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| Panzerentwicklung während des Krieges |
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Panzer 1941-45 Bei Beginn des Pazifikkrieges im Dezember 1941 waren die japanischen Panzerkräfte bereits stark angewachsen. Die Japanische Armee bildete mehr als ein Dutzend Panzerregimenter für offensive Operationen. Die 10 Hauptinfanteriedivisonen waren jeweils mit einer Panzerkompanie ausgestattet, von denen jede Kompanie über 9 leichte Panzer Typ 95 Ha-Go verfügte. In vielen Infanterieregimentern ersetzten Typ 94 Tankette die traditionelle Kavallerie. Nach dem Ende 1941 die deutsche Operation "Barbarossa" in der Sowjetunion bereits fortgeschritten war, entschied sich der japanische Generalstab den strategischen Focus von militärischen Aktionen in den Pazifik zu legen. Nach dem japanischen Plan sollten die Philippinen, Malaysien, Burma und Indonesien besetzt werden. Weiters sollte die alliierte Präsenz im Pazifik dezimiert werden. Hierzu sollte die US-Flotte in Pearl Harbour und die britische Garnison in Singapur angegriffen werden. Am 7. Dezember begannen die Angriffe mit einem Luftschlag gegen Pearl Harbour, gefolgt von Luftangriffen gegen andere Schlüsselziele. Die Japanische Armee plante den groß angelegten Einsatz von Panzern, obowhl man bisher keine Erfahrung im Dschungelkampf hatte. Die britische Armee war der Meinung das das Terrain rund um Singapur für Panzer unüberwindbar war und es auch für größere Verbände nicht zu durchqueren sei. Die Japaner sahen dies anders und starteten am 8. Dezember 1941 amphibische Landungen im Norden der Malaysischen Halbinsel. General Yamashitas 25. Armee setzte 211 Panzer in den Panezrregimentern 1., 6. und 14 ein. Das 1. Panzerregiment (40 Typ 97 Chi-Ha und 12 Typ 95 Ha-Go) durchsties General Percivals Jitra-Linie am 11. Dezember 1941. Der wichtigste Panzereinsatz folgte am 7. Januar 1942, als das 6. Panzerregiment die schmale Flusslinie nördlich von Singapur überquerte. Singapur fiel am 15. Februar. Angeführt vom 2. und 14. Panzerregiment, viel die Japanische Armee in Burma ein. Man hoffte auf japanischer Seite von hier aus in Richtung Indien vorstossen zu können. Die 7. britische Panzerbrigade erreichte jedoch im letzten Moment, aus Nordafrika kommend, das Gebiet um so den japanischen Vorstoss stoppen zu können. Das britische 2. königliche Panzer-Regiment führte eine Serie von verlustreichen Kämpfen in Burma, u.a. mehrere Gefechte mit dem japanischen 14. Panzer-Regiment. Die Überlebenden Briten konnten die britischen Linien in Indien erreichen. Nur ein einziger Stuart-Panzer blieben nach den Kämpfen einsatzbereit. Im Dezember 1941 invadieren japanische Truppen, inkl. das 4. und 7. Panzerregiment, die Philippinen im Golf von Lingayen. Der erste Panzer-gegen-Panzer kampf des Pazifikkrieges folgte am 22. Dezember 1941, als japanische leichte Panzer Typ 95 Ha-Go des 4. Regiments einen Hinterhalt legen um so eine Patrouille von M3-Panzern des amerikanischen 192. Panzer-Bataillon nahe Damortis anzugreifen. Die beiden Panzereinheiten setzen ihren Kampf fort, als sich bereits die amerikanischen Kräfte in Richtung Halbinsel Bataan zurückziehen. Nach dem Fall von Bataan wurde eine japanische Spezialeinheit gebildet um die Landung auf der Festungsinsel Corregidor zu unterstützen. Nach dem das 7. Panzer-Regiment die 57mm Kanone des Typ 97 Chi-Ha kritisiert hatte, welche die Panzerung der amerikanischen M3-Panzer nicht durchschlagen konnte, wurden einige erweiterte Typ 97-Kai Shinhoto Chi-Has als Ersatz geschickt. Zwei Shinhoto Chi-Has nahmen bei der Landung in Corregidor teil. Weiters wurde ein erbeuteter M3 eingesetzt. Da die Amerikaner dort über keinerlei Panzerbekämpfungsmittel verfügten brach die gesamte Verteidigung zusammen. Das 4. Panzer-Regiment, nach Khalkin Gol und den Philippinen mittlerweile eine Veteraneneinheit, wurde im März 1942 nach Java verschifft, wo bereits der Großteil von Indonesien in japanischer Hand