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| Das System der Flugzeugbezeichnungen innerhalb der Kaiserlichen Japanischen Luftwaffe |
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Die Benennung und Bezeichnung von japanischen Kriegsflugzeugen der fünf Kriegsjahre war regellos und komplex, was einer der Hauptgründe des alliierten Code-Namenssystems war, mit dem für Jagdflugzeuge und Wasserflugzeuge Vornamen von Buben und für die meisten anderen Baumuster (außer Schulflugzeugen) Mädchennamen vergeben wurde. Transportflugzeuge hatten weibliche Vornamen mit dem Anfangsbuchstaben T. Bis Mitte 1943 benutzten die Japaner ein schwerfälliges System, das auf dem japanischen Kalender basierte, der dem westlichen um 660 Jahre voraus ist. Die Baumuster der japanischen Landflugzeuge erhielten noch im Erprobungsstadium eine Seriennummer, vor der die Kurzbezeichnung Ki stand (von Hikoki = Flugzeug). Die Zahlen wurden chronologisch vergeben, ohne Berücksichtigung von Herstellerfirma und Einsatzzweck. Größere Änderungen während der Produktion wurden durch eine Modellziffer angezeigt (z.B. Ki43-II). Vergleichsweise selten wurden Namen zusätzlich zu den Bezeichnungszahlen bei Landflugzeugen vergeben. Das System der japanischen Marine-Luftwaffe war komplizierter, obwohl es im ganzen dem von der US-Navy benutzten nicht unähnlich war. Die Grundbezeichnung war eine Buchstaben-Ziffer-Kombination, wobei der erste Buchstabe den Einsatzzweck und der zweite den hersteller angab. Sie wurden wie folgt vergeben: Buchstaben zur Kennzeichnung des Einsatzzwecks A - Träger-Jagdflugzeug B - Träger-Schlachtflugzeug C - Träger-Aufklärungsflugzeug D - Träger-Bombenflugzeug E - Aufklärungs-Wasserflugzeug F - beobachtungs-Wasserflugzeug G - Schwerer und mittelschwerer Bomber H - Flugboot J - Landgestütztes Jagdflugzeug K - Schulflugzeug L - Tansportflugzeug M - Spezialflugzeug N - Wasserflugzeug für Jagdeinsatz P - Landgestütztes Bombenflugzeug Q - Flugzeug zur U-Boot-Bekämpfung R - Landgestütztes Aufklärungsflugzeug S - Nachtjäger Buchstaben der Hersteller-Firmen A - Aichi D - Showa G - Tokio Gasu Denki H - Hiro K - Kawanishi M - Mitsubishi N - Nakajima P - Nippon S - Sasebo W - Kyushu (früher Watanabe) Y - Yokosuka Die beiden Ziffern kennzeichneten jeweils die Reihenfolge des Eintritts der Flugzeugkonstruktion in den Truppendienst ohne Berücksichtigung des herstellers und der besonderen Flugzeugbaumusterziffer. Die Bezeichnung A6M2 gab an, dass der Zero ein Trägerjagdflugzeug war (A), der sechste im Einsatz bei der japanischen Marine (6), hergestellt bei Mitsubishi (M), und dass es die zweite Version dieser Konstruktion war (2), die hergestellt wurde. Wo eine Konstruktion später zur Erfüllung eines anderen Einsatzzweckes umgebaut wurde, trat zu der Grundbezeichnung der Buchstabe der neuen Einsatzart hinter die Grundbezeichnung (z.B. A6M2-N). Den größeren Marinekampfflugzeugen wurden sowohl Namen wie Zahlen gegeben. Jagdflugzeuge wurden nach Wetterereignissen benannt, Schlachtflugzeuge nach Bergen, Bombenflugzeuge nach Sternen und Sternbildern, Überwachungsflugzeuge nach Meeren, transportflugzeuge nach Himmelsnamen und Schulflugzeuge nach Bäumen oder Pflanzen. Kommentare (0)
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. Februar 2010 um 18:39 Uhr |