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| Aeronautica Nazionale Repubblicana |
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Der Waffenstillstand mit den Alliierten teilte die italienische Luftwaffe in zwei Teile: die Aeronautica Nazionale Repubblicana (ANR), welche weiter auf Seiten der Deutschen kämpfte und die "Italian Co-Belligerent Air Force"(alliierte Bezeichnung für die Regia Aeronautica nach dem Waffenstillstand), welche zu den Alliierten überlief. Al
Postkarte aus dem Jahr 1943
Im Norden, der von den Deutschen kontrolliert wurde, sah die Situation der italienischen Piloten anders aus. Viele sahen dort den Waffenstillstand als Verrat an und weigerten sich dem Aufruf zu folgen, ihre Maschinen in den Süden auf von Alliierten kontrollierte Flughäfen zu fliegen. Am 12. September 1943 wurde Benito Mussolini von einem deutschen Fallschirmjägerkommando aus dem Gran Sasso Gefängnis befreit. Der "Duce" rief am 23. September dann die Repubblicana Sociale Italiana (RSI) aus. Dies betraf das italienische Gebiet, dass unter deutscher Kontrolle war. Am 10. Oktober folgte die Bildung der Armee, Marine und Luftwaffe (Aeronautica Nazionale Republicana). Bei der Rekrutierung für die ANR setzte sich der "Tenente Colonnello" Ernesto Botto ein. Botto war ein berühmter Jagdpilot mit Heldenstatus und Veteran des spanischen Bürgerkrieges. Dank ihm schlossen sich besonders die Jagdpiloten der ANR an. Die ANR war der einzigste bewaffnete Arm der RSI, der regulär operierte und erfolgreich gegen die angloamerikanischen Truppen vorging und sich nicht nur den Respekt der Deutschen erkämpfte. Da die italienischen Städte weiterhin von alliierten Bombern attackiert wurden und diese Bombardements viele zivile Opfer forderten, war die Moral der Piloten innerhalb der ANR sehr hoch. Bei der Zivilbevölkerung und selbst bei den italienischen Partisanen, welche eigentlich gegen die Deutschen kämpften, genossen die Piloten hohes Ansehen. zwischen einzelnen ANR- und Partisanengruppen wurden sogar eine Art Nichtangriffspakt geschlossen. Die Bildung von Einheiten begann bereits am 8. September kurz nach dem Waffenstillstandsabkommen. Eine Gruppe wurde unter General Tessari, Colonello Tondi und Col. Castellani in Rom gebildet. Eine andere Gruppe, geführt von Col. Falconi, setzte sich hauptsächlich aus Jägerpiloten zusammen. Am 12. Oktober rief Botto sämtliche Piloten dazu auf sich auf den Flugfeldern im Norden Italiens zu versammeln. Währenddessen begann man mit der Errichtung von Stützpunkten, wobei Mailands Flughafen als zentrale Stelle für die ANR diente. Sie war für die Jäger und Aufklärer zuständig. Der Flughafen in Varese war die Zentrale für Torpedobomber. Marinebomber waren in Sesto Calende und Transporter in Bergamo statoniert. Die 101° Gruppo Autonomo Caccia Terrestre war eine der ersten Einheiten welche kurz nach dem Waffenstillstandsabkommen spontan in Florenz gebildet wurde. Anfang 1944 wurde diese Gruppe nach Mirafiori nahe Turin verlegt. Später musste sie wegen Mangel an Flugzeugen wieder aufgelöst werden. Im April 1944 begaben sich Teile der Besatzungen mit ihrem Kommandeur Meggiore Micheli nach Deutschland. Dort wurden sie an Messerschmitt Bf 109 ausgebildet. Im August 1944 wurden einige Piloten der Gruppe der II° Gruppo Caccia zugeteilt. Eine andere spontan gebildete Gruppe war die Squadriglia Complementare Caccia "Montefusco", welche in Venaria Reale nahe Turin Ende 1943 gebildet wurde. Sie war mit Fiat G.55 und Macchi C.205 ausgestattet. Eine der beeindruckensten Ansammlungen von Jagdpiloten in Norditalien war die Bildung der I° Gruppo Caccia am 15. November 1943. Zwischen November und Dezember 1943 erhielt die Gruppe unter dem Kommando von Maggiore Borgogno 20 