Handfeuerwaffen Maschinengewehre Leichtes Maschinengewehr 34
Leichtes Maschinengewehr 34

Leichtes Maschinengewehr 34

Das 1934 anstelle des bisher noch aus dem 1. Weltkrieg stammende leichten MG 08/15 eingeführte leichte MG 34 war ein Gasdruck-Rückstosslader mit Luftkühlung. Die Visierweite ging von 200 m bis 2000 m. Das IMG war für Einzel- und Dauerfeuer eingerichtet, wobei Dauerfeuer hies, dass - um im Ziel zu bleiben - nur jeweils schnell aufeinanderfolgende Feuerstösse von 3 bis 6 Schuss abzugeben waren. Durch das ausklappbare Zweibein konnte bei Vorderunterstützung auf weite und mittlere Entfernungen, und bei Mittelunterstützung mit größerem Schwenkbereich auf nahe Entfernungen geschossen werden. Die Munitionszuführung erfolgte durch Metallgurte mit je 50 Schuss oder aus Metalltrommeln (Gurttrommeln) zu ebenfalls 50 Schuss. Durch die an die Zuführung des MG angehängten Gurttrommel war das MG sofort feuerbereit (der leergeschossene Gurt rollte sich in der Trommel selbsttätig auf). Da die Munition die gleiche wie für das Gewehr 98 k war, konnte sie im Bedarfsfall gegenseitig ausgewechselt werden. Beim Gurten wurden die Patronen per Hand in die Gurtbänder eingeschoben, wobei je nach Befehl auch Sondermunition (z.B. Leuchtspurmunition) dazwischen gegurtet werden konnten. Gefeuert wurd durch den Schützen 1 im Bewegungskreis gewöhnlich im Liegen. Wenn es die Örtlichkeit erforderte, konnte er auch im Stehen oder über die Schulter des Schützen 2 schießen, der dann das Zweibein festhielt.
Auf ein ausziehbares Stativ (Fliegerdreibein - Gewicht 6,9 kg) gesetzt, konnte das lMG - mit einem Kreisvisier versehen - auch zur FLugabwehr eingesetzt werden. Diese unhandlichen Fliegerdreibeine, vom Gefechtsfahrzeug des Zuges mitgeführt, wurden aber nur wenig benützt und kamen bald auser Gebrauch. Schneller und einfacher ging es, zur Abwehr feindlicher Tiefflieger mit dem auf die Schulter des Schützen 2 aufgelegten MG zu feuern.
Auch für diese Waffe gab es einige Nachteile. Beim Feuern wurde der Lauf sehr schnell heiss und musste deshalb gewechslet werden. Beim Laufwechsel musste man aber äuserst vorsichtig sein, um sich nicht die Hände zu verbrennen. Unpraktisch war dabei, dass dazu der Deckel des MG geöffnet, der Verschluss freigelegt und der heisse Lauf mit Asbesthandschuhen oder Metallklaue herausgezogen werden musste, was natürlich bei Nacht ziemlich schwierig war. Auserdem war das MG sehr empfindlich gegen Staub, Sand, Schnee usw. und in der Herstellung sehr aufwendig.

Bei den leichten Maschinengewehren lag die Hauptfeuerkraft der Schützenkompanien. Ihr geringes Gewicht und niedriger Aufbau erlaubten eine Verwendung in vorderster Linie, in allen Kampflagen, durch nur einen Schützen.  

 Hersteller:  Rheinmetall-Borsig
 Mauser
 Produziert:  354020
 Magazin:  75 Schuss Trommelmagazin
 50 Schuss Trommelmagazin
 50 Schuss Riegel
 Gewicht: 12,1 kg
 Länge (Lauflänge): 1,22 m (59,6 cm)
 Mündungsgeschwindigkeit: 755 m/sec
 Feuerrate: 800 - 900 Schuss/min
 Effektive Feuerrate:  250 Schuss/min
 Reichweite: 3000 m
 Wirksame Reichweite: 2000 m
 Zubehör: Lafette 34, Dreibein 34
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