Italien Regia Aeronautica - Die italienische Luftwaffe Einsätze und Kämpfe der Regia Aeronautica
Einsätze und Kämpfe der Regia Aeronautica

Erste Einsätze


Bei Ausbruch des Krieges war die Regia Aeronautica in 3 Squadra  Aerea und 1 Zone Aerea organisiert. In italien sicherte die 1. Squadra den Norden des Landes und kontrollierte 4 Stormi mit BR.20 und Z1700bis Bombern und 3 Stormi mit CR.42 Jägern. Die 2. Squadra befand sich in Sizilien und hatte 5 Stormi mit SM.79, ein Stormi mit mit CR.32 und .42 und 2 Gruppi mit MC.200 Jägern und SM.85 Bombern. In Mittelitalien befand sich die 3. Squadra mit 3 Stormi mit SM.79 und G.50 Jägern und eine Gruppo mit Ba.88. Die kleinere 4. Squadra im Südosten Italiens bestand nur aus einer Stormi mit S.81 Nachtbombern und einer Gruppe mit CR.32 Jägern.

In Übersee gab es 5 Kommandos, wovon das größte die "Aeronautica della Libya" (wurde später zur 5. Squarda) war. Dieses Kommando setzte sich aus 2 Stprmi mit SM.79, 2 Stormi mit SM.81 und einem Stormo mit Ca.310 und CR.32, 3 Jäger Gruppi mit CR.32 und CR.42 zusammen.
Ein weiteres Kommando befand sich auf Sardinien mit 2 Stormi mit SM.79 und jeweils einer Gruppi mit Ba.88 und CR.32.
Im östlichen Mittelmeer befand sich ein Stormo mit SM.81 und einer Gruppe mit CR.32 in Albanien. Auf Rhodos befanden sich ein Stormo (SM.81) und eine Gruppe (CR.32) und eine Squadriglia Meridionali mit Ro.43 und Ro.44 Jagd-Aufklärer.

In Ostafrika waren sehr viele Flugzeuge (allerdings meist veraltete Modelle) im Einsatz, diese waren in 3 Kommandos unterteilt. In Eritrea waren 6 Squadriglie mit Ca.133, SM.81 und CR.42. In Äthiopien waren 5 Squadriglie mit CA.133, SM.81 und SM.79, CR.32 und Ro.38bis. 3 weitere Squadriglie mit Ca.133 waren in Südäthiopien stationiert.

Zu Beginn des Krieges am 11. Juni begannen die Operationen in Nord- und Ostafrika. In Afrika waren der Hauptfeind die Briten, während in Italien Frankreich der Hauptfeind war.
Die ersten Einsätze im Mittelmeer wurden von der 2. Squadra gegen Malta geflogen. SM.79 Bomber in Begleitung von Jäger-Escorten flogen zwei Angriffe gegen die Insel am ersten Kriegstag.
Am zweiten Tag flogen die auf Sardinien stationierten Flieger einen Angriff gegen französische Basen in Nordtunesien, unterstützt wurden sie ab dem 13. Juni von Flugzeugen der 2. Squadra aus Sizilien.
Ebenfalls am 13. Juni flog die 1. Squadra in Norditalien erste Angriffe gegen Ziele im Süden Frankreichs. Dabei attackierten BR.20 und CR.42 französische Flugplätze und -felder. Am gleichen Tag flog die 3. Squadra Angriffe gegen alliierte Schiffe entlang der französischen Küste. Zwei Tage später bombardierten die gleichen Fliger Korsika.
Bis zum 17. Juni, als Bizerta in Tunesien bombardiert wurde, hatten fast alle Flieger, besonders die Bomber, ihre Feuertaufe erhalten. Die größte Luftschlacht gab es am 15. Juni über Frankreich, als die 1. Squadra dort Angriffe flog. Dabei wurde ein BR.20 und mehrere CR.42 verloren. Bis zur französischen Aufgabe am 19. Juni gab es noch Luftschlachten über Korsika und Tunesien.