Macchi C.205 bei Lonate Pozzolo (nahe Varese). Einige dieser Maschinen wurden von der deutschen Luftwaffe (II/JG 77) nach dem Waffenstillstandsabkommen konfisziert. Im Dezember wurde die Gruppe in 3 Squadriglie aufgeteilt und nach Lagnaso nahe Cueno verlegt um dort mit deutscher Taktik vertraut zu werden. Die ANR reformierte ihren Teil der Torpdeobomber. Capitano Faggioni, einer der berühmtesten Torpedobomberpiloten der Regia Aeronautica, sammelte einige Savoi Marchetti S.79 (dreimotorige Torpedobomber) und ihre Besatzungen in Florenz. Zwischen 26. Oktober und Anfang Dezember wurden dort die Maschinen überholt und dann nach Venegono verlegt, wo SIAI 12 erweiterte S.79 baute. Die alten Flugzeuge wurden modifiziert und den neuen Standards angepasst. Eine der S.79 Maschinen ging nahe Piacenza am 15. November während eines Transfers verloren. Die beiden Piloten waren die ersten Opfer der ANR. Die Gruppe erhielt die Bezeichnung Gruppo Autonomo Aerosiluranti "Buscaglia". Am 14. Dezember war die Gruppe unter dem Kommando von Capitano Faggioni einsatzbereit. Die I° Gruppo Aerotransporti "Terracciano" wurde im November 1943 bei Orio al Serio nahe Bergamo gebildet. Kommandeur war Maggiore Pellizzari. Innerhalb dieser Gruppe wurden Bomber- und Transportflieger-Veteranen der Regia Aeronautica gesammelt. Die Bildung der Gruppe fand ohne Flugzeuge statt, da die Marchetti S.81, welche von der deutschen Luftwaffe versprochen wurden, in Deutschland eingesetzt wurden. Da im vergleichbar kleinen Gebiet der RSI kaum Transportflugzeuge benötig wurden, wurde beschlossen die Einheit als logistische Unterstützung der Luftflotte VI an der Ostfront zuzuteilen. Am 21. Januar 1944 verlies das Personal der Gruppe "Terracciano" Italien in Richtung Goslar per Zug, wo die Luftwaffe alle S.81 sammelte. Am 23. Januar erhielt die Gruppe 24 S.81 Transportflugzeuge in Goslar. 10 weitere Flugzeuge folgten aus Italien. Bis zum 1. Januar 1944 wurden folgende Einheiten der ANR offiziell gebildet: I° Gruppo Caccia (Macchi C.205) Squadriglia Complementare "Montefusco" (Macchi C.205 - Fiat G.55) I° Gruppo Aerosiluranti "Buscaglia" (Savoia Marchetti S.79) Reparto Addestramento Aerosiluranti (Savoia Marchetti S.79) I° Gruppo Aerotrasporti "Terracciano" (Savoia Marchetti S.81) Reparto Aerocollegamento Sottosegretariato (verschiedende Flugzeugtypen) Die Reparto Aerocollegamento Sottosegretariato wurde im Dezember 1943 in Mailand gebildet. Unter dem Kommando von Maggiori Quattrociocchi operierte die Einheit bis zum letzten Tag des Krieges. Hauptsächlich flog die Einheit Verbindungsflüge für die Regierung der RSI, unternahm Personaltransporte und barg beschädigte Flugzeuge. Die operationalen Fähigkeiten der ANR überstiegen bei weitem die der Co-Belligerent Air Force. Weiters befand sich fast die gesamte Luftfahrtindustrie Italiens im Norden des Landes. Die Fabriken Macchi, Fiat und SIAI Marchetti wurden bis 1944 nur selten von den alliierten Bombern unter Beschuss genommen. So war es möglich das Ende 1943 Neuproduktionen (Macchi C.205, Fiat G.55 und Savoia Marchetti S.79) der ANR übergeben werden konnten. Durch den Ersatz und stetige Lieferung an Flugzeugen, konnte die operative Stärke der ANR bis Mitte 1944 sehr hoch gehalten werden. Gut ausgerüstet und ausgebildet erwies sich die ANR als sehr effektiv für die deutsche Luftwaffe und so konnten deutsche Jägerverbände aus Norditalien zurückgezogen werden um an anderer Stelle eingesetzt werden zu können. Die ersten KämpfeDie ersten Operationnen begannen am 3. Januar 1944, als zehn I°Gruppo Caccia Macchi C.205 von Lagnasco aus aufbrachen um eine Formation von B-17 Flying Fortress samt P-38 Lightning Eskortschutz abzufangen. Die I° Gruppo Caccia erreichte dabie 3 Luftsiege - dies waren die ersten Luftsiege der ANR. zwischen 12. und 14. Januar wurde die I° Gruppo Caccia von Lagnasvo aus nach Campoformido nahe Udine verlegt. Dort wurde sie an der Seite des deutschen JG 77 gegen die Bomber der 15. Air Force eingesetzt. Am 28. Januar schossen die 13 Macchi C.205 der Gruppe zwei alliierte Bomber ab. Drei Tage später verlor die Gruppe drei Flugzeuge während eines Einsatz gegen zwei B-24 "Liberators" und drei P-47 "Thunderbolts". Es folgten weitere Einsätze an der Seite des deutschen JG 77. Zwischen 31. Janaur und 23. Februar wurden sechs weitere Missionen geflogen. In der Zwischenzeit wurde bei Bresso zwischen Februar und März 1944 die II° Gruppo Caccia gebildet und Gruppo Aerosiluranti "Buscaglia" begann mit ersten Operationen. II° Gruppo Caccia,die zweite Jägergruppe der ANR, wurde Ende 1943 aus Veteranen der 3° und 150° Gruppo Autonomo der Regia Aeronautica gebildet. Sie erhielt Messerschmitt BF 109G und wurde zwischen April und Juli 1943 in Sizilien eingesetzt. In Gorizia stationiert, begann die "Buscaglia" Torpedobombergruppe ihre Operationen Anfang März, als sie alliierte Schiff im Raum Anzio angriff. Am 8. März wurden 6 S.79 in Perugia staioniert, von wo aus sie ihre Einsätze am 10. März begannen. Hier wurde ein 7.000t getroffen, doch auch eine S.79 durch alliierte Nachtjäger verloren. Die überigen 5 Flugzeuge setzten ihre Angriffe im Raum Nettuno in der Nach von 13. auf 14. März fort, allerdings ohne nennenswerte Erfolge. Auf dem Rückflug nach Gorizia gingen zwei S.79 durch britische Nachtjäger an der Adriaküste verloren. Einige Tage vorher war die I° Gruppo Caccia in heftige Luftkämpfe verwickelt, bei dem 4 B-24 und 8 P-47 abgeschossen werden konnten. Dabei gingen vier eigene Macchi C.205 verloren. Eine Patroullie der Squadriglia Complementare Caccia flog die ersten Einsätze der Einheit am 13. März von Mirafiori bei Turin aus. Am 18. März reagierten die Alliierten gegen die "faschistische Flieger" und bombardierten die Region bei Friuli, wo die I° Gruppo Caccia und Gruppo "Buscaglia" stationert waren. Die allierten Bomber wurden von BF 109G der d eutschen Luftwaffe und 30 C.205 der ANR abgefangen, welche 4 B-24 und 3 P-38 abgeschossen und 2 weitere B-24 und eine Lightning schwer beschädigt werden konnten. Die eigenen Verluste beliefen sich auf 2 C-205. In udine wurden am Boden zwei C.205 zerstört und 12 weitere beschädigt. In Gorizia wurde eine S.79 zerstört und 3 beschädigt. Nach dem die verbleibenden S.79 nach Lonate Pozzolo und Venegono verteilt werden beginnt für die Gruppo Caccia eine Woche mit intensiven Kämpfen. Dabei werden 10 Luftsiege errungen und nur zwei eigene Flugzeuge verloren. Der Höhepunkt der Luftschlacht findet am 29. März statt, als alle drei Jagdeinheiten der ANR simultan im Einsatz sind. 20 C.205 der I° Gruppo Caccia kämpfen gegen 30 P-38. Es gelingt mit zwei Verlusten fünf Feindflieger abzuschießen. Die Gruppo Complementare Caccia "Montefusco" schießt it sechs G.55 von Venaria Reale aus drei B-24 ab und zwingt eine B-24 zur Landung bei Venegono. Dabei gehen zwei G.55 und der kommandierende Offizier, Capitano Bonet, verloren. Die II° Gruppo Caccia gibt ihr Debut mit vier G.55 von Bresso aus, allerdings ohne Ergebnis. Anfang April 1944 überholt die I° Gruppo Trasporti Terraccino, welche bereits mehrere Monate in Goslar verbrachte, ihre S.81 Flugzeuge. Sie beginnt ihre Operationen über Zentral- und Nordeuropa und trägt die Bezeichnung Transport-Gruppe 10 (Italien). Eingesetzt wird sie als Teil des deutschen XIV. Fliegerkorps. Währenddessen wird in Orio al Serio die II° Gruppo Trasporti "Trabuchi" unter Maggiore Zanardi gebildet. Sie setzt sich aus drei Squadriglie zusammen. Die Einheit erhält ihre ersten Savoia