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Die deutsche Infanterie des 2. Weltkrieges besas als einzige unter allen damaligen Militärmächten erstmals ein Einheitsmaschinengewhr, das MG 34, dass als leichtes und als schweres MG verwendet werden konnte. Um als schweres MG zu gelten und wirken zu können, musste das leichte MG ohne Zweibein auf eine Lafette gesetzt werden, wie sie in den sMG-Zügen vorhanden war. Durch diese Lafette, auf der das MG fest, aber federnd und schwenkbar gelagert war, konnte der anhaltende Rückstoss einer längeren Schussfolge aufgefangen und die Schussweite erheblich gesteigert werden. Mithin lies sich also im Gegensatz zum leichten MG , mit dem nur kurze Feuerstösse abzugeben waren, Dauerfeuer auch auf große Entfernungen schießen. Die Lafette bestand aus einem Dreibeinstativ mit einschiebbaren vordernen und zwei hinteren Standbeinen, dabei am vorderen Standbein angebracht zwei Tragepolster sowie Lagerungsfläche und Abzugsvorrichtung für das MG. Zusammengeklappt und mit den Standbeinen eingeschoben, wurde die Lafette vom Schützen 2 auf dem Rücken getragen. Zum sMG gehörte noch ein Richtaufsatz mit Zieleinrichtung. Das sMG konnte im direkten und indirekten Richten schießen. Direktes Richten heis, dass das MG aus offener Feuerstellung schoss und das Ziel dabei direkt über Kimme und Korn oder mit dem Zielfernrohr der sMG-Zieleinrichtung angerichtet wurde. Beim indirekten Richtverfahren wurde aus verdeckter Stellung gefeuert und das Ziel dem Richtkreis und Richtaufsatz der sMG-Zieleinrichtung angerichtet. Beim indirekten Richten konnte die Schussweite gesteigert und durch die natürlicherweise hochsteigenden Geschossgarben die eigene Truppe, z.B. im Angriff, überschossen und dadurch der Feind niedergehalten werden. So erreichten die Geschossgarben bei 1200 m Schussweite eine Gipfelhöhe von 8,5 m, bei 2000 m schon eine Höhe von 42 m. Allerdings wurde schon im Westfeldzug 1940 nur noch wenig im indirekten Richtverfahren geschossen, später kaum noch. Auch war ein Lückenschießen möglich, doch durfte das MG-Feuer im allgemeinen nicht näher als 200 bis 300 m vor die eigene Truppe gelegt werden. Bemerkenswert war noch der sog. "Tiefenfeuerautomat", der selbstständig die Geschossgarben wellenförmig zum Ziel hin hob und senkte (also wechselnd gegen höhere und niedere Ziele) und so zur Erhöhung der Streuung beitrug. Die Munitionszuführung erfolgte aus den üblichen MG-Kasten zu 300 Schuss, wobei die einzelnen, für die leichten MG üblichen Metallgurte zu je 50 Patronen zusammengehängt wurden.
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