Nach dem Frankreich kapitulierte blieb als Feind nur noch England. Italiens Luftwaffe konzentrierte sich daher auf die Insel Malta. Dort gab es immer wieder technische Probleme mit den italienischen Bombern. Die SM.85 der Gruppo 96 (2. Squadra) wurden gegen deutsche Junkers JU 87B ausgetauscht. Mit diesen Flugzeugen wurden im September mehrere Angriffe geflogen. Bis zum Ende des Jahres verlor die italienische Luftwaffe 23 Bomber und 12 Jäger über Malta. Weiters wurden mehrere Flugzeuge beschädigt.
Zur gleichen Zeit flogen die Einheiten die in Rhodos stationiert waren Angriffe gegen die britische Hauptflotte im Hafen von Alexandria in Ägypten. Als die Flotte in See stach wurde am 17. Juli u.a. der britische Zerstörer "Havoc" versenkt, dabei gingen allerdings 3 SM.79 verloren. Als Anfang September die britische Luftwaffe die Basis in Rhodos angriff, gelang es der italienischen Luftwaffe bei der Verteidigung 4 britische "Fairey Swordfish"-Bomber abzuschießen. Die Briten brachen den Angriff daraufhin ab.

Expeditions-Luftverbände in Belgien bei der Luftschlacht um England


Für die Luftschlacht um England stellte Mussolini am 10. September ein Expeditionskorps bereit. Das Corpo Aereo Italiano (C.A.I.) erreichte Belgien Ende Oktober 1940. Dieses Korps setzte sich aus dem 13° und 43° Stormi B.T. (BR.20), 18° Gruppo C.T. (CR.42) und der 20° Gruppo C.T. (G.50bis) zusammen. Diese Einheiten stammten aus der 1. und 3. Squadra. Später kam noch eine Squadriglia mit Z.1007bis Aufklärern hinzu. Insgesamt verfügte das Korps über rund 170. Maschinen.
Einsatzmäßig wurde das C.A.I. der deutschen 2. Luftflotte unterstellt.
Die erste Operation flog das Korps am 29. Oktober gegen Ramsgate. Dabei wurden 15 BR.20, 39 CR.42 und 34 G.50bis eingesetzt, die allerdings nur wenig Schaden anrichteten.
Am 11. November glogen zwei Formationen Bomberangriffe gegen Great Yarmouth. Zwei Schwadrone der R.A.F. mit britischen "Hurricanes", schossen bei der Verteidigung 3 italienische Bomber ab und beschädgiten weitere 3. Einige der italienischen CR.32 mussten auf ihrem Rückweg wegen Treibstoffmangles notlanden, dabei wurden meherere Flugzeuge beschädigt.
Später flogen einige Jäger entlang der britischen Küste, während deutsche JU 87 britische Schiffe angriffen. Italienische Bomber flogen auch Nachtangriffe gegen Ipswich und Harwich.
Die letzte Luftschlacht für das Expeditionskorps fand am 23. November statt, als 29 CR.42 auf britische Spitfire trafen. Hier verloren die Italiener 7 Flugzeuge, während die Engländer keinen Verlust verzeichneten.
Bis 3. Januar 1941 wurden vom Korps dann nur noch kleinere Sicherungs- und Patrouillenflüge absolviert. Am 10. Januar begab sich der Großteil des C.A.I. auf den Weg in Richtung italienische Heimat. Einige G.50bis der 20° Gruppo verblieben bis 15. April in Belgien, diese flogen Eskorte für deutsche Schiffe. Die Korpseinheiten wurden später in Libyen eingesetzt.

Balkanfeldzug, Giechenland und Irak


Um italiens Einfluss auszubauen, entschloss sich Mussolini am 28. Oktober 1940 für die Invasion Griechenlands. Von diesem Vorhaben wurde der verbündete Deutschland nicht unterrichtet und Hitler war negativ überrascht als er davon erfuhr.
Die ersten Luftangriffe wurden von Albanien und Südost-Italien aus geflogen. Hier kamen auch die bereits in Sizilien eingesetzten deutschen Ju 87B zum Einsatz. Das Stärkeverhältnis war 380 italienische Flugzeuge gegen 149 Griechische.
Die griechischen PZL P.24-Jäger stellten sich als starke Gegner für die italienische Luftwaffe heraus. Grichische "Blenheim"-Bomber und Potez 63 Schlachtbomber flogen bald Angriffe gegen italienische Flugfelder und Nachschublinien. Am 3. November wurde die griechischen Bomber durch britische Blenheim-Bomber aus Afrika unterstützt.
Die Blenheims der R.A.F. wurden bald durch Wellington-Bomber verstärkt, welche die italienische Basis in Valona täglich bombardierten. Die britischen Bomber flogen allerdings ohne Eskortschutz und waren so leichte Beute für die italienischen G.50bis.