Marchetti S.82 und wird bis zum Frühjahr 1944 ausgebildet, als die dann weitere S.82 erhält. Danach wird die Einheit nach Goslar verlegt. In der Luft und über dem MeerFür die I° Gruppo Caccia und Gruppo Aerosiluranti "Buscaglia" war der April 1944 kein guter Monat, besondres weil besonders letztere schwere Verluste hinnehmen musste. Die Gruppo "Buscaglia" geriet während eines Transportfluges von Venegono nach Perugia in einen Hinterhalt von acht P-47. Vier von zwölf S.79 wurden abgeschossen und eine weitere wurde zur Landung gezwungen. Trotz dieser Verluste attackierten am 10. April 4 S.79 alliierte Schiffe in der Bucht von Nettuno und versenkten 3 Schiffe. Zwei Flugzeuge gingen verloren, eines davon war das des Kommandeurs Capitano Faggioni. Ein drittes Flugzeug wurde stark beschädigt und wurde auf dem Rückflug zur Landung gezwungen. Einige Tage später übernahm Capitano Marini das Kommando. Die I° Gruppo Caccia flog 9 Einsätze über Fruli, Südösterreich und Kroatien. Dabei kam es sechs mal zu Kampfhandlungen, wobei 4 alliierte Bomber und 4 Jäger abgeschossen werden konnten. Dabei gingn 5 Macchi C.205 verloren. Während sich Alliierten auf der Linie Anzio-Cassino festgefahren hatten, operierte die ANr erfolgreich hinter den Frontlinien. Die Aufgabe der ANR bestand darin die mittelschweren und schweren Bomber der 12. und 15. Air Force abzufangen, die kontinuierlich gegen logistische und Kommunikationseinrichtungen zwischen Deutschland und Italien bombardierten. Nach der anfänglichen deutschen Skepsis zeigte sich nun, dass die ANR durchaus effizient als Luftstreitkraft der RSI operieren kann, und das gegen eine alliierte Übermacht. Die Probleme, die durch die gemischten ANR/Luftwaffe Formationen auftraten, wurden am 29. April deutlich, als BF 109 des JG 77 eine Formation der I° Gruppo Caccia angriffen und dabei zwei C.205 abschossen. Die Piloten der BF 109 hielten die C.205 für alliierte Mustangs. Am nächsten Tag hatten 20 Fiat G.55 der II° Gruppo Caccia ihre erste Luftschlacht. Dabei schossen sie einen B-24 ab, verloren dabei allerdings auch ihren ersten Piloten. Bis Mitte Mai flog die I° Gruppo rund 18 Einsätze bei denen zwei P-51, eine P-38 und vier Bomber abgeschossen wurden. Dabei gingen drei Macchi C.205 verloren. Am 12. Mai gingen zwei C.205 auch dem Flugfeld Reggio Emilia durch einen Überraschungsangriff von alliierten P-38 am Boden verloren. Sechs weitere Jäger wurden schwer beschädigt als zwei Tage später ein weiterer Angriff auf das Flugfeld geflogen wurde. Im Mai gab es nur noch einen weiteren Kampf, als am 25.Mai 10 C.205 der I° Gruppo und 16 G.55 der II° Gruppo einen Bomber und 3 P-38 abschossen und dabei ein Flugzeug verloren. Kurz darauf wurde die I° Gruppo wegen hoher Verluste, sowohl an Personal als auch an Maschinen, vor weiteren Operationen befreit. Die II° Gruppo litt an Ersatzteil- und Motorenmangel (Fiat wurde am 24. April zum wiederholten Male bombardiert). Sie erhielt nach und nach Messerschmitt Bf 109G-6.Die Maschinen stellten II/JG 53 und II/JG 77. Das Pilotentraining am deutschen Jäger begann im Juni. Die G.55 Maschienen der II° Gruppo wurden der I° Gruppo übergeben um deren Verluste auszugleichen. Inzwischen bereitete sich die Gruppo Aerosiluranti "Buscaglia" auf einen spektakulären Einsatz vor: einen Angriff auf Gibraltar. Um diese Mission durchzuführen wurden am 3. Juni 10 S.79 auf die französische Basis in Istres verlegt. Der eigentliche Angriff sollte iner acht von 4. auf 5. Juni geflogen werden. Der Hafen war überfüllt und Nachts durch starke Scheinwerfer erhellt. Die italienischen Piloten versenkten 4 Schiffe mit insgesamt 30.000t und beschädigten zwei weitere. Da der Angriff einige zeit andauerte konnten britische Nachtjäger eingreifen. Zwar