variante, ausgenommen kleinerer Änderungen der inneren Ausrüstung und der Anordnung des Betriebsstofftanks in den Flügeln. Me 323 D-6 Diese war die meist produzierte Version. Sie besaß stärkere Gnome-Rhone-N 48/49-Motoren mit jeweils 990 PS. Die fünf Plätze der Bewaffnung wurden mit 13 mm-Kanonen (MG 131) stärker bewaffnet. Einige FLugzeuge der D-6-Ausführung waren mit bis zu 16 Positionen für Waffen zur Begleitung von großen Me 323-Formationen auf längeren Einsätzen ausgerüstet. Me 323 E-1 Diese Version war mit sechs Gnome-Rhone 14 R-Motoren, die jeweils 1.100 PS erzeugten, ausgerüstet. Die Bewaffnung der D-6-Serien wurden übernommen, jedoch mit zwei zusätzlichen HDL 151/20 Türmen (20 mm Kanonen) an der Oberfläche der Flügel ausgerüstet. Me 323 E-2 Im Grunde das gleiche Flugzeug wie die E-1, nur, dass an Stelle der 20 cm-Kanonen nur noch 13 mm-Kanonen eingebaut waren. Mit zwei zusätzlichen HDL-Türmen in den Flügeln ergab das die Zahl von neun MG 131-Kanonen (13 mm) als Bewaffnung.
 |