Geschütze Panzerabwehrkanonen PAK 7,5 cm PaK 40 L / 48
7,5 cm PaK 40 L / 48

75mm PaK 40 L / 48
Um der ständigen Forderung der Truppe nach einer wirksamen Kanone zur Panzerabwehr endlich Rechnung zu tragen, wurde zwar kein neues Geschütz entwickelt, doch die bisherige 5 cm Pak gewissermaßen "vergrößert" und mit einem neuen Rohr mit stärkerem Kaliber versehen. So entstand die 7,5 cm Pak als kurz- und langrohrige Ausführung, die ab 1940 hergestellt und mit deren Auslieferung an die Truppe ab Ende November 1941 begonnen wurde. Sie war der 5 cm so ähnlich, dass sie von ihr äuserlich nur schwer zu unterscheiden war. Sie hatte die gleiche Lafette mit spreizbaren Rohrholmen und Scheibenrädern mit Vollgummibereifung. Die Räder stammten aus der Produktion der 15 cm schweren Feldhaubitze. Das längere Rohr besas eine Mündungsbremse. Rücklaufbremse und Vorholer befanden sich ebenfalls in der Rohrwiege. Zwei niedrige, schräg abgewinkelte Schilde von je 4 mm Stärke mit 25 mm Abstand und ein nach vorn abklappbarer zusätzlicher Teil-Schild boten der Bedienung Schutz.
Bezeichnend war, dass diese Pak keine Sprenggranaten mehr, sondern nur noch Panzergranaten verschoss.
Als Zugfahrzeug diente ein Raupenschlepper Ost (RSO), gleichzeitig auch zum Transport der Bedienung und Munition.

Erst mit dieser 7,5 cm Pak erhielten die Panzerjäger eine bis Kriegsende voll leistungsfähige und wirksame Kanone mit ausgezeichneter Durchschlagskraft, die als neue Standard-Panzerabwehrwaffe gegen nahezu alle feindlichen Panzertypen im Einsatz blieb. Einen großen Nachteil hatte die 7,5 cm Pak jedoch: sie besas ein solch hohes Gewicht, dass ein Bewegen im Mannschaftszug auch auf kurzen Strecken durch die Bedienung nicht mehr möglich, ja selbst eine Bewegung durch Zugfahrzeuge auf dem Kampffeld, beim Beziehen von Feuerstellungen und bei notwendigen raschen Stellungswechseln oft nur schwer durchzuführen war. Ein Stellungswechsel bei Tage war fast unmöglich, da die Zugmaschinen (RSO) zu auffällig waren. So blieb nicht aus, dass durch ihre Unbeweglichkeit ein Großteil der Kanonen, besonders bei den Rückzugskämpfen im Ostfeldzug im Winter und in Schlammperioden, verloren ging.
Auch blieb die Zahl der verfügbaren 7,5 cm Pak beschränkt. 1942 waren erst 1360 Kanonen an die Front gelangt, am 1.10.1944 belief sich die Zahl auf 4805 Stück (vorübergehend ausreichend für etwa 80 Divisionen).

 Kaliber:
 7,5 cm
 Typ:  mittlere/schwere Pak
 Datum:
 Nov. 1941
 Hersteller:
 Rheinmetall-Borsig
 Produziert:
 23303
 Bedienung:
 5
 Gewicht:
 1425-1500 kg
 Länge / Rohrlänge:
 6,18 m / 3,92 m
 Höhenrichtbereich:
 +22° / -5°
 Seitenrichtbereich:  65°
 Feuerrate:
 10 - 12 Schuss/min
 Durchschlagskraft:
 Pz.Gr. mit Stahlkern:
 120 mm bei 100 m
 104 mm bei 500 m
 76 mm bei 1000m
 Pz.Gr. mit Hartkern:
 135 mm bei 100 m
 115 mm bei 500 m
 96 mm bei 1000 m
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