Italien Bewaffnung und Ausrüstung Gepanzerte Fahrzeuge
Gepanzerte Fahrzeuge
Vor dem Krieg

In Sachen gepanzerter Fahrzeuge verlies sich Italien auf die restlichen 110 "Lancia 1ZM", welche aus dem Jahre 1917 stammten. Erst im Jahr 1935 wurden diese durch 46 "Fiat 611" ersetzt. Diese Fahrzeuge hatten eine 8-15mm Panzerung und waren mit einer Turm-Kanonen und einer Turm-MG bewaffnet. Als Kanone diente die 37mm L/40, welche bereits zuvor im Mod 30 verwendet wurde. Die Fiat- und Lancia-Fahrzeuge wurden in Äthiopien eingesetzt, wo sie bei Kämpfen bis 1941 zerstört wurden.
Ein besseres Fahrzeug kam erst Ende 1937 in Sicht, als die PAI (Afrikanische Colonial-Polizei) die Anrage nach einem neuen Fahrzeug stellte, dass sehr geländegängig sein sollte. Im April 1938 stellte die Armee eine ähnliche Forderung.
In der neuen Fiat-Fabrik in Mirafiori (Turin) wurden daraufhin zwei Prototypen, bekannt als AB 39, gebaut und im Mai 1939 vorgestellt. Dieses neue Fahrzeug wurde als bedeutende Weiterentwicklung gegenüber dem Fiat 611 befunden. 24 Fahrzeuge wurden bestellt, welche nun die Bezeichnung AB 40 hatten. Die meisten dieser Fahrzeuge waren mit 2 8mm Breda M38 MG im Turm und einer MG im hinteren Rumpf bewaffnet.

Während des Krieges


Das Fahrzeug AB 41Auch während des Krieges wurden das Vorkriegsmodell AB 40 eingesetzt, doch das Hauptfahrzeug war das AB 41. Es war schnell, hatte eine gute Geländegängigkeit und war gut bewaffnet. Es litt allerdings an viel zu dünner Panzerung und besas den gleichen ineffizienten 1-Mann-Turm wie der leichte Panzer L6/40. Das Fahrzeug wurde ab 1941 an allen Fronten eingesetzt.
Teilweise durch das britische Aufklärungsfahrzeug der Firma Daimler beeindruckt, gab die italienische Armee der Firma Lancia den Auftrag ein ähnliches Fahrzeug zu entwickeln. Das Ergebnis war der "Lince" (Lynx), der sich hauptsächlich durch seine Breda 38 MG an Front des Fahrzeugs vom Original unterschied. Die Armee gab Ansaldo den Auftrag 300 dieser Fahrzeuge zu bauen, doch bis zum Waffenstillstand wurde keins dieser Fahrzeuge mehr fertig gestellt.

Ein anderes Fahrzeug das die Italiener beeindruckte war de4r "Universal Carrier". Auch dieser sollte kopiert werden. Das Ergebnis war der "Cingoletta 2800", der dem Original sehr ähnelte, jedoch pro Seite ein Rad mehr besas. Zur Produktion kam es jedoch nicht mehr.

Ein weiteres Fahrzeug war der "Carro Protetto AS37", der einen leicht gepanzerten Rumpf besas. Er basierte auf dem Wüsten-LKW 4x4 AS37, der jedoch diese Panzerung nicht besas. Das Fahrzeug konnte 10 Männer aufnehmen, plus den Fahrer, und war mit einer Breda 38 MG bewaffnet. Dieses Fahrzeug erreichte allerdings nur noch den Status eines Prototypes.
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