Handfeuerwaffen Maschinenpistolen Maschinenpistole 40 "MP 40"
Maschinenpistole 40 "MP 40"

Maschinenpistole 40

Deutscherseits konnte man sich lange nicht für eine Weiterentwicklung und allgemeine Verwendung der noch im 1. Weltkrieg aufgekommenen Maschinenpistole 18, auch MPi Bergmann genannt, entschliesen, die noch im Westfeldzug 1940 mit nur 3 Stück in einer Kompanie (eine für jeden Zugführer) vorhanden war. Erst 1941 kam die mit geringen Verbesserungen aus der inzwischen entwickelten MPi 38 enstandene MPi 40 zur Truppe. Beide Modelle unterschieden sich kaum voneinander. Diese Maschinenpistole war eine - erstmals - im Blechprägeverfahren hergestellte automatische Handfeuerwaffe, die als Rückstosslader mit Massenfederverschluss nur Dauerfeuer schießen konnte.
Gefeuert wurde entweder mit eingeklappter, meist jedoch mit ausgeklappter Schulterstütze. DieVisierung bestand aus einem Stangenvisier bis 100 m und einem Klappvisier bis 200 m. Die Munitionszuführung erfolgte durch ein unten angesetztes Stangenmagazin.
Die Maschinenpistole hatte bei sonst guten Eigenschaften einige schwerwiegende Mängel. Sie war sehr anfällig gegen Nässe, Schmutz und Kälte, was oft Hemmungen brachte. Auserdem war die Sicherung nicht zuverlässig genug, dies führte leicht zu Unfällen. Schon bei etwas zu hartem Aufsetzen auf den Boden konnte sich bei geladener Waffe ein Schuss lösen. Die Truppe behalf sich damit, dass sie die Sicherung mit einem zusätzlichen kleinen Riemen fester machte. Nicht zuletzt erlahmte bei dem geraden, glatten Magazin bei voller Patronenfüllung die Magazinfeder ziemlich rasch, was wiederum zu vielen Hemmungen in entscheidenden Augenblicken führte. Dem konnte nur dadurch abgeholfen werden, dass weniger Patronen in die Magazine gefüllt wurden.

Trotz der genannten Nachteile, die später verbessert wurden, blieb die MPi 40 neben dem Gewehr die Standardwaffe der Infanteire, mit der vor allem die Zug- und Gruppenführer ausgerüstet wurden. Sie war eine Waffe für kurze Entfernungen, die sich besonders für Nahkampf, Orts- und Waldkampf eignete. Diese Maschinenpistole wurde in sehr großer Anzahl ausgegeben. Wie groß die Fertigung war, geht daraus hervor, dass allein im März 1945 noch 48 300 Stück hergestellt wurden.

 Kaliber: 
 9 mm Parabellum
 Typ: Vollautomatik
 Datum:  August 1938
 Hersteller:  Erfurt Maschinenwerke
 Haenel
 Steyr
 Produziert:  908317
 Magazin:  32 Schuss
 Gewicht: 4,1 kg
 Länge: 63,5 cm / 88,9 cm
 Mündungsgeschwindigkeit: 381 m/sec
 Feuerrate: 400 - 500 Schuss/min
 Effektive Feuerrate:  120 Schuss/min
 Reichweite: 200 m
 Zielfernrohr: -
 Zubehör: Schalldämpfer
Kommentare (1)Add Comment
Roro
Oktober 17, 2010
212.202.130.36
...

Diese MPI 40 wurde nach angaben meines Vaters auch ab ende 1944 mit einem um 90° gebogenen Lauf mit aufmontierten Spiegel für den Häuserkampf ausgeliefert.Mann konnte damit "um die ecke" schießen ohne selbst durch Feindfeuer gefährdet zu sein.

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