konnten keine italienischen Torpedobomber abgeschossen werden, doch es gelang den britischen Jägern zwei maschinen zur Ladung auf spanischem Boden zu zwingen. Dieser Angriff erhielt nur wenig Aufmerksamkeit, da er von der "Operation Overlord" (die alliierte Landung in der Normandie) am Folgetag überschattet wurde. Dennoch erwies sich die ANR als schlagkräftige Truppe. Am 7. Juni begab sich die II° Gruppo transporti "Trabicchi" nach Deutschland um dort 48 S.82 zu erhalten. Die I° Gruppo nahm ihre Operationen wieder auf, nach dem sie Flugzeuge und Presonal der Squadriglia "Bonet" erhalten hatte. Zwischen 4. und 20. Juni wurden 9 Einsätze geflogen, bei denen es drei mal zum kampf kam. Dabei wurden zwei B-24 abgeschossen und 4 G.55 und eine C.205 verloren. Durch die stetigen Verluste sank die Moral innerhalb der I° Gruppo Caccia rapide. Die ANR zog einige völlig erschöpfte Piloten von der Front ab.Capitano Arraboti ersetzte Capitano Visconti als Kommandeur und eine der drei Squadriglie wurde aufgelöst und durch die Squadriglia "Bonet" ersetzt. Nach dem die II° Gruppo Caccia ihre Ausbildung an den BF 109G-6 abgeschlossen hatte nahm sie am 24. Juni die Kämpfe wieder auf. Dabei wurden zwei P-47 der französischen "Dauphine"-Gruppe abgeschossen. Verluste gab es diesmal keine. Während die II° Gruppo weiters auf die Messerschmitt-Maschinen wartete, beinhaltete sie eine Squadriglia G.55 bis Mitte Juli. Juli und August waren zwei aufregende Monate für die Jäger und Torpedobomber. I° Gruppo Caccia wurden sieben mal in Kämpfe verwickelt, bei denen drei P-47 und eine Spitfire abgeschossen werden konnten. Die eigenen Verluste belifen sich auf elf C.205 und sieben Piloten. Die Gruppo verlor 4 Flugzeuge am 1. und 20. Juli. Capitano Arrabito gehörte zu den Opfern des 20. Juli, daher übernahm Capitano Visconti das Kommando. In der gleichen Zeit erreichte die II° Gruppo, welche von ihrer neuen Basis in Villafranca bei Verona mit ihren BF 109G-6 operierte, beachtenswerte Erfolge. 10 Messerschmitt und 2 G.55 gingen in 17 Luftkämpfen verloren, bei denen 10 A-20, 6 P-47, 4 Spitfire, 3 B-24 und eine P-38 abgeschossen werden konnten. Nach dem am 6. Juli bei Bari ein Schiff versenkt und ein weiteres schwer beschädigt wurde, wurde die Gruppo Aerosiluranti "Buscaglia" mit 8 S.79 nach Athen verlegt um im östlichen Mittelmeer zu operieren. Zwischen 9. und 12. Juli wurden drei Missionen geflogen. Zwei S.79 mussten wegen Treibstoffmangel notwassern. Die Einheit wurde zwischenzeitlich zurück nach Italien verlegt, wo sechs Maschinen am 29. Juli bei Lonate am Boden zerstört wurden. Dennoch kerhte die Einheit am 31. Juli mit 14 S.79 zurück nach Griechenland um dort weitere Missionen zu fliegen. Bis 11. August konnten dort 10 Schiffe versenkt und zwei weitere beschädigt werden. Vier eigene Maschinen gingen verloren, wobei zwei von ihnen durch deutsche Flak während des Umstationierens abgeschossen wurden. Operation Phoenix und seine KonsequenzenDie III° Gruppo wurde offiziell in der ersten Häflte des August gebildet, in dem zwei mit Macchi C.202 ausgestattete Squadriglie Autonome Caccia zusammengelegt wurden. Diese beiden Squadriglie wurden in der ersten jahreshälfte 1944 mit verschiedenen Maschinen gebildet, die jedoch nie die Einsatzfähigkeit erreichten. Es war geplant das die III° Gruppo die Macchi C.205 und Fiat G.55 Maschinen der I° Gruppo übernehmen sollte, da die I° Gruppo die BF 109G-6, welche vom deutschen JG 77 nach deren Rückkehr nach Deutschland zurückgelassenw wurden, erhalten sollte. Dieser Plan schlug jedoch fehl, da die Planungen der ANR mit den Planungen des deutschen Luftwaffenkommandos in Italien nicht vereinbar waren. Die Deutschen waren nicht gewillt der ANR eine politische und