Der hartnäckige griechische Widerstand machte den Italienern schwer zu schaffen und brachten deren Offensive bald zum Stehen. Kurz darauf gingen die Griechen zum Gegenangriff über. Dieser Gegenangriff, kombiniert mit einer immer größeren Anzahl von R.A.F.-Flugzeugen, setzte die italienische Front unter starken Druck und die italienische Armee musste weitere Verstärkungen in das Gebiet senden. Bis Ende November wurden die italienischen Luftverbände stark erweitert. Während des Novembers und Dezembers kam es zu mehreren großen Luftschlachten.
Bis Anfang 1941 wurden die italienischen Luftverbände nochmals weiter ausgebaut. Durch die kritische Situation in Nordafrika mussten allerdings wieder einige Flugverbände abgezogen und an die Libyische Front verlegt werden.
Bis zum Februar gelang es nur teilweise die Luftherrschaft über Griechenland herzustellen. Zu diesem Zeitpunkt setzte die R.A.F. auch Hurricans ein. Über den griechischen Städten, den Frontlinien und auch in Albanien kam es immer wieder zu Luftschlachten zwischen den italienischen und britischen Jägern. Es gab Verluste auf beiden Seiten. Die italienische Luftwaffe machte nochmals Reserven frei und verstärkte zum wiederholten Male die Flugverbände an der griechischen Front. Am 22. März 1941 unternahmen italienische G.50bis einen Überraschungsangriff auf die britischen Flugfelder im Tal Paramythia, woraufhin die R.A.F. die G.50-Basis in Buerat angriff.

Am 6. April griff Deutschland in den Balkankrieg ein und invadierte Jugoslawien. Von Bulgarien aus wurde in Ost-Griechenland eingefallen. Um die Invasion in Jugoslawien zu unterstützen, wurden Teile der in Italien stationierten Luftstreitkräfte eingesetzt. Während des Aprils 1941 waren insgesamt 666 Flugzeuge in Jugoslawien und Griechenland im Einsatz.
Die meisten Einsätze flog allerdings die Deutsche Luftwaffe, welche sehr schnell die jugoslawische Luftwaffe zerstörte und den Großteil der griechischen und britischen Luftstreitkräfte dominierte.
Über Jugoslawien gelang es der Regia Aeronautica nur 4 Feindflugzeuge abzuschießen, während 5 eigene Flieger verloren gingen. Als die Deutsche Luftwaffe ihre Verbände für den Russlandfeldzug abzog, wurden kleinere Einheiten der italienischen Luftwaffe auf dem Balkan gegen Partisanen eingesetzt.

Für das deutsche Luftlandeunternehmen in Kreta wurden die italienischen Luftverbände im Gebiet verstärkt. Hinzu kamen u.a. die neuen SM.84-Bomber. Diese Verbände attackierten britische Schifffahrtswege in Zypern und Ägypten und nahmen bei den ersten Angriffen auf Kreta teil.
Im Mai 1941 wurde eine Squadriglia mit CR.42 zur Unterstützung des irakischen Aufstandes gegen die Briten in den Irak verlegt. Diese Flugzeuge flogen mit irakischen Hoheitsabzeichen. Die FLugzeuge trafen erst sehr spät ein und konnten so nur einige kleinere Operationen fliegen.
Ende des Monats zog sie die Einheit nach Rhodos zurück.
In der Ägäis wurden größere Verbände eingesetzt um die alliierten Schifffahrtsstraßen in der Region zu attackieren.

