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| Flammenwerfer - Übersicht |
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Der Flammenwerfer wurde zuerst von den Deutschen 1914 eingesetzt. Die bloße Drohung mit dem Einsatz von Flammenwerfern reichte oft schon aus, dass Soldaten kapitulierten, die andernfalls im granat- oder MG-Feuer kaltblütig ausgehalten hätten. Andererseits verlangte die Handhabung eines Flammenwerfers große Geschicklichkeit. Eine echte Wirkung erzielten sie allerdings nur im Stellungskrieg beim Einsatz gegen vorbereitete Befestigungen. Es ist bemerkenswert, dass Flammenwerfer mit Erfolg gegen unterirdische Gänge der Japaner auf den pazifischen Inseln, aber auch in Korea und Vietnam eingesetzt wurden. Aber kein Land der NATO oder des Warschauer Pakts hat moderne Flammenwerfer für die Verwendung bei der kämpfenden Truppe. Die Deutschen setzten nach 1941 Flammenwerfer zumeist nur noch auf gepanzerten Fahrzeugen ein. Jeder Flammenwerfer besteht aus vier wichtigen Teilen: aus einem Behälter mit brennbarer Flüssigkeit, die meist klebrig ist, so dass sie sich auf der menschlichen haut fest setzt, aus einem weiteren behälter mit komprimiertem Gas, das die Flüssigkeit treibt, aus einem Rohe, in dem beides gemischt wird, und einer Düse mit eingebautem Zünder, um das Flamm-Material zu versprühen. Der erste Flammenwerfer des Heeres war das schwere und unhandliche Modell 35 mit einem Gewicht von 35,8 kg, darauf folgten die fast identischen Modelle 40 und 41, bei denen eine beachtiliche Reduzierung des Gewichts bis auf 21,42 kg erzielt werden konnte. Schließlich kam das Modell 42 heraus, es wog nur 13,37 kg und hatte anstelle eines Gasbehälters Treibpatronen, die unter den klimatischen Bedingungen in Russland nicht einfroren. Alle diese Flammenwerfer hatten Flüssigkeit und Gas für 10 Feuerstösse von je einer Sekunde und hatten eine Reichweite von 20-25 Metern. Das letzte Modell gegen Kriegsende war der "Einstoßflammenwerfer 46", der ursprünglich für die Belange der Fallschrimjäger entwickelt worden war. Dies war ein einfacher Hohlkörper, der mit Brennstoff gefüllt war und eine Gaspatrone hatte, die für einen einmaligen Feuerstoss von einer Sekunde ausreichte. Nach der Benutzung wurde die Waffe weggeworfen. Von den letzten Tagen der belagerung Berlins abgesehen, scheint aber dieser Flammenwerfer nur beschränkte Verwendung gefunden zu haben. Kommentare (0)
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