organisatorische Autonomie, welche in den ersten Monaten nach dem Waffenstillstandsabkommen von einigen Einheiten ausgeübt wurde, einzuräumen. Die ANR war zwar die effektivste Waffe der RSI, doch politisch war die ANR eher distanziert von der Regierung. Als die RSI gebildet wurde versuchte die deutsche Luftwaffe innerhalb der ANR im großen Stile Piloten für die Luftwaffe zu rekrutieren, was allerdings nicht gelang. Im August 1944 wurde ein zweiter deutscher Versuch gestartet um das italienische ANR-Personal zu rekrutieren - dies geschah unter dem Namen "Operation Phoenix". General von Richthofen, Kommandeur der deutschen Luftwaffe in Italien, teilte allen ANR-Einheiten deutsche Offiziere zu, deren Begleiter in manchen Fällen Flughafenausgänge sperrten und das Telefonnetz übernahmen. Die Mitglider der ANR wurden darüber informiert das die ANR aufgelöst werde und sie die Wahl hätten sich einer "Italienischen Legion" der Luftwaffe oder den deutschen Flak-Divisionen beizutreten. Viele italienische Offiziere und Mannschaften waren darüber so entsetzt, dass die Gefahr eines bewaffneten Konflikts bestand. Mitglider der I° Gruppo Caccia setzten aus Protest ihre Maschinen in Brand und die Mitglider der II° Gruppo Caccia vertrieben die Deutschen mit vorgehaltener Waffe von ihrer Basis. Als MUssolini von der Situation erfuhr, legte er umgehend Protest bei Hitler ein. Daraufhin wurde Richthofen zurück nach Deutschland beorderd und durch General von Pohl ersetzt. Die deutsche Luftwaffe nahm die Messerschmitt-Maschinen der II° Gruppo Caccia wieder zurück und nun waren beide Jagdverbände ohne Flugzeuge, da sich die Gruppo "Buscaglia nach ihrem Einsatz in der Ägäis in Reorganisation befand. Das Resultat der Operation Phoenix war, dass die ANR für über zwei Monate lahm gelegt war. Nach dem Realisiert wurde das italienische Jagdgruppen die deutschen Jäger für die Verteidigung des deutschen Luftraumes entlasten würde, bot General von Pohl eine enge Zusammenarbeit und Unterstützung für die ANR an. Es wurde beschlossen das die I° Gruppo Caccian nach Deutschland verlegt wird um dort an Messerschmitt Bf 109G ausgebildet zu werden, mit denen die Gruppo erneut ausgerüstet werden soll. Gruppo III sollte bald darauf folgen. Während der Umsetzung dieser Päne war die II° Gruppo die einzigste Jagdeinheit in Nrditalien, ach dem das letzte deutsche Jagdgeschwader Ende September talien in Richtung Deutschland verlies. Im September begann die Reorganisation der ANR. Die Gruppo Complementare Caccia, Comando Aerosiluranti und Squadriglia Bombardemento "Ettore Muti" und einige kleinere Einheiten wurden aufgelöst. Die I° Gruppo Caccia löste ihr Squadriglie auf und wurde mit drei Squadriglie und einer Sezione die Gruppo unter dem Namen "Asso di Bastoni" neu gebildet. Als bekannt wurde das Maggiore Buscaglia, der angeblich bei einem Luftkampf über Bougie abgeschossen wurde, überlebte und aus der Gefangenschaft entlassen wurde um sich der Co-belligerent Air Force anzuschliesen, entschloss sich die entsetzte ANR den Namen der Gruppo Aerosiluranti "Buscaglia" in Gruppo Aerosiluranti "Faggioni" zu ändern. Am 19. Oktober nahm die ANR ihre Operationen wieder auf, als Messerschmitts der II° Gruppo gegen B-26 der 319. BG kämpften und dabei 8 feindliche Maschinen abschossen, bei nur einem Verlust. Zwei weitere Kämpfe gab es im Oktober, bei denen 3 alliierte Flugzeuge abgeschossen und drei BF 109 verloren wurden. "Terracciano" und "Trabucchi", zwei italienische Transportgruppen die deutsche Einheiten an der Ostfront unterstützten, mussten sich in Richtung Westen zurückziehen, nach die die Rote Armee immer weiter in Richtung Westen marschierte. Nach andauerndem Rückzug und Differenzen mit deutschen Kommandeuren, wurden