Übersicht
Für die Generation Kanadier, die im Ersten Weltkrieg kämpften, war ein weiterer Krieg undenkbar. Der Erste Weltkrieg war "der Krieg, der alle Kriege beendet". So kam es, dass dem Militär nur sehr geringe Priorität zu Teil wurde.
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die kanadische Armee umstrukturiert und es herrschte eine Art militärischer Stagnation in Kanada.
Erst die Aktivitäten Hitlers Ende der 30er-Jahre, weckten wieder die Aufmerksamkeit. So wurde der Armee wieder eine höhere Priorität zuteil und die Bewaffnung begann.
In Kanada wurde das Militär 1936 Reorganisiert und für einen modernen Krieg vorbereitet. So wurden neue Waffen und Ausrüstung hergestellt , um damit die Armee auszustatten. Die kanadische Armee sollte zur Verteidigung der kanadischen Neutralität eingesetzt werden. Weiters wurden kleinere Expeditionstruppen geplant.

Kanadier in England
Kanadier in AlderhotAls England am 3. September 1939 Deutschland den Krieg erklärte, war Kanada nicht wie 1914 daran gebunden, ebenfalls in den Krieg zu ziehen. Dennoch wurde eine teilweise Mobilisierung befohlen. Am 7. September erfolgte eine zwei Tage andauernde Debatte im kanadischen Parlament, mit dem Ergebnis, Deutschland am 10. September den Krieg zu erklären.

Umgehend wurden Pläne für die Organisation der Expeditionstruppen, die nun "Canadian Active Service Force" (CASF) genannt wurden, umgesetzt.
Am 17. Dezember 1919 traf die 1. kanadische Division im schottischen Greenock ein. Von hier aus marschierte die Division in Richtung Süden zum größten militärischen Zentrum in Großbritannien, Alderhost. Hier errichtete die kanadische Armee des Zentrum für die kanadischen  Kräfte während des Krieges.
Bis zum Debakel in Dünkirchen, waren die kanadischen Soldaten meist nur in Rückwärtigen Gebieten eingesetzt worden, doch nach Dünkirchen änderte sich der Status der Kanadier in den einer Fronttruppe. Einige kanadische Soldaten wurden in den letzten Tagen des Frankreichfeldzuges auch in der Bretagne eingesetzt. Am 13. Juni landete die 1. kanadische Infanterie-Brigade in Brest, um so eine Verbindung zum europäischen Festland herstellen zu können. Nach der französischen Kapitulation wurden die Kanadier allerdings wieder evakuiert.

In den folgenden 3 Jahren sammelten sich folgende kanadische Verbänd ein England:
1940: 2. kanadische Infanterie-Division
1941: 3. kanadische Infanterie-Division, 1. kanadische Armee-Panzer-Brigade, 5. kanadische Panzer-Division
1942: 4. kanadische Panzer-Division
1943: 2. kanadische Panzer-Brigade
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