Bleiben sie aktuell. Jetzt unseren Newsletter abonnieren!
| Kommandanten der Seeverteidigung |
|
Den Status von Brigadekommandeuren hatten zu Kriegsende die Kommandanten der Seeverteidigung, meist kurz Seekommandanten genannt. Außer den Einheiten der Marineartillerie und Marineflak unterstanden ihnen in der Regel auch die in ihrem Bereich eingesetzten Küstenartillerie-Einheiten des Heeres udn die Hafenkommandanten. Nach dem Norwegenfeldzug 1940 wurden eingesetzt: Seekommandant Oslo (später Oslofjord), Kristiansand, Bergen, Molde, Stavanger, Drontheim, Sandnessjoen, Narvik und Polarküste (später Tromsö, März 1941 geteilt in Tromsö und Kirkenes). Nach dem Feldzug im Westen kam es zur Aufstellung der Seekommandanten Nordholland in Den Helder, Südholland in Vlissingen, Flandern in Ostende, Pas-de-Calais (aus Marine-Artillerie-Regiment 24) in Boulogne (aus MAR 26) in Brest und erst gegen Jahresende 1940 Loire-Gironde in La Baule und Gascogne in Bordeaux. Im Gegensatz zu den Seekommandanten in Norwegen und Westfrankreich befehligten die Seekommandanten in Nordfrankreich (Flandern, Pas-de-Calais, Seine-Somme und Normandie) nur die Artillerieeinheiten in ihren Bereichen und wurden deshalb im Februar 1941 in Marine-Artillerie-Kommandeure (Markos) umbenannt, während die Hafenkommandanten dort den Marinebefehlshabern direkt unterstanden udn die der größerren Häfen (Ostende, Dünkirchen, Calais, Boulogne, Le Havre und Cherbourg) gleichzeitig in Seekommandanten umbenannt wurden, Im Dezember 1941 trat auch beim Marinebefehlshaber Kanalküste unter aufhebung dieser 6 Seebefehlshaber und des Markos Flandern die sonst übliche Gliederung in kraft, die Artillerie und Häfen unter den neuen Seebefehlshabern Pas-de-Calais, Seine-Somme und Normandie vereinigte. Im Frühjahr 1941 wurden nach dem Griechenlandfeldzug die Seekommandanten Attika (in Piräus), Saloniki und Lemnos (zunächst L, M und N) eingesetzt, hinzu kam später S für Kreta. Bereits vor Beginn des Russlandfeldzuges waren weitere Stäbe von Kommandanten der Seeverteidigung aufgestellt worden, die mit dem Fortschreiten des Angriffs Funktionen in der eroberten russischen Gebieten übernehmen sollte: O für Libau , P für Riga (November 1941 aufgelöst), Q für Reval, R für Leningrad, T für Murmansk (Dezember 1941 aufgelöst), U und V für die Ukraine (januar 1942 Krim und Ukraine) und zu Beginn des Feldzuges 1942 W für den Kaukasus und X für das kaspische Meer. Da die so weit gesteckten Ziele des Feldzuges nicht erreicht wurden, erhielten die vier letzten (U-X) andere Aufgaben (Ostkrim, Westkrim, Ukraine). Der bisherige Seekommandant V/Ukraine kam im Dezember 1942 nach Frankreich und löste den Seekommandanten Loire-Gironde ab, der Seekommandant Languedoe in Montpellier wurde. Neu gebildet wurden 1942 Hammerfest (zwischen Tromsö und Krikenes eingeschoben) und Kanalinseln auf Guernsey. Weitere Seekommandanten mussten im Herbst 1943 zur Übernahme der bisher vom italienischen Verbündeten besetzten Mittelmeerküsten entsandt werden: Peloponnes in Kalamata, Westgriechenland in patras, Albanien in Tirana, Dalmatien in Split, Istrien bei Monfalcone, Westadria in Venedig-Lido, ital. Riviera in La Spezia, franz. Riviera in La Valetta. Im Januar 1944 wurden Saloniki und Lemnos zu Nordgriechenland vereinigt und Dalmatien in Süddalmatien in Split und Norddalmatien in Sebenico geteilt. Im Ostseebereich wurden im Februar 1944 Reval und Libau in Estland und Lettland umbenannt, "R" wurde aufgelöst. Bald darauf, im April 1944, wurden die Abschnittskommandanten in Dänemark in die Seekommandanten Nordjütland in Frederikshavn, Südjütland in Esbjerg und Dänische Inseln in Kopenhagen umgewandelt. Der November 1944 brachte die Aufstellung von Kommandanten der Seeverteidigung auch an den deutschen Küsten: Ostfriesland bei Norden, Elbe-Weser in Ottendorf bei Cuxhaven, Nordfriesland in Husum, Schleswig-Holstein-Mecklenburg in Kiel (April 1945 geteilt), Pommern in Swinemünde, Ost- und Westpreußen in Gotenhafen (Januar 1945 geteilt in Ostpreußen in Pillau und Westpreußen in Gotenhafen). Das Jahr 1944 hatte andererseits mit der Aufgabe weiter Gebiete die Auflösung der dort eingesetzten Seekommandanten zur Folge gehabt, so im Schwarzen Meer (Seekommandant W war im Februar 1944 Seekommandant Transnistrien-Rumänien-Bulgarien in Odessa und April 1944 Deutscher Seekommandant Rumänien geworden), dann in Frankreich, in der Ägäis und in der Adria. Kommentare (0)
![]() |