Stationskommandos
Bereits im Frieden bestanden die Stationskommandos der Nordsee und der Ostsee in Wilhelmshaven und Kiel unter Kommandierenden Admiralen. Zu ihnen trat nach dem Norwegenfeldzug der Kd.Norwegen, zu Beginn des Frankreichfeldzuges der Kd.Admiral West (seit 10.6.1940 "Frankreich"), dessen Dienststelle 1942 mit dem Marinegruppenkommando West verschmolzen wurde und im April 1941 vor dem Balkanfeldzug der Kd.Admiral Südost in Sofia (Juli 1941 in Marinegruppenkommando Süd umgewandelt).
Seit dem 1.12.1941 war auch der Chef des Deutschen Marinekommandos Italien (gleichzeitig Deutscher Admiral beim Admiralstab der königlich-italienischen Marine) Kommandierender Admiral.
Am 1.12.1943 wurden die Dienststellen der Kd.Admiräle der Marinestationen Ostsee, Nordsee und Norwegens in Marinekommandos umgewandelt und waren damit den Armeeoberkommandos des Heeres angeglichen.
Im Westen entstand nach der Invasion am 20.10.1944 das Marineoberkommando West, dem die Kanalinseln und die Atlantikfestungen unterstanden - und zuletzt noch, am 1.1.1945, aus dem Deutschen Marinekommando Italien das Marineoberkommando Süd.
Es bestanden als bei Kriegsende die Marineoberkommandos Ost (aus Ostsee), Nord (aus Nordsee), Norwegen, West und Süd. Außer geringen Sicherungsverbänden zum Küsten- und Hafenschutz waren den Marineoberkommandos im wesentlichen Landstreitkräfte (Artillerie und Flak) unterstellt.

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