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| 12,8 cm FlaK 40 L / 61 |
Noch waren die Versuche mit der 10,5 cm Flak nicht abgeschlossen, da erhielt die Firma Rheinmetall bereits den Auftrag, ein noch schwereres Flugabwehrgeschütz mit dem kaliber 12,8 cm zu entwickeln. Bereits 1937 waren davon die ersten Prototypen erstellt und erfolgreich erprobt. Unter der Bezeichnung 12,8 cm Flak 40 begann später die Fertigung. Doch erst 1941 bekam die Truppe die ersten Geschütze dieses Typs aus der Serienfertigung. Diese ersten 12,8 geschütze standen auf einer Kreuzlafette. Zum Transport musste das Rohr wegen seines hohen Gewichtes von 4828 kg ausgebaut und auf einem gesonderten Transportfahrzeug, dem Rohrwagen 40, befördert werden. Es zeigte sich, dass dies für eine Flugabwehrkanone ungünstig war. Die bessere Lösung bestand darin, dass der Drehkranz der Pivotlafette auf eine Plattform geschraubt wurde, an deren vier Ecken horizontal klappbare Ausleger befestigt waren. Nun konnte das Geschütz mit zurückgezogenem Rohr mit Hilfe einer hydraulischen Hebevorrichtung auf zwei gleiche, bierrädrige Protzen, den Sonderanhänger 220, geboten werden. Trotzdem war es mit 17.000 kg für einen raschen Stellungswechsel zu schwer. Da die ballistischen Werte aber vor allem bei der Bekämpfung der immer höher einfliegenden anglo-amerikanischen Superfestungen besser waren als die der 8,8 und 10,5 cm Flak, konnte man auf diese 12,8 cm Flak nicht verzichten. Mit einer Vo von 880 m/sek bis 895 m/sek (je nach Munitionsart) erreichte sie eine Schussweite bei 45° Rohrerhöhung von 20.950 m und eine Schusshöhe bei 85° Rohrerhöhung von 14.800m. Bei der Fertigung waren drei verschiedene Arten der Aufstellung vorgesehen:
Verschossen wurde nur Patronenmunition. im Einsatz gegen Flugziele kam Munition mit Zeitzünder, gegen Erdziele solche mit Zeit- oder Aufschlagzünder zur Verwendung. Die Zeitzünder wurden mit Hilfe der an der linken Oberlafettenwand anbrachten Zünderstellmaschine nach den vom Kommandogerät ermittelten und übertragenen Werte selbsttätig gestellt. Die 12,8 cm Flak-Zwilling hatten an der linken und rechten Seite der Oberlafette eine Zünderstellmaschine, weil jedes Rohr getrennt elektrisch-automatisch geladen und abgefeuert werden konnte. Die Feuergeschwindigkeit betrug 12 Schuss pro Minute, mit einer 12,8 cm Flak-Zwilling konnten 24 Schuss in der Minute an den Gegner gebracht werden.
Die Bekämpfung von Luftzielen erfolgte im indirekten Richtverfahren. Die vom Kommandogerät 40 ermittelten Schusswerte für Seite, Höhe und Zünderlaufzeit wurden auf elektrischem Weg durch das Übertragungsgerät 37 an die jeweiligen Empfänger der geschütze übertragen. Beim Ausfall des Übertragungsgerätes wurden die Schusswerte fernmündlich übermittelt. Beim Schießen gegen Erd- oder Seeziele wurde im direkten Richtverfahren mit dem Flakzielfernrohr 20 eingerichtet. Den Kraftstoff für die vier Geschütze einer Batterie lieferte ein Maschinensatz 220/380 V, 60 KVA oder zwei parallel geschaltete Maschinensätze 220/380 V, 30 KVA 39. Der Antriebsmotor jedes Maschinensatzes war ein wassergekühlter Daimler-Benz 8-Zylinder 4-Taktmotor Typ MO8, der den Stromerzeuger (einen Drehstromgenerator) antrieb. Die Leistung des Motors bei einer Drehzahl von n=1500 U/min betrug 51 PS. Fahrbar war jeder Maschinensatz auf dem Sonderanhänger 104. Bei Vorhandensein eines Ortsnetzes 220/380 V konnte die Batterie auch bei stillgesetzten Maschinensätzen über die vierpolige Steckdose eines Maschinensatzes mit Kraftstrom versorgt werden. Kommentare (0)
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 27. Oktober 2009 um 23:29 Uhr |