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| Sizilien |
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Das Commando Supremo wusste das nach der Niederlage in Nordafrika einen Invasion auf Sizilien, Sardinien oder dem besetzten griechischen Festland anstehen würde. Die Truppen auf Sizilien bestanden aus insgesamt 230.000 Mann, inkl. 40.000 Deutscher. Das Kommando hatte General Guzzoni. Die deutschen Kräfte waren die Panzer-Division "Hermann Göring" und die 15. Panzer-Grenadier-Division. Die italienische Garnison bestand aus 4 Divisionen, 7 Küstenschutz-Divisionen und 2 Küstenschutz-Brigaden mit insgesamt 1.500 Geschützen. Auf der Insel Pantelleria, kurz vor Sizilien gelegen, lagen rund 12.000 Man in Garnison. Sie war hatte sehr stark befestigte Verteidigungsstellungen. Die italienischen Küstenschutz-Divisionen hatten nur sehr wenig schwere Waffen zur Verfügung. Ein Großteil der Verteidiger waren Freiwillige der MVSN und viele Männer hatten bereits ein hohes Alter. Die wenigen Panzer und gepanzerten Fahrzeuge die zur Verfügung standen, waen französische R35 oder FT-17. Hinzu kamen einige wenige Fiat 3000. Die meiste Ausrüstung und Bewaffnung der italienischen Armee ging bereits in den Feldzügen in Nordafrika und an der Ostfront verloren. Die Produktion konnte nur sehr langsam Nachschub bereit stellen. Pak-Geschütze waren so gut wie nicht mehr vorhanden, lediglich einige veraltete 4,7 cm-Geschütze standen noch zur Verfügung, welche absolut nichts gegen die amerikanischen M4 Shermans ausrichten konnte. Die Alliierten setzten die Invasion für den 10. Juni 1943 fest. Erstes Ziel war die Festungsinsel Pantelleria, welche sich auf halbem Wege zwischen der Nordafrikanischen Küste und Sizilien befand. Am 10. Juli begann dann Operation "Husky", die Invasion Siziliens. Dabei hatten die alliierten Fallschirmjäger besonders hohe Verluste zu erleiden, teilweise durch die Unerfahrenheit der eigenen Fliegerpiloten oder der Besatzungen der Schiffsartillerie. Mit 3.300 Schiffen landeten 160.000 amerikanische, britische und kanadische Soldaten mit 600 Panzern im Süden und Osten der Insel Sizilien. In den ersten Tagen der Invasion wurden von mehrere Gegenangriffe gegen die alliierten Brückenköpfe gestartet. Der grösste Angriff galt dem Brückenkopf in Gela im Süden der Insel, wo die 1. US-Infanterie-Division, Rangers und Teilen der 2. Panzer-Divisionen landeten. Hier attackierten die Panzer-Division "Hermann Göring" mit italienischen Einheiten, u.a. eine Einheit mit völlig veraltetet Panzern, die Alliierten. Anfangs verlief der Angriff für die Achsentruppen äußerst erfolgreich, doch dann wurde der Vorstoss durch den starken beschuss der alliierten Schiffsartillerie zum erliegen gebracht. Beide Seiten mussten schwere Verluste hinnehmen. Wie in allen anderen Feldzügen der italienischen Armee, unterschied sich der Kampfwert der verschiedenen Einheiten enorm. Die Küstenschutz-Divisionen gaben meist ohne nennenswerten Widerstand auf, die Divisionen "Livorno" und "Napoli" hingegen, lieferten den Alliierten einen harten Kampf und Kämpften weiterhin an der Seite der deutschen Verbände. Die Achsentruppen wurden schließlich zum Rückzug gezwungen. Sie zogen sich bis zum 11. August nach Messina zurück, von wo aus sie erfolgreich mit 59.000 Mann, 227 Fahrzeugen und 41 Geschützen über die Strasse von messina auf das italienische Festland evakuiert werden konnten. Am 17. August lief auch die deutsche Evakuation unter dem Namen "Unternehmen Lehrgang" an. Dieses Unternehmen wurde militärisch gesehen brillant durchgeführt und so konnten 40.000 Mann, 9.600 Fahrzeuge, 47 Panzer, 94 Geschütze und 17.000 t Munition in Sicherheit gebracht werden. Schlachtordnung der italienischen Garnison auf Sizilien 6. Armee
Diese Divisionen wurden aus Einheiten der MVSN gebildet. Die Angehörigen waren vorrangig im fortgeschrittenen Alter, meist über 40 oder 50 Jahre alt. Sie wurden zum Großteil von Reserve-Offizieren kommandiert, die teilweise seit Jahrzehnten nicht mehr im aktiven Dienst waren. Die Moral dieser Divisionen war sehr niedrig und kriegsverdrossen. Die Ausrüstung der Divisionen war sehr mangelhaft. Mussolini plante nach der Entwaffnung der Vichy-Truppen deren Ausrüstung den Küsten-Division zu übergeben, doch die Vichy-Truppen kamen meist bereits ohne Ausrüstung an. Kommentare (0)
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