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| Nordwest-Europa |
Bei der Invasion am 6. Juni in der Normandie, dem sog. "D-Day", nahmen von kanadischer Seite die 3. Infanterie-Division, die 2. Panzer-Brigade und das 1. Fallschirm-Bataillon (als Teil der britischen 6. Luftlande-Division) teil. Nach des sich die Kanadier am Landungsabschnitt "Juno" landeten, mussten sie sich hartnäckigen deutschen Verteidigern stellen. Kurze Zeit später fanden sich die kanadischen Truppen innerhalb der schwersten Kämpfe im gesamten Krieg bei Caen wieder. Als Anfang Juli Caen fiel, erreichte das 2. kanadische Korps die Normandie. Das Korps setzte sich aus der 2. und 3. Infanterie-Division, der 5. Panzer-Division und der 1. polnischen Panzer-Division zusammen.Von un an begann der Vormarsch in Richtung Falaise. Am 25. Juli durchbrachen amerikanische Truppen die Linien bei St. Lo und starteten ein Manöver um die deutschen Truppen einzuschließen. Die Kanadier, gemeinsam mit den Polen, mussten mehrere Gefechte bestehen und suchten den Anschluss an die vorpreschenden Amerikaner. Als die deutschen verbände die Gefahr einer Einschließung erkannten, starteten sie einen fanatischen Kampf gegen die anwesenden alliierten verbände. Die Kanadier versuchten den Kessel zu schliesen, während alliierte Flugzeuge Falaise ununterbrochen bombardierte. Der Großeil der deutschen Verbände konnte aufgerieben oder gefangen genommen werden, doch den gepanzerten Verbänden gelang der Ausbruch durch die alliierten Linien, die den harten deutschen Angriffen nicht stand halten konnten. Bis Anfang September war der Großteil Frankreichs erobert. Die kanadische 1. Armee setzte ihren Vormarsch entlang der Kanalküste fort. Sie eroberten Ort für Ort, bis sie schließlich auf Dieppe trafen. Die Kanadier bereiteten sich auf harte Kämpfe vor, doch beom Angriff stellten sie fest, das der Feind die Stadt bereits geräumt hatte. Die Alliierten mussten unbedingt den Hafen von Antwerpen einnehmen um ihn als weiteren Nachschubhafen nutzen zu können. Hierfür wurden die Kanadier herangezogen. Die Operation startete am 1. Oktober und dauerte bis 8. November an. In diesen Wochen kam es zu schweren Kämpfen in schlecht zugänglichem Gelände. Schließlich gelang es Antwerpen einzunehmen und als alle Minen entfernt waren, lief am 28. November der erste Nachschubkonvoi ein. Für die weiteren drei Monate hileten die kanadischen Truppen die Linie entlang der Mass bis Nijmegen. Als im Herbst der geplante Einmarsch in Norddeutschland scheiterte, die Operation "Market Garden" in Arnheim fehlschlug und im Dezember 1944 die unerwartete deutsche Ardennenoffensive startete, dauerte es bis Februar 1945 um weitere Offensiven vornehmen zu können. Bis zu dieser Zeit war die kanadische 1. Armee enorm angewachsen und hatte mittlerweile 13 Divisionen unter ihrem Kommando. Für die Kämpfe im Rheinland, welche im Februar und März angesetzt waren, beinhaltete die 1. kanadische Arme mehr britische als kanadische Formationen. Bis zum 10. März waren alle deutschen Verbände über den Rhein zurück gedrängt worden. Am 23. März überquerten die Alliierten den Rhein. Darunter befanden sich auch die kanadische 3. Infanterie-Division und das 1. kanadische Fallschirm-Bataillon. Der Großteil der kanadischen Truppen verblieb in Holland, wo jetzt auch das 1. kanadische Korps aus Italien eintraf. Die Aufgabe der 1. Armee war es nun die deutschen Truppen vollständig aus Holland zu vertreiben und in Richtung Norddeutschland vorzustossen.Die Kanadier trafen in den folgenden Wochen auf äußerst fanatische deutsche Verteidiger, denen es um alles oder nichts ging. Seit der Landung in der Normandie, verloren die kanadischen Truppen rund 48.000 Mann. Nach dem der Krieg in Europa zu Ende war, wurden die kanadischen Verbände bald in die heimat zurückgezogen. Lediglich eine Einheit in Divisionsgröße blieb als Besatzungsmacht für 1 Jahr in Deutschland. Viele Europa-Veteranen meldeten sich jetzt auch für den Einsatz im Pazifik gegen Japan, doch der Großteil begab sich in die Heimat. Die kanadischen Anstrengungen, sowohl an Mannstärke als auch bei der Ausrüstung und Bewaffnung, übertrafen die Anstrengungen während des Ersten Weltkrieges bei weitem. Über 1 Million Männer und Frauen meldeten sich zur kanadischen Armee und über 45.000 liesen ihr Leben für andere Nationen. Bei einer Bevölkerung von nur 11 Millionen ist dieser Einsatz sehr bemerkenswert. Kommentare (0)
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 15. Februar 2009 um 22:39 Uhr |