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| Leuchtpistolen |
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Die deutsche Standard-Leuchtpistole war die 27 mm Leuchtpistole, die Carl Walther in Zella-Mehlis entwickelte und herstellte. Sie wurde 1928 eingeführt und anfangs aus Stahl gefertigt. Später diktieren die steigenden Forderungen an die Stahlproduktion die Verwendung von Aluminium und noch später einer Zinklegierung. Die Leucht- und Signal-Pistole verschoss eine ganze Reihe der verschiedensten Farbpatronen, darunter auch eine "Pfeifpatrone", die die universale Warnung vor einem Gasangriff verkündete. Die meisten Leuchtpistolen erhielt das Heer zur Gefechtsfeldbeleuchtung, doch gaben auch Marine (diese wegen des korrodierenden Salzwassers oft aus Edelstahlausführungen) und Luftwaffe mittels aus Leuchtpistolen abgefeuerten Lichtsignalen verabredete Meldungen ab. 1942 führten sich häufende Forderungen nach Nahunterstützungswaffen zu verschiedenen Notlösungen. Eine davon war, aus abgeänderten Leuchtpistolen kleinkalibrige Sprenggeschosse zu verschießen. Die mit nunmehr gezogenem Lauf und einem Behelfsvisier versehenen Leuchtpistolen wurden als Kampfpistolen bezeichnet. Noch später wurde die Sturmpistole entwickelt, die zur Panzerbekämpfung eine kleinkalibrige Hohlladungsgranate verschoss. Sie erhielt eine Klappschulterstütze aus Metall und ein komplexes kleines Libellenvisier. Nach Ausbau des gezogenen Stahllaufes konnte sie wieder Leuchtmunition verschießen. Von all den vielen ungewöhnlichen Waffen, die die deutschen Konstrukteure entwickelten, müssen Kampf- und Sturmpistole zu den nutzlosesten gezählt haben, da die verschossene kleinkalibrigen Granaten viel zu wenig Sprengstoff enthielten, um gegen gepanzerte Ziele eine nennenswerte Wirkung zu erzielen. Ihr Kampfwert war, zumindest in dieser Hinsicht, äußerst begrenzt und stand in keinem Verhältnis zu dem Aufwand an Arbeit und Kosten für ihre Entwicklung und Fertigung. Dennoch können sie als Vorläufer der modernen Granatpistolen gelten, wie sie etwa die deutsche Firma Heckler & Koch für Polizei und Militär herstellt (MZP 1, Kaliber 40 mm x 53). Carl Walther stellte auch die Sternsignalpistole in ein- und doppelläufigen Ausführungen her, von denen die meisten an die Kriegsmarine gingen. Noch verschiedene andere deutsche Frimen bauten für die Wehrmacht Leucht- und Signalpistolen. Dabei handelte es sich meist um frühere handelsübliche einläufige Modelle für die normalen 27 mm Leucht- und Signalpistolen. Eine Ausnahme bildete die Vierläufige Leuchtpistole Modell 1939 der Berliner Firma Erdmann & Co. Zu den Leuchtpistolen gehörte meist eine Baumschraube, mit denen sie an Bäumen oder Wänden festgemacht und dann fern bedient abgezogen werden konnten. Anfang 1944 wurde der Nachschub an Leuchtpistolen kritisch, worauf man analog zu den heutigen Handleuchtzeichen ein behelfsmäßiges Leuchtzeichenabschussgerät schuf. Es bestand aus einem kurzen abklappbaren Laufstück, das an einem normalen Handgranatenstiel oben festgemacht war. Ein Federschlagbolzen im Stiel feuerte die Leuchtpatrone ab.
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| Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. April 2010 um 23:42 Uhr | ||||||||||||||||||||||||||||||||||