die beiden Gruppen am 28. Oktober ohne Flugzeug zurück nach Italien verlegt. Wegen dem Mangel an Flugzeugen in Italien wurde das Personall der beiden Gruppen zur Bildung von Fallschirmjäger-Abwehr-Abteilungen herangezogen. Die Transportgruppe Terracciano hatte in 6 Monaten rund 2.500 Flugstunden absolviert und die beiden Einheiten zusammen haben insgesamt 3.000 Mann und 2.300t Ausrüstung transportiert. Im November 1944 wurde die "Mediterranean Army Air Force (MAAF) gegen die II° Gruppo Caccia eingesetzt. Die II° Gruppo hatte zuvor von ihrer neuen Basis in Aviano as 5 Kampfmissionen gegen die Alliierten geflogen, bei denen zwischen 4. und 16. November 7 B-17, 5 B-26, 2 P-47 und 2 P-51 abgeschossen wurden. Die eigenen Verluste belifen sich auf 4 Bf 109G. Zwischen 17. und 22. November flog die MAAF eine Serie von schweren Angriffen gegen die Flugfelder bei Ghedi, Villafranca und Aviano. Dabei wurden 7 Bf 109G am Boden zerstört, doch zwischenzeitlich waren die Verluste der Maschinen nicht mehr so bedeutend wie die Verluste von Piloten, da die deutsche Luftwaffe zugesagt hatt, verlorene Maschinen zu ersetzen. Seit Anfang November wurde die I° Gruppo in Deutschland bei Holzkirchen ausgebildet. Mitte Dezember folgte die III° Gruppo, die in Fürth ausgebildet wurde. Einigen Piloten der I° Gruppo wurde die Gelegenheit gegeben an der revolutionären Messerschmitt Me 163 "Komet" zu üben. Das schlechte Wetter und die vorstossenden russischen Truppen verhinderten jedoch den Abschluss der Ausbildung. Der letzte Winter des KriegesAn der italienischen Front verhinderte der eisige Winter 1944/45 die meisten Operationen inder Luft. Im Dezember flog die II° Gruppo lediglich 3 Kampfeinsätze bei denen 5 B-25, 3 P-51 und eine Spitfire abgeschossen werden konnte. Dabei ging nur eine BF 109G verloren. 14 BF 109G-14 wurden am Boden durch P-47 zerstört. Am 26. Dezember nahm die Gruppo Aerosiluranti "Faggioni" die Kämpfe wieder auf und griff mit 4 S.79 ein 7.000t Schiff bei Ancona an. Die Gruppe flog ihren letzten Einsatz am 5. Januar 1945, als zwei S.79 ein 5.000t Schiff in der Adria versenkten. Als die Treibstofflage immer schlechter wurde, wurde vorgeschlagen die großen 3-Motorigen Torpedobomber der Gruppo "Faggioni" wieder mit einmotorigen, einsitzigen Fiat G.55S Torpedobombern ersetzt. Der G.55S war eigentlich ein Prototyp, der sich aber bis März 1945 bewährt einsetzen lies. Der Vorschlag wurde alerdings nicht mehr umgesetzt und die Gruppo "Faggioni" versenkte noch 13 Handelsschiffe und einen zerstörer mit einer Gesamttonage von 115.000t. Anfang 1945 setzte sich die ANR in Norditalien nur noch aus der II° Gruppo Caccia zusammen. Diese konnte nicht mehr allzuviel ausrichten, da der benötigte Treibstoff kaum mehr verfügbar war und auch keine Ersatzteile mehr zu beschaffen waren. Im Januar 1945 kehrte die I° Gruppo Caccia aus Deutschland zurück, wo sie ihre Ausbildung abgeschlossen hatte. Sie war nun mit Bf 109G ausgerüstet. Im Januar machte das schlechte Wetter jegliche Einsätze in der Luft unmöglich. Ab Ferbuar konnten dann wieder Einsätze geflogen werden, die allerdings sehr intensiv wurden. Die I° Gruppo kerhte nun ebenfalls aus Deutschland zurück und war mit 52 neuen Messerschmitt Bf 109G-10 (mit DB 605As und DB 605D) ausgerüstet. Unter dem Kommando von Maggiore Miani, welcher Ende 1944 Tenente Colonello Alessandrini ersetzte, kam es im Februar zu vier Kampfeinsätzen. Dabei wurden Bomber der MAAF abgefangen, welche die Kommunikationslinien am Brenner-Pass bombardierten. 