Malta


Die Luftstreitkräfte in Sizilien wurden waren durch den verstärkten Einsatz an der griechischen und Nordafrikanischen Front sehr geschrumpft. Nur noch wenige Verbände konnten düe Angriffe auf Malta eingesetzt werden. Im Januar 1941 erreichten erste deutsche Flugzeuge dann den Mittelmeerraum und verstärkten die Verbände in Sizilien. Durch einen ersten Angriff mit deutschen Stukas gelang es, den britischen Träger "Illustrious" im Hafen voN malta stark zu beschädigen. Während der nächsten zwei Monate eskortierten italienische Jäger die deutschen Bomber über der Insel. Im Mai wurden die ersten deutschen Flugzeuge wieder abgezogen und bis Juni befanden sich keine deutschen Flugzeuge mehr in Sizilien.
Als die Feldzüge in Giechenland in Libyen beendet waren, wurden die dortigen Bomber nach Sizilien verlegt. Von dort aus unternahmen diese mehrere Nachtbombardements auf Malta. Über Malta kam es immer wieder zu Verlusten durch britische Hurricanes.
Im Juli wurde von malta aus zurückgeschlagen: am Tage griffen britische Blenheims und Beaufighters, bei Nacht Wellingtons, Ziele in Sizilien und Westlibyien an. Die Regia Aeronautica befand sich jetzt mehr und mehr in d er Defensive. Um die Wellingtons effektiv bekämpfen zu können, wurde eine CR.42 Nachtjäger-Gruppe gebildet.

Am 26. Juli 1941 wurde noch einmal versucht einen Großangriff auf den Hafen vn Malta zu gliegen, doch dieser endete sehr verlustreich für die italienische Luftwaffe. Im Oktober traf die 4° Stormo C.T. in Sizilien ein, welche mit den neuen MC.202 Jägern ausgestattet war. Diese stellten sich recht schnell als äuserst ernstzunehmende Gegner für die britischen Hurricanes heraus. Leider verfügte die italienische Luftwaffe zu diesem Zeitpunkt nur über sehr wenige Modelle dieses Typs um sie effektiv einsetzen zu können. Dennoch dauerte es mehrere Wochen bis es einer britischen Hurricane gelang, einen dieser Jäger abzuschießen.

Da die Versorgungswege zu den Achsentruppen in Nordafrika durch die Schiffe in Malta stark beeinträchtigt waren, zog die deutsche Luftwaffe im Dezember 1941 einige Verbände von der Ostfront ab und verlegte diese nach Sizilien.
Anfang 1942 setzte dann die Regia Aeronautica ihre nächtlichen Bombardements über Malta fort, welche von deutschen Angriffen unterstützt wurden. Am Tage unterstützen italienische MC.202 die deutschen Bf 109 beim Begleitschutz für die Ju 87 und 88 Stukas. Durch diese Einsätze wurde die Versorgungslage der britischen Land- und Seekräfte auf Malta sehr bedrohlich. Im März 1942 gelang es SM.84-Flugzeugen aus Sardinien und Sizilien und SM.79 aus West-Libyen einen alliierten Konvoi größtenteils zu versenken. Dennoch gelang es den Briten mit Flugzeugträgern die ersten "Spitfire", die auserhalb Englands zum Einsatz kamen, nach Malta zu bringen. Insgesamt aber, gelang es den Achsenmächten die versorgungssituation des Afrikakoprs zu verbessern.

Eine Luftlandeoperation über Malta befand sich bereits in der Vorbereitungsphase. Den Alliierten war es nicht mehr möglich von Malta aus offensiv zu agieren. Als sich die Lage an der Ostfront verschärfte, wurden im Juni die meisten deutschen Flugzeuge wieder aus Sizilien abgezogen und an die Ostfront verlegt. Durch Rommels Offensive bei Gazala und dem späteren Durchbruch in Richtung Suez-Kanal, erheilt das Afrikakorps Priorität in Sachen Nachschub und so wurden die Pläne für das Luftlandeunternehmen in Malta vorerst eingestellt.
Für den weiteren Einsatz über Malta war nun wieder allein die Regia Aeronautica verantwortlich.  Sie verstärkte die Luftverbände in Sizilien enorm. Die Nachtbombardements wurden fortgesetzt und verstärkt Z.1007bis und SM.84 als Eskorten eingesetzt, um so die britischen Spitfire zum Kampf zu stellen. Trotz der schwachen Bewaffnung der italienischen Flugzeuge, lieferten sie den Spitfires einen harten Kampf.
Von Juni bis September schafften es britische Konvois nur unter schwersten Verlusten durch die Regia Aeronautica, Nachschub nach Malta zu bringen. Die italienischen Versuche die Konvoirouten der Alliierten zu unterbinden schlugen insgesamt jedoch fehl. Als es britischen Spitfires im September gelang über Sizilien einen Großteil der italienischen Flugzeuge auszuschalten, nahmen die Alliierten die Nachschubrouten der Achsenmächte wieder unter Beschuss. Im Oktober musstedie Deutsche Luftwaffe abermals Luftstreitkräfte von der Ostfront abziehen und nach Sizilien verlegen. Es wurde ein Großangriff auf Malta geplant, der am 11. Oktober begann. Nach wenigen Tagen musste die Luftoffensive jedoch wieder eingestellt werden, da starke Spitfire-Verbände das Geschehen über Malta beherrschten. Die Situation änderdte sich nun dramatisch, da das Afrikakorps mittlerweile zm Rückzug gezwungen wurde und am 8. November die anglo-amerikanische Invasion in Nordwest-Afrika begonnen hatte. Der Plan, Malta zu invadieren, war gescheitert.

