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| Raketen-Panzerbüchse 54 "Panzerschreck" |
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Die Entwicklung der Raketenpanzerbüchse war durch die amerikanische Panzerbüchse "Bazooka" ausgelöst worden, die man im Frühjahr 1943 in Tunesien erbeut und zur Erprobung nach Kummersdorf gebracht hatte. Die Raketenpanzerbüchse wog leer 9,25 kg und war 1640 mm lang. Geringes Gewicht und sehr einfache Handhabung machten sie zur Panzerabwehr in vorderster Linie geeignet. Erste Modelle besaßen kein Schutzschild. Hier musste sich der Schütze behelfsmäsig durch Stulpenhandschuhe, Kopfschutzhaube und Gasmaske ohne Filter vor zurück fliegenden Pulverresten schützen. Ab Oktober 1943 wurde die verbesserte Raketenpanzerbüchse 54 gefertigt. Sie hatte ein Schutzschild mit Sichtfenster und woh 11 kg. Laut Verfügung des OKH erfolgte die offizielle Einführung dieser Panzerabwehrwaffe erst mit Wirkung vom 20. August 1944. Ein erster Auftrag über 382.000 Raketenpanzerbüchsen war aber bereits im juli 1944 ausgelaufen. Anfang 1945 ging die verbesserte Raketenpanzerbüchse 54/1 in Fertigung. Der Auftrag belief sich auf 48.000 Stück. Sie hatte ein kürzeres Rohr und eine verbesserte Zieleinrichtung. Ab Dezember 1944 wurden Raketenpanzerbüchsen 54 auf das neue Modell abgeändert. Lebensdauer des Rohres: 200 Schuss. Weiterentwicklungen der Raketenpanzerbüchse liefen in verschiedene Richtungen: Bereits im August 1943 war ein vergrößertes Modell, Kaliber 10,5 cm vorgeschlagen worden. Mit der Panzerfaust 150 wurde die Vereinheitlichung des Gefechtskopfes angestrebt. Die SS-Waffenakademie ließ Versuchsmuster aus imprägnierter Presspappe herstellen. Für den Einsatz bei den Panzerjägern der Panzergrenadier-Bataillone (SPW) wurde in den Heerestechnischen Verordnungsblättern vom 15. Januar 1945 eine genaue Anleitung für das Anbringen von Halterungen zur Montage von Raketenpanzerbüchsen auf Schützenpanzerwagen (Sd.Kfz.251) veröffentlicht.
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| Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 23. September 2009 um 15:58 Uhr |