10 B-25 und eine Spitfire wurden abgeschossen und 6 Messerschmitt verloren. Um die Vorbereitungen der Alliierten für einen Angriff gegen die Gothic-Linie aufzuklären, entschied das OKL (Oberkommando der Luftwaffe) eine Aufklärungseinheit mit Düsenflugzeugen nach Italien zu verlegen. Mitte März erreichten 3 Arado Ar 234, die zum Kommando Sommer gehörten, Campoformido, von wo aus sie bis zum Ende des Krieges operierten. Zwei Squadriglie der II° Gruppo sicherten die Starts und Landungen der Düsenflugzeuge. Die letzte ANR-Einheit die gebildet wurde war die Scuola di Volo a Vela (Gleiterschule), welche offiziell Anfang März 1945 gebildet wurde. In Wirklichkeit operierte diese Einehit schon seit Monaten. Das unvermeidbare EndeAm 3. März 1945 attackierten 22 Bf 109G der II° Gruppo Caccia eine Formation mit B-26 welche der 3. SAAF Wing angehörte. Dabei konnten 8 Bomber abgeschossen werden. Zwei Bf 109G gingen verloren. Dies war der letzte nennenswerte Erfolg der Gruppo. Die alliierte Luftüberlegenheit lies nur noch sporadische Einsätze zu. Die I° Gruppo Caccia hatte ihren letzten Kampf am 14. März gegen die 350th FG Thunderbolts - mit einem enttäuschenden Ergebnis: die Amerikaner konnten die italiener erfolgreich abfangen und 3 Bf 109G abschießen und 3 weitere zur landung zwingen. Den Italienern gelang es nur eine alliierte Maschine abzuschießen. Dies war der letzte Abschuss von Maggiore Visonti, der nun insgesamt 26 Abschüsse erreicht hatte (7 innerhalb der ANR und 19 in der Regia Aeronautica). In der zwischenzeit erheilt die II° Gruppo Verstärkungen in Form von 13 neuen Messerschmitts aus Deutschland, welche Mitte März eintreffen. Das OKL plant eine Squadriglia mit der neuen Messerscmitt Me 262 auszurüsten. Die Flugfelder in Ghedi und Villafranca wurden modifiziert um den Düsenjet aufnehmen zu können, allerdings bringt der Zusammenbruch der italienischen Front alle weiteren Plaungen zum erliegen. Am 23. März fangen Maschinen der II° Gruppo Caccia eine B-25 Formation der USAAF ab und schießen dabei 3 Mitchells und eine P-47 ab. Am 2. April wollen 21 Messerschmittsmeine B-25 Formation abfangen die sich auf dem Weg zum Brenner-Pass befindet, doch sie werden zwei mal von P-47 überrascht. 14 Bf 109 und 7 Piloten gehen verloren und nur ein B-25 und 4 P-47 abgeschossen. Einer der letzten Atemzüge der ANR war am 19. April, nach dem die anglo-amerikanischen Truppen bereits das Flachland erreichten und sich due deutschen Truppen an allen Fronten zurückzogen. Die I° Gruppo fing eine kleine Gruppe B-24 ab und erzielte einen Abschuss. Dabei ging Sottotenente Aurelio Morandi und seine Bf 109G-10AS verloren - er war das letzte Opfer der Gruppo. Die II° Gruppo Caccia kämpfte gegen Mustangs der 325. F.G. und verlor dabei 5 Bf 109G und den Piloten Sergente Maggiore Renato Patton, der Gruppos letztes Opfer. In der letzten Aprilwoche machte sich das Personal der III° Gruppo Caccia auf den Weg nach Italien. Sie bildeten kleine Gruppen und nutzten jede Transportmöglichkeit die sie finden konnten. Kleinere Einheiten der ANR, die noch nicht wegen Treibstoff- und Flugzeugmangel aufgelöst waren, wurden jetzt schnell aufgelöst und die Männer entlassen, welche versuchten sich in ihre Heimatgebiete durchzuschlagen. Am 24. April übergab die II° Gruppo Caccia 26 verbliebene Flugzeuge den Deutschen auf dem Flugfeld von Orio al Serio. Die I° Gruppo Caccia sammelte ihre 42 Messerschmitts auf dem Flugfeld in Malpensa, wo entschlossen wurde die Maschinen zu zerstören. Am 27. April machten sich die Piloten und Mechaniker an die Arbeit und zerstörten die Maschinen. Trotz aller Umstände und Missverständnisse verschaffte sich die ANR den Respekt der Deutschen als auch der Alliierten. Maggiore Visconti, Kommandeur der I° Gruppo Caccia, und viele weitere Offiziere der ANR wurden Opfer der blutigen Repressalien am Ende des Krieges. Kommentare (0)
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 13. August 2010 um 22:08 Uhr |