Nordafrika


Die längste, härteste und verlustreichste Operation die die Regia Aeronautica jemals unternommen hatte, war der Feldzug in Nordafrika.
Vom ersten Tag an gab es diverse Luftkämpfe über der Front. Zahlenmäßig waren die italienischen Flugzeuge überlegen, doch die britischen Fliger erwiesen sich als weitaus aggressiver. Während tagsüber SM.79 Alexandria attackierten, waren es über Nacht SM.81. Als im Juli und August Hurricanes am Himmel erschienen, gab es auf italienischer Seite hohe Verluste.
Im September startete die italienische Luftwaffe eine große Offensive mit einer zusätzlichen Gruppe SM.79 und CR.42, die extra dafür eingeflogen wurden. Die schlecht ausgerüsteten Bodentruppen wurden jedoch schon einige Kilometer östlich von Sidi Barrani gestoppt. Bis Dezember unternahm die R.A. dann nur noch Patrouillenflüge. Am 9. Dezember starteten die Briten eine Offensive. Äußerst aggressive Hurricanes griffen dabei die Flugfelder der Italiener an und beschädigten mehrere Flugzeuge. Der anschließende Rückzug musste so schnell durchgeführt werden, dass sämtliche beschädigte Flugzeuge zurück gelassen werden mussten. Bis Ende Januar gingen rund 150 Flugzeuge verloren, dabei 90 bereits am Boden.

Während dieser Zeit wurden drei Stormi SM.79, drei Gruppi CR.42 und drei Gruppi G.50bis eingeflogen, darunter auch das "Corpo Aereo Italiano" aus Belgien. Trotz dieser Verstärkungen gab es im Februar weiter hohe Verluste, unter anderem auch durch technische Mängel. Ende Februar wurden sogar die bereits im Sommer 1940 auser Dienst gestellten Ba.65 wieder einsatzfähig gemacht.
Die Briten haben bereits Benghazi eingenommen und stehen bei El Agheila, der letzten Verteidigungslinie vor Tripoli. Die italienische Armee in Libyen ist zu diesem Zeitpunkt fast schon aufgerieben, doch die britischen Truppen sind erschöpft, müde und durch Abgaben an die griechische Front geschwächt, weiters sind die Nachschub- und Kommunikationswege sehr weit ausgedehnt. Italienische Verstärkungen und deutsche Einheiten erreichen Tripoli, während Malta unter schweren Bombardements leiden muss.
Im März 1941 müssen die britischen Truppen bis nach Ägypten zurückweichen. Im Hafen von Tobruk verschanzen sich die Briten. Tobruk wird unter Beschuss genommen, dabei werden die Bodentruppen  von der Deutschen Luftwaffe unterstützt. Im April kommen italienische Jäger hinzu um die Luftangriffe auf Tobruk zu unterstützen.