war. Japans erste Siege zeigten den erfolgreichen Panzereinsatz in schwierigem Gelände. Britische und amerikanische Kommandeure hielten dies für unmöglich. Nach dem die ersten schwierigen Kämpfe gegen die Alliierten gewonnen waren, setzte Japans strategie nun die Priorität auf defensive Maßnahmen und die Weiterentwicklung von Kriegsschiffen und Luftwaffe. Trotz der wichtigen Rolle bei den Siegen 1941-42 wurde die Panzerproduktion in japan stark zurückgefahren. Auch die Entwicklung von neuen Modellen stagnierte. Die Panzer die von den Alliierten 1941-42 eingesetzt wurden (hauptsächlich der Stuart M3) waren nur minimal fortschrittlicher als die japanischen Panzer (Typ 97-Kai Shinhoto Chi-Ha). Japan versuchte sich an den Panzerentwicklungen in Deutschland zu orientieren, doch der Austausch von Techniken dauerte zu lange um sinnvoll genutzt zu werden. Deutschland verkaufte 1943 ein paar Panzer III nach Japan: Einen mit 50 mm und einen mit kurzer 75 mm Kanone, doch bis diese in Japan ankamen waren sie bereits wieder veraltet. Später verkaufte Deutschland im September 1943 einen Panther und einen Tiger nach Japan, doch als diese 1944 endlich zum verschiffen fertigen waren, war eine Lieferung nach Japan aufgrund der alliierten Seestreitkräfte nicht mehr zu denken. Neue leichte Panzer 1938 begann Japan damit einen neuen leichten Panzer zu entwickeln um den Typ 95 Ha-Go zu ersetzen. Obwohl der Ha-Go als gut angesehen wurden, war seine Panzerung zu dünn und anfällig gegen schweres MG-Feuer. Ziel der Entwicklung war es, einen Panzer mit dem gleichen Gewicht des Typ 95 zu entwickeln, allerdings mit dickerer Panzerung. Dadurch musste der Panzer schmaler sein um eine geplante Panzerung von 16mm unterbringen zu können. Die Entwicklung wurde komplett von Hino und Mitsubishi übernommen. Nach ersten Tests wurde von der Armee das Modell von Hino bevorzugt, da es geländegängiger als das Modell von Mitsubishi war. Schließlich wurde der Chi-Ni Modell A für die Produktion frei gegeben. Er erhielt die Bezeichnung Typ 98. Die eigentliche Produktion begann nicht vor 1942, da es bis dahin keinen Bedarf innerhalb der Armee gab. Als es endlich zur Produktion ging, war der Typ 98 bereist durch den Typ 95 Ha-Go überholt. Es wurde versucht den Typ 98 zu erweitern in dem der Turm breiter gemacht wurde um so dem Schützen oder Kommandeur mehr Platz zu bieten. Zusätzlich wurde die Typ 1 37mm Kanone eingebaut. Schlieslich wurden nur 138 Fahrzeuge des Typ 98 gebaut, während vom Typ 95 Ha-Go 2.300 gebaut wurden. Sturmgeschütze und Panzerzerstörer Nach der Entscheidung Panzerdivisionen zu bilden, musste die japanische Armee auch ihre Divisionsartillerie mechanisieren. Hierzu nutzte man einfach das Chassis des Typ 97-Panzers. Das Ho-Ni I enthielt eine 75 mm Typ 90 Feldkanone, die auf einem modifizierten Chassis des Typ 97 montiert wurde. 1942 wurden nur 26 Typ 1 Ho-Ni I produziert. Das Modell wurde durch das Ho-Ni II, welches eine 100mm Typ 91 Haubitze auf einem Typ 97 Chassis darstellte, verdrängt. Das erste Typ 1 Ho-Ni II wurde im Juli 1942 fertig gestellt, doch die Produktion begann nicht vor 1943. Bis 1945 wurden nur 54 Fahrzeuge gebaut. beide Modelle besaßen einen offenen Aufbau, ähnlich dem des deutschen Marders. Das letzte Modell der Ho-Ni Familie war eine Typ 90 75mm Kanone wie beim Ho-Ni I, jedoch mit geschlossenem Aufbau. Gebaut wurde das letzte Modell von Hitachi. Von 57 bestellten wurden nur 31 Typ 3 Ho-Ni III Geschütze fertig gestellt. Die unzureichende Feuerkraft der meisten Panzer führte zur Entwicklung von Panzerzerstörern, welche zwar die herkömmlichen Panzerchassis nutzten, jedoch mit einer viel potenteren Kanone ausgerüstet waren. Eine Panzerzerstörer-Version des leichten panzer Typ 95 wurde entworfen, welcher mit einer 47mm Pak ausgerüstet war. Bezeichnet wurde dieser als Typ 5 47mm Ho-Ru. Allerdings wurde von diesem im Juni 1945 nur ein Prototyp fertig gestellt. Um die Panzerung eines Sherman-Panzers zu durchschlagen, entschied