Geschütze Artillerie / Haubitzen 15 cm schwere Feldhaubitze 18 / 15 cm sFH 18
15 cm schwere Feldhaubitze 18 / 15 cm sFH 18

 

sFH 18 der LSSAH
sFH 18 der "Leibstandarte SS Adolf Hitler" im April 1941 in Feuerstellung in Griechenland.
Ende der 1920er Jahre begann bei den Firmen Krupp und Rheinmetall die Entwicklung einer 150 mm schweren Feldhaubitze, die für die Reichswehr gedacht war und die s.F.H 13 des Ersten Weltkriegs ablösen sollte. Die Entwicklung und erste Tests wurden bis 1930 im Geheimen durchgeführt. Die neue Haubitze erhielt die Bezeichnung 15 cm schwere Feldhaubitze 18.

Die Massenproduktion der s.F.H. 18 begann Ende 1933 und dauerte bis Ende des Zweiten Weltkrieges. Anfangs wurde die Haubitze in den Produktionsstätten der Firma Rheinmetall-Borsig AG in Düsseldorf gefertigt. Später wurde diie Produktion in das Speewerk in Berlin-Spandau verlegt. Weiters begann auch MAN in Augsburg und Dörries-Füllner in Bad Warmbrunn mit der Produktion. Während des Krieges wurde die s.F.H. 18 auch noch bei Skoda in den Fabriken in Dubnica gefertigt.
Bis September 1939 waren rund 2.000 s.F.H. 18 produziert. Zu dieser zeit lag die Produktionsrate bei ca. 30 150 mm Haubitzen.

Die s.F.H. 18 war eine gut durchdachte Waffe mit großer Zerstörungskraft welche die eigenen Truppen sowohl in der Verteidigung als auch beim Angriff sehr gut unterstützten konnte. Sie wurde bereits im Spanischen Bürgerkrieg unter Kampfbedingungen getestet und war bis zum Frühjahr in Francos Armee im Einsatz. Kleinere Abteilungen und Batterien wurden der Legion Condor zugeteilt. Zwei weitere Batterien wurden Spanien übergeben. Die spanischen Artilleriesten wurden von deutschen Ausbildern mit der s.F.H. 18 vertraut gemacht.

In Deutschland wurde die Heeresartillerie mittlerweile mit der s.F.H 18 ausgestattet. Zu Beginn beinhaltete eine deutsche Infanteriedivision ein leichtes Artillerie-Regiment (3 Abteilungen mit bespannten 105 mm le.F.H. 18) und ein schweres Artillerie-Regiment (2 Abteilungen mit 150 mm s.F.H. 18, davon eines bespannt und eines motorisiert). In der Wehrmacht wurden die schweren Artillerie-Regimenter dann umformiert und in einer Infanteriedivision befand sich nur noch ein bespannte schwere Artillerie-Abteilung. Die anderen Abteilungen wurden der Reserve der Heeresartillerie zugeteilt und später als eigenständige Einheiten eingesetzt.
Während des Krieges verfügte praktisch jede Infanteriedivision über eine schwere Artillerie-Abteilung, welche sich aus 3 Batterien mit jeweils 4 s.F.H. 18 zusammensetzte (ab Februar 1945: 3 Offiziere, 29 Unteroffiziere, 131 Mannschaften, 125 Pferde, 26 Pferdewagen und 2 motorisierte Fahrzeuge).
Bei den ab 1944 gebildeten Volksgrenadier-Division gab es einige Unterschiede, so setzte sich eine schwere Artillerie-Abteilung aus nur noch 2 Batterien zusammen, welche allerdings mit jeweils 6 Haubitzen ausgestattet waren. (3 Offiziere, 30 Unteroffiziere, 159 Mannschaften, 138 Pferde, 27 Pferdewagen und 2 motorisierte Fahrzeuge)
Bei den motorisierten Divisionen der Wehrmacht war auch das Artillerie-Regiment komplett motorisiert. Hier besaß die schwere Artillerie-Abteilung 3 Batterien mit jeweils 4 s.F.H. 18.
Die Organisation innerhalb der Panzerdivisionen war unterschiedlich. Im September 1939 verfügte die Panzertruppe nur über zwei Abteilungen mit le.F.H. 18., zusammengefasst im Artillerie-Regiment 74 (mot.) der 2. Panzer-Division. Hier befanden sich innerhalb der 2. Abteilung zwei Batterien mit jeweils 4 s.F.H. 18. Während des Westfeldzuges erhielt die 10. Panzer-Division ebenfalls eine Abteilung mit s.F.H. 18.
Weiters besaß die 1. Panzer-Division eine Abteilung mit 3 Batterien mit jeweils 4 s.F.H. 18.
Während des Russlandfeldzuges befand sich innerhalb jedes Artillerie-Regiment einer Panzer-Division eine schwere Artillerie-Abteilung mit jeweils 3 s.F.H. 18 Batterien.

Am 1. September 1939 befanden sich insgesamt 2.049 s.F.H. innerhalb der deutschen Armee. Am 1. April 1940 waren es 2.330 und am 1. Juni 1941 bereits 2.867. Gegen Ende des Krieges, im Dezember 1944, zählten die s.F.H. 18 gemeinsam mit der s.F.H. 42 noch rund 2.500 Stück.
Die s.F.H. 18 wurde während des Krieges auch an andere Staaten geliefert, so wurde die Haubitze in Finnland z.B. unter der Bezeichnung m/40 geführt oder in Italien als Obice da 149/28.

Technische Daten

 Kaliber: 
 150 mm 
 Typ:   Schwere Artillerie
 Datum:  1934
 Hersteller:  Rheinmetall-Borsig
 Produziert:  5403
 Besatzung:  12
 Gewicht:  5412 kg
 Höhenrichtbereich:  +45° / -3°
 Seitenrichtbereich:  64°
 Mündungsgeschwindigkeit:  520 m/sec
 Feuerrate:  4 Schuss/min
 Reichweite:  13335

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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 28. Mai 2010 um 14:43 Uhr
 

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