Im Juni 1941 findet eine komplette Neuorganisation der Regia Aeronautica in Afrika statt. Dabei werden die Einheiten, die mit SM.79 und älteren Modellen ausgestattet sind, zurück nach italien verlegt. An der Front verbleiben insgesamt 70 Jäger und 25 Bomber. In Italien werden einige Einheiten mit neueren Flugzeugen ausgestattet und kehren zurück an die Afrikafront. Auch die 96° Gruppo B.A.T. aus Sizilien, mit deutschen Ju 87B ausgestattet, begibt sich an die Front in Nordafrika.
Während des Sommers 1941 werden einige Angriffe auf britische Flugfelder bei Sidi Barrani geflogen. Der erfolgreichste Angriff erfolgt am 7. September, als es gelingt, 21 britische Jäger zu zerstören oder zu beschädigen. Das Haupteinsatzgebiet der Regia Aeronautica waren jedoch die Lufträume der libyschen Häfen, um diese gegen die Angriffe der R.A.F. zu schützen, die von Bombern aus Ägypten und Malta geflogen wurden.

Ende 1941 litt die Regia Aeronautica an enormen Spritmangel und so konnten nur vereinzelt Angriffe geflogen werden. Die meisten Angriffe flog die Deutsche Luftwaffe. Bis Januar 1942 gelang es den alliierten Konvois meist unbeschadet ihre Fracht ans Ziel zu bringen. Anfang des Jahres 1942 nahm die italienische Luftwaffe wieder aktiver am Geschehen teil, nach dem das Afrikakorps zum Gegenangriff überging und die briten von Benghazi bis an die Gazala-Linie zurücktrieb. Vereinzelt nahmen italienische MC.202 an dre Seite von deutschen Bf 109F an Eskortflügen teil. Die britischen Jäger und Jagdbomber waren bis zu dieser zeit bereits in der Überzahl. Während dem Frühling und Sommer wurde die Anzhal der italienischen Jagdbomber verstärkt. Weiters trafen Z.1007bis Bomber ein, die Nachtbombardements auf britische Basen fliegen sollten.

Die Großoffensive der Achsenmächte bei Gazala Ende Mai 1942, durchbrach die britischen Linien und zwang die Briten zu einem langen Rückzugsmarsch bis hinter die ägyptische Grenze. Die Briten errichteten bei El Alamein eine neue Verteidigungslinie. Die italienischen Flugverbände an der Front waren nun mit 93 MC.202, 50 MC.200 Jagdbombern, 46 MC.200 Jägern, 40 CR.42 Jagdbombern, 34 SM.79sil Marinebombern, 25 Z.1007bis Nachtbombern, 43 G.50bis, 24 Ca.311, 14 Ghiblis, 17 Cant Z.501 und 6 Z.506B. Ende Juni fiel Tobruk in die Hände der Achse. Als die britische Marine Tobruk unter Beschuss nahm, versenkten Jagbomber des Typs MC.200 der 13° Gruppo C.T. den Zerstörer "Zulu".

Den Höhepunkt ihrer Stärke in Nordafrika erreichte die Regia Aeronautica im Oktober 1942 mit den folgenden Einheiten:
2° Stormo C.T. (8°, 13° Gruppi) MC.200
3° Stormo C.T. (18°, 23° Gruppi) MC.202
3° Stormo C.T. (9°, 10° Gruppi) MC.202
  150° Gruppo Autonomo C.T. MC.202
  160° Gruppo Autonomo C.T. CR.42
15° Stormo Assaulto (46°, 47° Gruppi) CR.42
50° Stormo Assaulto (158°, 15° Gruppi) CR.42
5° Stormo B.A.T. (101° Gruppi) Ju 87B
35° Stormo B.T. (86°, 95° Gruppi) Z.1007bis
  131° Gruppo Aerosiluranti SM.79sil
  132°Gruppo Aerosiluranti SM.79sil

Doch bis zu diesem Zeitpunkt hatte auch die R.A.F. ihre Stärke weiter ausgebaut und überstieg die Stärke der Regia Aeronautica. Auf italienischer Seite kamen weiter technische Schwierigkeiten zu Tage, welche die einsatzbereiten Flugzeuge einschränkte.
Während der Schlacht um El Alamein, Ende Oktober 1942, waren die italienischen Verluste sehr hoch. Der Vorstoß der britischen 8. Armee Anfang November, zwang die Achsenmächte wieder zum Rückzug. Zum wiederholten Male mussten nicht einsatzbereite Flugzeuge zurückgelassen werden.