sich die Japanische Armee die 47mm Kanone durch großkalibrige Haubitzen zu ersetzen. Eine 120mm Haubitze wurde auf das Chassis eines Typ Panzers gebaut und wurde Ho-To genannt, doch bis Kriegsende kam es nicht mehr zur Produktion. Der Typ 4 Ho-Ro stellte eine Typ 38 150mm Haubitze auf einem Typ 97 Chassis dar. Zwei von ihnen wurden auf den Philippinen eingesetzt wo sie aber bei den dortigen Kämpfen verloren gingen. Der schwerste Panzerzerstörer war der Ho-Ri, der auf einem Typ 5 Chassis basierte und mit einer neuen 105mm Pak und einer 37mm Kanone ind der Front bestückt war. Zwei Versionen wurden in beracht gezogen: der Ho-Ri 1 der dem deutschen "Elefant" glich und der Ho-Ri 2 der dem deutschen "Jagdtiger" glich. Die neue 105mm Kanone kam über den Teststatus nicht hinaus und bis Kriegsende wurde kein Ho-Ri mehr fertig gestellt. Verbesserung des Chi-Ha mittlerschwerer Panzer 1942, als die Produktion des Typ 87-Sinhoto Chi-ha bereits im Gange war, arbeitete Mitsubishi bereits an der Modernisierung des Panezrs. Diedickste Panzerung des Typ 97 betrug nur 30 mm und machten ihn daher sehr anfällig gegen die meisten Paks, wie z.B. der amerikanischen 37 mm oder der sowjetischen 45 mm. Bereits 1941 begann die Überarbeitung dr Frontpanzerung, die auf 50 mm verstärkt werden sollte. Um dem zusätzlichen Gewicht entgegenwirken zu können, wurde der erweiterte Typ 100 Motor entwickelt, der nun 240 PS gegenüber 170 PS der ersten Version zur Verfügung hatte. Der Typ 1 Che-HI kam erst Ende 1943 in Produktion und ersetzte dort den Typ 97-Kai. Der Panzer war für die Panzerdivisionen in Japan vorgesehen, doch er kam nicht zum Kampfeinsatz. 1943 wurde offensichtlich das der Chi-Ha zu schwach bewaffnet war um Erfolgreich gegen moderne mittelschwere Panzer kämpfen zu können. Durch den Botschafter in Berlin erfuhr man sehr viel über die alliierten Panzer wie den Sherman und so wurde schnell klar, dass man einen neuen mittelschweren Panzer benötigte. Eine Version der 75mm Panzerkanone des Typ 90 wurde als Typ 3 Panzerkanonen akzeptiert und in einem vergrößerten Turm des modifizierten Typ 1 eingesetzt. Als Typ 3 Chi-Nu wurde 1943 dieser Panzer für Einsatzfähig erklärt. Die Produktion des Typ 1 wurde von Mitsubishi bis November 1934 fortgesetzt. Die Produktion des Typ 3 begann nicht vor September 1944. Durch die Bombenangriffe der amerikanischen Luftwaffe 1945 konnten bis Kriegsende nur 144 Typ fertig gestellt werden. Alle Fahrzeuge sollten für die Verteidigung des heimatlandes genutzt werden. Der Chi-Ha Typ 3 war der leistungsstärkste Panzer der während des Krieges in größerer Stückzahl gebaut wurde. Neue mittelschwere Panzer Der Typ 3 Chi-Nu brachte das Chi-ha Chassis an seine Grenzen und für weitere Entwicklungen musste ein neues Chassis entworfen werden. Ab 1943 begannen die Arbeiten am Chi-To. Dieser basierte auf dem Chi-Ha, doch war er größer und mit einem 400 PS Motor ausgestattet. Bewaffnet war er mit der neuen Typ 4 75 mm Kanone, welche von der Typ 88 75 mm Flak abgeleitet wurde. Die Front war mit 75 mm gepanzert. Dieser Panzer war der wohl anspruchsvollste japanische Panzer der den Produktionsstatus erreichte. Geplant war eine Fertigungsrate von 20 Fahrzeugen im Monat (bei Mitsubishi). 5 weitere sollten pro Monat bei Kobe-Seiko gefertigt werden. Letztendlich wurden nur 6 Chassis gebaut und nur zwei panzer fretig gestellt. Eine schwerere Version, der Typ 5 Chi-Ri, war ebenfalls geplant. Er sollte mit einer Typ 4 75mm Kanone bewaffnet sein. In Betracht gezogen wurde auch eine 88mm Kanone im Turm und eine zusätzliche 37mm Kanone in der Front. Als Motorisierung sollte ein 550 PS BMW Flugzeugmotor dienen. Ein erster Prototyp ohne Hauptbewaffnung wurde im Mai 1945 fertig gestellt, doch man konzentrierte sich auf den praktischeren Typ 4 Chi-To. Es gibt Gerüchte über einen superschweren 120 t-Panzer namens Oh-I, doch gibt es darüber keinerlei Belege. Kommentare (0)
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