Marinegruppenkommandos
Die Marinegruppenkommandos entsprachen rang mäßig der Heeresgruppenkommandos. Sie führten gleichzeitig See- und Landstreitkräfte der Kriegsmarine. Das einzige im Frieden bestehende Marinegruppenkommando Ost wurde während des Polenfeldzuges von Kiel nach Swinemünde und nach dem Feldzug wieder nach Kiel zurück verlegt.
Es führte während des Norwegenfeldzuges in der Ostsee bis zur Skagerraksperre, wurde am 10.8.1940 als Marinegruppenkommando Nord nach Wilhelmshaven verlegt und führte jetzt in Nord- und Ostsee sowie in März 1943 mit dem Flottenkommando verschmolzen und nach Kiel zurück verlegt, wurde es am 31.7.1944 aufgelöst.

Das Marinegruppenkommando West wurde bei Mobilmachung in Wilhelmshaven neu aufgestellt, führte im Norwegenfeldzug, verlegte August 1940 nach Paris und war seit September mit dem Kommandierenden Admiral Frankreich in Personalunion verbunden. Am 16.11.1942 ging die Dienststelle des Kd.Admirals im Gruppenkommando auf, so dass die Admirale in Frankreich ihm von nun an ohne Zwischenschaltung eines Oberkommandos direkt unterstanden.
Nach der Räumung Frankreichs wurde es am 20.10.1944 aufgelöst und statt dessen das Marineoberkommando West gebildet.

Als drittes Marinegruppenkommando entstand im Juli 1941 in Sofia das Marinegruppenkommando Süd. Im September 1944 wurde es nach Wien verlegt und im Dezember aufgelöst. Es war zuständig gewesen für: Schwarzes Meer, Ägäis und Adria, jedoch nicht für Italien, wo das Marine-Kommando Italien deutscherseits dem OKM direkt unterstellt war.

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