Am 8. November 1942 landeten anglo-amerikanische Truppen im französischen Nordafrika. Daraufhin wurden  am 11. November die MC.202-Maschinen der 155° Gruppo C.T. nach Tunesien verlegt, während die 22° Gruppo C.T. ihre Re.2001 nach Sardinien verlegte, von wo aus Jagdbomber Angriffe gegen Bone flogen, das zuvor von den Briten eingenommen wurde. Von Sizilien und Sardinien aus flogen SM.79, SM.84 und Z.1007bis Bomber mehrere Nachtbombardements auf Häfen und Flugfelder entlang der tunesischen und algerischen Küste. Während dieser Angriffe wurde das erste und einzige  mal eine Squadriglia mit Piaggio P.108B (ein vier-motoriger schwerer Bomber) eingesetzt.

Der Rückzug aus Ägypten hat bereits Tripoli erreicht, als im Januar 1942 eine Umstrukturierung der Luftstreitkräfte in Nordafrika vorgenommen wird. 180 Flugzeuge - alle CR.42, Z.1007bis, SM.79sil, Ca.312, 313, Ghiblis, Transportflugzeuge und einige der MC.200 und 202 - verlassen Libyen in Richtung Italien. Lediglich die 3° und 4° Stormi C.T., 13° Gruppo C.T. und eine Squadriglia mit Fi 156C Storch verbleiben ander Front.
Tripoli fällt im Januar un ddie Achsenmächte ziehen sich bis in den Süden von Tunesien zurück. Von hier aus werden Anfang März alle MC.200 und G.50bis Maschinen evakuiert, nur MC.202 verbleiben in Afrika. Bis zum 8. Mai, wenige Tage vor der Kapitulation, kämpfen diese an Seite der deutschen Jäger.

Russland


Überrascht vom plötzlichen Einmarsch der deutschen Wehrmacht in Russland, organisierte Mussolini im Juli und August Expeditionstruppen. Darunter die 22° Gruppo C.T. mit MC.200 Jägern, 61° Gruppo O.A. mit Caproni Ca.311 leichten Aufklärungs-Bombern und einige wenige SM.81 und Ca.133 Transportmaschienen, welche in Rumänien stationiert wurden.
Zu diesem Zeitpunkt war der deutsche Vorstoss bereits so weit ins Landesinnere gelangt, dass die Front auserhalb der Reichweite der italienischen Flugzeuge lag. Es mussten schnell geeignete Flugfelder in Russland gefunden werden. Trotz der italienischen Bemühungen zeigte sich die deutsche Führung anfans sehr unkooperativ. Es dauerte bis Ende August, als die italienische Luftwaffe ihre ersten Angriffe flog, dies geschah bei Krivoy Rog. Die 22° Gruppo, die sich aus 4 Squadriglie anstelle von den üblichen 3 zusammensetzte, zeigte sich beim ersten Fronteinsatz durchaus erfolgreich. Die italienischen Jäger fingen einen russischen Verband mit Tupolev SB-2bis Bombern und Polikarpov I-16 Jägern ab. Bei den anschliesenden Lufkämpfen konnten 6 Bomber und 2 Jäger abgeschossen werden - das Ganze ohne eigene Verluste. Die meisten Einsätze wurden zur Unterstützung der Bodentruppen geflogen.
Im Oktober wurden die Flieger weiter ins Landesinnere nach Saporoshje verlegt. Nun setzte der äuserst Kalte Winter ein und die Rote Armee startete Gegenoffensiven. Die italienischen Flugzeuge, die eigentlich füpr wärmere Klimazonen gebaut worden waren, litten sehr unter der Kälte und es kam immer wieder zu Ausfällen. Der Nachschub kam nur langsam im Frontgebiet an. Die Flugzeuge konnte daher nur noch teilweise eingesetzt werden.

