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| 8,8 cm Flak 41 |
Den für die Flakrüstung verantwortlichen Stellen war schon Ende der dreißiger Jahre klar, dass die ballistischen Leistungen der 8,8 cm Flak 18 zur Bekämpfung der sich immer rascher entwickelnden Bombenflugzeuge kaum noch ausreichen würde. Rheinmetall-Borsig begann daher bereits 1939 mit der Entwicklung einer 8,8 cm Flak, die der alten in den ballistischen Leistungen weit überlegen sein sollte, andere Eigenschaften der bereits erprobten und bewährten 8,8 mussten möglichst erhalten bleiben. Das waren z.B. die Beweglichkeit durch ein nicht zu hohes Gewicht, eine wenn möglich noch niedrigere Feuerhöhe, schnelle Schussfolge und Unabhängigkeit von Stromaggregaten. Diese Entwicklungsarbeiten wurden durch den Kriegsbeginn beschleunigt, wobei sich nun auch die Firma Krupp beteiligte.1942 waren dann die 8,8 cm Flak 41 als damals beste Flak der Welt einsatzbereit. Mit einer Vo von 1000 m/sek (die spätere 8,8 cm Flak 43 hatte eine Vo von 1200 m/sek), einer Schussweite von maximal 19.800 m bei 45° Rohrerhöhung und einer Durchschlagsleistung von 192 mm Panzerstahl mit der Panzergranate 40 auf 1000 m Entfernung war sie der alten 8,8 weit überlegen. Ja, sie übertraf die bereits im Einsatz stehende 10,5 cm Flak und kam fast an die ballistischen Leistungen der 12,8 cm Flak heran. fahrbar war die 8,8 cm Flak 41 auf dem zwei achsigen Sonderanhänger 202. Gezogen wurde sie von dem Zgkw. 12 t (Sd.Kfz.8). Auf dem Marsch zeigte das Rohr nach hinten. Rohrbremse, Luftvorholer und Kraftspeicher waren dabei entkuppelt und das Rohr zurückgezogen. Die Seitenholme, die Richtsitze und der Sitz an der Zünderstellmaschine, sowie die Seitenteile des Schutzschildes mussten an die Lafette geklappt werden. Mit einer Feuerhöhe von 1.250 mm über dem Erdboden war diese 8,8 um 350 mm niedriger als die 8,8 cm Flak 18. Durch den Einbau von Schleifringkörpern war das Seitenrichtfeld unbegrenzt. Das Höhenrichtfeld erstrecke sich von -3° bis +90°. Die Richtmaschinen konnten nur mit der Hand bedient werden. Für den Höhenrichttrieb waren bei der Bekämpfung von Luftzielen zwei Bedienungsleute erforderlich, der K 1 und der K 10. Die Schusswerte beim indirekten Richten für Höhe, Seite und Zünderlaufzeit kamen vom Kommandogerät 40 durch das Übertragungsgerät 37, einem Wechselstromfolgezeigergerät, an die Geschütze. Beim direkten Richten gegen Erdziele visierte der K 2 das Ziel mit dem Flakzielrohr laufend an. Verschossen wurden Sprenggranat-Patronen mit einem Geschossgewicht von 9,4 kg und Aufschlag- oder Zeitzünder oder Panzergranat-Patronen mit einem Geschossgewicht von 10,2 kg. Das Laden erfolgte durch die Ladeeinrichtung selbsttätig. Die Patrone wurde nach beendeter Zünderstellung in der Zünderstellmaschine eim Ertönen der Feuerglocke vom K 3 von Hand aus der Halterung der Zünderstellmaschine genommen und dem Ansetzer zugeführt. Dort erfassten sie die Ansetzerrollen und beförderten sie ins Rohr. Der Schubkurbel-Flachkeilverschluss schloss sich, und die Abfeuerung der Patrone erfolgte beim Luftzielbeschuss selbsttätig. Es konnte aber auch mit Hilfe des Abfeuerungsschalters von hand gefeuert werden. Beim Schießen gegen Erd- oder Seeziele hatte der K 2 am Flakzielfernrohr mittels eines Fußschalters die Möglichkeit, den Schuss auszulösen.
Die Null-Serie von 44 Geschützen kam auf Befehl Hitlers sofort zu dem in Bedrängnis geratenen Afrikakorps. Doch nur knapp die Hälfte erreichte afrikanischen Boden. Der andere Teil versank bei der Überfahrt im Mittelmeer. Obwohl sich die 8,8 cm Flak 41 trotz einiger Kinderkrankheiten im Einsatz gut bewährt hatte, so erwies sich der fünfteilige Rohraufbau beim Verschießen von Munition mit Messinghülsen als ungünstig, lief die Produktion erstaunlicherweise nur zögernd an. Eine von oben befohlene Schwerpunktverlagerung in der Rüstungsproduktion verhinderte zunächst die Herstellung einer größeren Stückzahl. Als endlich 1944 ein monatlicher Ausstoß von 275 8,8 cm Flak 41 gefordert wurde, machten sich die Auswirkungen der Bombenangriffe auf die Produktionsstätten nachteilig bemerkbar, so dass dieses Soll nie erfüllt werden konnte. Obwohl dieses leistungsstarke Geschütz zur Abwehr der immer höher einfliegenden Feindbomber im Heimatkriegsgebiet dringend gebracht wurde, kamen der größte Teil der gefertigten Kanonen sofort an die Front zum Erdkampfeinsatz. Im September 1944 waren im Bereich der Luftflotte Reich ganze 41 8,8 cm Flak 41 im Einsatz. Die gesamte Flakartillerie besaß im Februar 1945 nur 287 Geschütze dieses Typs. Kommentare (1)
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Ab März 1944 tat ich meinen Dienst in der Führerflak-Abteilung. |
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 28. Oktober 2009 um 22:03 Uhr |