Die MC.200-Maschinen flogen nun Eskortmissionen für die deutschen Ju 87 und Hs126. Auch die italienischen Maschinen waren, wie die ungarischen und rumänischen Maschinen, der Gefahr ausgetzt, von deutschen Jäger attackiert zu werden, die sie evtl. für russische Flugzeuge hielten. Derartige Vorfälle gab es anfangs häufiger an der Front, bis schlieslich alle Flugzeuge der Achse an der Flugzeugnase einen gelben Streifen erhielten.
Im Februar flogen die 22° Gruppo einige erfolgreiche Angriffe auf Kranyi Liman. Zu diesem Zeitpunkt wurden die MC.200-Maschinen umgerüstet, so dass sie unter den Tragflächen auch Bomben mitführen konnten. Im März operierten die italienischen Luftverbände erstmals unter deutschem Kommando und unterstützten hauptsächlich die Bodentruppen.

Bei Sommerbeginn 1942 ging die Achse wieder zur Offensive über. Mittlerweile tauchten über den Schlachtfeldern neue modernere russische Jäger auf. Im Juli werden die italienischen Fliegerverbände an der Ostfront der deutschen Luftflotte 4 unterstellt, um die Offensive auf dem Kaukasus zu unterstützen. Am 26. Juli wurden 9 MC.200, die einige deutsche Stukas eskortierten, von 20 russischen  LaGG 3 angegriffen, dabei gingen 3 italienische Maschinen verloren. Es konnte nur ein gegnerisches FLugzeug abgeschossen werden.
Am nächsten Tag griffen die russischen LaGG erneut an, doch diesmal waren die italienischen Piloten vorbereitet und so gelang es 3 russische Flugzeuge abzuschießen, während zwei eigene verloren gingen.
Die Piloten erbaten bessere Maschinen und so erreichten im September ein Dutzend MC.202 die Front.
Die schwache Bewaffnung der italienischen Flugzeuge machte sich immer mehr bemerkbar, genaz besonders als immer mehr russische schwer gepanzerte Ilyushin II-2 am Himmel über der Front erschienen. Die Breda SAFAT-Kanonen waren fast wirkungslos gegen diese Flugzeuge.

Bei den schweren Kämpfen im Winter 1942 im Gebiet von Stalingrad, waren auf italienischer Seite 90 Flugzeuge im Einsatz, davon 12 Transportmaschinen. Die 12 Transporter wurden zur Versorgung der eingeschlossenen deutschen 6. Armee genutzt. Als die Situation um Stalingrad immer bedrohlicher wurde und die Rote Armee mehrere Offensiven startete, mussten die Italiener ihre Flugfelder evakuieren.
Im Januar 1943 trieben massive russische Angriffe die rumänischen Truppen im Gebiet zurück. Diese schlossen sich dann der italienischen 8. Armee an. Die Front war mittlerweile am Kolabieren.
Am 21. Januar flogen die italienischen Verbände ihren letzten Einsatz an der Ostfront. Die Führung der Regia Aeronautica beorderte bis Ende des Monats alle Flugzeuge zurück nach Italien.
In den 17 Monaten an der Ostfront flogen die die italienischen Verbände über 6.000 Einsätze, schafften 88 Luftsiege und verlorewn 19 Flugzeuge.

Verteidigung Italiens


Bis Ende 1942 blieb das italienische festland größtenteils von feindlichen Luftangriffen verschont.
Anfang Juni 1940 flogen schwere Bomber der britischen R.A.F. von Südfrankreich aus einige Nacht-Bombardements auf industrielle- und Kommunikationseinrichtungen in Norditalien. 1941 wurden in Italien dann drei Gruppi Caccia Notturno (Nachtjäger) gebildet. Diese waren hauptsächlich mit CR.42  und einigen wenigen Caproni Vizzola F.5 Maschinen ausgestattet. Später kamen einige Re.2001 und französische Dewoitine D.520 hinzu.
Italiens Führung erbat deutsche Hilfe in Form von Nachtjägern, die mit Radar ausgestattet waren. So wurden aus Deutschland einige Messerschmitt Bf 110 und Dornier Do 217J zur Verfügung gestellt.
Später im Jahre 1942, als in Algerien Flugbasen zur Verfügung standen, flog die R.A.F. von dort aus auch kleinere Tageseinsätze mit Lancaster-Bombern.

Mittlerweile wurden während des Jahres 1941 von der R.A.F. von Malta aus Nachtangriffe in Richtung Neapel geflogen. Im Sommer flogen Blenheim Jagdbomber Angriffe gegen die Häfen und Flugfelder auf Sizilien.
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 13. August 2010 um 19:37 Uhr
 

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